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Wenn Dominanz unterschiedlich gefühlt wird

*******raum Mann
68 Beiträge
Themenersteller 
Wenn Dominanz unterschiedlich gefühlt wird
Dominanz wird von vielen Menschen sehr unterschiedlich erlebt und gefüllt.
Für manche zeigt sie sich im Handeln, für andere im Wahrnehmen im Zuhören im Gespür für Situationen im Umgang mit Nähe Stimme Ruhe oder Ausstrahlung. Manche erleben Führung als etwas Aktives andere als etwas das im Zwischenraum entsteht im gegenseitigen Lesen und Reagieren.

Mich interessiert wie ihr Dominanz für euch versteht und erlebt.
Wann fühlt sie sich für euch stimmig an
Was braucht es damit Vertrauen wachsen kann
Und woran merkt ihr dass ihr euch sicher genug fühlt um Kontrolle abzugeben oder Verantwortung zu übernehmen

Ich lade euch ein eure persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen zu teilen.
Bitte begegnet euch dabei achtsam und wertschätzend genau das macht für mich den Reiz dieses Themas aus.
*********paar Paar
29 Beiträge
Ich kenne kaum eine sexuelle community, die so viel zer denkt wie die BDSM community.
Bei uns war das total natürlich.
Ich hab mir das nicht überlegt, und ich glaube er sich auch nicht.
Natürlich ist es die Art, wie er mit mir umgeht.
Die Worte und die Handlungen und die müssen vor allem zusammenpassen.
*******raum Mann
68 Beiträge
Themenersteller 
Ich glaube, da sprichst du etwas sehr Wahres an. In der BDSM-Community wird viel gedacht und manchmal auch zerdenkt, dabei entstehen die wichtigsten Dinge ganz natürlich, wenn man sie nicht plant, sondern zulässt. Bei mir war es genauso, es ist einfach passiert, weil es stimmig war.

Am Ende geht es um die Art, wie man miteinander umgeht, um Worte und Handlungen, die zusammenpassen. Manchmal hilft das Denken, um sich des Fühlens bewusster zu werden, aber erlebt werden muss es trotzdem. Genau so habe ich es gemeint.
*****a_A Frau
13.477 Beiträge
Zitat von *******raum:
Mich interessiert wie ihr Dominanz für euch versteht und erlebt.
Dominanz fühle ich. Verstehen kann ich es nicht *lach*
Und zwar dann, wenn der Herr mich lesen kann...wenn er mich "abholen" kann, wo ich gerade stehe.
Für mich ist Dominanz wie ein Sog..und ich finde es wundersam, wenn er mich immer weiter in seinen Bann ziehen kann.

Dominanz schleicht langsam um dich herum, kreist dich ein. Je enger der Herr die Kreise um dich zieht, desto wuchtiger und deutlich spürbarer wird sie.
Sie brüllt nicht herum, sondern dringt gekonnt in deinen Kopf ein. Sie dringt bis in deine Seele hervor und legt dein innerstes offen.
Dominanz ist grausam und gleichzeitig Hilfreich, denn sie lässt dich in den Spiegel schauen, so dass du dich selbst erkennst.
Dominanz lässt dich in den Abgrund fallen um dich dann in voller Liebe wieder hinauf zu ziehen.
Es ist wie eine Droge der besonderen Art, wie ein Sog, was dich immer sanfter werden lässt.
Dominanz lässt dich im Nebel stehen, damit du den Weg zur klaren Sicht findest. (Auszug aus meiner Homepage)

Zitat von *******raum:
Was braucht es damit Vertrauen wachsen kann

Zeit!
Ich
********dy76 Frau
683 Beiträge
@*********paar und @*******raum Ich denke, dass, wenn man Dominanz mal außerhalb des sexuellen Kontextes erfasst, es zwangsläufig etwas ist, worüber man nicht genug nachdenken kann. Darum denke ich auch, dass wir in dem Fall unterscheiden sollten. Im rein sexuellen Bereich bringt Zerdenken wenig, da gebe ich Euch Recht. Aber da ich für mich auch den Alltag aus meiner Dominanz nicht ausklammere, und auch einige Menschen kenne, die dies nicht tun oder wünschen, dass es nicht getan wird, sehe ich eine reflektierte und überdachte Erkenntnis der Wirkungen und Nebenwirkungen, als sehr wichtig an. Mein Respekt für dominante Menschen, die diese auch im Alltag ausleben und sie nicht reflektiert haben, hält sich daher in sehr engen Grenzen. Denn Dominanz bedeutet Macht und Macht ist ein gefährliches Gut, mit dem man sorgsam und überlegt umgehen sollte. Wir erleben es diese Tage ja überall, was passiert, wenn Personen ihre Macht zu Kopfe steigt und sie nicht in der Lage sind zu reflektieren.
Liebe Grüße
Daira
*******na19 Frau
1.457 Beiträge
Dominanz kommt bei mir durch Respekt an.

