Nachbarschaftshilfe Teil 3
1.
Menage a Trois
Elli lag später in der Nacht eng an Hubert gekuschelt, anders wäre es auch in dem schmalen Bett nicht möglich gewesen. Sie hatte noch nie mit einer anderen Person die Nacht verbracht seit ihrer Kindheit und fürchtete, kaum ein Auge zu zumachen. Außerdem dachte sie daran, ihn dummerweise nicht nach dem WC oder Bad gefragt zu haben. Sie hoffte, es bis zum Morgen durchhalten zu können.
Sie rieb sich die Scham, die ein wenig wund und klebrig war. Das erste Mal fand sie nicht gerade schön, die beiden Male danach schon besser. Beim dritten Mal war sie oben gesessen und hatte sogar einen Höhepunkt gehabt, viel schöner noch, als wenn sie es sich zu Hause, nachts verstohlen unter der Bettdecke gemacht hatte.
Irgendwann gegen 2 Uhr schlief sie dann aber doch ein.
Gegen drei wachte sie kurz auf, Max und Vera kamen vom Konzert zurück.
Sie hatten eine Taschenlampe dabei um Hubert wohl nicht mit dem Deckenlicht zu stören und waren recht leise.
Erleichtert bemerkte Elli, dass sie wohl zu müde waren um miteinander rumzumachen. Sie zogen sich schnell aus und schlüpften ins Bett, kuschelten sich wohl ebenfalls aneinander und kurze Zeit später schliefen alle vier.
An diesem Tag war Samstag, keiner der beiden Männer musste zur Arbeit, Hubert war im dritten Lehrjahr zum Raumausstatter und Max arbeitete als Bauelektriker.
Vera arbeitete in der Gastronomie, aber erst abends. So konnten alle ausschlafen, wenn sie aber Frühstück wollten, mussten sie bis 8 spätestens unten sein, Regel der Großbäuerin des Hofes.
Kurz nach 7, die Sonne schob sich zaghaft durch einen Schlitz in den vorgezogenen Vorhängen, wurde es im Nachbarbett munter. Hubert schlief noch selig, aber Elli war wegen den ungewohnten Geräuschen sofort wach.
Sie lag außen, zum Nachbarbett gewandt, Hubert hinter ihr, einen Arm über ihren Brüsten. Es war warm im Zimmer, nur eine dünne Decke lag über ihnen bis zur Taille.
Auf der anderen Seite war zuerst Max aufgewacht, hatte sich gereckt und sah zum Bett des Bruders rüber.
Ein Grinsen trat auf seine Züge, als er das nackte, hübsche Mädchen in den Armen seines jüngeren Bruders sah. Unter der Hand des Bruders konnte er hübsche, kleine Brüste erkennen und er dachte:
‚Schade, dass die Decke so liegt, ich hätte gern gesehen, ob sie unten auch so hellblond ist, die kleine Schlampe meines Bruders…‘
Er betrachtete seine Freundin, die an seine Brust gekuschelt dalag.
Stumpfe, wirre braune Haare und in letzter Zeit war sie ihm etwas zu pummelig geworden, für seinen Geschmack…
Er warf noch mal einen Blick nach drüben, die Freundin des Bruders schien schlanker und hübscher zu sein…ob sie auch so leidenschaftlich ist, wie die gute Vera? Auf alle Fälle jünger, unerfahrener, fügsamer…für meinen weichen Bruder eigentlich verschwendet…
Er begann seine Freundin mit den Fingern zu stimulieren und sie stöhnte im Halbschlaf leise und er strampelte die Decke ein wenig weg, wollte zu sehen sein…
Auf dem Bau hatte er einen drahtigen, durchtrainierten Körper entwickelt und wusste, er konnte sich sehen lassen.
Er drängte sich zwischen die Beine seiner Freundin, die jetzt endgültig wach wurde und auch lauter stöhnte.
Mit einem Seitenblick sah er zufrieden, wie die blonde Schöne wohl erwachte und unwillkürlich hinüberstarrte.
Er grinste frech zu ihr rüber und schob sich genüsslich in seine Freundin, dabei kniff er ihr heftig in die Brustwarze und legte ihr leicht die Hand an den Hals.
Diese bog sich ihm willig entgegen und schlang die Arme und Beine um ihn, hatte die Zuschauerin vom anderen Bett aus immer noch nicht bemerkt.
Diese betrachtete den großen, starken Bruder ihres Freundes gegenüber, er war dunkelhaarig, könnte sich mal wieder rasieren und hatte stechende, dunkle Augen…sein Lächeln wirkte provozierend, arrogant…
So als wollte er sagen: „Na kleines Mädchen, bist du überhaupt schon reif für so eine Show?“
Sie schob mutwillig die Decke etwas weiter nach unten, präsentierte ihm ihre Scham, hielt aber die Hand davor. Öffnete die Schenkel etwas und fing an, an sich herumzutreiben.
Max war überrascht, ließ sich aber nichts anmerken, begann Vera mit harten Stößen zu ficken, sah aber dabei Elli an, als würde er sie gerne ficken…
Das Pärchen gegenüber von Elli kam schließlich zum Ende und Elli kurz danach, zwang sich aber ziemlich ruhig zu bleiben um Hubert nicht zu wecken. Schnell schloss sie die Augen und tat als würde sie schlafen, denn Vera richtete sich auf und beide drüben machten Anstalten aufzustehen.
Sie hörte Max, wie er Vera einen deftigen Klatscher auf den Hintern gab und sie zur Eile antrieb, sie wollten duschen gehen und dem Bruder und seiner „neuen niedlichen Schlampe“ ein wenig Privatsphäre gönnen.
