Mehr brandheiße Inhalte
zur Gruppe
Echte Bi Frau im Joy
801 Mitglieder
zur Gruppe
Singles Berlin
2654 Mitglieder
Dating-Tipps
Das Thema ist für dich interessant? Jetzt JOYclub entdecken

Warum es heute so schwer ist, einander wirklich zu begegnen

*******acht Frau
55 Beiträge
Themenersteller 
Warum es heute so schwer ist, einander wirklich zu begegnen
Warum es heute so schwer ist, einander wirklich zu begegnen?

Wir leben in einer Zeit, in der Kontakte jederzeit möglich sind.
Ein Klick, eine Nachricht, ein Match.
Und trotzdem haben viele das Gefühl, dass echte Begegnung seltener wird.

Nicht nur Partnerschaft.
Schon echtes Interesse am Menschen.
Man schreibt miteinander.
Es ist angenehm. Vielleicht sogar spannend.
Und dann taucht etwas auf, das irritiert. Ein Satz. Eine Haltung. Ein Tempo, das nicht ganz passt.

Früher hätte man nachgefragt.
Heute bricht man oft einfach ab.
Nicht aus Bosheit.
Sondern weil es leicht ist.

Die Auswahl ist groß. Der nächste Kontakt wartet schon.
Und so verlernen wir etwas ganz Wesentliches, dass Aushalten von Unterschiedlichkeit.

Viele von uns wollen gesehen werden.
Aber gesehen werden heißt auch, nicht perfekt zu sein.
Nicht immer glatt. Nicht immer deckungsgleich.

Online bietet die Möglichkeit, Nähe zu simulieren, ohne sich ihr wirklich auszusetzen.
Solange alles leicht ist, bleibt man.
Sobald es innerlich kurz unbequem wird, geht man.

Das ist kein Vorwurf.
Es ist eine Folge unserer Strukturen.
Vielleicht liegt das Problem also nicht darin, dass Menschen beziehungsunfähig geworden sind.
Sondern darin, dass wir kaum noch üben, Kontakt zu halten, wenn er nicht sofort reibungslos ist.

Begegnung beginnt nicht dort, wo alles passt.
Sondern dort, wo man kurz bleibt, obwohl etwas stört, und fragt, statt zu verschwinden.
Vielleicht ist genau das heute ungewöhnlich geworden.
Und genau deshalb fühlt sich echtes Interesse so selten an.

Wie erlebt ihr das selbst?
*******001 Mann
940 Beiträge
Zitat von *******acht:
Früher hätte man nachgefragt.
Heute bricht man oft einfach ab.
Nicht aus Bosheit.
Sondern weil es leicht ist.

Die Auswahl ist groß. Der nächste Kontakt wartet schon.
Und so verlernen wir etwas ganz Wesentliches, dass Aushalten von Unterschiedlichkeit.

ich glaube das trifft es schon sehr gut.
Auch die Kompromissbereitschaft oder das Risiko was zu riskieren ist geringer geworden.
*****y90 Mann
904 Beiträge
Ich für meinen Teil habe festgestellt das ich aufgrund meiner Erfahrungen mit meinem sozialen Umfeld und ehemaligen Partnern herausgefunden habe, wie ich behandelt werden möchte und wie nicht. Das hat zur Folge das ich eher nach einer Nische suche die dann aber gut zu mir passt. Getreu „Gleich und Gleich gesellt sich gern“. Ich bin generell offen eingestellt was neue Kontakte anbelangt, allerdings ist das nicht nur von mir alleine abhängig wie es harmoniert. Das beginnt schon bei dabei wenn ich hier im Joy neue Leute anschreibe mit der ganz einfachen Frage ob denn momentan überhaupt gesucht wird und ob Interesse an einem Austausch besteht. Wenn da keine Antwort kommt ist das für mich kein Beinbruch, keine Antwort ist auch eine Antwort. Ich hab mich dran gewöhnt das im Social Media das Kennenlernen einfach anders ist als ich mir das vorstelle. Gibt schlimmeres. 🙃

Nachtrag.. wenn meine erste Nachricht unbeantwortet bleibt, ich aber nochmal nachfrage, wird das vermutlich gar nichts dran verändern. Deswegen hake ich da auch nicht mehr nach. Bin ja hier nicht im Kindergarten. 🙂
Das ist irgendwie der Zeitgeist.

