Beziehungsstatus im Swingerclub: Relevant oder nachträglich?
Ein kleines Erlebnis aus dem Swingerclub – und eine Lernfrage.Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich lachen oder mich wundern soll, deshalb teile ich das hier einmal – auch in der Hoffnung, etwas dazuzulernen.
Ich war vor Kurzem allein in einem Swingerclub unterwegs (nicht Single, aber solo) und habe dort eine sehr angenehme Frau kennengelernt. Der Abend war entspannt, einvernehmlich und offensichtlich für beide Seiten stimmig. Der Wunsch, danach in Kontakt zu bleiben, kam übrigens von ihr.
Im Nachgang zu dem Clubbesuch wurde ich mit der Aussage konfrontiert, dass ich ja gar kein Single sei und Swingerclub-Events ausschließlich für Singles gedacht seien, während vergebene Männer dort grundsätzlich nicht erwünscht wären.
Das Thema Beziehungsstatus war im Club selbst übrigens nie Gesprächsinhalt. Keine Nachfrage, keine Klarstellung, keine Voraussetzung – vermutlich, weil es in dem Moment keine Rolle spielte.
Und damit komme ich zu meiner eigentlichen Frage:
Habe ich eine ungeschriebene Regel verpasst?
Oder wurde sie mir gerade rückwirkend erklärt?
Nach meinem bisherigen Verständnis sind Swingerclubs Orte für eine gewisse Vielfalt an Beziehungsmodellen: Paare, Singles, offene Beziehungen, „solo unterwegs“ – kurz gesagt Menschen und Begegnungen, keine Statuskontrollen am Eingang.
Wenn jemand ausschließlich Singles sucht, ist das völlig legitim. Was mich nur irritiert: Seit wann wird eine persönliche Präferenz im Nachhinein zur allgemeinen Hausordnung erklärt? Und seit wann erfährt man davon erst nach dem Event?
Daher mal offen in die Runde:
Gibt es aus eurer Erfahrung tatsächlich eine „Singles-only“-Logik in Swingerclubs, die ich all die Jahre erfolgreich ignoriert habe?
Oder reden wir hier eher von einer individuellen Grenze, die im Rückblick zur allgemeinen Regel umdefiniert wurde?
Ich bin gespannt auf eure Einschätzungen – und lasse mich gern eines Besseren belehren. 😉

















