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Hoteldates -Teil 2

****an Frau
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****an Frau
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Hoteldates – Teil 3
Unbedingt vorher Teil 1 u. Teil 2 lesen.

1.
Aaron

Irgendwann war Angelique doch eingeschlafen und als sie wieder aufwachte, war es schon früher Nachmittag und ihr Magen meldete sich.
Da noch genug vom Frühstück übrig war, setzte sie sich erst mal, aß die Reste, trank den Rest Orangensaft und noch etwas von dem Wasser und ging dann unter die Dusche. Föhnte sich die Haare, schminkte sich dezent, zog sich die Dessous und die Strümpfe wieder an, danach das Cocktailkleid.
Aber sie wollte ihm nicht nackt oder nur in Dessous gegenübersitzen, wenn sie ihm reinen Wein einschenken würde, er hatte das verdient, war so ein netter Kerl.
Sie nahm die Visitenkarte und las: Aaron Liebermann, Schuster und Vertrieb.
Fa. Leder - Liebermann und Sohn
Dazu eine Adresse in einem kleinen Vorort von Heidelberg.
Und wieder schweiften ihre Gedanken ein wenig ab, Heidelberg, in einem Vorort war sie aufgewachsen, in Heidelberg war sie auf die Uni gegangen, dort war das >Crach< gewesen und Sebastian…
Sie versagte sich aber gleich wieder das Abschweifen und dachte: ‚Natürlich, im Moment ist in Hannover die Lederwaren Messe, aber er hat mir gar nicht gesagt, dass es seine Firma ist, oder die von seinem Vater und ihm…zumindest vermute ich das mal, gleicher Name wie die Firma…Aaron…klingt jüdisch, der Nachname auch…‘
Die nächsten Stunden telefonierte sie mit ihrer Mutter, mit ihrer Freundin Ronja die wegen ihrem Freund auch nach Hannover gezogen war und surfte ein wenig im Internet.
Gegen 17 Uhr 30 hörte sie die Tür und wappnete sich für das Gespräch.
‚Vielleicht wird es unangenehm, vielleicht schmeißt er mich gleich raus…aber ich brauche nur meine Handtasche und meinen Mantel und kann gleich verschwinden.‘
Er kam herein, war überrascht, dass sie noch da war, dann glitt ein strahlendes Lächeln über seine Züge und seine Augen blickten sie warm an.
„Angelique, meine Schöne, du bist noch da? Hast du denn Zeit, keine…anderen Verpflichtungen?“
Sie lächelte zaghaft.
„Ich möchte…mit dir reden, Aaron. Du…hast mir ja angeboten, wenn ich jemand zum Reden brauche…“
„Aber natürlich, meine Liebe. Komm, du musst ja am Verhungern sein, hier in der Nähe gibt es ein sehr gutes Ristorante und nicht teuer, ich möchte dich dahin einladen, danach kann man gut reden, dort ist um die Zeit noch wenig los. Wenn ich in Hannover bin, esse ich fast immer dort.“
Sie nickte, war es doch in einem Restaurant einfacher, wenn er nach dem Essen bei ihrer Beichte sauer war, dann konnte sie ungestört gehen.
So verließen sie das kleine Hotel und gingen die paar Schritte zu dem italienischen Restaurant.
*
Nach dem Essen, das hervorragend gewesen war, erzählte sie ihm Leise ein wenig von ihren Hoteldates. Und dann, dass außer ihrem Vornamen nichts stimmte, was er über sie zu wissen glaubte. Der Scherz mit dem Barbetreiber Joe, den er falsch verstanden hatte und den sie nicht aufgeklärt hatte, weil sie es witzig fand und sowieso ziemlich knülle gewesen war und sich zuerst gar nicht daran erinnert hatte.
Sie saßen in einer Ecke des Restaurants und mit ihnen waren noch ein Pärchen und ein älterer Herr anwesend.
„Du …bist kein Call Girl? Du…bist eine Ärztin mit eigener Praxis hier in Hannover?“ fragte er ungläubig und starrte sie groß an, fast ehrfürchtig.
Dann begann er zu lachen. Und sein Lachen war ansteckend. Jede Pore des kleinen, leicht korpulenten Mannes schien zu lachen.
