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Vertrauen-Eifersucht-Problem - Was tun?

*********f_85 Frau
4 Beiträge
Themenersteller 
Vertrauen-Eifersucht-Problem - Was tun?
Ihr lieben,
Wie geht ihr damit um, wenn euer Vertrauen, zu eurem Partner, angeknackst ist und dabei die Eifersucht ihren Platz erhalten hat?
Ich war nie eifersüchtig, und dann nach diesem Vertrauens-Missbrauchs, fühle ich mich täglich mit der Eifersucht konfrontiert.

Wer kennts?
Wie geht ihr damit um?
*******na19 Frau
1.392 Beiträge
Vertrauen Missbrauch ist ein Missbrauch.
Leider gibt es danach eher "Brücken hinter sich brennen lassen".


Es kann schon auf Kontext kommen.
Was meinst du genau?
Fremdgehen?
Wurde das Thema je kommuniziert?
*********paar Paar
21 Beiträge
Ich bleibe nicht bei einem Partner, der mein Vertrauen missbraucht.
Der wird augenblicklich unattraktiv für mich.
Ich missbrauche nämlich auch sein Vertrauen nicht.
****mi Frau
4.647 Beiträge
JOY-Angels 
Schwierig, ich bin tatsächlich eher nicht eifersüchtig, nur wenn ich merke das mir jemand wirklich etwas verheimlicht.

Ich denke immer man kann über alles reden, Menschen sind frei und ich entscheide gerne selbst was ich bereit bin mitzumachen.
Wenn ich dann aber merk das, das was mir erzählt wird nicht ganz der Wahrheit entspricht spüre ich das und das stör mich einfach….

Eifersucht entsteht nicht dadurch das jemand nach seinen Bedürfnissen lebt, sondern wenn er angst hast das in Partner ihn dafür verurteilen würde, weshalb er dann schweigt…
Zumindest bei mir.
Bei meinem Partner möchte ich die Dinge wissen, dann erst hab ich die Möglichkeit damit adequat damit umzugehen.

Da hilft nur drüber reden.

Besteht dieses Gefühl allerdings dauerhaft muss man sich einfach die Frage stellen ob einen die Beziehung noch gut tut oder ob der Schaden in Form von Unsicherheit und Verlust des Selbstwertes/ Selbstbewusstseins, diese Beziehung wirklich wert ist…
Spoiler…. Meist ist sie es dann irgendwann nicht mehr….
******aar Paar
914 Beiträge
Es gibt hier nur 2 Möglichkeiten.
Man schafft das Ganze was geschehen ist gemeinsam aus der Beziehungswelt und startet neu durch oder man beendet die Beziehung.
Permanente Eifersucht zerstört nicht nur die Beziehung sondern auch einen selbst. Man wird davon zerfressen und wenn man da nicht mehr das Vertrauen findet, dann ist ein Ende besser als von der Eifersucht zerfressen zu werden.
Geht es um Fremdgehen oder was anderes?
*****983 Frau
232 Beiträge
Bei vertrauens Missbrauch gibt's es für mich nur eins TRENNUNG 🤷‍♀️
*****978 Frau
2.590 Beiträge
Zitat von *********f_85:
Vertrauen-Eifersucht-Problem - Was tun?
Ihr lieben,
Wie geht ihr damit um, wenn euer Vertrauen, zu eurem Partner, angeknackst ist und dabei die Eifersucht ihren Platz erhalten hat?
Ich war nie eifersüchtig, und dann nach diesem Vertrauens-Missbrauchs, fühle ich mich täglich mit der Eifersucht konfrontiert.

Wer kennts?
Wie geht ihr damit um?

Auf was genau bist du eifersüchtig?

Bei mir in der Beziehung ist erstmal STOPP mit wechselnden Spielpartnern beidseitig, wenns in der eigenen Beziehung ruckelt.
Versteht das mein Partner nicht, muss ich schauen, ob er noch der Richtige ist.

