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Was ist eine offene Beziehung?

*****_04 Paar
593 Beiträge
Themenersteller 
Was ist eine offene Beziehung?
Hallo zusammen,
vor kurzem hatten wir mit einem befreundeten Joy-Paar die Diskussion, was eine „offene Beziehung“ ist. Wir Männer waren der Meinung, dass unsere Beziehungen bereits als geöffnet zu bezeichnen wären, weil wir PT mit anderen Paaren betreiben. Die Damen waren der Ansicht, dass eine Beziehung als „offen“‘ zu bezeichnen sei, wenn man Gefühle für andere Personen zuließe. Das wiederum haben wir Männer dann als „polyamor“ erachtet.

Mittlerweile denke ich, eine „offene Beziehung“ ist die, bei der jeder Partner selbstständig losziehen kann und Sex mit anderen haben darf, während der PT im selben Raum „nur“ swingen ist.

Wie seht Ihr das?

Liebe Grüße
Er von Aries_04
***on Mann
1.215 Beiträge
Eine offene Beziehung ist individuell! Sie unterliegt den jeweiligen Regeln, die die aufstellen, die eine offene Beziehung vereinbaren! Man kann dies also nicht verallgemeinern!
*******001 Mann
940 Beiträge
Ja, wenn es darum geht, für mehrere Partner gleichzeitig Gefühle zu haben fällt das unter Polyamor.
Bei einer Offenen Beziehung bleibt die Liebe unter den Partnern - das andere ist rein sexuell und von Liebe getrennt
Da ist die Frage, was eure Frauen unter den Gefühlen verstehen, nur romantische Gefühle wie liebe/verliebt sein, oder auch freundschaftliche zuneigung? Eine F+ hätte dazu ja freundschaftliche Gefühle, aber würde meiner Meinung dann nicht unter Polyamor fallen
********aten Paar
2.051 Beiträge
Gehen wir mal analytisch an die Frage heran.

Der Begriff "Beziehung" bezieht sich immer auf (mindestens) zwei Personen. Zwei Personen, die sich gegenseitig anziehen. Öffnet man eine Beziehung, kann eine dritte Person (buchstäblich) einbezogen werden. Natürlich kann es auch mit noch mehr Personen gehen.

Es geht beim Begriff "Offene Beziehung" nicht grundätzlich oder ausschließlich um Sex, sondern tatsächlich um das ganzheitliche Verhältnis der Personen zueinander.
Es gibt unzählige Leute hier im Joyclub, die regelmäßig Sex mit Personen außerhalb der eigenen Paarbeziehung haben, ohne dass sie auf die Idee kämen, ihre Beziehung als offen zu bezeichnen. Wir zum Beispiel.

Anders als beim Begriff "Beziehung" bezieht sich der Begriff "polyamor" nicht auf zwei Personen, sondern nur auf eine. Polyamor ist ein Individualmerkmal. Übersetzt kommen die beiden Begriffe "viel(fach)" und "Liebe" darin vor. Eine Person kann sich in mehrere Menschen verlieben. Auch hier geht es originär nicht um Sex, sondern um Liebe. Man kann auch in einen anderen Menschen verliebt sein, ohne Sex mit ihm haben zu können oder zu wollen. Es kann also Menschen in offenen oder geschlossenen Beziehungen geben, die polyamor (mit oder ohne Sex) sind, also in mehr als eine Person verliebt sind.
********rdie Paar
909 Beiträge
Schwierig zu sagen, also wir halten uns für eine "feste Beziehung", weil wir beispielsweise nur gemeinsam unterwegs sind.. Offen würden wir sagen, wenn wir getrennt voneinander gehen (getrennte Räume oder getrennte Wohnungen ist dabei was anderes, man macht es ja trotzdem als Paar gemeinsam), aber würden wir unabhängig voneinander unterwegs sein, sähen wir dies als "offene Beziehung"

Polyamor ist bei uns nicht vorhanden, uns geht es lediglich um Sex, nicht um Liebe zu anderen Menschen
*******001 Mann
940 Beiträge
Kleiner Nachtrag:

Offene Beziehung würde ich auch erst dann sehen, wenn der Partner sich, innerhalb abgesteckter Regeln, sexuell andere Partner suchen kann.

