Mich würde sehr interessieren, was in einer Sub vorgeht, was sie fühlt, was sie denkt......
Auf der emotionalen Ebene gibt es im Endeffekt 8 unterschiedliche Haltungen, die ein(e) Sub haben kann. Alle 8 Haltungen sind emotional gegen sich selbst gerichtet und daher devot.
[A] Die/der gelehrige Sub ("Schüler"-Konfliktrollen)
• Autoritär: Sub wird ausgebildet und ihre Fähigkeiten aufgewertet. (Gradiert)
• Totalitär: Sub wird reflektiert und ihre Normalität herausgearbeitet. (Integriert)
[B] Die/der selbstzerstörende Sub
• Autoritär: Sub ist Sklave/Sklavin, Zerstörung des eigenen Willens. (Gefügig, gehorsam, degradiert)
• Totalitär: Sub ist Kleinkind, Zerstörung der eigenen Normalität. (Brav, artig)
[C] Die/der friedliche Sub ("Pazifisten"-Konfliktrollen)
• Anti-Autoritär: Wehrt sich nicht gegen körperliche Gewalt (Aushalten, tolerieren)
• Anti-Totalitär: Wehrt sich nicht gegen Entblößung und Beschämung (Aushalten, tolerieren)
[D] Die/der egoistische Sub
• Anti-Autoritär: Gönnt seinem/ihrem "Meister" nichts (Unterlassen, vernachlässigen)
• Anti-Totalitär: Gönnt seinem/ihrem "Meister" keine Integration (Unterlassen, anti-integrativ)
Alle 8 emotionalen Haltungen können in reinster Form einzeln auftreten, aber auch in deutlich gemischter Form und unterschiedlichen Stärken. Das Resultat würde ich als "Sub-Spektrum" oder "Sub-Profil" bezeichnen. Auf der anderen Seite, also der Seite der Dominanz, gibt es genauso viele emotionale Haltungen, die dann das exakte Gegenstück von diesen Haltungen hier sind.
=== Agieren/Reagieren ===
Jede Sub-Rolle kann in einer agierenden und/oder reagierenden Form auftreten. Wenn sie
agiert, stellt die/der Sub quasi die Szenerie her, z.B. in Form von
[A-Sub-Rolle] - vorauseilender Gradierung, Reflexion
[B-Sub-Rolle] - vorauseilendem Gehorsam, "Benimm"
[C-Sub-Rolle] - vorauseilende Friedlichkeit
[D-Sub-Rolle] - vorauseilende Vernachlässigung
Wenn die/der Sub dagegen eher in einer
Reaktion ist:
[A-Sub-Rolle] - lässt sich ausbilden und/oder reflektieren
[B-Sub-Rolle] - macht, was ihr/ihm gesagt wird
[C-Sub-Rolle] - hält aus, was ihr/ihm "angetan" wird
[D-Sub-Rolle] - unterdrückt den inneren Kümmerer
Silvester ging dann gar nichts. Ich konnte nichts aushalten und konnte auch absolut mein Kopf nicht abschalten und mir ging ständig durch den kopf welche Erwartungen und Wünsche mein Mann an mich haben könnte.
Hier könnte es sein, dass du aus der pazifistischen [C]-Sub-Rolle (friedliche, aushaltende Sub) ausgebrochen bist und in die "Sklaven"/"Kleinkind" [B]-Sub-Rolle (gehorsam, brav) gewechselt bist. Zwei Möglichkeiten, warum das passieren kann, sind folgende.
Jetzt wird es leider komplex:
1. Die pazifistische, aushaltende [C]-Sub-Rolle ist auf der psychischen Ebene eine
passive Haltung, die eine darunterliegende
aktive Haltung passiv stellt. Diese darunterliegende aktive Haltung ist eine dominante, zerstörerische "Psychopathen"/"Soziopathen"-Konfliktrolle und gehört mit zu den emotionalen Haltungen, die dominante Parts haben können. Wenn diese dominante Haltung nicht passiv gestellt wird und man im Sinne der Selbstbeherrschung seine Destruktivität nicht unterdrücken kann, kann man nicht in die pazifistische, aushaltende [C]-Sub-Rolle hinein. Man kann also weniger/nichts mehr aushalten/tolerieren. Ein Auslöser dafür ist z.B. Alkohol. Was ja zu Sylvester durchaus mal passieren kann. Wer also eine gute Portion Psychopath/Soziopath in sich trägt und Alkohol genießt, der verliert im Maximalfall die Selbstbeherrschung und fängt an zu Schlagen und/oder zu Pöbeln. Konsequenz im Sinne eines/einer Sub ist die, dass man nichts mehr aushält. Die pazifistische [C]-Sub-Rolle kann also nicht mehr betreten werden nach Alkoholkonsum (in größeren Mengen).
2. Daneben gibt es aber auch noch die Möglichkeit, dass man auf Grund seines Alltags eh noch dominant unterwegs ist und nicht von dieser emotionalen Haltung herunterkommt und einfach nicht in den passiven Modus kommt dadurch.
Vielleicht ist ja irgendwas mit dabei, was dir weiterhilft.
lg darek