Vera hatte anscheinend von der Zuschauerin und stillen Mitakteurin ihres Liebespieles nichts mitbekommen und kicherte leise. Beide nahmen still ihre Sachen von der Kommode und Max folgte Vera, im Vorbeigehen am Bett des Bruders strich Max ganz sanft über die Scham von Elli, die daraufhin fast heftiger zusammenzuckte, als bei ihrem Orgasmus eben. Sie hörte die Tür, somit war Vera fort und sah ihn wütend an.
Max durchbohrte sie fast mitseinem Blick und lachte ganz leise. Er stand direkt vor ihrem Gesicht mit seinem nackten Schaft, der nach Sperma roch und sich schon wieder leicht aufrichtete, als er darüberfuhr und Eli betrachtete. Dann folgte er Vera hinaus.
Elli schloss beschämt die Augen.
‚Arrogant, unverschämt…Und ich habe ihm noch die Steilvorlage geliefert…Hol mir einen runter während es die zwei treiben…was ist nur in mich gefahren?‘
Hubert regte sich und Elli erzählte ihm schnell, dass sein Bruder und Vera duschen gegangen waren.
„Komm, das tun wir auch, unten haben wir noch ein Bad.“
„Wenn es deine Eltern nicht grade brauchen…“
Er lachte.
„Meine Mutter steht schon in der Küche und macht Frühstück für alle, mein Vater ist wahrscheinlich schon seit 2 Stunden mit den Hilfskräften irgendwo tätig. Gerd wird auch schon hier sein, er ist der Älteste und wird den Hof mal übernehmen. Die Schwestern schlafen wahrscheinlich noch und essen später. Das Bad müsste also frei sein. Aber vorher…“
Er drehte sie um, prüfte ihre Scham, erfreut wie schön feucht sie war und drängte sich zwischen ihre Schenkel.
„Ich muss noch kurz <einen wegstecken> und grinste über seinen plumpen Witz.
Elli runzelte die Stirn.
„Hubert, das war aber sehr ordinär, ich glaube dein Bruder Max ist ein schlechtes Vorbild…“ meinte sie unbedacht, öffnete aber bereitwillig die Schenkel.
Er drang genüsslich in ihre Grotte ein und meinte dann:
„Max? Wieso, mit dem hast du doch noch keine drei Worte gewechselt…oder hat er heute Morgen was gesagt, als ich geschlafen habe? Wenn er unverschämt war, hau ich ihm eine später…“
Elli klammerte sich an ihn und begann die sanften Stöße zu genießen.
„Nein,“ keuchte sie, „Sie haben nur geflüstert, dass sie duschen gehen, mehr nicht.“
„Gut für ihn,“ knurrte Hubert und wurde schneller in seinen Bewegungen.
Elli dachte noch:
‚Ich glaube kaum, dass sich dein großer, kräftiger Bruder von dir schlagen lassen würde…‘
Dann trug die Leidenschaft sie davon.
2.
Die Generalprobe
Armin versuchte in den nächsten Wochen alle angefallenen Arbeiten in seinem Wohnhaus zu erledigen und ging zu verschiedenen Zeiten in die Waschküche im Keller und hoffte, er würde Elli mal antreffen um mit ihr plaudern zu können.
Aber Elli schien ihm aus dem Weg zu gehen. Einfach zu ihr zu gehen und bei ihr zu klingeln erschien ihm unklug, sie könnte sich bedrängt fühlen.
Einmal sah er den alten Astra von Ann an der Straße parken und fragte sich, ob sie ihrer Freundin alles erzählen würde, was zwischen ihnen gelaufen war…
Und dann bekam er eines Abends fast einen Schock, es war warm und er hatte gerade auf dem Balkon gevespert, trank sein erstes Feierabend Pils und surfte auf seinem Tablet.
Sein Balkon ging zur Spielstraße hinaus, er hatte somit von da den vollen Überblick, wer hier parkte und wer kam und ging.
Ein relativ neuer Golf GTI fuhr im Schritttempo an den Straßenrand gegenüber vom Eingang. Ein junger Mann im eleganten Anzug stieg aus. Mittelgroß, gutaussehend.
Und dann kam eine Dame aus dem Haus. Er musste zwei Mal hinsehen, aber es war definitiv Elli. Ihr weizenblondes, lockiges Haar trug sie in einer kunstvollen Hochfrisur, sie trug ein schlichtes, aber sehr elegantes dunkelblaues Cocktailkleid, mit glitzernden Silberstreifen durchwirkt, enganliegend, der Rock endete über den Knie. Pumps in der gleichen Farbe. Über dem Arm einen leichten Sommermantel für später und ein Abendhandtäschchen.
Fast hätte er sein Pils Glas zerdrückt, so hart presste er seine Finger darum und während noch Eifersucht in ihm hochkochte dachte er:
‚Chic essen gehen, danach Theater oder klassisches Konzert…und dann eine Runde Vanilla Ficken gefällig?‘
Er sah ihnen nach, bis der GTI nicht mehr zu sehen war, versuchte sein stark klopfendes Herz zu beruhigen, trank sein Bier aus und ging hinein. In seinen SM Raum.
Hier fiel meistens alle Last von ihm ab, hier fühlte er sich in seinem Element.
Doch heute wollte ihm das noch nicht recht gelingen, er dachte an Elli und was er dafür geben würde, sie hier in seinem Raum bespielen zu dürfen…
Er trat zum Andreaskreuz, strich mit der Hand über das kühle Metall, lehnte den Kopf daran, schloss die Augen. Und erinnerte sich, an Celine…
2010…
Armin war nervös.
