„ein optisch flacherer Bauch durch gezieltes Bauch-Training geht auch.
Halte ich für ein hartnäckiges Gerücht.
Mal erhlich, wie weit der Bauch vorsteht, hängt von drei wesentlichen Gründen ab. Das, was im Bauch ist, die stärke der Fettschichten, und die Bauchmuskulatur. Was auch immer da mehr wird, führt zu einem "dickeren Bauch".
Wenn Muskeln das nicht halten, werden sie durch Training auch nicht verkürzt.
Ja, ich kann mit Muskelaufbau Proportionen verändern, das verändert die Optik. Ich kann auch die Haltung optimieren, auch das verändert die Optik.
„Klappt nur, Fettabsaugung.
Alles andere ist zwar gut aber bringt nichts.
Das sagt dir jeder Schönheitschirurg nüchtern ins Gesicht.
Erinnert mich an diesen alten Spruch, ich glaube, von Otto "die Wissenschaft hat festgestellt, das Rauchen doch nicht gesundheitsschädlich ist, gezeichnet: Dr. Marlboro"
Ja, entfernte Fettzellen können kein Fett mehr einlagern. Stimmt insofern.
Aber.
Körperfett ist eine vom Körper gebildete Energiereserve für schlechte Tage, die besonders in guten Tagen angelegt wird.
Weihnachten ist für mich die Zeit des pausenlosen Fressens (ok, etwas überzogen). Gleichzeitig bewegt man sich im Alltag im Winter meist weniger, als z.B. im Sommer. Der Verbrauch sinkt, die Energiezufuhr steigt.
Die Menge an Körperfett hängt immer auch von der zugeführten Menge an Nahrung ab. Kein menschlicher Körper kann Körperfett ohne zufuhr von Nahrung aufbauen, geht nicht. Wir betreiben schließlich keine Fotosynthese.
Der Körper hat keine selbstständigen Segmente, was das Beziehen von Energie angeht. Da gilt nicht, dass der kürzeste Weg zur Beschaffung von Energie bevorzugt wird. Die Frage, wo der Körper bevorzugt Energie durch Fettabbau beschafft, ist teilweise etwas generelles, aber auch etwas Veranlagung.
Generell ist es für Fettabbau nötig, weniger Energie dem Körper zuzuführen, als dieser verbraucht, denn dann muss der Körper auf Reserven zurückgreifen. Da kommt jetzt ein Problem mit ins Spiel. Der Körper sieht nicht nur Fett als Energielieferant an, sondern kann auch durch Muskelabbau Energie verfügbar machen. Dies hat für den Körper einen Vorteil, Muskeln verbrauchen Energie, auch in Ruhestellung. In notzeiten Verbraucher zu vermindern, hat also etwas. Damit der Körper mehr auf Fett als auf Muskeln zur Energiegewinnung zugreift, ist es empfehlenswert, dem Körper bemerkbar zu machen, dass Muskulatur benötigt wird, so da kommt dann ergänzend zur Ernährung auch moderater Kraftsport wieder ins Spiel
Kontraproduktiv ist es, wenn jemand mit Sport anfängt, und dann viel mehr isst, weil er ja jetzt Sport macht...
@****_MS, ich relativere mein ersten Aussagen etwas. Optisch kann man da was ändern, mitunter erstaunlich viel, wenn die Haltung viel Verbeserungspotential bietet. Nur das Körperfett wird damit nicht wirklich angegangen.
Gesundheitlich Problematisch bzgl. z.B. Diabetis ist das Körperfett.
Und ja, ich weiß, dass es Erkrankungen gibt, die es sehr, sehr schwer machen können, Körperfett ab zu bauen. Schwer ist aber etwas anderes als unmöglich. Kein Körper kann Fett aufbauen, ohne dass ihm Energie über Nahrung zugeführt wird.
Und ja, ich weiß selbst, wie schwer es im Alltag sein kann, dieses simple Wissen umzusetzen.
Ich würde in folgender Reihenfolge vorgehen:
Getränke auf darin enthalten Zucker durchschecken.
Zwischenmahlzeiten, insbesondere Naschzeug reduzieren.
Ernährung auf "gesund" ändern, da hat jeder schon was zu gehört, und dann langsam essen, Trinken nicht vergessen. Es ist manchmal erstaunlich, wie wenig man essen muss, wenn man vorher und dabei auch ausreichend trinkt, und langsam isst, bewußt kaut. Dem Körper ist manchmal der Unterschied zwischen Hunger und Durst bzw. Getränk nicht ganz so wichtig, und es dauer bekanntlich etwas, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt.
Aber, dass sind dann meine eigenen Erfahrungen. Nur findet man diese Grundsätze letzlich bei ganz, ganz vielen Diäten und Ernährungsplänen bzw. -umstellungen.