Erst wenn ich wieder Sicherheit fühle, wird wieder die Tür geöffnet.

Bei mir ist das so ne Sache mit dem Vertrauen; selbst wenn sich mein Gegenüber seines Verhalten in unbequemen Zeiten nicht bewusst ist und ich nen Spiegel vorhalten muss, kriselt es beim Vertrauen in mir.
**********hen70 Frau
15.251 Beiträge
Boah, schwierige Frage.

Eigentlich gibt es da nicht so viele Optionen: gemeinsam aufarbeiten, trennen oder einer quälende Abwärtsspirale ihren Lauf lassen.

Aufarbeiten ist gar nicht so einfach. Meine Erfahrung ist, dass darüber sprechen, Einsicht und Besserung geloben noch längst keine Aufarbeitung sind. Je nachdem was die Auslöser für den Vertrauensbruch waren, müsste derjenige, der ihn begangen hat, auf seine blinden Flecken schauen, die zu seinem Handeln geführt haben. Da ist schon die erste Schwierigkeit. Menschlich verständlich wird da eher seicht an der Oberfläche geschaut statt in die unbequemen, schmerzhaften Tiefen zu gehen. Dann der Punkt, ob etwas in der Beziehung das unbewusst befeuert hat und darüber offen und ehrlich und ohne Vorwürfe in längeren Austausch zu gehen. Aufarbeiten ist vermutlich oft harte Arbeit für alle Beteiligten.

Trennen verhindert neue Verletzungen vom Verursacher des Vertrauensbruchs und gibt Gelegenheit sich zu reflektieren und neu zu starten. Aus meiner Sicht oft eine gute Wahl.

Zwar drüber reden (oder auch nicht) und auf Besserung und/oder Nichtwiederholung zu hoffen oder auch derjenige gelobt Besserung, aber es findet keine echte Aufarbeitung statt, kann ich persönlich nicht empfehlen. In jungen Jahren naiv geglaubt, dass sich die Muster nicht wiederholen würden. Älter und vllt. lebensweiser habe ich gelernt das sie das tun. Da hilft nur die Notbremse, bevor man selbst gänzlich unter die Räder kommt.
****na Frau
1.412 Beiträge
Ich nehme an, es geht ums gute alte Fremdgehen.

Mein Umgang war und ist folgender: Wenn Exklusivität vereinbart wurde und der Partner hebt diese Exklusivität ohne vorherige Absprache auf, beendet er damit unsere Beziehung. Das sage ich zu Beginn der Beziehung klar und deutlich. Da gibt es später auch keine Diskussion mit mir. Ich bin auch nicht böse oder enttäuscht, sondern respektiere seine Entscheidung.

Ich weiß, dass ich diesem Menschen nicht mehr vertrauen werde. Ohne Vertrauen in die Integrität des Partners ist Liebe nicht möglich und die Fortsetzung der Beziehung sinnlos.
*******our Mann
3 Beiträge
Fühl ich total, wenn Vertrauen einen Knacks hat, wird Eifersucht schnell laut. Darf ich fragen, was genau passiert ist, dass dein Vertrauen angeknackst ist? Für mich macht’s einen Unterschied, ob’s ein ungutes Bauchgefühl ist oder ob es konkrete Gründe gab. Und was bräuchtest du jetzt am meisten: Klarheit, ein offenes Gespräch, oder Grenzen, damit du dich wieder sicher fühlst?
******z82 Mann
39 Beiträge
🫂
*****_69 Mann
983 Beiträge
Da ich nicht weiss um was es genau geht und nicht mutmassen will wird es schwieriger objektiv zu sein.
Ein Vertrauens-Missbrauch klingt nach etwas das abgemacht, vereinbart wurde.