Ich glaube, das Problem ist weniger mangelnder Wille als mangelnde Übung.
Viele Menschen sind nicht beziehungsunfähig, sondern ungeübt darin, bei Unstimmigkeit oder nicht 100% Passung im Kontakt zu bleiben oder zu treten.
*****adh Mann
32 Beiträge
Da bin ich so ziemlich einer Meinung mit dir.

Die ganzen neuartigen Formen der Kommunikation lassen mittlerweile so allerlei Nebeneffekte erkennen:

• durch die ständige Verfügbarkeit und Erreichbarkeit von so vielen Menschen, wird viel mehr und ohne Hintergedanken selektiert. Wenn ich nicht das kriege was ich will, scroll ich einfach endlos auf der Suche nach dem perfekten Match für was auch immer. Dabei geht natürlich aber die Fähigkeit flöten, sich mit den Mitmenschen und anderen Meinungen zu arrangieren / auseinanderzusetzen, seine Bedürfnisse mitteilen zu können und hilfreiche Kompromisse zu schließen.

• die Anonymität bzw. der räumliche Abstand bringt mit sich, dass non-verbale Kommunikation wegfällt, wodurch sich viele Menschen plötzlich trauen Sachen zu sagen, die in Person zu einer Auseinandersetzung führen würden (häufig auch berechtigterweise). Hinter dem Computer ist es natürlich viel sicherer - aber so verfällt auch ganz allgemein die kommunikative Fähigkeit, Empathie, etc. wenn einem nicht länger vor Augen ist, was Worte und Taten bewirken können.

Dem wird auch nicht geholfen, wenn Menschen in Vorbildfunktionen (im weitesten Sinne des Wortes) genau diesen Mangel an zwischenmenschlicher Verständigung offen vorleben.

Mir kommt es auch so vor wie dir, dass echtes Interesse immer rarer erscheint. Von daher zieht es mich viel mehr in Richtung von Unterhaltungen im echten Leben. Oder wenn ich schon im Social-Media Gedöns partizipiere, dann auf eine Art und Weise wie ich es auch Real zu tun pflege. Von allem Anderen halte ich mich fern.

Letztendlich hab ich natürlich nur Einfluss auf mein eigenes Verhalten und lege Wert darauf, es in dieser Hinsicht besser zu gestalten. Was darauf folgt wird das Leben zeigen, aber so bin ich „im Reinen“ mit mir selbst - und vermutlich ist die Chance auch größer dadurch Gleichgesinnte anzuziehen
*****r69 Mann
13 Beiträge
Meine Hochachtung , tolles Thema , Gesellschaft kritisch betrachtet / beobachtet . Selbst genug erfahren die Beobachtung . Viele werden im Arbeitsleben beurteilt und nehmen das auch mit in das Privatleben . Ausserdem ist ja die Masse Möglichkeiten im Internet vorhanden . Und bei jeder neuen Anmeldung , verspricht man DIR gleich XXX Personen die deinen Suchschema entsprechen . Warum also lange Kompromisse machen . Ansonsten unabhängig , frei und da paßt was nicht ,!
Lieber zu Hause , hinter Pseudonymen verstecken und sehnsuchts voll suchen .
Ich suche auch , habe leider nur Körbe bekommen . Aber interessante Frauen getroffen und daran zerbricht man nicht .
****769 Frau
2.993 Beiträge
Sieht man ja am Nachbarthread. 😆 Da wird sich nicht zeitnah gemeldet- zack weg damit.
Meine Güte, in den 90ern hatten wir auch manchmal tagelang keinen Kontakt zwischendurch und waren trotzdem zusammen.
Ging alles. Heute wird nur auf's Handy gestarrt und Frust geschoben.
*******acht Frau
55 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******s72:
Das ist irgendwie der Zeitgeist.