Respekt durch Handlungen, d.h. nach (schönen) Worten folgen Taten, die dem Gesagten davor nicht im Widerspruch stehen.

Aus Handlungen entsteht Präsenz.

Aus Präsenz entsteht emotionale Sicherheit, die durch Ehrlichkeit und Transparenz gefestigt wird.

Als Folge wächst Vertrauen.

Erst dann spüre ich Dominanz.

Also "dominante Grüße" reichen bei mir nicht aus😉😂
*******zend Frau
18 Beiträge
Oh das wird spannend *mrgreen*... Bin gespannt was da noch kommt und lehn mich schon mal zurück...

Aber zuerst :
Dominanz und Unterwerfung halte ich für mein Verständnis, wenn es sexuell bezogen ist, und auch meiner persönlichen Erfahrung nach für etwas natürliches über das nicht zwangsläufig nachgedacht oder großartig diskutiert werden muss, bislang weder von mir noch von meinen bisherigen Partnern.
Beide zeigen sich dementsprechend auch auf verschiedenen Ebenen und finden so auch auf diversen Ebenen Gehör und Anklang.
Es fühlt sich, für mich, mit dem passenden Partner intuitiv richtig an und entsteht und entwickelt sich dadurch auch ganz natürlich und bei jedem neuen Partner ganz anders.
Für mich ist es zum einen somit natürlich allerdings auch keine Notwendigkeit in dem Sinne, dass sie permanent Bestandteil ist im Miteinander weder innerhalb noch außerhalb des intimen miteinander. Und nein, damit meine ich nicht "switchen". Denn eine Kehrtwende lege ich, für mich, bislang nicht hin.

Interessant finde ich daher, dass so viele dem diverse Rubriken, Richtungen oder ähnliches zuweisen während "dem Spiel".
Das macht die Kommunikation bisweilen etwas heikel finde ich, da Fühlen für mich nicht Denken ist und ich da gar keine Etiketten an der Stelle haben möchte.
Auch es als "Spiel" zu definieren fühlt sich für mich nicht richtig an obwohl ich nachvollziehen kann, dass es die Grenzen für manche klarer umreißt um sich einlassen zu können bei Dominanz und/oder Hingabe.

Vertrauen tut man sich finde ich bereits bis zu einem gewissen Grad indem man miteinander intim wird. Ab da erweitert man es ja durch Wiederholung bzw dadurch, dass man gesagtem auch entsprechende Handlungen folgen lässt, was vertrauen fördert. So wie das Gegenteil davon es zunichte macht.

Führung und Hingabe empfinde ich immer als aktiv, beide. Kein Blick, keine Geste entsteht ohne Aktivität.
Selbst die "Zwischenräume" und "Zwischentöne" entstehen ja dadurch, indem zwei Menschen nonverbal kommunizieren, was nicht durch Inaktivität entsteht. Passiv ist das ebenfalls nicht, denn auch stillschweigend zuzustimmen durch Blicke oder Berührungen oder ein vereinbartes Zeichen setzt Aktivität voraus *zwinker*

Mit Dominanz /Macht geht natürlich auch gewisse Verantwortung einher, besonders je stärker man sie führt oder vorandrängt.
Reflexion und Kritikfähigkeit halte ich da durchaus für sinnvoll.
Der Begriff "Machtdrunken" kommt ja nicht von ungefähr...
Genauso verhält es sich mit dem Gegenspieler nur ungekehrt 🙃.
Da vergessen manche Unterwürfige, dass der "Machthaber" nur die Macht hat, wenn er die ihm gibt bzw überlässt und man sie auch zurück holen kann.
Aber naja, daaa kann ich es ganz locker zerdenken glaube ich 🤭... Lass ich aber jetzt....