Angelique sah sich verstohlen um und konnte ebenfalls ein Grinsen kaum unterdrücken, nahm schnell einen Schluck vom Rotwein.
Er wischte sich ein paar Lachtränen ab, leerte sein Glas und schenkte ihnen wieder nach.
„Oh wie peinlich und ich habe dir 100 Euro hingelegt, hast du sehr darüber gelacht?“
„Nein, Aaron, ich habe mich geschämt. Du warst so…lieb zu mir, so…um mich bemüht. Ich habe dir erzählt, dass ich meine sonstigen Dates nach dem Sex immer sehr zügig verlassen habe. Bei dir hatte ich…seit langer Zeit mal wieder das Gefühl, wertgeschätzt zu werden. Obwohl du ja gedacht hast, ich sei ein Call Girl…Wie hast du das fertiggebracht?“ fragte sie ihn.
Er lächelte sie fast zärtlich an.
„Ich musste es doch glauben oder ich wollte es glauben, denn wenn du kein Call Girl gewesen wärst, hättest du mich doch nie begleitet…so dachte ich. Schau mich an, Angelique, ich bin ein <Schmock>.“
Sie schaute ihn irritiert an.
„Ein was?“
„Schmock, das ist jiddisch und heißt in etwa <Tölpel> übersetzt. Ich meine damit, ich sehe im besten Fall durchschnittlich aus, eine schöne Frau wie du würde mir eigentlich kaum einen zweiten Blick zuwenden. Als ich meine Haare noch hatte, war es vielleicht etwas besser, trotzdem hatte ich keine allzu schöne Kindheit, ich war klein und schmächtig…und jüdisch. Ein Vorort von Heidelberg, eher dörflich. Anfang der 80iger begann meine Schulzeit. Meine Familie lebte schon lange vor Ort, mein Vater gründete die Schusterwerkstatt, später kamen noch andere Lederwaren dazu, wir haben einen kleinen, schönen Laden auf den wir stolz sind, ich habe das Handwerk gelernt und werde die Fa. Einmal übernehmen.
Aber trotz, dass wir schon so lange dort lebten, waren wir irgendwie fremd. Anders. Man kaufte bei uns ein, aber keiner lud uns ein. Meine Eltern gingen in die Synagoge in Heidelberg, ich habe mich später dafür entschieden, ihren Glauben zwar zu respektieren, aber meinen eigenen Weg zu gehen. Ich bin also kein streng gläubiger Jude, meine Mutter ist tot und mein Vater akzeptiert, dass ich nicht in die Synagoge gehe. Ich könnte sogar eine Nicht Jüdin heiraten, er wäre zwar nicht begeistert, aber er würde mir nicht im Weg stehen. Aber welche Frau würde schon einen Schmock wie mich wollen? –
Du siehst also, Angelique, ich kenne mich mit Ausgrenzung oder Ablehnung aus. Warum sollte ich dann ein Call Girl als gering ansehen? Warum sollte ich sie nicht genauso zuvorkommend oder sogar zärtlich behandeln wie eine Frau mit einem anderen Beruf, falls diese sich in meine Arme verirren würde? – Es war ganz klar, du musstest ein Call Girl sein, denn dass ich soviel Glück hätte, eine so schöne Frau wie dich abschleppen zu können, das war unmöglich…“
Angelique hatte atemlos und leicht errötend zugehört. Dieser kleine Mann war erstaunlich…in mehrfacher Hinsicht. Sich an seine Talente in Liebesdingen erinnernd raunte leise:
„Aaron, du bist kein Schmock. Zumindest nicht, was Sex angeht. Da bist du ein Könner. Die Frauen, die dich ignorieren, sind dumm, wissen nicht was ihnen entgeht. –
Aaron, ich habe Zeit heute Abend, normalerweise hänge ich zuhause vor dem TV oder mit einem Buch auf dem Sofa ab und schlafe dann irgendwann ein.
Nach Hauses zu gehen habe ich aber heute so gar keine Lust…Ich bin zwar kein Call Girl, aber ich bin eine Schlampe, Aaron, ein Flittchen, vielleicht sogar ein wenig nymphoman…ich schlafe seit gut vier Jahren fast jeden Freitag mit einem anderen Mann, selten, dass ich den gleichen zwei Mal Date. Noch nie hatte ich in der Zeit den gleichen Mann zwei Nächte hintereinander, aber wenn du heute Nacht nicht allein sein möchtest…“
Sie machte eine bedeutungsvolle Pause und wartete gespannt.

