Mit einer Freundin wollten wir andere Paare treffen. Sie hat gerne Sex, bläst und schluckt gerne, genießt vaginalen und manchmal auch analen Sex und lässt sich sehr gerne lecken. Titten, Schamlippen und Kitzler durften schon immer hart bearbeitet werden, früher war auch Fisting gerne gesehen, im Lauf der Jahre ist sie aber enger geworden.
Leider hat sie HSP (hereditäre spastische Paraglie) Typ 4, ein erblicher Gendefekt, der die neurologische Steuerung der Beinmotorik beeinträchtigt. Und zwar kontinuierlich fortschreitend. Es gibt keine Heilung und auch keine Therapie, das Fortschreitend aufzuhalten. Es wird lediglich versucht, die Symptome für den Betroffenen erträglicher zu machen.
Als wir uns kennenlernen, hatte sie einen kleinen Gehfehler. Doch mittlerweile kann sie keine 5 Meter ohne Gehstütze gehen, weil sie sonst das Gleichgewicht verlieren würde und sich keinesfalls rechtzeitig ausbalancieren könnte. Gleichzeitig kann sie kaum noch die Füße anheben, was zu einem Schlurfen führt und bereits Teppichkanten gefährlich macht. Braucht keine Medikamente, dafür kommt langsam Harn-Inkontinenz um die Ecke. Die Vorwarnzeit bis sie auf der Toilette sitzen muss, ist ziemlich kurz geworden.
Sie hat vor einer Weile beschlossen, dass sie nicht mehr in Clubs gehen möchte, was ich total verstehe. Bereits viel früher dachten manche Leute, der unsichere Gang würde auf Volltrunkenheit beruhen.
Bei privaten Treffen zu viert konnte das alles erklärt werden, allerdings hat sich in der Regel hinterher jeder Mann beschwert, dass sie viel zu passiv gewesen sei. Klar, sie konnte eben schon damals nicht flink die Stellungen wechseln und ohne stützende Beinarbeit kann man auch schlecht oben sein.
Verständlich, dass sie auch darauf keine Lust mehr hatte und so haben wir das Vorhaben insgesamt eingestellt.
Seit einiger Zeit hat sie einen GdB von 50% mit Merkzeichen G, arbeitet allerdings noch 30 Stunden pro Woche. Ganz neu wurde der Erststrahl auf Pflegestufe mit Pflegestufe 2 beschieden. Ein Antrag auf Erhöhung des GdB mit Merkzeichen aG wurde gestellt.
Ihr Sohn hat in viel jüngeren Jahren und zeitlich deutlich vor ihr die ersten Beeinträchtigungen bekommen, sitzt seit Jahren im elektrischen Rollstuhl, hat zeitweise stundenlange schmerzhafte Muskelkrämpfe in den Beinen, bekommt dauerhaft wöchentlich Schmerzmittelinfusionen und Cannabis sowie 4 weitere Mittel als dauerhafte Medikation. Er trägt mittlerweile Windelhosen. Er hat einen GdB von 100% mit Merkzeichen aG, geht 3 Tage die Woche in eine Behindertenwerkstatt und bekommt ansonsten Erwerbsminderungsrente. Auch er hat bislang nur Pflegestufe 2, ein Antrag auf Neubewertung wird demnächst erteilt.
Ich glaube nicht, dass er jemals normalen Sex mit einer Frau hatte (und haben wird).
Recht spät kam die Idee, dass es etwas erbliches sein könnte. Der anfängliche Gehfehler wurde nämlich vom Orthopäden jahrelang zunächst auf eine Schwächung des Mittelfußgewölbe zurückgeführt. Es wurde dann ein Neurologe konsultiert, der sich durch Zufall als ein lokaler Fachmann zu HSP herausstellte.
Als die Genuntersuchung es bestätigte, hat sie es ihren beiden Töchtern mitgeteilt. Beide waren kurz vor dem Schritt zu heiraten und haben sich davon nicht abhalten lassen. Eine hat zwei Jungs bekommen. Der ältere wurde positiv getestet, weitere Ergebnisse sind nicht bekannt. Das Verhältnis ist nicht gut.
Insgesamt ganz tragisch.