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Eure Definition für das Wort Dominanz

**********Magic Mann
23.270 Beiträge
Themenersteller 
Eure Definition für das Wort Dominanz
In einem anderen Thema wurde gefragt "Was meint ihr mit Dominante Männer"?

Schnell rutschte das Thema in Richtung BDSM und doch kam halbwegs die Erkenntnis das Dominanz gar nichts mit BDSM zu tun haben muß.

Für mich verständlich

Jetzt möchte ich gerne mal für euch wissen was ihr unter Dominanz versteht, bzw welche Tribute bringt ihr mir Dominanz in Verbindung., frei vom Geschlecht!

Es geht nicht um dominante Frauen und Männer, sondern rein nur um das Wort Dominanz.

Mir ist es wichtig dass es kein falsch oder richtig gibt und wir jeden seine individuelle Meinung lassen .

Ich freue mich auf zahlreiche Sichtweisen, selbst wenn die doppelte und dreifach gepostet werden. Denn ich denke es ist eine ganz individuelle Erkenntnisse.

Colour_of_Magic
**un Mann
515 Beiträge
Für mich bedeutet es, Führung zu übernehmen und Konflikten, wenn sie auftauchen, nicht aus dem Weg zu gehen. Für mich hat Dominanz etwas mit Stärke und Auseinandersetzung zu tun.
Eine klare Haltung, die Verantwortung übernimmt und das auch ausstrahlt, gehören dazu.
****ody Mann
15.819 Beiträge
Grundsätzlich eine Durchsetzungskraft, physisch und/oder mental, weder gut noch böse, die erfolgreich ist.
*****lub Frau
1.058 Beiträge
Dominanz ist vom Kontext abhängig:
• die Vererbung der Augenfarbe folgt beispielsweise dominant-rezessiven Vererbungsregeln
• wenn man von einer dominanten Problemlage spricht, meint man das drängendste Problem (in einem Konglomerat aus anderen Problemen)
• wenn man vom Sportler (Mannschaft, Team...) spricht, der das Feld (die übrigen Teilnehmer eines Sportwettbewerbs) dominiert, meint man denjenigen, der in einem einzelnen Wettbewerb (oder sogar über eine ganze oder gar mehrere Saisons) überlegene Leistungen gegenüber allen anderen Teilnehmern gezeigt hat
• Dominanz kann bedeuten, anderen seinen Willen aufzuzwingen, z.B. durch Anwendung bestimmter Taktiken und/oder Strategien, um eine bestimmte Position im sozialen Gefüge zu erreichen - dies kann auch unter (bewusster) Missachtung der Bedürfnisse und Rechte anderer geschehen ... klingt erst mal negativ, kann aber durchaus auch positiv sein (man denke z.B. an historische gesellschaftliche Umwälzungen, in denen Privilegien für Adel und Klerus wegfielen und die Rechte des Proletariats gestärkt wurden)
• Dominanz kann sich z.B. in Form von Gestaltungswillen, Zielstrebigkeit, Entscheidungsfreude, Verantwortungsbewusstsein ... äußern
• ...
usw. usf.

...nicht zuletzt ist Dominanz auch beziehungsspezifisch, wer kennt ihn nicht, den Kollegen der gegenüber Gleichberechtigten seine Ellenbogen einsetzt, Untergebene gar kaltschnäuzig abserviert, gegenüber hierarchisch Höhergestellten aber zum passionierten Stiefellecker wird...
******ucy Frau
157 Beiträge
Vielem der bereits aufgeführten Beispiele kann ich nur zustimmen, vor allem @*****lub hat schön die unterschiedlichen Bedeutungen im jeweiligen Zusammenhang dargestellt.

Dominanz für mich persönlich, auf meine Lebenssituation interpretiert bedeutet vor allem, dass jemand bereit ist, über den Tellerrand zu sehen, seine Erfahrung, einbringt, aber auch offen für Neues ist. Seine Ansichten auch mal hinterfragt und nicht beleidigt oder verärgert reagiert, wenn es Gegenwind gibt. Jemand, der Ruhe bewahrt und zu seinen Entscheidungen steht, auch wenn diese vielleicht mal nicht optimal waren und entsprechend die Konsequenzen trägt.
Ja, dazu gehört auch, in die Führung zu gehen, aber nicht im Sinne eines vorangehenden Alphas, sondern vor allem im Sinne des Fördern und Fordern. Also auch mal anderen die Chance geben, sich zu entwickeln und zu führen. Zwar hat Dominanz für mich durchaus was mit einer gewissen Autorität zu tun, viel mehr aber mit Souveränität.
*****ven Frau
8.031 Beiträge
"Meine" Defininition ist jene, auf die wir uns gesellschaftlich allgemeinsprachlich verständigt haben:
*****ven Frau
8.031 Beiträge
Dieser Definition folgend, habe ich im anderen Thread auch folgendes geschrieben:

Zitat von *****ven:
Für mich drückt das Wort "dominant" aus, dass sich diese Person und ihre Bedürfnisse über meine stellen möchte. Wieauchimmer hart oder weich das dann ausgedrückt wird und egal, ob es sich auf Sexualität oder Alltag beziehen soll, möchte ich ein solches Mindset und Handlungsmuster in meinem Leben nicht haben. Daher ist eine solche Selbstbezeichnung für mich ein guter Indikator, Nichtpassung sofort zu erkennen.

*********_i_c Mann
291 Beiträge
Im Bezug auf zwischenmenschliche Dinge ist der Begriff für mich extrem negativ besetzt. Ich habe bisher noch keinen Menschen getroffen, der sich selbst als dominant bezeichnet und nicht einfach nur eine Sammlung massiver red flags und Unsicherheiten gezeigt hat und letztlich nur nicht mit Kritik und Gegenrede klar kam.

Hier im Joyclub habe ich inzwischen gelernt, dass der Begriff von Frauen so unterschiedlich genutzt wird, dass er außerhalb von klar definierten BDSM Varianten eigentlich einfach nur "Mann, den ich mag" bedeutet.

Im BDSM Bereich habe ich zu wenig Erfahrung um da eine qualifizierte Aussage zu machen. Ich hatte zwei Beziehungen mit Frauen die sehr, sehr tief in der Szene waren und das gelebt haben. Beide haben mir gesagt, dass ich mich als pleasure oder service dom oder top bezeichnen dürfte. Also verlasse ich mich da auf die Expertinnen und nutze die Begriffe, wenn mich jemand fragt. Damit identifizieren tue ich mich nicht, eben aufgrund der sehr negativen Assoziationen mit dem Wort Dominanz an sich und insbesondere in Verknüpfung mit Männern die es zur Selbstbeschreibung genutzt haben.
*********Free Frau
310 Beiträge
Guten Morgen zusammen,

die Frage ist so leicht gar nicht zu beantworten.
Es kommt auf den Kontext und die Situation an.

Dominanz heißt auch für mich Führung in einer positiven, gleichbleibenden Art, an der ich mich orientieren kann. Kontinuität. Nicht heute so und morgen so.
Sie kann gern mal laut und mal leise sein.

Da wir auf einer Sexplattform sind, würde ich es jetzt eher auf den Sex beziehen. Dass der Mann sich nimmt, was er braucht.
Mich eher packt, wenn er Lust hat oder eine Ansage macht. Natürlich 'abgestimmt' auf die Bedürfnisse seines Gegenübers. Gekraule als Lustbekundung finde ich persönlich eher abturnend.

Wenn jemand nur bestimmt und ohne Rücksicht und Rücksprache entscheidet, ist es egoistisch und nicht dominant.

Im Berufsleben sind mir persönlich sehr wenig positiv dominaten Menschen untergekommen. Entweder sie zücken den verbalen Baseballschläger, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, also Kleinkindverhalten oder es gibt einen Zwergenaufstand.

Ich denke, es ist sehr individuell und kommt auf den Gesamtkontext an.

Einen schönen Sonntag *tee*
Birdy
****k80 Mann
47 Beiträge
Für mich, im Kontext des zwischenmenschlichen Verhaltens bedeutet...

... Dominanz: Ein Verhalten/Handeln anderen Menschen gegenüber
... Devotion: Ein Verhalten/Handeln sich selbst gegenüber

Beides kann entweder aggressivitätsbasiert sein, was zur Dominanz/Devotion in autoritären Hierarchien führt. Beides kann aber auch angstbasiert sein, was zur Dominanz/Devotion in totalitären Hierarchien führt.

Dominanz kann, egal ob autoritär oder totalitär, konstruktiv sein, destruktiv sein, aber auch anti-auto-destruktiv oder anti-auto-konstruktiv. Folgendes Konfliktrollen-Schaubild benutze ich zur Einordnung von Verhaltensweisen, um zu bestimmen ob dominante oder devote Handlungen vorliegen.

lg darek
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