Heute Abend sollte die Generalprobe für ihn sein, die fast zweijährige Ausbildung durch Onkel Willy würde enden. Es gab zwar für diese Ausbildung kein schriftliches Zertifikat, er konnte es nicht in seinen Lebenslauf aufnehmen, aber trotzdem erschien ihm diese Prüfung als sei es die wichtigste in seinem Leben. Danach würde sein Onkel ein paar Wochen nach Berlin gehen um Freunde zu besuchen, seine Arbeit für seine Firma war so gut wie abgeschlossen, in zwei Monaten würde er mit seiner Sub und Partnerin in die Staaten zurückreisen.
Willy hatte, mit Einverständnis seiner Sub, verlauten lassen, dass wenn die Generalprobe nach seiner Zufriedenheit abliefe, er die Verantwortung für Celine während den Wochen in denen er nach Berlin ging, in Armins Hände legen würde. Er vertraute seinem Neffen, Celine vertraute ihm, so dürfte er alleine mit ihr spielen.
Ein letztes Mal vor seiner Abreise würde er sich in einer kleinen Sitzecke in dem als SM Zimmer eingerichteten Raum der großen, gemieteten Wohnung aufhalten, als Aufpasser. Und nach erfolgreicher Session wäre seine Ausbildung dann offiziell vorbei.
Er betrat den Raum, den die beiden eingerichtet hatten.
Die Beleuchtung war angenehm, es befanden sich drei Geräte darin, Andreaskreuz, Pranger und Bock. Auf und in dem großen Sideboard lagen ziemlich alle Schlag und Fessel Instrumente, die man sich so vorstellen konnte. In einer Schublade verschiedene Vibratoren und Plugs.
Onkel Willy betrat den Raum und führte seine Sub an einer dünnen Kette welche in das Lederhalsband eingeklinkt war.
Celine sah atemberaubend aus. Ihr schönes Gesicht kam mit wenig Schminke aus, sie betonte nur etwas die Augen und den Mund.
Die dunklen, buschigen Haare waren inzwischen ein wenig länger und vielen über die Schultern.
Sie war vollkommen nackt und seine Augen wanderten verlangend über ihren schönen Körper, die schweren Brüste, die schlanke Taille und die breiten Hüften, der große Arsch, den er zwar jetzt nicht sah, aber ja schon gut kannte, die langen, schlanken Beine. Die wundervoll goldfarbene Haut, die großen, dunkelbraunen Brustwarzen, die er in der kommenden Stunde ausgiebig quälen würde…
Er blickte auf die Scham, die glattrasiert war bis auf einen dünnen, flaumigen Streifen, den er ihr nass machen würde, wie er voller Vorfreude dachte…
Onkel Willy übergab ihm die Kette, es war symbolisch, er hatte keine Zweifel, dass sein Neffe diese erste, eigenständige Session mit ihr meistern würde und übergab sie ihm schon für die nächsten Wochen, während er in Berlin war.
Armins Gedanken wanderten dann schon zu der Zeit.
Inzwischen hatte er seine zweite Lehre beendet und arbeitete für eine große Firma im Haustechnikerteam, war zuhause ausgezogen und wohnte nun in einer kleinen Wohnung, nicht weit von der von Onkel Willy…während den Wochen in denen sein Onkel in Berlin war, würde er einfach bei ihm einziehen um möglichst viel Zeit mit Celine verbringen zu können, sobald er von der Arbeit zuhause war oder am Wochenende. Sie waren die letzten zwei Jahre alle sehr diskret gewesen, niemand von seiner Familie, am wenigsten seine Mutter Karin, wussten etwas von seinem Doppelleben.
Sein Onkel hatte ihm auch schon geraten, mal in einen speziellen Club zu gehen und sich nach Subs umzusehen, die einen Herrn suchten oder auf gewissen Plattformen…aber er hatte es bisher abgelehnt, er meinte immer nur, wenn er mit seiner Sub wieder in Amerika war, würde er dafür noch genug Zeit haben…
Diese Antwort schien Onkel Willy zufrieden zu stellen und er fragte nicht noch einmal. Hätte er einen tieferen Blick in die Gefühlswelt seines Neffen werfen können, würde er ihm Celine wohl nicht so lange überlassen…
Sein Onkel setzte sich in den Schatten der Ecke und man sah ihn in dem Licht kaum. So hatte Armin schon fast das Gefühl, er sei mit Celine allein.
Die Session begann.
Armins Gedächtnis funktionierte bei Dingen die ihn stark interessierten, wie ein Computer, er konnte sich an alles erinnern, jeden Tipp, jede Mahnung, jede Anordnung, welche sein Onkel ihm in Bezug auf Celine oder BDSM allgemein je gegeben hatte.
Er quälte und bespielte Celine auf allen drei Geräten und fickte sie auf all diesen, bevor er das Gerät wechselte. Er achtete peinlich genau auf sie, erspürte ihre Reaktionen schon fast zeitgleich mit ihr, zu keiner Zeit war es von ihr nötig, eines ihrer Safe Wörter zu nennen.
Zum Ende der Session machte er ein Oberkörper Bondage mit ihr, das war das einzige, was er nicht so gut beherrschte, manchmal war es zu locker gewesen, oder zu fest, die richtigen Stellen nicht so ganz zugänglich…aber nicht heute. Es war perfekt.
Und er führte sie zum Ausziehsofa mit den weichen Decken, half ihr hinzuliegen und dann fickte er sie hart durch, in verschiedenen Stellungen und ausdauernd.
Schweiß stand ihm auf der Stirn und auch ihre Haare waren feucht an den Schläfen.
