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Die neue Chefin

****an Frau
336 Beiträge
Themenersteller 
Die neue Chefin
Prolog

Hans Hansen, Besitzer und Leiter von Hansen & Sohn, der Ferien und Freizeit Anlage Aalener See, fühlte sich nicht gut und das schon seit Tagen.
Die Arbeit wuchs ihm langsam über den Kopf, besonders, seit, sein Sohn auf die Idee gekommen war, sich ein Jahr frei zu nehmen, um mit seinem Freund zu reisen und Bergsteigertouren in entlegene Gebiete zu unternehmen. Er hatte sich überarbeitet gefühlt…und seinen alten Vater mit dem Betrieb sitzen gelassen, wer weiß, ob er überhaupt in den Betrieb zurückkehren würde…
Sein Vater war immer noch wütend, obwohl es schon Wochen her war. Überarbeitet, mit 28…was sollte er mit seinen 68 sagen? Er hatte seinen Sohn im Betrieb zu seinem Nachfolger ausgebildet und schon daran gedacht, in wenigen Jahren in den Ruhestand zu gehen…
Und nun war er wieder allein…vielleicht auf unbestimmte Zeit.
Er hatte noch eine Tochter, die sogar im Betrieb arbeitete, in der Verwaltung. Aber an Betriebsführung hatte sie nie Interesse gezeigt, mehr an ihrem Hobby, Kampfsportarten…
Er schlief schlecht, arbeitete zu viel und vergaß sogar manchmal zu essen oder genug zu trinken.
Das Beste wäre wahrscheinlich, jemand als Stellvertreter einzustellen, aber dies wiederstrebte ihm aus zwei Gründen, einmal würde das sicher kein günstiger Personalkostenpunkt sein, die Anlage war sehr groß, neben dem Hotelkomplex, den Ferienhäusern, dem Campingplatz gehörten auch Imbissbuden, ein Fast Food Tempel und ein gehobenes Restaurant zu seinem Betrieb. Dazu noch die Tretboote, Ruderbote und kleinen Segelbote, die man am Seeufer mieten konnte.
Ein Heer von Angestellten war zu führen und der zweite Grund war, dass er lieber auf Familie setzte, als auf Fremde in der Führungsebene seines Betriebes.
Er fühlte sich immer schlechter, an diesem Morgen und als er plötzlich verschwommen sah und Schmerzen in seiner linken Brust spürte, konnte er gerade noch die Sprechanlage drücken und seine Sekretärin krächzend um Hilfe bitten, dann sank er vom Stuhl.

