„Einsamkeit ist ein Gefühl. Gibt es tatsächlich Menschen, die es nicht kennen? Jeder will gesehen werden und braucht Resonanz. Wir sind soziale Wesen. Ist Nietzsches Zarathustra denn nicht zweimal vom Berg aus seiner Einsiedelei gestiegen? Anstrengend mögen andere Menschen sein. Aber die Einsiedelei geht nicht auf Dauer. Die individuelle Ich Gesellschaft suggeriert das ich mir selbst genug bin. Aber das ist ein Irrweg.
Sehe ich genauso.
Ansonsten ist Einsamkeit ein Gefühl das ganz unabhängig von der Anzahl an Freunden, Partnerschaft ja/nein, Ablenkung ja/nein bestehen & einen treffen kann.
Alleine in ein Restaurant essen gehen oder in den Urlaub fahren, mache ich seit jeher unheimlich
gerne (egal ob ich in einer Beziehung war, oder auch jetzt)
& habe mich dabei nie Einsam gefühlt.
Im Gegenteil, ich genieße dann den Trubel um mich herum & das "einfach mal für mich sein & auftanken".
Mich einsam zu fühlen kenne ich aber genauso gut.
Und das liegt weder an an einem zu kleinen Freundeskreis, noch an fehlenden Interessen oder Möglichkeiten & Gelegenheiten etwas unternehmen zu können.Nein.
Ich kann mich unter vielen Menschen zwischendurch mal genauso einsam fühlen, wie ich es (wie andere auch schon geschrieben haben) es auch schon in einer Beziehung erlebt habe.
Ich glaube der Unterschied zwischen alleine & einsam liegt in der "Wahlmöglichkeit".
Wenn ich grade in der Stimmung dazu bin, das ich alleine (z.B) Essen gehen MÖCHTE,
dann empfinde ich keine Einsamkeit.
Ganz egal ob ich alleine an einem großen Tisch sitze oder einen "Ein Personen Tisch" bekommen habe-
viele Paare anwesend sind oder nicht.
Mir völlig egal. Ich bin gut gelaunt & freue mich über die "Me Time"
Wenn ich dagegen (z.B) im Urlaub bin und
WÜRDE GERNE, das was ich grade sehe oder empfinde (Sonne, Strand, Meer toller Ausblick what ever) mit jemandem teilen,
kann aber nicht, weil dort niemand zum teilen bei mir ist -> dann empfinde ich ein Gefühl von Einsamkeit.
Und dieses Gefühl kann eben auch dann entstehen,
wenn ich in dem Urlaub garnicht alleine bin, sondern Freunde/ Partner oder xy " bei mir sind".
Es ist m.M.n eher ein Gefühl das entsteht, wenn ich Etwas mit jemandem teilen möchte
aber kein Gegenüber da ist, das mir bei dem Thema/der Gelegenheit etc. ein Gefühl von "Gemeinsamkeit" oder emotionaler Verbundenheit/ Erreichbarkeit vermitteln kann.
Oder -wenn ich jetzt mal an Partnerschaft denke-
kann mir eine Freundin, "Sportkollegen", Familie oder sonst wer,
in einem Moment in dem ich mich nach partnerschaftlicher Wärme, Körperkontakt o.ä
sehne , diese gleicher Art niemals geben können.
Dann entsteht eben eine Diskrepanz zwischen dem 'ich würde gerne' & "dem was da ist"
Einsamkeit ist m. Erachtens auch weder ein "schlimmes" Gefühl,
noch ein Zeichen für "fehlende soziale Kontakte"
oder "zu wenig Ablenkung",
geschweige denn ein Zeichen von "Schwäche"
Vielmehr einfach ein "guter Hinweis" darauf,
was einem fehlt🤷🏼♀️
Genau so gut von einem kurzen Moment bis hin zu einem immer wiederkehrenden Gefühl reichen