Bei einem reinen Partnertausch ist es ja irgendwie ein gemeinsames Erlebnis innerhalb der Beziehung
****ven Mann
1.662 Beiträge
Ich sehe das auch so, dass "offene Beziehung" erst einmal eine Aneinanderreihung von Buchstaben ist.
Wichtig bei so einer Begrifflichkeit ist immer auch, dass man sich zusammensetzt und dem Ausdruck eine Definition verleiht.
So könnt ihr als Paar auch Limits einbauen. Selber empfinde ich es wichtig, dass sich beide Partner darin wiederfinden und damit wohl fühlen.
Für die einen ist es die gnadenlose Transparenz darüber, was passiert (mit welcher Person, wann, was, wie lange,.... ) für die anderen ist es ein "mach was du willst, ist für mich ok, aber ich möchte nichts davon erfahren".
Du siehst: die Ansprüche können höchst unterschiedlich sein.
Eine offene Beziehung schließt eine Polybeziehung nicht aus. Es gibt in sich geschlossene Polybeziehungen oder auch Polybeziehungen, in denen einer oder mehrere Polykülelemente nach außen hin offen für weitere Begegnungen sind.
****Wo Paar
3.001 Beiträge
Logischerweise muss das jeder für sich selbst definieren. Ich halte offen eher für "alles darf erst mal sein", halt ein offener Umgang. Wie das dann ausgestaltet wird, ist für mich nicht wichtig.
Ergo kann theoretisch auch eine monogame Beziehung offen sein, wenn erst mal alles sein darf...
********rdie Paar
909 Beiträge
Zitat von ****Wo:
Logischerweise muss das jeder für sich selbst definieren. Ich halte offen eher für "alles darf erst mal sein", halt ein offener Umgang. Wie das dann ausgestaltet wird, ist für mich nicht wichtig.
Ergo kann theoretisch auch eine monogame Beziehung offen sein, wenn erst mal alles sein darf...

Aber monogam und offen sehe ich als Wiederspruch 🙈
****Wo Paar
3.001 Beiträge
Zitat von ********rdie:
Zitat von ****Wo:
Logischerweise muss das jeder für sich selbst definieren. Ich halte offen eher für "alles darf erst mal sein", halt ein offener Umgang. Wie das dann ausgestaltet wird, ist für mich nicht wichtig.
Ergo kann theoretisch auch eine monogame Beziehung offen sein, wenn erst mal alles sein darf...

Aber monogam und offen sehe ich als Wiederspruch 🙈

Ist es gewissermaßen auch. Mir ist der offene Umgang wichtig, an dem es im Regelfall schon scheitert.
Nach meinem Verständnis hat eine Beziehung nur noch Sinn, im Falle dessen, dass einer eine polynummer möchte, wenn er wirklich freiwillig darauf verzichtet...
****ven Mann
1.662 Beiträge
Zitat von ********rdie:

Aber monogam und offen sehe ich als Wiederspruch 🙈
Nicht, wenn sich die Monogamie auf bestimmte Aspekte bezieht.
So könnte eine Absprache lauten: "Wir halten die Liebe innerhalb der Beziehung, reine Körperlichkeiten dürfen auch ausserhalb ausgelebt werden."
****Wo Paar
3.001 Beiträge
Obwohl es dann ha monoamor wäre.
Definitionen sind so Wurst...
*******001 Mann
940 Beiträge
Okay, wenn du dann zwischen Sozialer und Sexueller Monogamie unterscheiden willst, dann schon.
Aber im "Allgemeinen" wird ja vor allem vom sexuellen gesprochen
********rdie Paar
909 Beiträge
Liebe ist aber schwer zu be- oder erzwingen...Wenn irgendwer herausfindet - shit, durch den Sex mit anderen habe ich mich nochmal verliebt - was dann?

Nach Mia Julia - heute mach ich einen Mann aus dir, es ist mir egal wenn du dein Herz verlierst *ggg*
******eek Frau
6.521 Beiträge
Für mich bedeutet "Offene Beziehung" sexuelle Kontakte mit anderen Menschen als dem oder der festen Beziehungspartner*in (aber wissentlich für alle Partnerpersonen in der festen Beziehung). Was ich bei meiner Definition ausklammern würde, wäre, wenn es um dominant Wifesharing/Cuckold oder ausschließlich gemeinsame Dreier geht, wo also die weitere Person als "Tool" für den Paarsex dient.

Die Regeln dafür steckt jedes Paar selbst fest. Sei es für die Befriedigung von Bedürfnissen, die in der Beziehung fehlen (zum Beispiel BDSM oder Sex mit anderen Geschlechtern), Aktivitäten im Swinger Club oder auch einzelne Treffen für Sex oder Friends with Benefits Konstellationen.