Ich glaube, das Problem ist weniger mangelnder Wille als mangelnde Übung.
Viele Menschen sind nicht beziehungsunfähig, sondern ungeübt darin, bei Unstimmigkeit oder nicht 100% Passung im Kontakt zu bleiben oder zu treten.
ich denke die Menschen sind nicht mehr fähig mit Konflikten umzugehen bzw auf andere Menschen einzugehen oder Verständnis zu fühlen.
*********7nrw Mann
860 Beiträge
Die Vorgaben bzw. Ansprüche in Dates oder Profil sind auch oft so hoch das man gleich beim lesen raus ist 😕

Normalos sind wohl out und haben wenig Chancen für Treff.

Und wenn’s vom Profil und ✍️ passt ist es oft zu weit weg für treffen.
Zitat von ****769:
Sieht man ja am Nachbarthread. 😆 Da wird sich nicht zeitnah gemeldet- zack weg damit.
Meine Güte, in den 90ern hatten wir auch manchmal tagelang keinen Kontakt zwischendurch und waren trotzdem zusammen.
Ging alles. Heute wird nur auf's Handy gestarrt und Frust geschoben.


Das ist aber ein unguter Vergleich. Da ging es um bewusste Verzögerung, um sich interessant zu machen und die Höflichkeit zumindest Bescheid zu sagen, wenn man keine Zeit hat. Das bringt der Zeitgeist eben auch mit sich, dass sich Verhaltsregeln ändern.
****ois Frau
499 Beiträge
Dein Eingangstext ist sehr gut geschrieben, @*******acht , und ich möchte so ziemlich allem darin zustimmen: wir haben die Möglichkeit durch das Internet aus einem schier unendlichen Angebot zu wählen.

Einen Aspekt würde ich gern noch hinzufügen: wir haben einfach unsere Erfahrungen gemacht. Früher haben wir uns andere Menschen genauer angeschaut und mehrmals getroffen.
Heute spare ich mir die Zeit: ich weiss besser was eben nicht geht, erkenne das schneller und weiss dass das auch nicht besser wird mit weiteren Treffen.

Ich kauf auch keine Schuhe mehr " die geben noch nach" - nein, das tun sie nicht.
*****978 Frau
2.590 Beiträge
Mir selbst geht es so, je älter ich werde ... ich bin kompromissloser und wenn mein Gegenüber sich merkwürdig ausdrückt oder sich merkwürdig benimmt, höre ich mittlerweile sofort auf mein Bauchgefühl.

Wir können ja sagen, dass es vor 30 Jahren alles anders war, aber heute ist es das auch - anders halt.
Ich bin aber halt auch 30 Jahre älter - anders halt.

Allerdings schüttle ich heute auch vermehrt den Kopf über die Art der Kommunikation, die mir zu Teilen entgegengebracht wird.

Doch diese Art von Selektion mochte ich früher bereits und heute noch viel mehr - manchmal fühlt es sich an, als würde sich der Müll selbst rausbringen.
Zitat von *********7nrw:
Die Vorgaben bzw. Ansprüche in Dates oder Profil sind auch oft so hoch das man gleich beim lesen raus ist 😕

Normalos sind wohl out und haben wenig Chancen für Treff.

Und wenn’s vom Profil und ✍️ passt ist es oft zu weit weg für treffen.

Das war früher auch nicht anders. Wer auf eine Chiffre-Anzeige in der Zeitung antwortete, wurde ebenfalls aussortiert, wenn das Foto oder der Text nicht passten. Heute geht's nur schneller und es gibt wahrscheinlich mehr Absagen weil auch wahlloser angeschrieben wird.

Mir fällt es eher in Punkto Verbindlichkeit auf. Viele möchten ihre Verbindung nicht labeln, damit man schnell wieder aus der Nummer raus ist, wenn etwas nicht passt. Dann nennt man es F+ oder Situationship und ist fein raus.
*******de_x Mann
2.863 Beiträge
Jetzt melde ich mich doch zu Wort…als ältester Sack „im Stall“ und zudem als Mensch in einer inzwischen 39 Jahre zählenden Beziehung.