Ihre großen Augen waren den seinen ganz nah, ihr roter Mund stand offen und dann tat er etwas, was er noch nie gemacht hatte, was er auch nicht von Onkel Willy hatte, er hatte es in einer BDSM Gruppe im Internet gelesen.
Er gab ihr einen Dominus Kuss.
Sein Herz klopfte sehr laut und er wartete auf ihre Reaktion.
Da sie verschnürt war und keine andere Möglichkeit hatte, leckte sie den Speichel ab und er dachte schon, sie wäre irgendwie genervt aber es war nur Verwunderung in ihrem Blick und noch etwas Anderes, was er nicht deuten konnte.
Dann begann er ihr langsam das Seil zu entfernen, die Session war vorbei. Während er das tat überlegte er, ob er nicht zu weit gegangen war und hoffte auf eine gnädige Reaktion von seinem Onkel.
Wie würde er seine letzte Aktion bewerten, als eigenständige Handlung, die er eingebaut hatte oder als Provokation?
Schließlich war Celine nicht seine Sklavin, er hatte sie die letzten knapp zwei Jahre bespielen dürfen, wenn Willy es erlaubt hatte im Zuge der Ausbildung und er würde sie ihm für ein paar Wochen überlassen…oder hatte er das jetzt verspielt?
Er hielt Celine im Arm, als das Seil ab war, gab ihr ein Handtuch zum Abwischen von Tränen, Schweiß etc. und fragte sie ob es ihr gut ginge.
Sie sah ihn wieder so seltsam an, drückte seine Hand und setzte ein schönes Lächeln auf, versicherte ihm, es sei alles gut und sie würde nun duschen gehen und die Männer allein lassen.
Schon war sie fort und Armin räumte die Utensilien weg.
Er ging zum Tisch von seinem Onkel der ihn wohlwollend betrachtete.
Er schenkte ihm und sich ein Glas Wasser ein und meinte, er würde später noch eine Flasche Sekt aufmachen oder zwei, wenn Celine sich wieder hübsch gemacht hatte und dann würden sie alle ausgehen und gut essen gehen um den Anlass gebührend zu feiern.
„So habe ich also bestanden, Onkel?“ fragte sein Neffe vorsichtig.
Der Onkel lachte dröhnend.
„Ich hatte nie Zweifel daran, lieber Sohn meiner Lieblingsschwerster. – Aber sag mir eins, wo zum Geier, hast du das mit dem Dominus Kuss her, Neffe? Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt und es ist gut für mein Alter, habe ich das nie in einer Session gemacht…Wenn man es genau nimmt, ist das nur reserviert bei einem Dom mit seiner Sub, seiner Partnerin, seiner Gespielin, Sklavin, oder Frau…“
Er kniff ein wenig die Augen zusammen und sah ihn wie lauernd an.
„Und Celine ist…eine Leihgabe für dich, ein Übungs-Fickstück, dass aber mir gehört, Boy, vergiss das nicht die nächsten Wochen, ok? Ich möchte sie so zurück, wie ich sie morgen verlasse, all right?“
Immer wenn sein Onkel sich sehr freute oder ein wenig gereizt war, verfiel er in einige amerikanische Wörter. Und er hätte wetten können, dass momentan eher das zweite Gefühl bei ihm vorherrschte…
So harmlos wie möglich erzählte er, dass ihm jemand das mit dem Dominus Kuss zum Schluss der Session empfohlen hatte, wenn die Sub fixiert war, es nicht wegwischen, sondern nur ablecken konnte, es diente dazu, um die absolute Macht über sie zu demonstrieren und sie nahm es auf mit absoluter Hingabe.
Sein Onkel gab sich mit dieser Erklärung zufrieden, gab ihm die Pranke und drückte sie fest. Gratulierte ihm zur bestandenen Ausbildung.
Dann gingen sie hinaus um mit Celine, sobald sie fertig war, feiern zu gehen.
3.
Der Fehltritt
Elli langweilte sich ein wenig auf der Betriebsfeier.
Seit zwei Jahren arbeitete sie nun schon in der Marketing Abteilung der großen Spielzeugfirma.
Die Wohnung, in die sie eingezogen war, war für sie mit der Straßenbahn in einer viertel Stunde zu erreichen, Elli fuhr nicht gern Auto und hatte sich auch seit Jahren keins mehr angeschafft.
Seit einem viertel Jahr ungefähr, war der Juniorchef auf sie aufmerksam geworden. Sie hatte aber immer gewusst, ihn auf Abstand zu halten, er hatte einen gewissen Ruf und keine feste Freundin. Sie wollte kein Techtel-Mechtel mit ihm und dann zum Gesprächsthema der Firma werden, zuerst durch Neid und dann mit Spott…wenn er sie nach ein paar Tagen oder Wochen wieder abserviert hätte.
Aber sie hatte ihm gnädig erlaubt, sie zur Betriebsfeier abzuholen und wieder nach Hause zu fahren, aber nur, wenn er sich an alkoholfreien Sekt o.Ä. hielt, was er ihr versprach.
Im Moment war er gerade irgendwo unterwegs und sie sing auf eine Weile auf die Terrasse in den schönen Garten der Villa des Chefs, in der die Feier stattfand, hinaus.
Es begann gerade dunkel zu werden, von drinnen kam die Musik und sie sah von der Anhöhe mit einem herrlichen Blick auf die halbe Stadt hinunter. Es war eine warme, schöne Sommernacht und plötzlich erinnerte sich Elli an eine andere, warme Sommernacht vor langer Zeit…
2015…
Elli und Ann studierten inzwischen an der Uni in Freiburg und wohnten dort in einer kleinen Zwei Zimmerwohnung mit großer Küche inklusive Essbereich. Und es war bezahlbar, so was in Freiburg zu bekommen, grenzte an ein Wunder und dieses Wunder hieß Barbara Faller und war die Großmutter von Ann.