Er lächelte sie warm an, nahm ihre Hand, winkte dem Kellner, wegen der Rechnung.
„Liebste Angelique, mir wäre es egal und wenn du Maria Magdalena wärst…und ich verspreche dir, die zweite Liebesnacht wird noch viel schöner, weil ich dich nun ein wenig kenne und wir nicht so beschwipst sind. Und ich bin durchaus froh, dass du kein Call Girl bist, da du sonst wahrscheinlich heute einen Kunden hättest, da ich mir dich nicht leisten könnte…und eine Schlampe bist du ganz und gar nicht, freizügig, leidenschaftlich, vielleicht ein wenig nymphoman…aber das stört mich alles nicht im Geringsten.“
Er zahlte und sie gingen zurück ins Hotel.

2.
Sebastian

Sebastian schlug mit dem Rohrstock unerbittlich ein Muster an Striemen in den weißen Hintern der Frau unter ihm.
Sie trug eine Augenbinde, einen Knebel, die Arme waren auf dem Rücken mit Lederfesseln fixiert, sie lehnte über einem Bock, Oberkörper nach unten, reckte ihm den Hintern wunderbar entgegen.
Sie trug einen Anal Plug und stöhnte leise, ab und an prüfte er mit zwei Fingern in ihrer Spalte ob sie feuchter wurde, ob sie bald bereit für seinen harten Schwanz war…
Er war noch nicht zufrieden und schlug weiter zu, inzwischen überzog schon ein ganzes Netz von Striemen den Hintern und sie zuckte und stöhnte stärker, ein paar kleine Schreie waren auch dabei…
Er kannte sie noch nicht lange, aber er wusste, viel mehr würde sie nicht aushalten und legte den Stock weg und fuhr zärtlich über die Striemen, über sein Kunstwerk…
Dann packte er sein bestes Stück aus, aber erstaunlicherweise war er plötzlich nicht mehr hart genug…
Ein wenig ärgerlich, wegen der Verzögerung, ging er um den Bock rum und zog recht sanft für seine Verhältnisse an dem langen, blonden Zopf seiner Spielpartnerin und drehte den Kopf in seine Richtung.
Ohne etwas zu sagen, schob er seine Eichel an ihre Lippen und sie begann sofort gierig daran zu lutschen und zu lecken.

Er schob ihr seinen Schwanz tiefer in den Mund, aber nicht so tief, dass sie würgen musste.
So fickte er sie sanft und dirigierte ein wenig mit dem Zopf in der Hand. Sie blies ihn geschickt, eifrig und gründlich, sie wollte, dass er hart wurde, wusste ja, dass er sie dann auch schön in ihre feuchte Grotte ficken würde, das war meistens der Abschluss der Session.
Aber so sehr sie sich auch bemühte, so sehr er auch noch mit seiner eigenen Hand nachhalf, sein Schaft wollte einfach nicht mehr steif werden.
Erschrocken dachte er, während sich die Frau unter ihm mit Blasen abmühte, stimmte es doch, was viele sagten, mit 50 lässt es langsam nach?
Der Gedanke schockierte ihn derart, dass er ganz schlaff wurde und wusste, dass würde heute nichts mehr…
Er entzog sich ihr, versorgte seinen Schwanz, der ihn so im Stich ließ und holte einen Vibrator von einer Kommode an der Seite.
Sie hatte ihre Sache gut gemacht, sie sollte nicht unbefriedigt nach Hause gehen, bloß, weil sein Freund heute Abend nicht wollte…
Während er die blonde Frau auf dem Bock mit dem Vibrator verwöhnte, dachte er über mögliche Ursachen nach. War er zu gestresst?
Er hatte vor kurzem den dritten Club eröffnet. Seinen Partner hatte er vor lange Zeit ausbezahlt, das >Crash< führte er noch selbst, aber die anderen beiden Clubs in Nachbarstädten führten zwei Angestellte und er kassierte. Das eine war ein reiner SM Club, das andere ein reiner Swinger Club.

Aber seine Geschäfte liefen gut, er hatte keine finanziellen Probleme. Seine Gesundheit war auch kein Thema, er hielt sich mit Jogging fit.
Was war dann der Auslöser? Es war ihm nun das dritte Mal in den letzten paar Wochen passiert, seit…seit er durch Zufall seine Ex Frau und Ex Sub in dem Dating Portal entdeckt hatte. Und seit seinen Gedanken sich dauernd um sie drehten.
Er hatte ein verfremdetes Bild im Profil gehabt, sie auch. Auf ihren Bildern zeigte sie viel, aber ihr Gesicht nur einmal, aber mit langen Haaren darüber. Aber sie hatte wohl nicht daran gedacht, dass man auf einem Bild ihren Oberarm sah, mit dem Tatoo…es war ein kleines Tatoo von einem Engel. Seine Angel…er hatte sie damals zu diesem Tattoo überredet. Der Engel, darunter stand: Angel, Sub von Sebastian, ganz klein. Man konnte es kaum lesen.
Aber er war sich sicher, dass sie es war…Wahrscheinlich hatte siegedacht, die langen Haare verdecken es oder sie hat nicht mehr daran gedacht. Oder überhaupt nicht damit gerechnet, dass er auf dem Portal sein könnte…
Der Rest war einfach gewesen.

