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"Safeword" in Bereich Bondage

*****phi Mann
38 Beiträge
Themenersteller 
"Safeword" in Bereich Bondage
Hallo liebe Community,

ich habe schon einiges zum Thema „Safeword“ gelesen, aber leider nichts, das genau auf meine Frage passte. Deshalb dachte ich mir: Ich frage einfach mal direkt in die Runde.

Kurz zu mir und der Ausgangssituation:
Ich bin im Bondage-Bereich als aktiver Part unterwegs und fühle mich damit sehr wohl. Fesseln, Knebel, Augenbinden usw. gehören für mich dazu – natürlich immer langsam und mit viel Vorsicht, gerade bei neuen Personen. Ich habe über die Jahre einiges an Erfahrung gesammelt, aber mir ist klar, dass trotzdem immer mal etwas passieren kann, was man niemals ausschließen kann: körperliche Verfassung der gefeseelten person, ein verrutschtes Seil, ein Nerv, der abklemmt, Krämpfe … jeder Körper reagiert anders und hängt teilweise von der Tagesform ab.

Ein Safeword bzw. ein Safesignal finde ich deshalb sinnvoll. Auch wenn ich es selbst noch nie gebraucht habe, gibt es einfach ein zusätzliches Sicherheitsgefühl, was ich besonders für die gefesselte Person sinnvoll finde, denn sie soll sich dabei entsapnnen können.

Und genau da kommt meine Frage ins Spiel:
Wie gestaltet man ein Safeword, wenn Sprechen durch einen Knebel nicht möglich ist, Handzeichen beim Fesseln schweirig sind, Abklopfen eine gewisse körperliche Freiheit benötigt.

Bisher bin ich auf zwei Ideen gestoßen: mit den Beinen klopfen. Die sollten zumindest bei einfacheren Fesselungen frei sein, sind aber zum Beispiel beim Hogtie auch nicht frei oder eine bestimmte Melodie summen, die allerdings hörbar sein muss.

Habt ihr vielleicht eigene Erfahrungen oder Überlegungen in dem Bereich? Vielleicht Tricks, die sich in der Praxis bewährt haben?

Liebe Grüße Raphi
****Na Frau
1.100 Beiträge
Etwas in die Hand geben was fallen gelassen werden kann und hörbar ist wäre eventuell eine Idee.
*******na19 Frau
1.483 Beiträge
Zitat von ****Na:
Etwas in die Hand geben was fallen gelassen werden kann und hörbar ist wäre eventuell eine Idee.

Stimme ich voll zu.
Kenne aus d/s Bereich, wenn gefesselt, Augen zu, Kopfhörer drin (Sinne abschaltet), Knebel im Mund.
Einen Gegenstand in der Hand halten und fallen lassen. Muss natürlich "hörbar" sein.
********rmal Mann
677 Beiträge
Man gibt der gefesselten so einen blech Knacker in die Finger das Geräusch ist gut zu hören.
*******987 Frau
10.026 Beiträge
Eine Glocke in der Hand oder ein Glockenarmband um ein bewegbares Körperteil gebunden. Würde ich zumindest so machen. Oder was, was ziemlich laut ist, wenn es aus der Hand fällt.
******aar Paar
924 Beiträge
Ein Klicker aus dem Hundeshop 😊
Damit kann dann entsprechend signalisiert werden was Sache ist.
1x klicken - Grenze erreicht
2x klicken - Problem bei einer Fixierung (Nerv abgeklemmt, ect )
3x klicken - Stop und langsames Ausklingen
X x klicken - Notsituation, sofortiger Abbruch

Das funktioniert recht gut, denn den Klicker kann man gut halten und das Geräusch ist gut hörbar, da es absolut aus der Reihe tanzt.
*****n_N Mann
10.600 Beiträge
Zitat von ****Na:
Etwas in die Hand geben was fallen gelassen werden kann und hörbar ist wäre eventuell eine Idee.

Wäre auch meine erste Idee...alternativ ein Metall Plug, den sie leicht herauspressen kann, falls die Finger ins Bondage eingearbeitet werden...nur auf dem Po sollte sie dann nicht sitzen. *lolli*
****bw Mann
99 Beiträge
Übertreibe es nicht mit der Komplexität des Safewords, denn wenn sich die Sub im "Subspace" befindet, kann sie sich möglicherweise nicht daran erinnern. Aus diesem Grund rate ich davon ab, eine Melodie als Safeword zu summen.

Der bereits erwähnte Clicker in der Hand funktioniert sehr gut, und ein weiteres nonverbales Safeword, für das kein Gadget erforderlich ist, besteht darin, dass die Sub ihren Kopf von links nach rechts schüttelt – wie die natürliche Körpersprache für „Nein”. Das ist sehr leicht zu merken. Natürlich nur, wenn eine solche Kopfbewegung in der Session möglich ist.
*******nger Mann
1.241 Beiträge
Mit den Fingern schnipsen.
*****phi Mann
38 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****bw:
Übertreibe es nicht mit der Komplexität des Safewords, denn wenn sich die Sub im "Subspace" befindet, kann sie sich möglicherweise nicht daran erinnern. Aus diesem Grund rate ich davon ab, eine Melodie als Safeword zu summen.