Sie übersiedelte in ein Seniorenheim ungefähr zu der Zeit, als die beiden jungen Frauen eine Wohnung in Freiburg suchten.
Ann und Elli halfen die Saison über bei Wein- oder Zeltfesten in Freiburg und Umland aus, zwar wurden sie auch von den Eltern unterstützt, aber das Leben war teuer und man wollte auch ab und an mal Essen gehen oder ins Kino.
Ann hatte alle paar Wochen wechselnde Freunde, Elli ging immer noch mit Hubert, dessen Eltern den Hof im Hochschwarzwald hatten.
Meist Samstagnachmittag oder Abend holte Hubert sie in Freiburg ab und sie fuhren über das Höllental hinauf in den kleinen Ort und den großen Hof.
Es hatte in den letzten Monaten noch einige Begegnungen mit Max gegeben, die alle prickelnd und aufregend gewesen waren, obwohl sie sich eine Närrin schalt. Den Bruder ihres Freundes heiß zu finden, war schon sehr pikant…und der forcierte das noch mit seinen herausfordernden Blicken, wie unbeabsichtigte Berührungen im Vorbei Gehen…
Eines Samstagnachts lag Max allein in seinem Bett, Vera musste wohl arbeiten. Er schlief schon, als Elli und Hubert hereinkamen und sich leise auszogen. Das Fenster stand offen, es war warm und silbernes Mondlicht durchleuchtete das Zimmer.
Max erwachte aber, obwohl die beiden leise waren und sah gerade noch wie die pudelnackte Elli zu Hubert ins Bett kroch.
Max lauschte gespannt auf sexuelle Handlungen irgendwelcher Art und begann unter der Decke mit seinem halbsteifen Schwanz zu spielen.
Aber beide fummelten nur ein wenig und schliefen dann bald ein.
Enttäuscht probierte er es auch wieder, wälzte sich aber nur hin und her.
Zwei Stunden später, er war gerade wieder ein gedusselt, hörte er leises schimpfen, sah wie die nackte Elli aus dem Bett stieg, ihr Long Shirt anzog und aus der Tasche eine kleine Taschenlampe hervorholte.
Dann ging sie leise hinaus, vermutlich auf das WC.
Max sah zu Hubert rüber, aber der war gar nicht richtig wach geworden, schnarchte schon wieder leicht.
Dann stieg er aus dem Bett, in dem er nackt wegen der Wärme schlief. Verließ leise das Zimmer und folgte Elli ins obere Bad.
‚Wahrscheinlich wird sie nicht abschließen, rechnet nicht damit, dass ihr jemand hinterherkommt.‘
Er wusste, es konnte ein Risiko sein, sie konnte das ganze Haus zusammenschreien, wenn sie sich bedrängt fühlt. Aber was soll schon passieren, mein Vater kann mich rausschmeißen, aber ich will ja sowieso in Kürze mit Vera zusammenziehen. Und wenn Hubert mich schlagen will, mit dem werde ich schon fertig…
Aber, wenn ich die Zeichen richtig deute bei der kleinen Schlampe, will sie ja richtig verführt werden…
Er grinste, wartete, bis er sie im Bad verschwinden sah, ging hinterher, frohlockte, weil sie nicht abschloss.
So leise er konnte trat er in das dunkle Bad, die Taschenlampe leuchtete schwach, sie hatte sie ins Waschbecken gelegt.
Sie hatte den Kopf gesenkt, saß auf der Toilette, pinkelte und döste schon halb weg, bemerkte ihn nicht näherkommen.
Er stellte sich dicht vor sie, während sie immer noch pinkelte, griff in ihre dichten Haare und nahm seinen halbsteifen Schwanz und drückte ihn sanft an ihren Mund, der halb offenstand.
Elli war plötzlich hellwach und starrte ihn mit großen Augen an.
Zuerst dachte sie es sei Hubert, der ihr gefolgt war und ein schräges Sex Spielchen mit ihr abziehen wollte, dann sah sie, dass es Max war.
Sie war wie erstarrt und gleichzeitig begann Erregung in ihr aufzusteigen.
Max drückte langsam ihren Kopf auf seinen Schwanz, der in ihrem Mund verschwand und seine dunklen Augen schienen sie zu bannen.
Dazu raunte er:
„Ja, kleine, versaute Schlampe, nimm ihn ganz auf. Lutsch ihn…fass ihn an, du willst das doch schon seit Monaten, kleines Fickstück…“
Schon fast hörig begann Elli gierig das zu tun, was er wollte. Er dirigierte sie, sagte ihr genau, wie er es haben wollte, während sie auf der Toilette saß und pinkelte…Das war gleichzeitig demütigend und so unendlich geil…schoss ihr dabei durch den Kopf.
Sie legte sich nach seinen Anweisungen so richtig ins Zeug und als er kam wollte sie ihn zuerst loslassen, aber er befahl ihr zu Schlucken und sie tat es ohne zu Zögern, saugte ihm den letzten Tropfen raus.
Er lachte leise und befreit, zog sie leicht an den Haaren und sie stand auf, mit Pinkeln war sie schon lange fertig.
Dann küsste er sie, wie sie noch nie geküsst worden war, danach taten ihr die Lippen weh.
„Leg dich auf den Badeläufer!“ befahl er leise.
„Ich leck dir die Muschi, bis du einen Höhepunkt hast. Hat mein Bruder das schon mal bei dir gemacht?“
„Ab und an, aber nie bis zu meinem…Orgasmus.“ Flüsterte Elli.