Soviel zu meiner Erfahrung und Einschätzung,
Ich freue mich schon auf neue Perspektiven. Mal sehen was sich für neue Blickwinkel eröffnen *g*
*******enig Mann
15.430 Beiträge
Dominanz wird nach meiner Beobachtung dann als besonders authentisch wahrgenommen, wenn dem Wort auch die zugehörige Tat folgt. Details unerheblich.
Ich bin keine Freundin von allgemeiner Dominanz. Der Begriff in der Härte erinnert mich an Graukapitel der Geschichte...
Ich denke, das meint man nicht. *nein* Selten strebt man Herrschaft, Macht an im Privat- oder Sexualbereich.

Ich bin daher nicht technisch veranlagt, was z. B. D/s angeht. Ich betrachtet es feiner.

Mich interessiert wie ihr Dominanz für euch versteht und erlebt.

Für mich ist es das, was ich in jedem Partner suche, sogar ins "Stinos" fand. Ich verstehe darunter stille Autorität, die durchs Leben wächst und sich in der eigenen Lebensführung, inneren Selbstnavigation, Ordnung kennzeichnet. Das sagt nicht aus, das man keine Fehler macht, gar Topmanager ist. Es geht um Erwachsenheit. So trifft man gute, wichtige, verantwortungsvolle Entscheidungen für sich, sein Leben. Ebenso ist mir da wichtig:
-Mut- zur Eigeninitiative, eine gewisse Risikobereitschaft. Dies ermöglicht vor allem die innere Sicherheit, die absehen lässt, inwiefern man sich innerlich halten, regulieren, abfangen kann - ohne sich zu verlieren in Situationen, Menschen, Illusionen, Umfelder, bestimmte Kreisläufe.
Annahme, Wunschdenken, Glaube ist da nicht Realität. Es ist damit auch die Stärke Hilfe anzunehmen, Muster zu korrigieren, Differenzierung zuzulassen, eine gewisse Freiheit für Eigenheit zu geben, bis zu einem bestimmten Punkt. Und den Punkt gilt es zu merken, wo es in die falsche Richtung ausschweift, weil diese "Dominanz" zur Mehrheit nicht schwerfällt, nicht drückt, nicht zwickt, nicht verkrampfen lässt.

Besseres Wort daher: Selbstführung. *top*
Daraus sollte nicht Selbstgeißelung oder fehlende Selbstbeherrschung werden, damit man für andere überhaupt offen sein kann, fair bleibt, cool mit sich, anderen ist.

Was braucht es damit Vertrauen wachsen kann

Ein Kennenlernen auf einer Basis,
die grundverankert ist oder sich festigt.
Er muss - wissen-, was er da will, tut, verlangt, wie wichtig und unerlässlich er im Prozess ist und strategisch arbeiten, aktiv sein für sich, anstatt Füße hochzulegen und zu denken: "Och, das entwickelt sich."

Es ist damit ein Deutungs- und Lesungsprozess, der darauf basiert,
dass Aussagen, Gelegenheiten nicht nur abgenickt werden, ehe einer weitermacht, wie bisher oder gar unter 0 Prozent fällt.
Es verlangt Offenheit, Verlässlichkeit, Anwesenheit, Verfügbarkeit, sowie sie eben zu leisten ist in der Zeit. Keine Show.

Und woran merkt ihr dass ihr euch sicher genug fühlt um Kontrolle abzugeben oder Verantwortung zu übernehmen

Ich merke es daran, wenn jemand im Start-, Annäherungs- und Kennenlernprozess wirklich verstand, was wir da tun und den Erhalt von Vertrauen, Bindung, wie eine These über unser Miteinander festnagelt. Er hat damit selber investiert, ist emotional involviert, hat sich vielleicht auch manchmal verplappert, war dankbar über meine Reaktionen und hat keine Lust von Vorn anzufangen. Da wird es interessant, denn das ist nicht mehr Kontakt, sondern Bindung. Dann passiert auch etwas ganz Komisches, das man gut bei jungen Haustieren beobachten kann, denen man das Halsband (Reiz) angewöhnt. Sie sträuben sich über Stunden, energisch, versuchen das Ding abzubekommen, bis durch das Verknüpfen an Reize/Training die Wehrsetzung langsam abnimmt. Es wird ruhiger. Dabei gilt es in regelmäßigen Abständen abzuwiegen: Sitzt es dann zu eng, zu locker, entwickelt das Tier auch danach nämlich Probleme, fühlt sich nicht wohl damit, was das Zusammenleben stört.

Ich gebe also nichts ab... *sorry*
Wir sind keine Menschen, die zum schiefen Turm von Pisa verschmelzen. Jeder trägt sich, entscheidet auf Basis seiner Realität. Beide finden Wege zueinander, fürsprechende Umgänge miteinander.