Und so hatte >Dom_Hercules< >Ariadne< angeschrieben.
Er war geschickt vorgegangen und schließlich kam es zu dem Hoteldate vor ein paar Wochen. Er hatte das Spiel mit ihr genossen, es war herrlich gewesen. Wunderbar, ihren Körper zu spüren, mit ihr zu spielen, sie zu ficken, sie zu dominieren…ohne dass sie wusste, wer er war…
Er bereute fast, es ihr am Schluss mitgeteilt zu haben und die ganze Geschichte war auch nicht sehr fair gewesen, wie sie abgelaufen war, aber er wollte sich ein klein wenig rächen, dafür, dass sie ihn einfach so verlassen hatte und sich scheiden ließ damals…
Jahrelange hatte er versucht sie wiederzufinden, sie musste Heidelberg verlassen haben, die Uni gewechselt, war in der WG ausgezogen.
Sie hatte ihre Spuren gut verwischt…
Zwei Mal war er bei ihren Eltern gewesen, aber sie erzählten ihm nichts, behandelten ihn kühl. Und der Vater warnte ihn beim zweiten Besuch durch die Blume, dass er sie besser nicht mehr aufsuchen sollte, sonst könnte eine Belästigungsklage drohen.

Sarkastischer Weise hatte ja sein dummer Vorschlag sie weggetrieben, dass sie als bezahlte Sub arbeiten sollte, um ihre Kasse aufzupolieren. Damals war es schlecht gestanden, die Ausgaben überstiegen die Einnahmen…
Noch als die Scheidung im Gange war, hatte er plötzlich eine Erbschaft gemacht. Wäre diese nur ein paar Monate früher gekommen…sinnierte er manchmal grübelnd, dann wäre sie immer noch bei ihm…
Sie hatte Unterhalt abgelehnt, obwohl sie ja noch studierte, wahrscheinlich bekam sie Unterstützung von den Eltern.
Als er das zweite Mal bei ihren Eltern war, hatte er die Erbschaft erwähnt, in der Hoffnung, sie zurück zu gewinnen, aber er war sich nicht mal sicher, ob die Eltern diese Information weiter gaben….
Nach der Session verabschiedete er seine Sub, sie war ein wenig irritiert, normalerweise lud er sie noch auf ein Glas Wein und eine Nachbesprechung ein oder zum Essen, heute war er nur froh, sie los zu werden und behauptete, er habe eine Magenverstimmung, darum vermutlich auch die Erektionsprobleme und müsse sich entschuldigen. Sie küsste ihn flüchtig und ging zu ihrem Auto.
Er schloss die Tür und ging mit einem Bier aus der Küche in sein Wohnzimmer, schaltete den TV zu den Nachrichten ein.
Aber er konnte sich nicht konzentrieren, zappte ein wenig herum.
Dann suchte er auf dem Pornokanal ein Filmchen und sah ein wenig zu…
Schoss die Augen, packte seinen Freund aus, begann zu den Tönen aus dem TV an sich herumzuspielen…
Vor seinem geistigen Auge sah er seine Angel, seine Angelique…bedeckt mit Lebensmittel, bedeckt mit Wachsflecken…sie hatten so viel Spaß gehabt…Er sah sie unter sich, wie er sie gefickt hatte…
Und da wurde er hart und schließlich kam er, ziemlich heftig sogar mit ihrem Bild vor Augen und versaute seine Lederhose…aber das war ihm egal, denn sie war abwaschbar…

Nach einer Weile nahm er ein paar Taschentücher und beseitigte notdürftig die klebrigen spuren und zog die Hose aus, legte sie ins Bad zur Wäsche.
Halb ärgerlich halb amüsiert murmelte er:
„Unglaublich, meine geile, heiße Sub liegt unter mir, nachdem ich sie zwei Stunden gequält und stimuliert habe und mein Schwanz lässt mich im Stich. Aber wenn ich zu einem Pornofilm an meine Ex denke, steht er wie eine Eins und ich habe eine Monster Erektion…
Sie hat mich in der Dating App geblockt, das Hotel in dem wir uns trafen wird sie ab jetzt sicher meiden…
Ich weiß, dass sie in Hannover wohnt…viel mehr nicht. Ihren Mädchennamen <Bader> natürlich, den sie wahrscheinlich wieder angenommen hat, dass sie vermutlich Ärztin geworden ist…sie könnte auch in einem der Vororte von Hannover wohnen und arbeiten, es muss auch keine Klinik sein, vielleicht doch eine Praxis…die Suche im Heuhaufen, es gibt vermutlich hunderte Praxen…Und die Krankenhäuser werden mir auch nicht so ohne weiteres Auskunft geben…Sie ist nicht bei Sozial Media zumindest nicht unter ihren normalen Namen…
Es gibt keinen Telefonnummer Eintrag unter ihrem Namen…
Aber er wusste, er musste vorsichtig vorgehen, nicht, dass sie ihn noch wegen Stalking anzeigte…
„Wenn ich sie nur wieder in ein Hotelzimmer locken könnte, beim Sex abringen, dass sie mir mein Fehlverhalten von damals verzeiht…“
Er beschloss daran zu gehen, die Kliniken anzurufen, vielleicht bekam er ja doch Auskünfte und wenn das nichts brachte, die kleinen Praxen in und um Hannover auszukundschaften.
Er war entschlossen, er wollte sie zurückgewinnen…
Mit neuer Zuversicht setzte er sich an seinen PC und begann zu recherchieren.