Sie legte sich fügsam auf den großen Läufer und er schob seinen Kopf zwischen ihre Schenkel und begann sie gekonnt zu lecken, da sie mit der Zeit lauter wurde, musste er ihr mehrmals mit der einen Hand den Mund zu halten.
Er dachte daran, was passieren würde, wenn z.B. seine Mutter aufs WC musste und ins Bad kam und sie erwischte, oder eine seiner Schwestern…das törnte ihn voll an und er intensivierte seine Bemühungen, sie war kurz davor zu kommen, er spürte wie sie zitterte und angespannt war, wie sie ihm ihr Becken entgegenstreckte, wie sie stöhnte…
Sie kam in einer heftigen Welle und er leckte all ihren wundervoll schmeckenden Saft aus ihrer Grotte und schwor sich, diese bald mal richtig zu ficken.
*
Zwei Wochen später…
Elli hatte Dienst auf einem Zelt Fest und Hubert, der bei der freiwilligen Feuerwehr war, musste weg, ein Keller war nach einem Sommergewitter irgendwo vollgelaufen.
Er bat Max seine Freundin nach Hause zu fahren, was dieser gerne versprach.
Elli stieg in sein Audi und ließ sich erschöpft in die Polster fallen, schnallte sich an.
Max lachte, als er den Gang einlegte und losfuhr.
„Du riechst wie ein Schnapsladen, Elli.“
Sie seufzte.
„Ich kann keine Whisky Orange oder Asbach Cola mehr sehen.“
Die Nacht war nicht ganz so warm, nach dem Gewitter, aber Max hatte das Schiebedach auf und Elli sah schon wieder Sterne hinter den Wolken hervorleuchten.
Plötzlich setzte sie sich auf.
„Wo fährst du hin, Max? Zum Hof wäre es jetzt rechts ab gegangen…“
„Ich weiß, kleine Schlampe, ich fahr zum See, zu einem verschwiegenen Plätzchen. Ich habe eine Decke dabei, ich will dich endlich ficken.“
„Nenn mich nicht so, rede nicht so, ich bin die Freundin von deinem Bruder!“
Er lachte spöttisch.
„Warst du auch vor zwei Wochen, als du mir pinkelnd den Schwanz gelutscht hast, schlampe, das war so geil…und schau mich an und sag mir ins Gesicht, dass mein Lecken deiner süßen Pussy nicht das geilste Erlebnis bisher in deinem langweiligen Sexleben war?“
Sie sah ihn an und wollte noch viel sagen, aber sie schwieg…denn er hatte ja recht. Die halbe Stunde im Bad in der Nacht war unbeschreiblich gewesen… am nächsten Morgen dachte sie fast, sie hätte es geträumt.
Und sie gestand sich ein, sie wollte von ihm gefickt werden.
Sie warf sich zurück in die Polster und raunte: „Oh Gott.“
„Nein, du darfst Max zu mir sagen. Aber, wenn ich später mit dir fertig bin, dann darfst du mich <Herr> nennen oder >Gott< wenn dir das lieber ist…“
„Du bist so ein arroganter Arsch, Max…“ begehrte sie wütend auf.
„Vorsichtig, Sub, ich hau dir deinen Arsch sonst rot, bevor ich dich ficke…“
„Was soll das heißen, Sub…?“ fragte sie verwirrt.
Er lachte, parkte am See, stieg aus und holte die Decke von hinten.
Zog sie aus dem Auto und sie gingen ein paar Meter, im Mondlicht war alles gut zu erkennen.
In kurzer Zeit war er nackt und half ihr, es ebenfalls zu werden, sie bat und flehte und kämpfte sogar ein wenig, aber letztendlich siegte ihre Lust und sie ließ sich von ihm nehmen, er fickte sie hart durch und entjungferte sie auch anal, wobei sie noch nicht sicher war, ob ihr das gefiel…Und zwischen drin bekam sie harte Schläge auf den Hintern, begleitet von seinem Dirty Talk und in gewisser Weise war dies die erste Begegnung von ihr mit einem dominanten Mann und D/s Spielchen.
Kurze Zeit später trennte sie sich von Hubert, sie konnte nicht mit ihm und mit seinem Bruder schlafen und der würde sie nie in Ruhe lassen.
4.
Entscheidungen
2010…
Die Zeit flog dahin, seine Arbeit und wenn er heimkam, wartete Celine…manchmal schon nackt mit Halsband im SM Raum, manchmal gingen sie auch aus oder kochten zusammen.
Seit er sie allein bespielen durfte und mit ihr lebte, fast wie in einer richtigen Beziehung, begann er sich zu verlieben und merkte es zuerst nicht.
Die letzten zwei Wochen bevor sie mit Willy wieder in die Staaten reisen würde, nahm er sich frei um noch mehr Zeit mit ihr verbringen zu können.
Am Vorabend vor der Rückkehr seines Onkels aus Berlin, waren sie chic essen gewesen, durch das abendliche Freiburg gebummelt, in einer Bar einen Drink genommen und mit der Straßenbahn nach Hause gefahren.
Sie wollte in den SM Raum gehen, aber er hielt sie zurück, dieser letzte Abend sollte anders sein, er zog sie ins Schlafzimmer.
Sie zogen sich aus, legten die schönen Kleider über Stühle und gingen ins Bett.
Er flüsterte ihr zu, er wolle sie diesmal anders lieben, sie solle ihre Wünsche äußern, was den Sex anging, was sie am liebsten hatte und er würde versuchen, es zu erfüllen. Seine Dominanz zurückhalten und sie entscheiden lassen.