Ich lasse daher etwas an mich ran, in mich rein, teile es, öffne mich dafür, bleibe, renne nicht weg, akzeptiere es, nehme es auf in meinen Alltag, fange an es zu gewichten in Denken, Gewohnheiten, Planung und habe es in meinem Gefühl dann irgendwann integriert. So bin ich bereits beim nächsten "Halsbandwechsel" unbeeindruckt, gelassen, weil es nicht mehr stört und ohne sogar sich ein bisschen kalt, ungewohnt anfühlt... *selbstgefall*

Es ist kein Geben und Nehmen.
Zwei Menschen sind so komplex.
Es ist eher ein Gefühl von Zugehörigkeit auf vielerlei Ebenen, sodass Selbstschutz, Vorsicht, Bedenken, Fremde abnimmt.

Klingt viel. Macht aber Sinn, denn Selbstaufgabe soll bei mir nicht daraus werden und ich bin kein Mensch, der sich gerne aufbäumt, um etwas abzuwehren.
Das sollte dort nicht sein...
*******enig Mann
15.430 Beiträge
Spruch aus alten Mänädscher-Tagen:

"70% aller Entscheidungen sind falsch. Von den anderen 30% muss die Firma leben!"

Dürfte im "normalen Leben" vermutlich nicht viel anderster sein... *zwinker*
*******Den Paar
40 Beiträge
Vor genau einem Jahr noch, hatte ich mit BDSM nichts zu tun gehabt. Mal davon gehört, ja, das war's dann auch schon. Natürlich hatte ich diese speziellen Fantasien...

Plötzlich, wie aus heiterem Himmel trat eine Person in mein Leben und veränderte alles. Er beschrieb sich als erfahrener Dom. Wie gesagt, ich hatte keine Ahnung, doch die Neugier war da. Das Verlangen benutzt zu werden noch stärker.

Bereits vor dem ersten Treffen schrieben wir regelmäßig. Fragte mich nach meinen Vorlieben und wie weit er gehen darf. Beim ersten Treffen war er sehr vorsichtig und behutsam mit mir, war jedoch bereits leicht fordernd und seine Dominanz spürte ich in seiner Körperhaltung, Auftreten und seiner Stimme.

Beim zweiten Treffen sprach er mit einem ganz besonderen Klang in der Stimme. Fordernd und klar., dazu noch seine kraftvolle Körperhaltung und stets mir tief in die Augen blickend. Seit diesem Tag diene ich meinen Dom Herren, freiwillig. Niemand zu vor hat mich mit so viel Respekt behandelt und noch nie habe ich jemanden so vertraut, geschweige denn mich nackt präsentiert. Mein Dom gibt mir das Gefühl ihn zugehören und dies gibt mir Sicherheit und Geborgenheit.

Auch Schläge gehören bei uns dazu, jedoch nicht weil er mir weh tun möchte, sondern ich es will und brauche.
******ron Mann
5.885 Beiträge
Dominanz ist nicht nur etwas dass einen inneren Prozess beschreibt oder ein Persönlichkeitsmerkmal ist.

Für mich und meiner Betrachtungsweise ist die Außenwahrnehmung entscheidender.
Also ob und wie Dominanz auf den Gegenpart wirkt. So lange da nichts wirkt, kann sich Dominanz nicht (erfüllend) entfalten. Wer ein intrinsisches Verlangen verspürt die eigene Dominanz auszuleben wird dann wohl eher weiter ziehen.

Ich halte Dominanz für überbewertet. Das ist mein eigenes Empfinden. Hat nichts mit deinem zu tun.
*******ssa Frau
5.993 Beiträge
Ich finden wenn man auch auch immer wieder hinterfragt, und Rückmeldungen gibt/bekommt, hat das nichts mit zerreden zu tun.

Seit einem Jahr habe ich einen unerfahrenen (Dom)-Partner - er lehrt mich dadurch D/s und SM viel mehr auf Gefühlsebene zu erleben wo alles miteinander verschmilzt:
Führung, Härte, Geborgenheit, Sicherheit und vor allem: Liebe.
Und es bedarf sehr viel Kommunikation einander nicht misszuverstehen, in Wort und Handlung.
*******klar Frau
148 Beiträge
Ich merke, dass ich inzwischen eine gewisse Distanz zum Thema Dominanz entwickelt habe. Früher hat mich das mehr beschäftigt, heute sehe ich es nüchterner.
Wenn jemand im echten Leben "führen" oder bestimmen möchte, geht bei mir innerlich schnell eine Schranke runter. Ich mag Begegnungen auf Augenhöhe, bei denen zwei erwachsene Menschen für sich selbst stehen und Verantwortung für sich tragen.