Sorry, aber entweder ihr verallgemeinert,theoretisiert und fabuliert über alle anderen, außer über euch, oder ihr seid selbst auf einen Zug aufgesprungen, der euch augenscheinlich in die falsche Richtung fährt und euch garnicht gefällt.

Wenn letzteres zutrifft, steigt aus dem Zug wieder aus und macht es so, wie es ohne Internet, Smartphone und Social Media doch Jahrhunderte funktioniert hat.

Klar, ich nutze auch diese Plattform, mein Smartphone (ohne WhatsApp, Instagram, Facebook) und das Internet.
Und ja, auch ich „wische“ gelegentlich mal drüber, wenn ich einfach mal so durch den Joyclub schlendere.
Aber deshalb muss ich nicht das von euch beschriebene Verhalten an den Tag legen.

Es liegt an jeder/jedem selbst, was man „daraus“ macht…
*******de_x Mann
2.863 Beiträge
Zitat von *******s72:
Zitat von *********7nrw:
Die Vorgaben bzw. Ansprüche in Dates oder Profil sind auch oft so hoch das man gleich beim lesen raus ist 😕

Normalos sind wohl out und haben wenig Chancen für Treff.

Und wenn’s vom Profil und ✍️ passt ist es oft zu weit weg für treffen.

Das war früher auch nicht anders. Wer auf eine Chiffre-Anzeige in der Zeitung antwortete, wurde ebenfalls aussortiert, wenn das Foto oder der Text nicht passten. Heute geht's nur schneller und es gibt wahrscheinlich mehr Absagen weil auch wahlloser angeschrieben wird.

Mir fällt es eher in Punkto Verbindlichkeit auf. Viele möchten ihre Verbindung nicht labeln, damit man schnell wieder aus der Nummer raus ist, wenn etwas nicht passt. Dann nennt man es F+ oder Situationship und ist fein raus.

Zur Verbindlichkeit muss ich dir zustimmen 👍
Aber das ist eine „ehrlose“ Entwicklung, die auf Erziehung, oder eben keiner Erziehung, fußt.
Warum sich das in dieser Art entwickelt hat, ist mir allerdings ein Rätsel, denn es ist definitiv nicht abhängig vom Alter!
Das merkt man inzwischen leider bei nahezu allen Generationen, ab der, zu der ich mich zähle.
****ot2 Mann
12.459 Beiträge
Zitat von *******s72:

Mir fällt es eher in Punkto Verbindlichkeit auf. Viele möchten ihre Verbindung nicht labeln, damit man schnell wieder aus der Nummer raus ist, wenn etwas nicht passt. Dann nennt man es F+ oder Situationship und ist fein raus.

Labeln hilft gegen Kurzlebigkeit von Beziehungen auch nicht weiter...
*******001 Mann
940 Beiträge
Zitat von ****ot2:
Labeln hilft gegen Kurzlebigkeit von Beziehungen auch nicht weiter...
Grundsätzlich nicht, aber wenn ich aus diesem Grund schon so in eine Beziehung rein geh, ist es schon klar in welche Richtung das läuft.
@****ot2 es geht mir dabei eher um den Vorsatz, mit dem ich eine Verbindung eingehe.

Mir geht es nicht um eine Garantie für Dauer, sondern um die Haltung. Begriffe wie „Situationship“ oder „F+“ stehen für mich für geringe Verbindlichkeit und einen schnellen Ausstieg. Wenn ich mich emotional einlasse, ist mir wichtig, dass das als etwas Wertiges benannt wird, nicht wegen der Länge, sondern wegen der Ernsthaftigkeit im Jetzt
*******acht Frau
55 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******de_x:
Jetzt melde ich mich doch zu Wort…als ältester Sack „im Stall“ und zudem als Mensch in einer inzwischen 39 Jahre zählenden Beziehung.

Sorry, aber entweder ihr verallgemeinert,theoretisiert und fabuliert über alle anderen, außer über euch, oder ihr seid selbst auf einen Zug aufgesprungen, der euch augenscheinlich in die falsche Richtung fährt und euch garnicht gefällt.