3.
Angelique
Zwei Wochen später, Freitag, früher Abend….

Angelique machte sich sorgfältig zurecht, zog ein rotes Negligé an, rote Netzstrümpfe, rote Pumps.
Darüber ein rotes, teures Cocktailkleid mit einer weißen, durchgängigen Knopfleiste.
Vor einer Woche hatte sie eine Mail bekommen, besser gesagt es war eine Mail an die Praxisadresse gekommen, ihre Sprechstundenhilfe Manuela hatte sie ihr an ihre private Mail Adresse weitergeleitet und Angelique hatte nur dabei gedacht: ‚Was die sich dabei jetzt wohl denkt…‘
Sie war von Sebastian gewesen, er hatte sie ausfindig gemacht, zur Hölle, wie auch immer…
Es war eine kurze, durchaus höfliche Nachricht gewesen.
„Liebe alte Freundin Angel, wir haben uns lange nicht gesehen. Entblocke mich doch bitte in der App, damit wir uns unterhalten können, ansonsten würde ich nächste Woche, da ich da in Hannover bin, auf einen Kaffee vorbeikommen.
Lieben Gruß, Sebastian.“

Er hatte sie gefunden. Und er könnte sie vor ihren Angestellten oder sogar vor den Patienten und deren Eltern in peinliche Situationen bringen….
Sie hätte auch weiterhin mauern können, nichts tun, abwarten, sie hätte auch die Polizei einschalten können, was ihr Ronja geraten hatte nach einem Telefongespräch…
Sie dachte an das „Blind Hoteldate, an den Dom im Dunkeln…an den Abend der ihr eigentlich gut gefallen hatte, bis auf den dramatischen Schluss mit dem Umschlag, dem Ring, dem Zettel: Ich will dich zurück, Sub…
Glaubte er wirklich ein Abend voller Spaß und Spielchen und Sex würden dafür ausreichen?
Es war Zeit, den Stier mit den Hörnern zu packen, sie musste ihm klarmachen, dass es ein für alle Mal vorbei war und vielleicht würde sie ihm sogar reinen Wein einschenken, über die Zeit nach der Scheidung…über die Schwangerschaft…das kleine Mädchen…
Was sie ihm verschwiegen hatte.
Sie entblockte ihn wieder und einen Tag später schickte er ihr eine Einladung über die App.

