Es war schon immer so, dass meine Freundschaften von absolutem "für einander da sein" geprägt waren.
Wann immer Freunde z.B. Hilfe brauch(t)en - waren/sind wir für einander da und tun für einander alles, was einem selbst möglich ist. In praktischen Dingen war ich schon immer eine sehr geschätzte Verstärkung.
In einer Hinsicht war ich jedoch regelmäßig mehr in der nehmenden als in der gebenden Position: dem Leisten von emotionalem Beistand - bspw. im Falle von Ablehnung im Dating-Kontext, Problemen in der Liebesbeziehung, oder auch im Rahmen einer Trennung.
Seit dem letzten Jahr (und eigentlich auch schon dem davor) bin ich in der glücklichen Lage, dass es keine wirklichen "Baustellen" dieser Art in meinem Leben gibt. Zudem hatte ich die Möglichkeit erhalten, mich mit mir selbst ganz in Ruhe mehr auseinandersetzen und "an mir arbeiten" zu können.
Ich merke selbst, wie ich im Ergebnis mehr Energie und Gespür dafür finden kann, um nun umgekehrt auch meinen Freunden mehr und passenderen emotionalen Beistand zu leisten - oder aber auch Anteilnahme an deren Freuden und Glücksmomenten nicht nur zu haben, sondern auch zeigen zu können...
Dafür bin ich dankbar - und ich will es erhalten.