Wenn mir nun aber sagt "Wir sind Swinger, das ist für mich keine offene Beziehung" oder sowas, nehme ich das natürlich hin - meine Definition muss nicht mit der von anderen übereinstimmen. Dafür ist Kommunikation ja da, um sich über die Regeln auszutauschen, sollte man zusammen kommen wollen.
*****_04 Paar
593 Beiträge
Themenersteller 
Ähm, nein… denn Polygamie ist hierzulande verboten 😆 Ihr meint sicher „Monoamorie“ statt „Monogamie“ 😆
*******iler Mann
3 Beiträge
Hi ihr Beiden,

spannendes Thema.

Meine Frau und ich (@*********r4in ) sehen das tatsächlich ähnlich wie eure Damen.
Paarsex mit PT ist für uns eher Swingen im privaten Rahmen. Gemeinsam, mit klarer Paarzentrierung.

Erst in dem Moment, in dem wir uns beide auch getrennt voneinander, also wirklich unabhängig, mit anderen Menschen treffen wollten, haben wir unsere Ehe für uns als "offen" definiert.
Dazu gehörten natürlich viele konstruktive Gespräche über Erwartungen, Grenzen, Regeln und auch über Gefühle.

Für mich persönlich gab es bisher nie den Punkt, an dem ich mich im Rahmen von F+ oder ähnlichen Konstellationen verliebt hätte. Die Spielregeln sind für alle Beteiligten klar, und genau das führt zu interessanten Effekten:
Einerseits verlieren fehlgeleitete oder idealisierte Gefühle an Reiz, andererseits hat gerade die gegenseitige Freiheit und das Vertrauen unserer Partnerschaft einen enormen Booster gegeben. Aktuell denken wir daher nicht im Ansatz daran, uns anderweitig zu verlieben, auch wenn klar ist, dass so etwas theoretisch jederzeit passieren kann. Dann müsste und würde offen darüber gesprochen werden.

Für mich persönlich bedeutet "offen" daher vor allem:
eigenständige Treffen mit anderen Menschen, auch einzeln, inklusive Begehren, Sympathie und Anziehung.
Während Polyamorie für mich der Punkt wäre, an dem mehrere gleichwertige Liebesbeziehungen bestehen oder angestrebt werden.

Liebe Grüße
********rmal Mann
599 Beiträge
Für mich ist eine offene Beziehung eine in einem von beiden geregelte und auch do eingehalten Beziehung die sexuelles mit anderen Menschen ermöglicht.
****ot2 Mann
12.456 Beiträge
****ody Mann
15.633 Beiträge
Zitat von *****_04:

Mittlerweile denke ich, eine „offene Beziehung“ ist die, bei der jeder Partner selbstständig losziehen kann und Sex mit anderen haben darf, während der PT im selben Raum „nur“ swingen ist.

So sehe ich das auch.
******_73 Mann
4.291 Beiträge
Es hat Spaß gemacht, bis hierher zu lesen.
Es gibt so viele Ansätze, gut zu begründen, was jemand als "offene Beziehung" ansieht.
Gleichzeitig zeigt sich, dass die Ergebnisse teilweise grundverschieden sind.
Mein Vorurteil, dass man sehr, sehr vorsichtig sein muss, mit Begriffen, die im Alltag kaum oder gar keinen Gebrauch haben, wurde bestätigt. Das Risiko, das zwei Menshen glauben, eine vernünftige Bedeutung für einen selten benutzten Begriff zu haben, und diese sich völlig von der Ansicht des andere unterscheidet.
Mir flog da im Hinglick auf "Freundschaft " mal dies ganze Beziehung um die Ohren. Ich ging davon aus, dass das nichts mit Monogamie zu tun hat, für meine Bekannte war das aber zwingend mit Monogamie verbunden.
Also, wenn man etwas mit jemandem zu leben beabsichtigt, auf jeden Fall reden, auch über das, was man als sebstverständlich voraussetzt.

Für mich ist eine "offene Beziehung" ein Oberbegriff für ganz, ganz viele Lebensmöglichkeiten.
Ich trenne das in erster Linie von einer "geschlossenen Beziehung", gibt es zwar nicht wirklich, aber hilft mir beim Sortieren von Gedanken. Manchmal ist eine "negative Definition" hilfreicher, als eine positive, will sagen, manchmal ist es einfacher, zu sagen, was keine offene Beziehung ist, als zu sagen, was nun eine offene Beziehung ist.