Der bereits erwähnte Clicker in der Hand funktioniert sehr gut, und ein weiteres nonverbales Safeword, für das kein Gadget erforderlich ist, besteht darin, dass die Sub ihren Kopf von links nach rechts schüttelt – wie die natürliche Körpersprache für „Nein”. Das ist sehr leicht zu merken. Natürlich nur, wenn eine solche Kopfbewegung in der Session möglich ist.

Das würde ich auch einschätzen. Ich hatte ursprünglich darüber nachgedacht etwas in Rictung blinzeln als Signal zu vereinbaren, allerdings sind mir dabei zwei Dinge aufgefallen, dass es einerseits nicht zu kompliziert sein sollte, da sich der gefesselte Part nicht gänzlich fallen lassen kann, weil ein Druck sich erinnern zu müssen da ist und andererseits zu komplex wird, wenn man eine gezielte AUssage abbilden will. Kopfschütteln ist auf jeden Fall anlasbezogen etwas unkompliziertes. Das finde ich gut.

Zitat von *******987:
Eine Glocke in der Hand oder ein Glockenarmband um ein bewegbares Körperteil gebunden. Würde ich zumindest so machen. Oder was, was ziemlich laut ist, wenn es aus der Hand fällt.

Ein Glöckchen finde ich einerseits als Accessoir ganz süß und nützlich. Muss ich mir nur überlegen, ob das praktisch umsetzbar ist, wenn es auch darum geht, dass sich die gefesselte Person gerne mal windet. Ich stelle mir das vielleicht auch zu einfach vor, denke aber, dass es bei jeder Bewegung entsprechend klingeln würde?

Zitat von *******na19:
Zitat von ****Na:
Etwas in die Hand geben was fallen gelassen werden kann und hörbar ist wäre eventuell eine Idee.

Stimme ich voll zu.
Kenne aus d/s Bereich, wenn gefesselt, Augen zu, Kopfhörer drin (Sinne abschaltet), Knebel im Mund.
Einen Gegenstand in der Hand halten und fallen lassen. Muss natürlich "hörbar" sein.

Das hab ich auch schon öfters gelesen. Wenn ich mich an die Fesselungen, dieich bislang eher durchgeführt habe, erinnere liegt die Person dabei meistens eher oder sitzt. Einen Gegenstand hörbar im Liegen fallen zu lassen stelle ich mir schwer vor, aber eine gute Idee für sitzende oder stehende Positionen.
*******987 Frau
10.026 Beiträge
Zitat von *****phi:
dass es bei jeder Bewegung entsprechend klingeln würde
Natürlich klingelt es leicht, je nachdem. Aber in einem Notfall könnte sie es eben wild schütteln und das klingt dann doch anders.
*******ykay Frau
216 Beiträge
Ganz einfaches Zeichen was fast immer geht: Kopf hin und her bewegen und ein lautes A A A sprechen. Geht auch mit Knebel. Sollte der Kopf so fixiert sein, dass dieser sich nicht mehr bewegen lässt, dann nur ein lautes A A A. Dieses Geräusch macht man eigentlich nicht mal einfach so. Und irgendetwas geht immer. Ob auf dem Boden klopfen, mit dem Fuß aufstampfen oder den Kopf schütteln.
**********eline Paar
338 Beiträge
jack@jackXjacqueline:

Zunächst mal: ich finde es gut, dass du dir Gedanken darüber machst @*****phi

Das mit dem Klicker kann man machen, setzt aber eine halbwegs stille Umgebung voraus und funktioniert nicht, wenn die Hände so gefesselt sind, dass dieser nicht mehr oder nur noch schlecht gehalten und bedient werden kann. Wie @********ne89 schon schrieb, ist eine eindeutige Geste eine gute Option: solange der Kopf frei und beweglich ist, ist diese praktisch anwendbar und setzt keinen zusätzlichen Gegenstand voraus. Und es ist auch weniger wahrscheinlich, dass man diese aus versehen von sich gibt, im Gegensatz zum Klicker, der auch mal ungewollt ausgelöst werden kann, z.B. durch einen unerwartet intensiven (Schmerz-)Reiz.