Die Frage stellt sich ob das so ist oder ob nur du das so siehst. Sind es eure oder nur deine Grenzen?
Wie ist eure Beziehung. Wollt ihr beide das angehen oder sagst Du dass nur Du das für dich regeln musst?
Denn wenn Du das angehen willst, dann braucht es beide dazu…
Du siehst da sind Fragen über Fragen die zuerst angeschaut werden müssen, und das im miteinander.
Leider kann ich nicht mehr dazu sagen, doch wenn es für euch stimmt, das „der Partner ist“ für euch beide dann schafft ihr das auch 🙏🏻

Herzlichst Awake_69
*******klar Frau
109 Beiträge
Ich kenne das Thema weniger über Eifersucht, sondern über massiven Vertrauensverlust in einem anderen Bereich.
Ich habe es erlebt, dass mein Vertrauen in einer Beziehung einmal wirklich beschädigt wurde.

Entscheidend war für mich nicht einmal der ursprüngliche Vertrauensbruch, sondern das, was danach (nicht) passiert ist.
Vertrauen kam nicht zurück, weil vom Partner erwartet wurde, dass nach einem "Tut mir leid" wieder Normalität einkehrt.
Für mich hat sich sehr klar gezeigt, dass Vertrauen sich nicht durch Worte wieder herstellt, sondern durch konsequentes Verhalten über die Zeit.

Dazu gehören Dinge wie:
  • echtes Verständnis dafür, was verletzt wurde, nicht nur dass jemand verletzt ist
  • die Bereitschaft, Verantwortung auszuhalten, ohne defensiv zu werden
  • Transparenz, auch wenn sie unbequem ist
  • Geduld damit, dass Nähe und Sicherheit nicht auf Knopfdruck zurückkommen
  • und vor allem: verändertes Verhalten, nicht nur gute Absichten


Solange ein Partner erwartet "Jetzt habe ich mich entschuldigt, also muss es wieder gut sein, hör auf mit dem Drama", kann Vertrauen aus meiner Erfahrung nicht heilen.
Vertrauen braucht Raum, Zeit, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, den eigenen Anteil wirklich anzuschauen.

Für mich war das eine schmerzhafte, aber sehr klare Erkenntnis:
Vertrauen ist kein Zustand, den man einfordert, sondern etwas, das man sich neu verdienen muss.
*******n25 Mann
11 Beiträge
Da kann ich @*******klar nur Recht geben.
Meiner Erfahrung nach ist es oft so das die Jenigen die Verletzen keine Echte Einsicht zeigen auch nicht nach längere Zeit.
******_73 Mann
4.291 Beiträge
Ich bin kein Fan davon, immer gleich einen Schlussstrich zu ziehen.

Bei der "Aufarbeitung" gibt es nach meiner Erfahrung zwei Ansätze.
Die rückwärtsgewandte Aufarbeitung, bei der ähnliche einem Gerichtsverfahren alles analysiert wird, die Schuld zugewiesen wird, einer ist böse, einer ist gut.
Die zukunftsgewandte Aufarbeitung.
Was ist passiert, wie groß ist das wiederholungsrisiko, was können beide tun, damit 1. sich so eine Sitaution möglichst nicht wieder ergibt und 2. wie soll sich dann verhalten werden.
Die "Schuld" muss dabei gar nicht bis ins Detail geklärt werden. Man muss nur überzeugt sein bzw. glauben können, dass der andere sich zukünftig dann anders verhalten wird.

Bei der ersten Geschichte ist oft das Problem, das oben angesprochen wurde, wie das Vertrauen wieder hergestellt werden kann. Was muss der andere dafür machen.
Vertrauen, wird es verdient, oder wird es geschenkt?
Bei Verdienen kann die Latte so hoch hängen, dass die nicht erreicht wird. Dann wird die Beziehung scheitern.
Schenken, das können nicht viele. Aber Geschenkten Vertauen sich würdig zu erweisen, dass ist erreichbar, die Latte hängt nicht so hoch.

Vergeben heißt nicht vergessen. "Unter Bewährung", dass darf nicht zu lange sein. Das hält dann niemand aus.