Angelique sah sich noch einmal prüfend im Spiegel an, in ihrem Kopf war eine leise Stimme, warum sie sich eigentlich so schick machte…?
Die Stimme ignorierend, zog sie den leichten, eleganten schwarzen Mantel an und verließ das Haus. Stieg in das Taxi, welches sie gerufen hatte und ließ sich zu dem ziemlich noblen Hotel in der Innenstadt von Hannover bringen.
Sie betrat die Lobby, vor einem Jahr hatte sie hier schon einmal ein Hoteldate gehabt, sie ging zielstrebig zu den Fahrtstühlen und fuhr laut seinen Angaben in den vierten Stock.
Hier befanden sich die Suiten und sie dachte nur, dass es ihm finanziell wohl gut gehen musste, wen er sich so etwas leisten konnte…
Sie betrat die Suite 411, die Tür war nur angelehnt, so wie er es geschrieben hatte.
Diesmal bestand kein Grund dafür, dass er im Dunkeln sein Gesicht verbarg, es war auch etwas heller im Raum.
Nach einer höflichen Begrüßung mit Wangenküsschen, nahm er ihr den Mantel ab und bat sie zu Tisch.
Er hatte beim Zimmerservice ein paar Köstlichkeiten bestellt, von denen er wusste, dass sie diese mochte.
Sie meinte lächelnd:
„Heute das Sushi auf dem Teller und nicht auf meinem Bauch, Sebastian?“
Er lachte leise während er den Wein einschenkte.
„Keine direkte Wiederholung, das weißt du doch noch, Angel…“
„Niemand hat mich mehr so genannt, die letzten zwanzig Jahre, Sebastian.“
Er nickte und dann prosteten sie sich zu und aßen. Unterhielten sich über Belanglosigkeiten.
Im Hintergrund lief leise Musik, die Kerzen auf dem Tisch flackerten leicht, die Klimaanlage summte leise, es war eine angenehme Temperatur im Raum.
„Warum dieses Spiel letztes Mal, Sebastian? Nur um mich ins Bett zu bekommen? Hast du zu wenig Sex in deinem Leben? Und wie hast du mich in der Dating App überhaupt erkannt?“
Fragte sie ihn dann unvermittelt und beobachtete ihn genau.
Seine Haare waren nun kurz, das hatte sie ja schon bei dem „Blind Date“ gefühlt. Und die Schläfen waren angegraut. Er war noch athletischer geworden, sah aber müder aus, Ringe unter den grünen Augen, die nichts an ihrem hypnotischen Eindruck eingebüßt hatten.
Er war nun 50, sah aber immer noch blendend aus.
„Es fehlt mir nicht an Sex, ich habe sogar eine neue Spielpartnerin gerade, die vielleicht einmal meine feste Sub werden wird…oder vielleicht auch nicht, wenn ich dich zurück gewinnen könnte…Ich wollte dich nicht nur einfach ins Bett bekommen, Angelique.
Seit ich dich auf der Dating Website entdeckt habe, durch dein Tattoo, warst du mir wieder so gegenwärtig, als wären es nur Monate her gewesen und nicht Jahre, seit du mich verlassen hast…
Ich kann mich nur wiederholen, es tut mir alles furchtbar leid, was da gelaufen ist und ironischer Weise habe ich nur Wochen nachdem du die Scheidung eingereicht hast, geerbt und all meine Geldschwierigkeiten waren passé…
Haben dir deine Eltern das damals gesagt?“
„Natürlich, Sebastian. Aber was hätte das ändern sollen? Ich war geschieden, ich hatte mit dir abgeschlossen…“

Er war so schnell vor ihr, dass sie ihn ganz erschrocken ansah, zog sie vom Stuhl und umschlang sie, so dass sie sich kaum rühren konnte. Sie fühlte seine Stärke, seinen Atem an ihrer Schläfe, fühlte sich wie ein gefangenes Vögelchen…
Dann küsste er sie, so leidenschaftlich wie sie es in Erinnerung hatte und nach anfänglichem Widerstreben, reagierte zuerst ihr Körper und dann zog ihr Verstand nach und sie erwiderte den Kuss mit gleicher Leidenschaft.
Er knöpfte ihr das Kleid auf, zog es ihr aus und betrachtete bewundernd und schmunzelnd das rote, geile Outfit.
„Hast du das für mich angezogen, oder hast du heute noch ein anderes Hoteldate, Angel?“
Während er ihre Halsbeuge mit Küssen bedeckte und nach unten wanderte, stieß sie schnippisch hervor:
„Noch drei andere, alle paar Stunden, ich vögle die ganze Freitagnacht durch, das weißt du doch…“
„Lass mich dich lieben, Angel, ohne Spielchen, ohne den ganzen D/s Kram…Du sagst, was du gerne hast, denn vielleicht haben sich deine Vorlieben geändert…“
Er zog sie ins Schlafzimmer und sie ließ sich auf der Kante nieder und sah ihm zu, wie er sich auszog.
Dann stand er da und fragte sie lächelnd nach ihrem ersten Wunsch.
Sie lächelte ebenfalls, legte sich ganz aufs Bett, suchte eine bequeme Lage und öffnete einladend ihre Schenkel.
„Also gut, mein lieber Ex, dann bestelle ich als erstes Cunnilingus, falls du das nicht verlernt hast…“ dabei kicherte sie mutwillig und er kam lächelnd über sie.
‚Ich werde ihr so viele Orgasmen verpassen, dass sie mir in Ekstase alles verspricht…‘ dachte er vergnügt…
Aber dabei täuschte er sich.