Trotz aller Schutzworte und -gesten ist Beobachtung und Kontrolle (z.B. sitzt die Fesselung noch richtig?) aber das A und O. Vor allem, wenn der Submissive in den Subspace gelangt und unter Umständen gar kein Zeichen, gar keine Geste mehr von sich geben kann bzw. man sich nicht mehr darauf verlassen sollte, dass er dazu noch in der Lage ist. Aber das wurde ja schon angesprochen.
**********sesso Mann
5 Beiträge
Super interessanter Post und super Antworten, ich danke euch allen dafür! Ich denke auch, Yassin erster Linie die Kommunikation vor der Session die Grundlage bildet und ganz klar und unmissverständliche Ausdrücke - seis durch ein A A A, dem Klicker oder sonst vereinbart sind. Nur so finde ich, kann der/die Sub sich falle lassen, ihrer/ihrem Dom das Geschenk geben und alle einem Safe-Space haben, der so wichtig ist.
*****ate Mann
473 Beiträge
Kauf dir nen Klicker, das funktioniert genau so wie oben beschrieben. Top!
****63 Frau
210 Beiträge
Mit meinem Partner machen wir es, dass er ein "Mh, Mh" für "gelb" und "Mh, Mh, Mh" für "rot" (Abruch) durch den Knebel stammelt. Ich höre/bemerke das sehr gut.

Eine andere Möglichkeit wäre auch, mit den Händen zu "flattern". Ich kenne Paare, die das als Zeichen ausgemacht haben und es funktioniert für sie gut.
******und Frau
6.094 Beiträge
Ich möchte auch zu Bedenken geben, daß ein Bunny im Bunnyspace durchaus auch so abwesend sein kann, daß Reden oder gar Denken überhaupt nicht möglich ist in einer Session.

Mir gelingt es z.B. nur kurze Infos zu geben, z.B. Hand rechts, Fuß links etc. Und dann sollte der Rigger sich das anschauen. Ein wirkliches Safeword nutze ich sowieso grundsätzlich nicht, da ich im Space überhaupt nicht in der Lage bin zu reden und nur mit Mühe so weit an die Oberfläche kommen kann um zu äußern, wo es nicht stimmt. Da so weit ins Denken zu kommen, sich an irgendein bestimmtes Wort zu erinnern, ist quasi unmöglich für mich.
*******ykay Frau
216 Beiträge
Zitat von ******und:
Ich möchte auch zu Bedenken geben, daß ein Bunny im Bunnyspace durchaus auch so abwesend sein kann, daß Reden oder gar Denken überhaupt nicht möglich ist in einer Session.

Mir gelingt es z.B. nur kurze Infos zu geben, z.B. Hand rechts, Fuß links etc. Und dann sollte der Rigger sich das anschauen. Ein wirkliches Safeword nutze ich sowieso grundsätzlich nicht, da ich im Space überhaupt nicht in der Lage bin zu reden und nur mit Mühe so weit an die Oberfläche kommen kann um zu äußern, wo es nicht stimmt. Da so weit ins Denken zu kommen, sich an irgendein bestimmtes Wort zu erinnern, ist quasi unmöglich für mich.

Deshalb sollte ein Rigger erst recht ein Auge auf den Sitz der Seile und auch die Färbung der Haut haben. Im Subspace nimmt man auch nicht immer mehr alles wahr.
********ePan Mann
21 Beiträge
Für mich ist das eine der wichtigsten Fragen beim Bondage überhaupt.

Ich halte das definitiv immer so:

Da irgendetwas fallen lassen oder ein Klicker etc. in bestimmten Lagen auch schwer sein kann, bevorzuge ich 3 bis 4 kurze schnell folgende Laute. Ob A A A oder M M M M ist dabei egal. Auch kurze schnelle Kopfbewegungen / Zuckungen können ein Hinweis sein. Solche Laute oder Aktionen sind immer unnatürlich und veranlassen mich sofort als erstes den Knebel zu entfernen.

Des Weiteren findet die erste Session ohne Knebel statt. Auch bietet es sich an die erste Session kürzer und ohne sexuelle Komponente zu halten. Was spricht dagegen dass man einfach mal einen netten Abend mit der Dame verbringt, diese aber irgendwie gerade ihre "Freiheit" verloren hat. Ich weiß, das hört sich für die meisten Bondage Liebhaber jetzt doof an, aber dadurch habe ich die beste Möglichkeit zu erfahren wie meine Partnerin darauf reagiert und ihr gibt es zusätzliches Vertrauen.

Zusätzlich halte ich es beim Sinnesentzug neben den oben erwähnten Lauten immer so, dass ich regelmäßig und gezielt alles überprüfe, einschließlich sanfter Berührungen an Fingern, Armen, Beinen etc. um minimale Reize zu erzeugen. Ein bisschen Erfahrung wie sich der Unterschied zwischen Atemproblemen und Atmung unter Erregung anhört sollte man natürlich auch noch haben.
Sonst könnte es ja auch mal zu einer Panikattacke kommen, und das kann unschön enden.

Für mich gibt es nur einen Punkt der noch wichtiger ist als das Safeword / Zeichen und das schreibe ich vor allem da dies auch Anfänger lesen. NIE und damit meine ich "NIE" die Partnerin oder den Partner alleine lassen.
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