Wenn letzteres zutrifft, steigt aus dem Zug wieder aus und macht es so, wie es ohne Internet, Smartphone und Social Media doch Jahrhunderte funktioniert hat.

Klar, ich nutze auch diese Plattform, mein Smartphone (ohne WhatsApp, Instagram, Facebook) und das Internet.
Und ja, auch ich „wische“ gelegentlich mal drüber, wenn ich einfach mal so durch den Joyclub schlendere.
Aber deshalb muss ich nicht das von euch beschriebene Verhalten an den Tag legen.

Es liegt an jeder/jedem selbst, was man „daraus“ macht…
Ich glaube dass jemand der bereits 39 Jahre in einer festen Beziehung ist eher weniger verstehen kann wie das als Single ist jemanden zu finden.
Und ich glaube auch nicht dass man das pauschalisiert sondern für sich schon abwägt weil man ist ja nicht unreflektiert oder erst 15.
*******us78 Mann
1.124 Beiträge
Ich für meinen Teil kann das von der lieben Themenerstellerin beschriebene Verhalten auch bestätigen (ohne zu verallgemeinern!) und finde es auch sehr traurig.

Insbesondere der Teil “wenn ein klitzekleiner Stein im Weg liegt gehe ich lieber woanders lang” gibt mir zu denken. Leider ist es heute ja schon fast normal bei kleinen Unwegsamkeiten einfach “umzudrehen” und im schlimmsten Fall zu ghosten.

Ich finde das traurig weil ich finde das man an eben solchen Unwegsamkeiten ja gemeinsam wächst wenn man sie meistert. Und wenn man es nie ausprobiert sie zu meistern wird man nie erfahren wo der gemeinsame Weg hätte hingehen können. Und das ist doch mehr als Schade!

Ich für meinen Teil finde man muss manchmal auch außerhalb der Komfortzone schauen und sich Mühe geben wenn man jemanden mag oder interessant findet. Am Ende kann es sich nur lohnen - entweder man gewinnt neue Erkenntnisse, bestätigt alte oder lernt etwas Neues, wunderbares. Aber wenn ich es nie probiere lerne ich nichts…

Ich plädiere für mehr Mut und Ehrlichkeit und für das “dranbleiben” wenn man jemanden spannend findet. Wer das verborgene nicht erforscht wird nie Entdeckungen machen…
****ate Mann
14 Beiträge
fIch glaube Gedulgdist eine Tugend nicht nur im Umgang miteinander sondern auch beim Sex. Man muss die gemeinsame Zeit und den gemeinsamen Rhythmus finden. Das ist schwer aber ich glaube wenn es gelingt ist das Ergebnis perfekt.
Was mich persönlich stört, ist die nicht so seltene Unaufrichtigkeit, weshalb jemand z. B. hier angemeldet ist. Deshalb mache ich auch kein Onlinedating mehr. Festgefahrener Alltag, zu viel Stress, uneingestandene Beziehungsprobleme etc. - Dann schnell einen Kick mittels Bildchengucken holen und weiter gehts. Das habe ich so oft erlebt, dass ich einfach die Nase voll hatte. Wenn der attraktive Herr A aus der Großstadt XY über eine Sexplattform nach einer Freizeitpartnerin sucht, winke ich schon ab.

Den jetzigen Autorinnenaccount nutze ich nicht nur für die Veröffentlichung meiner Texte, sondern auch fürs Kontakteknüpfen mit Kunstschaffenden. Das klappt wunderbar und ist entspannt.
*******de_x Mann
2.863 Beiträge
Zitat von *******acht:
Zitat von *******de_x:
Jetzt melde ich mich doch zu Wort…als ältester Sack „im Stall“ und zudem als Mensch in einer inzwischen 39 Jahre zählenden Beziehung.

Sorry, aber entweder ihr verallgemeinert,theoretisiert und fabuliert über alle anderen, außer über euch, oder ihr seid selbst auf einen Zug aufgesprungen, der euch augenscheinlich in die falsche Richtung fährt und euch garnicht gefällt.