Und manchmal hilft tatsächlich ein Therapeut, wie man aus so einer Falle wieder raus kommt.
Die Beziehung hat ihre Zukunft in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit. Wenn man zusammen bleiben will, muss man die Zukunft gestalten, dazu muss man in die Vergangenheit schauen, aber diese ist nicht gestalltbar. Man kann aus ihr lernen, wie man es in der Zukunft anders macht, da hilft die Schuldfrage nicht.
****ice Mann
970 Beiträge
Ich empfinde es als unmöglich eine Pauschalantwort zu geben, ohne den Sachverhalt zu kennen. Ich mag naiv sein, aber erst einmal gehe ich von Missverständnissen aus. Wurde ich deutlich belogen, kommt es auf das wie, warum und mein Bauchgefühl an.
Fühle ich mich grundlegend verarscht oder als extreme Respektlosigkeit gegenüber meinen Gefühlen bin ich weg auf nimmer wiedersehen, so bald klar ist, dass es kein Missverständnis ist.
******erz Paar
189 Beiträge
Hmmm....Ein Vertrauensbruch hinterlässt tiefe, seelische Wunden, die länger brauchen (können), um verheilen zu können. Und die Narben tragen ihren Teil dazu bei, dass sie ewig schmerzen.
Zu dem wird man genauer, anders hören und sehen. Einiges immer wieder anzweifeln, in Frage stellen. Das zu verdauen könnte ein langer Weg werden. Teilweise daran zerbrechen. Entweder man hat ein dickes Fell und lebt mit der Hoffnung, daß es ein einmaliger Fehler war und versucht zu retten was noch zu retten ist oder zieht einen Schlussstrich, bevor man seelisch einsam vor die Hunde geht. Ein Allheilmittel gibt es nicht.
*******ood Frau
114 Beiträge
Zitat von ****na:
Ich nehme an, es geht ums gute alte Fremdgehen.

Mein Umgang war und ist folgender: Wenn Exklusivität vereinbart wurde und der Partner hebt diese Exklusivität ohne vorherige Absprache auf, beendet er damit unsere Beziehung. Das sage ich zu Beginn der Beziehung klar und deutlich. Da gibt es später auch keine Diskussion mit mir. Ich bin auch nicht böse oder enttäuscht, sondern respektiere seine Entscheidung.

Ich weiß, dass ich diesem Menschen nicht mehr vertrauen werde. Ohne Vertrauen in die Integrität des Partners ist Liebe nicht möglich und die Fortsetzung der Beziehung sinnlos.