Und wieder traf ihn dieser seltsame Blick…aber sie nickte und sie verbrachten sehr vergnügliche Stunden, mit viel Lachen und obwohl sie auf D/s Spielchen verzichteten, hatten sie leidenschaftlich schönen Sex.
Es dämmerte schon fast, als sie zur Ruhe kamen und sich gegenüberlagen, an den Händen haltend.
Plötzlich murmelte er, sehr leise: „Verlass ihn, bleib bei mir, Celine.“
Sie riss die halbgeschlossenen, dunklen Augen auf und starrte ihn betroffen an.
Sie hatte in den letzten zwei Jahren ganz gut Deutsch gelernt, verstand es gut, sprach noch mit sehr viel Akzent, sein Englisch kam ihm jetzt manchmal unbeholfener vor, als ihr Deutsch.
Fast hätte er sich aber gewünscht, sie hätte es nicht so gut gelernt, denn nun hatte er die Büchse der Pandora geöffnet…
Sie entzog ihm die Hand und legte sie kurz auf seinen Mund, aber man konnte gesagtes nicht wieder rückgängig machen.
„Armin,“ sie sprach es aus, als sei kein <i> in dem Namen, „Don’t love me, verliebe dich nicht in mich…“
Er lächelte sie traurig an.
„Already done, Dear. Ich habe es schon getan, meine Liebe.“
„Oh God. – I can’t…Ich kann nicht bei dir bleiben, Armin…ich gehöre ihm.“
„Liebst du ihn, Celine?“
Fragte er kaum hörbar und wartete auf den Todesstoß.
Aber sie schwieg zuerst, dachte über ihre nächsten, so wichtigen Worte nach.
„Ich weiß es nicht, Armin. Ich war so lange ein Call Girl, ich hatte eigentlich nie einen festen Freund.
Dann kam Will und hat mich da rausgekauft, ich hätte noch Jahre Schulden gehabt dort…Wills Leidenschaften waren mir nicht fremd und so wurde ich seine Sub, seine Sex Sklavin. Ich …habe ihn sehr gern und ich bin ihm dankbar, für den Rest meines Lebens. Armin, versteh, würde ich ihn verlassen, wäre das schlimm für ihn, denn ich denke er liebt mich…auf seine Art. Und wie sollte ich dann meine Dankbarkeit weiter zeigen?
Vielleicht wenn es eines Tages irgendein Mann wäre, aber du…sein Neffe…Sieh doch ein, es ist nicht möglich…“
Er sah eine Träne, die ihre Wange entlanglief und wische sie mit dem Daumen fort. Er unternahm noch einen Versuch.
„Liebst du mich, Celine?“
Noch mehr Tränen und ein trotziger Blick.
Sie schüttelte den Kopf, aber Armin wusste, er fühlte, er hoffte, dass es doch so war. Zumindest konnte er sie so in Erinnerung behalten.
Er nahm sie in die Arme, ließ sie weinen und irgendwann schliefen sie doch noch etwas ein.
Am nächsten Tag kam Onkel Willy zurück, brachte Geschenke von Berlin mit, erzählte polternd lustige Geschichten und merkte gar nicht, dass die beiden relativ ruhig und gezwungen lächelnd bei ihm saßen.
Sie gingen alle noch mal essen und dann früh ins Bett, denn ihr Flug ging früh morgens.
Er machte Armin den Vorschlag, mal nach USA zu kommen, er würde ihm auch den Flug bezahlen und wohnen könnte er bei ihnen.
Armin überlegte manches Jahr, ob er das Angebot im Sommerurlaub annehmen sollte, aber er tat es nicht.
Und so verschwand Celine aus seinem Leben, aber noch Jahre nicht aus seinen Gedanken.
*
Jörg, Ellis Juniorchef, hatte darauf bestanden, sie noch bis zu ihrer Wohnungstür zu bringen.
So standen sie davor und er tat, als wolle er ihre Wange küssen, traf aber dann ihren Mund und Elli meinte halb ärgerlich, halb amüsiert:
„Jörg, hatten wir das Thema nicht abgehakt, letztes Mal? Keine Intimitäten nur Freundschaft!“
Er lachte leise.
„Du hast es vielleicht abgehakt Elli, ich nicht. Lässt du mich auf einen Schlummertrunk rein, Baby?“
Er versuchte nach ihr zu greifen, aber sie schlug ihm auf die Finger mit dem Handtäschchen.
„Jörg, lass das und sei leise, willst du das Haus aufwecken? Wäre doch peinlich für dich, oder?“
„Ach, hier kennt mich kaum einer, Elli. Wäre peinlich für dich…“
Wieder griff er nach ihr, stieß sie dabei ein wenig an die Wand und versuchte, sie wieder zu küssen.
„Lass…mich los, Schwachkopf…oder du bereust es…“ zischte sie empört und blickte erleichtert über seine Schulter.
„Oh ich mag es im Allgemeinen, wenn sich Frauen ein wenig zieren, aber jetzt solltest du mal ein wenig netter zu mir sein…“
Im selben Moment wurde er am Hemdkragen gepackt und zurückgerissen.
„Haben Sie nicht gehört, die Dame wünscht nicht von Ihnen belästigt zu werden!“
Armin stand da in T-Shirt und Jogginghose, welche er sich schnell angezogen hatte. Er hatte nicht schlafen können und auf dem Balkon in Boxer Shorts noch ein Bier getrunken und dann die Ankunft des GTIs gesehen und die leise Diskussion mit angehört.
Er dachte sich schon, dass Elli den Typen nicht so schnell wieder loswerden würde, schnappte sich den Schlüssel und ging barfuß leise durch das Treppenhaus in den zweiten Stock.