*
Zwei Stunden später…
Sebastian hatte ihr wundervollen Sex beschert, ganz darauf bedacht, ihr das zu geben, was sie am liebsten hatte, leidenschaftlich und zärtlich im Wechsel und sie genoss es in vollen Zügen.
Eigentlich hatte Sebastian vorgehabt, ihr ein paar Versprechen abzutrotzen, aber irgendwie spürte er, dass es an diesem Abend nichts nützen würde, dass er sie dann vielleicht nur in die Flucht schlagen könnte.
Sie lagen sich leicht erschöpft gegenüber und er strich ihr eine Strähne ihres Haares aus der Stirn.
„War der Sex ohne die D/s Spielchen so in der Art, wie bei deinen Hoteldates?“ fragte er sanft.
Sie lächelte ihn an.
„So in der Art kann man sagen, ja…-
Sebastian, warum hast du mich damals heiraten wollen, du hast es mir nie gesagt…“ fragte sie ihn unvermittelt.
Er war nicht auf diese Frage vorbereitet und so schwieg er einen Moment.
Dann meinte er:
„Das ist 21 Jahre her, ich bin jetzt ein anderer Mensch, Angel. Damals…du warst mir so gut wie hörig als Sub, aber ich wollte die vollständige Kontrolle über dich. Dich auch als Ehemann jederzeit dominieren. Bis zu einem gewissen Punkt hat es ja auch funktioniert…dann hast du rebelliert. Zu Recht, mein Vorschlag war…egoistisch und unüberlegt. Kannst du mir das jemals verzeihen?“
Sie seufzte.
Dann richtete sie sich auf.
„Ich muss dir etwas beichten, Sebastian. Ich war auch nicht ganz fair zu dir, all die Jahre habe ich dir etwas verheimlicht…
Vielleicht sind wir dann quitt, es wird dich eventuell verletzen, so wie du mich verletzt hast damals.“
Sie schwieg, horchte auf ihr Inneres und er spürte, es fiel ihr schwer, lauschte fast atemlos, wartete…
„Drei Wochen nachdem ich die Scheidung damals eingereicht hatte, habe ich festgestellt, dass ich schwanger war…“
Sie sprach leise, fast monoton, ihr Blick war in weite Ferne gerichtet…in die Vergangenheit…

„Ich wusste, du würdest nicht so einfach loslassen und dich in die Scheidung fügen und würdest versuchen, mich zurück zu gewinnen. Entweder über meine Eltern oder meine Freundinnen. Oder du würdest in der Uni auftauchen oder sonst etwas Dummes tun.
So bin ich verschwunden…
Meine Eltern haben ein Ferienhaus im Elsass, das hatte ich dir gegenüber nie erwähnt, also konnte ich beruhigt sein, du würdest mir dahin nicht folgen können.
Ich setzte an der Uni ein Semester aus, bevor man etwas sehen konnte, sagte, meine Mutter sei krank, ich müsste sie pflegen. Dazu passend siedelte meine Mutter ebenfalls mit mir ins Ferienhaus, wenn man meinen Vater darauf ansprach, sagte er, wir wären beide auf Reisen.
Die Schwangerschaft verlief komplikationslos, ich brachte mein Kind dort mit Hilfe einer Hebamme zur Welt. Ein Mädchen…
Ich wollte keinen Unterhalt von dir, meine Eltern haben mich unterstützt. Und sie würden mich auch weiterhin unterstützen, meine Mutter würde das Kind nehmen, wenn ich in der Uni wäre…
Aber, es kam anders. Ich habe sie Ellen genannt, nach meiner Großmutter.
Ellen starb wenige Wochen nach der Geburt. Der Arzt sagte etwas von <plötzlichem Kindstod>, Arzte sagen das, wenn sie die Ursache nicht genau bestimmen können.
Eine Weile war ich wie erstarrt, wie tot. Ich wollte eigentlich nie so früh ein Kind und schon gar nicht als geschiedene Frau. Aber dann…sie war so süß, Sebastian…vielleicht hasst du mich jetzt, weil ich sie dir vorenthalten habe, vielleicht straft mich auch eine höhere Macht dafür, ich weiß es nicht. –
Wie auch immer, als ich wieder klar denken konnte, nach Wochen und das habe ich viel meinen Eltern zu verdanken und meinen beiden Freundinnen, bin ich soweit wie möglich weggezogen um alles zu vergessen. Nur die Eltern und die Freundinnen wussten natürlich, wohin.
Ich zog, nach Hannover und ging dort auf eine Uni und nahm mein Studium wieder auf und war entschlossen, Kinderärztin zu werden.
Das habe ich dann auch geschafft und als Praxisräume zu vermieten waren, als ich mein Dr. Diplom hatte, halfen wieder die Eltern und ich eröffnete eine Kinderarztpraxis.
Den Rest kennst du, da hast du mich dann doch nach all den Jahren aufgespürt.“
Sie wischte sich ein paar Tränen der Erinnerung an ihr totes Kind ab und wagte ihn wieder anzusehen.

