Exklusivität beim Sex – Erwartung oder Widerspruch?
Mir begegnet immer häufiger eine Haltung, die mich ehrlich neugierig macht:Menschen, die sich in offenen, erwachsenen Kontexten bewegen, erwarten Exklusivität beim Sex – teils sogar vor dem ersten Treffen.
Keine weiteren Spielpartner.
Keine parallelen Kontakte.
Teilweise sogar: „Wenn wir uns treffen, dann nur noch wir beide.“
Und da frage ich mich:
Wie passt dieser Anspruch zu einem Umfeld, das genau für Vielfalt, Offenheit und selbstbestimmte Sexualität steht?
Versteht mich nicht falsch:
Ich selbst bevorzuge eine tiefergehende, langfristige F+, weil das im Bett einfach mehr Qualität bringt als einmalige, oberflächliche Treffen. Vertrauen, Nähe und echtes Kennenlernen machen für mich Sex deutlich besser.
Aber gerade deshalb sehe ich Exklusivität nicht als Startpunkt, sondern als Ergebnis.
Sie entsteht, wenn sich etwas entwickelt – nicht als Vorbedingung.
Und genau hier wird es für mich spannend:
Ein Raum, der Vielfalt ermöglichen soll, lebt doch davon, dass man mehrere Kontakte haben darf, verschiedene Menschen kennenlernt und Optionen offen bleiben – ohne sich sofort festzulegen.
Deshalb meine Fragen in die Runde:
Ab wann ist Exklusivität für euch beim Sex ein Thema?
Erwartet ihr sie von Anfang an – oder erst, wenn wirklich Vertrauen und Verbindung da sind?
Und widerspricht ein früher Exklusivitätsanspruch nicht genau dem, was offene Begegnungen eigentlich ausmacht?
Ich bin gespannt auf eure Sichtweisen – gern auch kontrovers.

