Für mich kommt nur noch "gespielte Dominanz" in Frage: eine bewusst vereinbarte Dynamik ausschließlich (!) im sexuellen Kontext. Ein Rollenspiel, bei dem beide genau wissen, dass es ein Spiel ist. Es gibt klare Absprachen, Freiwilligkeit und jederzeit die Möglichkeit, auszusteigen. Niemand hat wirklich Macht über den anderen, es wird nur mit dem Gefühl davon gespielt.

Vertrauen wächst für mich dort, wo ich merke, dass mein Gegenüber meine Grenzen genauso ernst nimmt wie seine eigenen. Sicherheit entsteht durch Freiwilligkeit. Kontrolle abgegeben wird nur dann, wenn ich spüre, dass ich sie jederzeit wieder zurücknehmen könnte.

Für mich funktioniert das ausschließlich in diesem klar abgegrenzten Rahmen. Im Alltag brauche ich kein Machtgefälle, keine Hierarchie und keine Führung durch jemand anderen.
Präsenz, Ruhe und Selbstsicherheit finde ich attraktiv, Machtansprüche (offen oder versteckt, bewusst oder unbewusst) hingegen überhaupt nicht.
****sum Mann
5.633 Beiträge
Dass mein Wille geschieht. Das soll nicht immer Aktivität meinerseits bedürfen.
****n27 Frau
2.342 Beiträge
Dominanz ist nicht laut.

Dominanz ist nicht immer psychisch und physisch stark. Und doch

Dominanz ruht in sich.

Dominanz muss ehrlich sein.

Dominanz hinterfragt.

Dominanz hat Niveau, Geradlinigkeit.

Dominanz braucht keine subtilen Spielchen.

Dominanz ist kein Narzismus.

Dominanz braucht keine bewusstseinserweiternden Substanzen.

Dominanz ist eine starke Schulter zum Anlehnen.

Dominanz nimmt Hingabe an.

Dominanz ist dankbar.

Dominanz fordert und fördert.

Dominanz teilt Wissen ohne oberlehrerhaft zu sein.

Dominanz geniesst.

Dominanz lässt geniessen.

Dominanz kann miteinander schweigen.

Dominanz kann miteinander lachen.

Dominanz braucht nicht zwingend Lederkutte und Köfferchen.

Dominanz gibt Raum und braucht Raum.

Dominanz wächst und lässt wachsen.

Dominanz bedeutet Verantwortung.

... und sicherlich noch mehr.
*********le190 Paar
138 Beiträge
Was mir hier in den Antworten fehlt:

Dominanz gibt es nicht bzw es kommt keine Dynamik auf, ohne eine gewisse Devotion auf der anderen Seite. Oder wie seht ihr das?
******_73 Mann
4.397 Beiträge
Zitat von *********le190:
Dominanz gibt es nicht bzw es kommt keine Dynamik auf, ohne eine gewisse Devotion auf der anderen Seite. Oder wie seht ihr das?
Das hängt vom Verständnis ab.
Nimmt man an, dass eine dominante Person auch dominieren will, haben wir in Anlehung an die Verhaltensforschung mitunter auch einen Machtkampf, wenn keiner nachzugeben bereit ist. Das entwickelt dann schnell eine eigen Dynamik.
In dem Zusammenhang, wo bzw. ab wann ist die "gewisse Devotion" bei einer Brat gegeben?
*******_t79 Frau
1.619 Beiträge
Dominanz gibt es nicht bzw es kommt keine Dynamik auf, ohne eine gewisse Devotion auf der anderen Seite

Da ist mir ehrlich gesagt der Schlenker zu "Du bist ja gar nicht richtig devot usw " zu nah.

