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Erotische BDSM-Geschichten
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Wenn Struktur zu Verlangen wird - Tipps und Erfahrungen?

**********tgeis Mann
14 Beiträge
Themenersteller 
Wenn Struktur zu Verlangen wird - Tipps und Erfahrungen?
Ich komme aus einem BDSM, den ich als konsumiert bezeichnen würde.
Schnelle Begegnungen, unscharfe Rahmen, viele Projektionen, aber wenig Tiefe.

Lange habe ich Intensität mit Aufbau verwechselt.
Ich glaubte, Erregung allein könne Verbindung schaffen.
Doch jedes Mal fehlte etwas.
Sinn.
Kontinuität.
Eine echte relationale Architektur.

Heute interessiert mich etwas anderes.

Der langsame Aufbau.
Die Spannung, die mit der Zeit wächst.
Die Disziplin, die zu Verlangen wird.
Der Rahmen, der nicht mehr Kulisse ist, sondern Sprache.

Ab wann ist eine Struktur stark genug, um die Fantasie beider Seiten zu nähren?
Ab wann hört man auf zu spielen und beginnt zu gehören?

Ich habe die Antwort noch nicht.
Aber ich weiß, dass manche Dynamiken sie leben.

Und genau diese interessieren mich.
Könnt ihr mir hier Tipps und Erfahrungen teilen?
*******enig Mann
15.307 Beiträge
Sobald du damit aufgehört hast BDSM zu konsumieren und eigene Gefühle nicht nur zuzulassen, sondern darauf gezielt aufzubauen beginnst, wirst du die Änderungen am eigenen Leib erfahren.
****na Frau
1.412 Beiträge
Sobald du aufhörst, zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktionen als kybernetisches Konstrukt zu begreifen und beschreiben, wird’s persönlich, emotional, wahrhaftig und intim. Sprache hört dann auf, Versteck und Abgrenzung zu sein.
Meine Erfahrung und auch mein Wunsch?
Es gibt kein Zeitpunkt.
Da geht jeder seinen Weg
und niemand ist sicher vor Verlust.
Meine Devise daher? Es beginnt, sobald beide für sich begreifen, dass Fantasien interpretierbar sind. Sie stellen eine idealisierte Ansicht von etwas in sich und dem eigenen Leben da. Die dahinterstehenden Muster sollten die Leute anfangen seperat voneinander zu bearbeiten, um der Realität eine echte Chance zu geben.

Ansonsten wird das nichts, weil reale Menschen keine Projektionsfläche sind und genau merken, wenn jemand über sie oder eben sich selber redet.
*********is25 Paar
397 Beiträge
Sie schreibt:

Wenn es Dich stört zu konsumieren, dann musst Du beginnen, zu gestalten.

Wenn Dir immer etwas fehlte, kann es sein, das die Lösung in Dir liegt.

@**********tgeis
*******thoa Mann
242 Beiträge
Fange an den Menschen und nicht Praktik in Vordergrund zu stellen.
****ice Mann
971 Beiträge
Lieber TE,
wenn ich deine Zeilen lese, bekomme ich den Eindruck, das dich deine Partnerinnen nur mäßig interessieren, neugierig machen oder begeistern. Ist das so? War das mal anders?
Kommst du dir wie ein Service Leister vor?

Zum einen kann es generell an dir liegen, dass du insgesamt, auch in anderen Lebensbereichen deine Begeisterungsfähigkeit verloren hast, das Interesse an dem was du tust und die Neugier durch Routine abgetötet wurde.
Zum anderen könnte es sein, dass du zu beliebig dich auf das Spielen einlässt.

Ich habe recht viel Spielereien im halb öffentlichen Raum gesehen und bei fast allen sehe ich kaum Leidenschaft, sondern nur Praktiken, die einstmals, ggf mit anderen Partnern, Begeisterung hervorgerufen hatten aber das schon lange geschwunden ist. Auch halte ich es für möglich, dass einige etwas nacheifern, was sie selbst nie erreicht hatten aber entweder bei anderen gesehen haben oder rein aus dem Kopfkino stammt.
MMn sind die Kleinigkeiten, die fast Vanilla Berührungen zwischendrin, mindestens genauso wichtig wie die krasseste Technik.

Du könntest eine Pause machen, nach Partnerinnen suchen, die dich mehr begeistern oder was ganz anderes versuchen.
Ich hatte für mich vor ein paar Jahren entschieden, dass ich mich nicht mehr auf halb gare Sachen einlasse - Durchschnittlich gut hatte ich zu oft in meinem Leben.

Ich wünsche dir eine gute Zeit
**********tgeis Mann
14 Beiträge
Themenersteller 
Beim Lesen Ihrer Beiträge musste ich an Machiavelli denken, der oft missverstanden wird.
Er beschrieb den Menschen nicht so, wie er sein sollte, sondern so, wie er tatsächlich ist.

Diese Nüchternheit erscheint mir wesentlich, wenn man über Beziehungen spricht, besonders über D/s. Viele Dynamiken setzen auf Intensität, manchmal sehr gekonnt, doch nur wenige hinterfragen die Struktur, die sie trägt. Ohne einen gelebten Rahmen erschöpft sich Intensität schnell.

Vielleicht entfaltet Fantasie ihre Tiefe erst dann, wenn sie zu einer stillen Sprache wird, getragen von Beständigkeit, Symbolik und Aufmerksamkeit. Nicht etwas, das schnell brennt, sondern etwas, das bleibt und verändert.

Ich lasse diesen Gedanken bewusst offen.
Wenn er Resonanz findet, kann ein Austausch jenseits von Projektion und Eile entstehen.
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