Er war ein wenig bleich geworden und nahm ihre Hand, drückte sie leicht.
„Das tut mir alles sehr leid…für uns. Hätte es den Eklat nicht gegeben, du dich nicht scheiden lassen, wäre unser Kinde vielleicht auch gestorben, aber ich hätte für dich da sein können.“ Meinte er leise.
Sie nickte und sagte:
„Aber es ist nicht mehr zu ändern. Und darum gehe ich jetzt auch, Sebastian. Ich war schon zu lange hier, ich hätte…gar nicht mit dir schlafen sollen, aber ich wollte dir nicht gleich alles beim Essen sagen und dann…habe ich mich mal wieder von dir verführen lassen, wobei ich es sehr genossen habe. –
Es gibt noch etwas was ich dir sagen muss, Sebastian, aber zuerst gehe ich duschen und ziehe mich an. Ich muss kurz mit meinen Gedanken allein sein.“
Sebastian hing trüben Gedanken nach und nach 20 Minuten kam sie fertig angezogen zurück. Sie zog ihre Schuhe an und setzte sich nochmal aufs Bett zu ihm.
„Ich habe jemand kennengelernt, Sebastian. Einen anständigen, lieben Kerl.“
„Bei deinen Hoteldates? Anständig, lieb und…langweilig?“ meinte er leicht spöttisch.
„Durchaus nicht. Wie es der Zufall will, haben er und sein Vater eine kleine Firma in Heidelberg. Er…hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, dort vielleicht eine Praxis zu eröffnen, in der Heimat…mein Vater ist ja leider tot aber meine Mutter ist ja auch dort im Pflegeheim, dann könnte ich sie wieder öfter besuchen. Ich werde, wenn ich mich dazu entschließe, natürlich erst mal meine eigene Wohnung behalten, vielleicht haben die Praxisräume ja auch wieder darüber eine Wohnung, die frei ist. Ich möchte nur, dass du das weißt, aber auf Abstand bleibst. Du…hast eine neue Sub, kümmere dich um sie, lass mich gehen, Sebastian. Ich kann es nie wieder sein, ich bin raus aus der Szene, seit 20 Jahren.
Und mein neuer…Freund ist zwar ein außergewöhnlich toleranter Mann, aber…
Versprich mir bitte, lass uns in Frieden, Stalke uns nicht, ja? Wenn ich dir jemals etwas bedeutet habe…“

Sie sah ihn durchdringend an.
„Und…wenn es nicht klappt mit deinem neuen Wunderknaben? –
Ich mache dir einen Vorschlag, Angel. Wir bleiben auf der Dating App in Kontakt, du schreibst mir alles, wenn du umgezogen bist und wie es bei euch läuft. Wenn alles ok ist zwischen euch, werde ich euch nicht belästigen. Wenn aber nicht…und ich finde das heraus, wenn es so ist, meine liebe Ex, dann will ich es als erster erfahren, Deal?“
Er hatte sich ebenfalls aufgerichtet und streckte ihr die Hand hin.
Sie nahm sie und er zog sie ein letztes Mal an sich und küsste sie fordernd.
Dann schob er sie ein wenig weg, ließ sich zurück in die Kissen fallen und murmelte:
„Lebe wohl, Angel. Und sag ihm einen Gruß unbekannterweise, er soll dich ja glücklich machen, sonst…“
Sie stand schnell auf, nahm Mantel und Handtasche, sah noch einmal zurück und sagte leise: „Lebe wohl, Sebastian.“

Dann verließ sie die Suite, verließ das Hotel, verließ sein Leben.
Die Stadt erwachte gerade, es wurde heller, als ihr Smartphone vibrierte.
Sie schaute auf das Display und öffnete den Messenger.
Lächelnd öffnete sie eine Nachricht von Aaron.
<Hallo Cherie, ich weiß es ist früh, aber ich habe geeignete Praxisräume für dich gefunden, eine Wohnung gehört auch dazu. Ich will dich nicht bedrängen, du hast noch nicht <Ja> zum Umzug gesagt, aber ich möchte es dir gleich mitteilen, ich kenne den Arzt, der in Ruhestand geht und noch hat er die Räumlichkeiten nicht inseriert…Er wartet mir zuliebe ein paar Tage. Schreib einfach <Ja> zurück, wenn ich in Vorverhandlung mit ihm gehen soll, ok? Ach und ich komme am kommenden Freitag nach Hannover, dringende Geschäfte mit einem Zulieferer…sag alle deine Dates ab, Cherie! Ich steige im üblichen Hotel ab. Zwei Nächte für uns, wenn du magst…Die Ankunft Zeit schreibe ich dir noch. Kusssmiley.>
Angelique lächelte und überlegte kurz.
Aber was gab es da noch zu überlegen? Es zog sie mit aller Macht in die Heimat. Und zu ihm…

Sie tippte >Ja, du verrückter Schmock! Kusssmiley<.
Dann ging sie beschwingt zu dem Taxistand nicht weit vom Hotel, stieg ein und fuhr in ihre Wohnung. Und freute sich auf ein Hoteldate am kommenden Freitag mit ihrem neuen Freund.

E N D E
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