Das hast du sehr klar, ohne Vorwürfe etc. formuliert. So formuliere ich es auch zu Begin jeder Beziehung und habe es auch bisher immer so gehandhabt. Das würde ich tatsächlich auch raten.
Verstehen kann ich die emotionale Sicht der TE gerade leider gut- zum ersten Mal hadere ich mit der Umsetzung meiner eigenen Regel. Manchmal wirft es einen derartig aus der Bahn...
Also liebe TE, vielleicht schaust du zuerst in dich hinein, um zu erfühlen, OB du damit überhaupt umgehen möchtest. Und danach das WIE.
*blume*
*******exe Frau
2.820 Beiträge
Kein Vertrauen - keine Beziehung.
Hat der Partner das Vertrauen mißbraucht, darf er die Koffer packen - oder ich gehe. Je nach Wohnungssituation.
Eifersucht ist keine Basis. Das mußt du aber an dir bearbeiten - was nicht ändert, dass er das Vertrauen mißbraucht hat.
Keine Beschreibung angegeben.
**********weise
3 Beiträge
Ich bin immer wieder erstaunt, dass heute Paare nach einer Erfahrung, welche das Vertrauen erschüttern förmlich zur Trennung gedrängt werden. Häufig ist es das Umfeld, welches dies als einzige Lösung sieht. Sind wir da heute weniger tolerant als früher? Ich erlebte schon oft, dass eine Aufarbeitung so viel Klärung brachte. Was passiert dann mit all dem Guten, welches mit einer Trennung auch losgelassen wird?
Fragen, über welches sich nachdenken lohnt - unabhängig von dem was die TE erlebt hat.
**********hen70 Frau
15.251 Beiträge
@**********weise Das klingt jetzt nach einer mega naiven Sichtweise. Wenn es eigentlich kein Problem gab und nur die Kommunikation ein bisschen klemmte und das Umfeld des Paares sagt, man solle sich trennen. Die harte Realität ist, dass viele ganz andere Erfahrungen gemacht haben. Nämlich das auf einen Vertrauensbruch der nächste folgt und dann noch einer ... und noch einer. Da wird viel versprochen, aber meist nicht gehalten.
Gerade du als beruflich im Coaching unterwegs wirst wissen, dass zu Vertrauensbrüchen in Paarbeziehungen oft tiefgehende Hintergründe beitragen. Was sind denn die Ursachen für solche Verhaltensweisen? Oft müsste derjenige, der den Vertrauensbruch begangen hat, ernstlich an sich, seinen Verhaltensweisen und seiner Vergangenheit, in der oft die Wurzel dafür zu finden ist, arbeiten. Das habe ich aber selten erlebt. Meist wird der einfache Weg gewählt und einfach so weiter gemacht. Dann gibt es noch mehr Verletzungen und irgendwann nur noch Scherben.
Wenn Menschen für sich schlüssig entscheiden diesen Prozess abzukürzen (und damit ja ggf. den Verursacher auch mal wachzurütteln, aber mindestens mal sich selbst vor weiterem Schaden und weiteren Verletzungen zu schützen), dann habe ich dafür grösstes Verständnis.

Und nein, es lässt sich nicht immer alles klären. Aber klar kann Paarberatung hilfreich sein. Nur auch das müssen immer beide Beteiligten wollen. Schon da happert es.
*******klar Frau
109 Beiträge
Ich glaube, Trennungen werden oft als Scheitern gelesen, selbst dann, wenn es viel Gutes gab.
Dabei kann beides gleichzeitig wahr sein, nämlich dass eine Beziehung schöne, wertvolle Seiten hatte und dass sie trotzdem nicht mehr tragfähig ist.
Sich zu trennen bedeutet nicht automatisch, das Gute zu entwerten. Man kann dankbar sein für das, was war, und dennoch anerkennen, dass es so nicht weitergehen kann.

In manchen Situationen ist eine Trennung kein Ausdruck von Ungeduld oder Intoleranz, sondern von Selbstschutz und Würde.
Besonders dann, wenn grundlegende Dinge wie Vertrauen, Respekt oder emotionale Verantwortung dauerhaft nicht (mehr) gegeben sind.
Bleiben um jeden Preis ist nicht immer die reifere Lösung.
******yss Paar
86 Beiträge
Sie schreibt:

Ich war auch nie eifersüchtig, bis mich mein Mann 2x kurz hintereinander belogen hat.
Und somit mein Vertrauen einen Knacks bekommen hatte.
Wo eigentlich die Wahrheit für mich auch nicht toll gewesen wäre, aber ich das besser verarbeiten hätte können, als dieses belügen.

Wir haben beide uns zusammen hingesetzt und versucht darüber zu reden.
Er sollte mir erklären, warum er das gemacht hat, damit ich das besser verstehen kann.
Und ich hab ihm gesagt, was ich dabei empfunden habe und wie weh er mir doch damit getan hat.

Es kommt bei mir auch immer mal mit wieder hoch und meist rede ich mit ihm und er versteht es auch.
Oder ich versuch mich abzulenken und denk an was schönes unserer Beziehung.

