Das erste Autotelefon hat so viel gekostet wie zwei Kleinwagen und man konnte damit nur telefonieren.
Die ersten PCs (Personal, also persönlicher [!] Computer, da hatte schon jemand Weitsicht) wurden mit dem Argument verkauft, man könne "Textverarbeitung" damit erledigen. Also als Schreibmaschinenersatz. Aber zum Preis von 2 Bruttogehältern.
Die ersten Autos waren auch Reichen vorbehalten, das Benzin musste man in der Apotheke kaufen und Pferde hatte doch jeder, der mobil sein musste.
Bei all diesen Dingen hat man sich anfangs gefragt, wer das eigentlich braucht, weil der Nutzen begrenzt erscheint, zumal es so teuer ist.
Musste man vor 20 Jahren einen Panasonic Plasma-TV für 10.000 Euro kaufen, um einen flachen Fernseher mit richtigem Schwarz im Bild statt dem grauen "Schwarz" eines LCD-Displays zu bekommen, gibt es heute ein noch besseres Bild für 500 Euro.
Hat z.B. der EngineAI T800 heute eine Agilität, dass er Kung-Fu auf höchstem Niveau beherrscht, zeigt sich gleichzeitig, dass Top-Modelle humanoider Roboter von vor 12 Monaten durch heutige Nachfolger zum hälftigen Preis ersetzt werden.
So ist das bei jeder neuen Technik. Es fängt langsam an und nimmt Fahrt auf. Anfangs belächelt und teuer, später ein Alltagsgegenstand und bezahlbar.
Autos der heutigen Zeit sind ein schlechtes Beispiel, weil die gesetzlichen Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Assistenzsysteme sowie der permanent erhöhte Unfallschutz heute ganz andere Kosten bedeuten als wenn man das eigentlich schon perfekte Produkt aus den 80ern weiter produzieren würde. Aber anders als ein technisches Gerät, muss man vielleicht einen Sexroboter nicht unendlich weiterentwickeln.
Wenn man nun die Hälfte der Agilität mit dem äußeren der "Real Dolls" gepaart mit dialogfähiger KI, die weiter hinzulernt (!), paart, bekommt man einen sprechenden, sich bewegenden Sexroboter mit ansprechender Optik und Haptik, also was ganz anderes als das, was heute im Angebot ist. Wenn man nun den Preisverfall bei zunehmender Perfektion weiterdenkt, stellt sich wirklich nur noch die Frage des Bedarfs. Kaufpreisunabhängig.
Wer würde sich sowas kaufen, wenn der Betrag egal ist?
Und wer sich, sagen wir mal getippt 3.000 Euro nicht leisten kann oder will, wird ggfls etwas später die Möglichkeit haben oder bleibt eben außen vor. Aber für den typischen Puffgänger sind das durchaus kalkulierbare Zahlen.
Ganz abgesehen von den Märkten, wo Prostitution verboten ist und deshalb diese aktuell noch deutlich günstigere Variante nicht gefahrlos möglich ist.
Ich bleibe dabei, an den bahnbrechenden Erfolg zu glauben.