Wenn letzteres zutrifft, steigt aus dem Zug wieder aus und macht es so, wie es ohne Internet, Smartphone und Social Media doch Jahrhunderte funktioniert hat.

Klar, ich nutze auch diese Plattform, mein Smartphone (ohne WhatsApp, Instagram, Facebook) und das Internet.
Und ja, auch ich „wische“ gelegentlich mal drüber, wenn ich einfach mal so durch den Joyclub schlendere.
Aber deshalb muss ich nicht das von euch beschriebene Verhalten an den Tag legen.

Es liegt an jeder/jedem selbst, was man „daraus“ macht…
Ich glaube dass jemand der bereits 39 Jahre in einer festen Beziehung ist eher weniger verstehen kann wie das als Single ist jemanden zu finden.
Und ich glaube auch nicht dass man das pauschalisiert sondern für sich schon abwägt weil man ist ja nicht unreflektiert oder erst 15.

Das könnte man so sehen und ich kann deine Schlussfolgerung nachvollziehen. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte, die mich zu meinem Beitrag veranlasst hat.

Meine Frau hat für mich (!) die Beziehung geöffnet. „Wenn schon unser Sex, angesichts meiner Erkrankung, ziemlich eingeschränkt ist, warum soll ich nicht wenigstens dir unbeschwerten Sex ermöglichen?“ - das waren ihre Worte und erst danach bin ich -eher zufällig- hier gelandet…oder gestrandet *nachdenk*

Das heißt, dass ich nach 35 Jahren monogamer Beziehung, im Prinzip „von vorne“ angefangen habe, denn ich habe relativ schnell gemerkt, dass ich bei VAs oder ONS-Dates, nicht erleben konnte, was mir gefallen hätte.
Wenngleich meine Frau ursprünglich davon ausging, dass ich abends mal verschwinde und mir in einem Bordell oder Club „schnelle Erleichterung“ verschaffe, so hat sie relativ schnell in unseren Gesprächen verstanden, dass ich nicht der Typ dafür bin, sondern in irgendeiner Weise, mit der Person, mit der ich intim werde, auch ein Mindestmaß an emotionaler Verbindung brauche.
Und damit, bin ich gewissermaßen näher an Singles, auf der Suche nach Nähe, Dauerhaftigkeit und Verbindlichkeit, als es auf den ersten Blick zu erkennen ist.
*******acht Frau
55 Beiträge
Themenersteller 
Dann kannst du das ja ein Stück weit schon nachvollziehen und vielleicht auch beobachten dass es gerade beim Online-Dating oft eigentlich nur an der Oberfläche kratzt.
Es gibt aus meiner Sicht wenig Menschen die es noch schaffen wirklich hinter die Fassade zu schauen sondern lieber schnell weiter klicken um was besseres zu finden. Ghosting ist etwas was ihr hier wahrscheinlich jeden Tag jemand erlebt und das ist doch eine sehr traurige Entwicklung.
*******uld Mann
2.980 Beiträge
Ich sehe den Titel des Threads - auch als Frage - kritisch.
Dieses "Warum es heute so schwer ist, einander wirklich zu begegnen" erweckt den Eindruck, dass es fast nicht anders geht. Das ist aber nicht so.

Es kommt immer noch darauf an, wem wir wie begegnen.
Wenn andere Menschen sich da oberflächlich verhalten, dann habe ich die Möglichkeit, dies auf das nicht zu ändernde Minimum zu beschränken. Aber bei neuen Kontakten strebe ich nicht an, dass es lange nur oberflächlich läuft. Dann verzichte ich eher.

Wer mir nicht wirklich begegnen will, der muss es nicht, wenn es nicht andere Umstände - wie rein sachliche (Arbeits-) Kontakte - erfordern.

Je mehr wir dieses oberflächliche Miteinander selbst mitmachen, desto mehr sorgen wir dafür, dass andere Menschen es dann auch vorfinden. Desto schwieriger wird es dann wirklich, Menschen mit u.a. mehr Tiefgang zu finden.
Tausch dich mit der Community zu heißen Themen aus oder starte selbst eine Diskussion.
Jetzt kostenlos anmelden