Nun weiß ich leider nicht, liebe TE was in eurer Beziehung passiert ist...
Ich denke man kann sich dazu viele Meinungen einholen, aber nur du kannst abwägen, was du möchtest und wie schlimm du das passierte empfindest.

Habt ihr als Paar schon darüber geredet?
Und hast du das Gefühl, dein Partner gibt sich Mühe beim aufarbeiten?

Liebe Grüße
Keine Beschreibung angegeben.
**********weise
3 Beiträge
Zitat von **********hen70:
@**********weise Das klingt jetzt nach einer mega naiven Sichtweise.

Vielen Dank für deinen Input. Nein, so naiv ist das nicht. Ich bin mit ganz vielen Sätzen deiner Antwort einverstanden. Vor allem mit dem:

Zitat von **********hen70:
Oft müsste derjenige, der den Vertrauensbruch begangen hat, ernstlich an sich, seinen Verhaltensweisen und seiner Vergangenheit, in der oft die Wurzel dafür zu finden ist, arbeiten. Das habe ich aber selten erlebt. Meist wird der einfache Weg gewählt und einfach so weiter gemacht. Dann gibt es noch mehr Verletzungen und irgendwann nur noch Scherben.

Ich erlebe es in der Paartherapie immer wieder. Aber gerade darum möchte ich auch darauf hinweise, dass genau wegen diesen vielen so verlaufenden Geschichten eine andere Sichtweise auch eingenommen werden darf. Ich erlebe so viele Paare, die dann erst richtig in eine ehrliche Kommunikation kommen und einen Neustart 2.0 schaffen.

Da wir überhaupt nicht wissen, wie der Vertrauensbruch war, welche Prägungen dahinter sind, ob es nicht auch noch Missverständnisse gab und welche Menschen dahinter sind, finde ich es so sehr anmassend zu empfehlen, sich zu trennen.

Ich könnte dir so viele Geschichten erzählen, bei denen Vertrauensverlust der Anfang vom Ende war. Aber es gibt auch andere - aber oft sagen mir Menschen, dass die Liebe noch da ist, dass sie es neu versuchen wollen, dass sie nun ehrlicher sind und gegenseitig besser die Bedürfnisse wahrnehmen und ernst nehmen können. Und plötzlich kommt das Umfeld und macht Vorwürfe: Also heute muss doch niemand mehr zusammen bleiben - geh und lass dir das nicht bieten.

Verstehst du was ich meine?
**********hen70 Frau
15.251 Beiträge
@**********weise
Ich stimme dir völlig zu, dass eine gute Kommunikation in Beziehungen noch längst nicht der Normalzustand ist.
Irgendwie scheint die Gesellschaft zu meinen das würde ganz von selbst funktionieren.

Ich würde mir wünsche, ich hätte den Input (übrigens auch durch den JC in seinen SexEducations) schon vor vielen Jahren zu Beginn meines Beziehungslebens gehabt und hätte meinen Partner klar kommuniziert welche Grundpfeiler ich mir da erwarte und dies dann auch eingefordert. Allerdings hätte das langjährige Beziehungen dann deutlich verkürzt und viel früher zu Trennungen geführt *zwinker*

Deine Sichtweise kann ich absolut nachvollziehen. Natürlich gibt es die Ausnahmen, bei denen auf beiden Seiten trotz Verletzungen noch genügend positive Gefühle vorhanden sind.
Aber mir sind in meinem Leben (bis zum heutigen Tage) deutlich mehr Menschen untergekommen, die sich wegducken, zwar kommunizieren,
dass die Liebe noch da ist, dass sie es neu versuchen wollen, dass sie nun ehrlicher sind und gegenseitig besser die Bedürfnisse wahrnehmen und ernst nehmen können
und es sich letztlich um leere Versprechen handelt und die Handlungen, die den anderen verlezten, ungemindert immer wieder "passieren".

Aber klar kann man in Beziehungen viel retten, wenn beiden daran gelegen ist. Ist halt oft nicht ganz so einfach wie es klingt.
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