Und was bzgl. Beziehungen das ganze noch schwieriger macht ist, dass in unserer eigentlich schönen Sprache das Wort "Beziehung" eine doppelte Bedeutung hat.
Psychologisch stehe ich zu jedem Menschen, mit dem ich irgendwie Kontakt habe, in einer Beziehung, diese kann feindlich, neutral oder freundlich sein (z.B. zu meinen Nachbarn). Sie kann sich auch auf sexuelles beziehen, aber auch auf Lebensgefährten / Gefährtinnen. Welche Beziehung habe ich zu meiner Freundin, zu meinen Söhnen, zu meiner Hündin? Diese Vermischung der Bedeutungen im Sprachgebracht macht es noch schwieriger, einheitlich zu sprechen.

Habe ich eine andere Beziehung zu einer F
als zu meiner Freundin i.S.v. Partnerin? (noch so ein Problembegriff "Freundin").

Wie gesagt, offen ist eine Beziehung in meinen Augen, wenn sie nicht geschlossen ist. Und damit kann eine 3er-Beziehung auch eine in sich geschlossene Geschichte sein.
Trennt man Gefühl von Sex, dann kann Monogamie auch allein auf die Liebe bezogen sein, also eine monogame Beziehung zwischen z.B. Eheleuten, die aber Swinger sind. Das hängt dann sehr davon ab, was die Mitglieder der Beziehung miteinander vereinbart haben.

Ich weiß, einige werden mir gleich vehement wiedersprechen.
Letztlich sehe ich das als Bestätigung, dass es keine allgemeinverbindliche Definition gibt.
Die gestellt Frage kann also jeder für sich selbst beantworten (wie, was der Sinn des Leben sei), nur muss man bei der Interaktion mit Menschen im Kopf haben, dass diese vielleicht unter dem gleichen Begriff etwas völlig anders verstehen. Und schon redet man wunderbar aneinander vorbei.

ps.: keine Ahnung, warum da jetzt was unterstrichen ist.
*****adh Mann
32 Beiträge
Zitat von *****_04:
Was ist eine offene Beziehung?



Mittlerweile denke ich, eine „offene Beziehung“ ist die, bei der jeder Partner selbstständig losziehen kann und Sex mit anderen haben darf, während der PT im selben Raum „nur“ swingen ist.

Wie seht Ihr das?

Liebe Grüße
Er von Aries_04

So wie du es hier geschrieben hast, ist auch meine Definition davon.

Ich glaube aber auch, dass es keine einheitliche Ansicht gibt, welche Merkmale eine offene Beziehung genau aufweist - abgesehen von der Tatsache, dass man mit anderen Leuten außerhalb der Beziehung „Zärtlichkeiten“ austauscht, in welcher Form das auch immer sein mag.

Praktisch gesprochen machen es wohl die Beziehungspartner miteinander aus, wie die offene Beziehung aussieht.

Um nur ein Beispiel zu nennen: wird der Partner im Voraus (oder überhaupt) über jede „dritte Person“ informiert oder ist das Vertrauen in die gemeinsame Beziehung so groß, dass es nicht notwendig ist?
****la Frau
9 Beiträge
Zitat von ****Wo:
Logischerweise muss das jeder für sich selbst definieren. Ich halte offen eher für "alles darf erst mal sein", halt ein offener Umgang. Wie das dann ausgestaltet wird, ist für mich nicht wichtig.
Ergo kann theoretisch auch eine monogame Beziehung offen sein, wenn erst mal alles sein darf...

Da möchte ich mich gern anschließen. Das Wort "offen" bedeutet für mich, dass erstmal alles sein darf. Ob man dieses "alles" dann tatsächlich fühlt und/ oder auslebt, hängt davon ab, ob beide Beziehungspersonen sowie weitere Beteiligte damit fein sind.
Somit ja, eine offene Beziehung kann durchaus monogam (im Sinne von kein Sex mit anderen Menschen) gelebt werden. Doch auch diese Beziehung würde ich als "offen" bezeichnen, weil ja theoretisch alles sein darf. "Monogam" bedeutet für mich, jegliche Sexualität mit anderen Menschen kategorisch auszuschließen.
****sum Mann
5.589 Beiträge
Nach meiner Interpretation hat derjenige eine offene Beziehung, der seinen Partnern keinen Mitspracheanspruch bezüglich seiner Sexualität einräumt. PT (bei dem alle beteiligten dem Tausch zustimmen) alleine würde eine Beziehung für mich demnach nicht zu einer Offenen machen.

Bei den Meisten, die ich kennengelernt habe, die ihre Beziehung als offen bezeichnen, war diese aus meiner Sicht eher weitgehend offen, aber es gab doch Einschränkungen.
*****_04 Paar
593 Beiträge
Themenersteller 
Oha, kein Mitspracherecht des Partners? Aber ein Mitwissen hoffentlich schon?!
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