Was für Person x nicht genug ist mag für Person x genau das gewollte sein.
Daran ist jetzt niemand zu wenig oder zu viel, jede Person für sich ist in Ordnung. Es passt halt nur nicht.
*******uch Frau
40 Beiträge
Für mich
Dominanz für mich, ein bestimmtes Auftreten, gepflegt, intelligent, nett, freundlich, der weiß in welche Richtung.
Das heißt für mich,
Ein Mann der Ruhe bewahrt und Gelassenheit, der Selbstsicher und fest steht.
Der Frau dahin verführt, das sie freiwillig das tut, was er gerne, sich vorstellt. Der sie achtet und auffängt, hält. Der weiß das es nicht nur anfassen sondern, die Kunst des berührens gibt und der Achtung. Dem liebevolle Handlungen und Zärtlichkeit nicht fremd sind und sich im Bdsm nicht beißen muss, sondern genau das ist was im Bdsm oft fehlt. Der weiß das ein oberflächliches, höher, schneller, weiter, tiefer nicht das ist was zum Ziel führt. Sondern das Tiefe im Gefühl, im verstehen und Herzen liegt und in der Sinnlichkeit und drauf folgend im fallen und geschehen lassen. Ein Band das beide ohne körperlich zu berühren, tief verbindet. Nun ja ich weiß, ich sollte erwachsen werden und bin in jeder Hinsicht viel zu naiv.
******uja Frau
7.232 Beiträge
Ich mag die Romantisierung des Begriffs "Dominanz" nicht. *nein* Zumal sich in der Diskussion darüber immer die Neigung, die Rolle und die Außenwirkung vermischen (siehe: BDSM: Dom/Sub: Neigung – Rolle – Außenwirkung) und in meinen Augen zumeist auch eine gehörige Portion psychischer Sadismus mit eine Rolle spielt. Aber gut, ich bleibe bei dem Begriff.

Für mich fußt eine "dominante Ausstrahlung" zunächst einmal auf Souveränität und Selbstsicherheit, mit der jemand durchs Leben geht. Sollte sich zeigen, dass die Person keine Impulskontrolle, einen geringen IQ oder wenig emotionale Intelligenz hat, so nagt das für mein Empfinden sehr schnell sehr stark an der wahrgenommenen Souveränität, bis nichts mehr davon übrigbleibt.

Ob ich Kontrolle abgeben kann und will, war eigentlich noch nie Vertrauensfrage – denn bei Menschen, denen ich nicht vertraue, stelle ich mir diese Frage gar nicht erst. Aber Vertrauen reicht nicht, wenn ich nicht auch eine gewisse (beidseitige!) sexuelle Anziehung spüre und den Mann als einigermaßen ebenbürtiges Gegenüber wahrnehme und respektiere. Wo dann der Wunsch durchscheint, über mich zu verfügen – den ich in diesem Fall ungemein sexy finde. *zwinker*
*********devot Frau
4 Beiträge
Für mich ist Dominanz fast nie das laute, sichtbare „Befehlen“ oder das große Show-Element.
Sie fühlt sich bei mir am stärksten an, wenn sie leise, ruhig und absolut sicher daherkommt.
Wenn ein Mann einfach nur da ist – mit einer bestimmten Körperhaltung, mit einer Stimme, die nicht laut sein muss, aber die den Raum füllt, mit einem Blick, der mich ansieht, als wüsste er schon, was in mir vorgeht, bevor ich es selbst weiß. Wenn er mich nicht anschreit, sondern einfach sagt: „Knie dich hin“ – ganz ruhig, fast beiläufig – und ich merke, dass mein Körper schon gehorcht, bevor mein Kopf überhaupt protestieren kann.
Das ist für mich der Moment, in dem Dominanz echt wird: wenn sie mich von innen berührt, ohne dass viel passieren muss. Wenn seine Ruhe mich unruhig macht. Wenn seine Klarheit meine Unsicherheit auflöst. Wenn ich spüre: Er hat die Kontrolle – und ich darf sie loslassen.
*******enig Mann
15.430 Beiträge
Zitat von *********le190:
Was mir hier in den Antworten fehlt:

Dominanz gibt es nicht bzw es kommt keine Dynamik auf, ohne eine gewisse Devotion auf der anderen Seite. Oder wie seht ihr das?

Das sehe ich nicht so. Dominanz kann sich auch gegenüber nicht devoten Persönlichkeiten zeigen, und zwar ohne Gewalt und ohne arschlocheskes Verhalten.
*********lbunt Frau
9.717 Beiträge
Ich sehe, dass oder wenn jemand dominant wirken möchte, aber auf mich wirkt es nicht. Ich habe schlicht keine devoten Anteile.
*******nge Mann
265 Beiträge
Ich war schon als Säugling eine Autorität. Wie anders will man sonst jemals führen können? Jedenfalls würd ich meinen, ein dominanter Mann ist ein besonnener Mann und hört auf seine Frau. Sie ist der Beziehungsbestimmer. Er ist die Standardabweichung von der Norm.
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