Jörg betrachtete kurz den größer- und sicherlich stärkeren Mann und meinte spöttisch:
„Und wer sind Sie, ihr Vater? Bruder? Aufpasser? Freund?“
„Ich bin hier der Hausmeister, ich darf gegen Randalierer Hausverbot erteilen, was ich somit ausspreche, wegen nächtlicher Ruhestörung. Und ja…ich bin auch ihr Freund.“
Jörg lachte. „Ihr gebt ein schönes Paar ab, Elli. Du und ein Hausmeister? Dabei könntest du mich haben, dumme Schlampe!“
Klatsch! Hatte er eine Ohrfeige von Elli sitzen, die nicht von schlechten Eltern war, von was die Rötung, welche sich in seinem überraschten Gesicht ausbreitete, zeugte.
„Ihr seid mir beide zu rabiat, ich gehe. Elli, das wird noch Folgen haben.“
Dann flüchtete er fast nach draußen, als hätte er Angst vor weiteren Schlägen.
Sie strich sich eine Strähne des Haares, welches sich aus der Hochsteckfrisur gelöst hatte hinter die Ohren, war plötzlich bleich und ihre Knie zitterten.
Armin konnte sie gerade noch halten, bevor sie umgekippt wäre.
„Danke dir,“ flüsterte sie. „Ich sollte vielleicht mal einen Selbstverteidigungskurs machen.
Jörg, er war immer so harmlos, ich…konnte ihn immer auf Armeslänge abhalten. Wie gut, dass du uns gehört hast.“
„Ich kann dir das beibringen, ein paar Karate und Judogriffe, habe ich mal eine Weile trainiert. – Aber jetzt kommst du erst mal mit nach oben, zu mir. Ich mach dir einen Kräutertee und dann erzählst du mir, wer der Schnösel ist und ob er dir wirklich Schwierigkeiten machen kann und warum du überhaupt mit so einem ausgehst?“ fragte er schon halb ärgerlich und führte sie zum Aufzug.
Sie lächelte schon wieder.
„Bist du wirklich mein Freund Armin? Ohne Hintergedanken?“
„Natürlich bin ich dein Freund. Bin ich das nicht, seit ich die Kisten in deine Wohnung getragen habe?“
„Ok, dann mein <nur Freund>, was war dann mit den…Intimitäten neulich und deinem…leicht übergriffigen Fantasien mit dem Fesseln und dem Blasen…und en SM Raum zeigen?“
Er zucke mit den Achseln, während der Aufzug nach oben fuhr.
Er hielt sie fest im Arm, während er aufschloss, als fürchtete er, sie würde ihm entwischen.
„Ich mach dir Tee und hast du was gegessen heute Abend?“ „Wenig.“
„Man, kein Wunder, dass du fast umkippst. Und ein Sandwich. Käse? Wurst?“ rief er aus der offenen Wohnküche.
„Käse bitte,“ und gähnte herzhaft, pflanzte sich aufs Sofa.
Ein paar Minuten später kam er mit Essen und dem dampfenden Tee und schaute ihr zu, dass sie auch ja alles aß.
„Es tut mir leid, Elli, wie das vor ein paar Wochen gelaufen ist. In gewisser Weise war ich ähnlich übergriffig wie der Idiot vorher. Aber ich würde dich nie zu etwas zwingen was du nicht willst. Vergessen wir das mit deinen Schulden, es war reine Nachbarschaftshilfe ohne dass ich eine Gegenleistung dafür verlange.
Ich weiß aber, das etwas zwischen uns ist, eine Art Anziehungskraft…Du spürst das auch, oder?“
Sie nickte und sah ihn versonnen an. Dann glitt ihr Blick zu dem SM Raum.
„Keine Angst, ich muss…das nicht ausleben. Zumindest nicht dauernd.
Falls du gar kein Interesse an solchen Praktiken hast, ist das auch ok…Wir können auch ganz normal…ähem…am besten wir fangen noch mal ganz von vorne an.“
Sie grinste, trank den Tee aus und stand auf.
Dann nahm sie seine Hand und meinte sanft:“ Nein.“
Er sah sie verwirrt an.
„Nein, was? Zum Sex? Zum SM? Wir können es auch ganz langsam angehen lassen…“
„Nein zum >von vorne anfangen<. Ich will Sex mit dir und nicht unbedingt langsam. Du gehst mir seit Wochen nicht aus dem Sinn, Armin. Seit dem Cunnilingus…“
„Kannst du sofort wiederhaben, liebe Freundin,“ grinste er und sie drückte seine Hand.
„Der SM Raum, Armin…ich habe mich schlau gemacht, über Dominanz, Devotion, BDSM im Allgemeinen…ich denke, ich hatte in meiner Vergangenheit schon einmal Kontakt mit einem dominanten Mann, ich werde dir von ihm erzählen. Ich mochte ihn eigentlich nicht, aber der Sex mit ihm war…unbeschreiblich geil.“
Er strich ihr die Haare aus der Stirn, die sich aus der Hochfrisur gelöst hatten.
„Ich werde dir von meiner ersten Sub erzählen, die eigentlich gar nicht meine war und…die ich geliebt habe.
Ich bring dir kämpfen bei. Und andere schöne Dinge. Und wenn du mir irgendwann mal soweit vertraust, dass du mit mir in den Raum gehst, wunderbar, aber es ist keine Bedingung.“
Sie lächelte und nickte.
„Irgendwann…vielleicht.“
Dann gingen sie ins Schlafzimmer.
Und er sah Celine in seinem Geist, wie sie lächelte und ihm zunickte. Und dann verblasste ihr Gesicht und er sah…nur noch Elli.
E N D E