1.
Rebecca

Einige Wochen später…
Rebecca Hansen saß am Schreibtisch ihres Vaters, der jetzt der ihre war, vorläufig zumindest, bis ihr Bruder Diego zurückkam…wenn der denn zurückkam…
Sie unterbrach ihre Arbeit, sah aus dem Fenster, hatte einen wunderschönen Blick zum Steg des Sees mit dem Bootsverleih, dem Imbissstande und über den halben See. Ganz hinten konnte man sogar noch ein paar Wohnmobile vom nahen Campingplatz sehen.
Sie reckte die steifen Glieder und starrte eine Weile hinaus auf dem See.
Wie gerne hätte sie jetzt Feierabend gemacht und wäre eine Runde schwimmen gegangen…
In ihrem alten Job in der Verwaltung wäre das auch sicher kein Problem gewesen, aber jetzt, als stellvertretende Leiterin des Betriebes, würde sie erst in Stunden gehen können…
Sie seufzte und rief in ihrem PC das File der Haustechnik auf.
Der neue Chef der Haustechnik, Jan Krüger, der letzte, den ihr Vater noch eingestellt hatte, hatte ihr heute Vormittag per Mail den Schichtplan für den kommenden Monat, die Ausfälle und Umplanungen für diesen Monat von seiner Haus Techniker Crew und das zweite File beinhaltete die Mängelliste der Ferienanlage, geplante Arbeitseinsätze, Reparaturen die anstanden etc. rübergeschickt.
Stirnrunzelnd arbeitete sie sich eine Weile durch die Informationen und ärgerte sich. Erst letzten Monat hatte sie diesem Krüger gesagt, sie wolle diese monatlichen Aufstellungen nicht so kommentarlos in ihrem Postfach finden, sondern er solle sich nach Anmeldung bei ihr zu einem Briefing einfinden, damit sie das direkt besprechen konnten. Was er wieder mal wegen Terminen abgesagt hatte…
Sie überflog die Krankmeldungen und runzelte verärgert die Stirn. Das gibt es doch nicht…
Sie drückte den Knopf zur Sprechanlage zu der Sekretärin im Vorzimmer und bestellte knapp Jan Krüger in ihr Büro.
Nach relativ kurzer Zeit meldete Frau Brenner, die ehemalige Sekretärin ihres Vaters und nun ihre, den Chef der Haustechnik, Jan Krüger.
„Soll eintreten.“ Meinte Rebecca kurzangebunden.
Schon füllte ihr neuer Leiter der Haustechnik, Jan Krüger, mit seiner großen Statur den Raum vor ihrem Schreibtisch aus.
Krüger war ein Hüne, fast 2 Meter groß. Blond, grauäugig, 41. Er war äußerst muskulös und…sehr attraktiv, wie Rebecca zum wiederholten Mal dachte.
Krüger sah seine neue Chefin an.
Rebecca war 1.70 groß, eigentlich normal groß für eine Frau, aber gegen Krüger sah jeder klein aus…
Sie war 31, schlank, durchtrainiert, Kastanien braune Haare, die sie im Büro meist zu einer Hochsteck Frisur oder als Pferdeschwanz trug, große sehr dunkelbraune fast schwarze Augen, voller Mund. Sehr attraktiv…dachte er auch zum widerholen Male, ließ aber seiner Mine nichts anmerken.
Rebecca betrachtete den Mann.
Sein Wesen war ziemlich…wie sollte sie sagen, mürrisch, ja fast unfreundlich den meisten Kollegen gegenüber, obwohl er sich ihr gegenüber stark beherrschte, was sie immer ein wenig amüsierte.
Er war zwar zu ihr auch nicht freundlich, aber zumindest neutral.
Er grüßte kurz und ignorierte den von ihr angebotenen Stuhl, stand da wie auf dem Sprung.
„Herr Krüger, hatten wir uns nicht letzten Monat geeinigt, dass sie gleich um ein Briefing bitten, wenn sie die Pläne und Aufstellungen für den Monat fertig haben und mir diese nicht einfach so kommentarlos schicken?“
„Frau Hansen, bei allem Respekt, ich habe sehr viel zu tun…“ „Meinen Sie, ich nicht? Setzten Sie sich, wir besprechen das gleich, damit sparen wir uns Zeit, müssen keinen neuen Termin vereinbaren.“
Er sah zu der großen Wanduhr, wollte etwas sagen, als er aber in ihr entschlossenes Gesicht sah, entschied er sich anders und setzte sich doch, um sie nicht noch mehr zu verärgern.
Er brummte etwas Unverständliches und sie blickte kurz vom PC auf und sah ihn schräg an.
„Haben Sie etwas gesagt, Krüger?“
„Frau Hansen, wenn Sie mich fragen, sollte man verschiedene Teile der Ferienanlage abreißen und neu bauen, sie stammen zum Teil noch aus den frühen 50igern. Die Haustechnik, besonders die Strom- und Wasserleitungen im alten Teil sind total veraltet und vieler Orts renovierungs- und sanierungsbedürftig, das habe ich auch ihrem Herrn Vater schon ein paar Mal mitgeteilt. Wie geht es ihm übrigens?“
„Er erholt sich von seiner Herz OP in der Reha…lenken Sie jetzt bitte nicht ab, Herr Krüger. Sie haben mir die nötigsten Reparaturen hier ja aufgelistet. Wir werden dies nach Priorität erledigen. Der Betrieb hat während der Corona Zeit Verlust gemacht, es stehen nicht viele Mittel für Reparaturen zur Verfügung. Und solange die Umsätze nicht wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen, müssen wir mit dem haushalten, was wir haben.
Es mag sein, dass ich noch wenig von Betriebsführung verstehe, aber rechnen kann ich. Und ich werde den Familienbetrieb nicht in den Ruin treiben, nur für Verschönerungsmaßnahmen. Die notwendigen Reparaturen sind genehmigt.
Nun zu einem anderen Thema, Wie mir auffällt, haben Sie da einen sehr hohen Krankenstand. Das fällt mir jetzt den zweiten Monat schon auf, da habe ich die ersten zwei Monate angeschaut, in denen sie schon hier sind und seither steigt der Krankenstand an, …an was könnte das liegen?“
Die Chefin hatte einen Verdacht. Er war zu unfreundlich zu seinen Leuten, lobte zu wenig, mit Kritik sparte er aber nicht, im Gegenteil, es häuften sich die Beschwerden über ihn, er sei zu streng, ordnete zu viele Sonderschichten oder Überstunden an, brüllte manchmal herum, war auch schon mal grob und besonders die Frauen in der Crew nahmen ihm das übel, war eigentlich immer schlechte Laune…
Der große Mann hatte plötzlich eine Unschuldsmiene aufgelegt und meinte: „Ich habe nicht die geringste Ahnung, Frau Hansen.“
Sie hätte ihm jetzt einiges aufzählen können, was er besser machen könnte, im Umgang mit seiner Crew, aber ihr fehlte heute Abend die Zeit. Und sie dachte, es sei vielleicht besser, dies einmal in einem persönlicheren Rahmen zu besprechen.
„Herr Krüger, ich habe mir gedacht, wir sollten die anfallenden Briefings als Geschäfts Essen einführen, Frühstück oder Mittagessen, mit meinen leitenden Angestellten. Dann lassen sich viele Dinge besser besprechen.“
Er hob die Braue. „Mit allen zusammen? Das dürfte schwierig werden, je nach Schichtplan…“
„Nein, einzeln. Wir zwei fangen morgen an. Lassen Sie mich sehen…Sie schaute auf den Kalender ihres PCs…ja, morgen Mittag in der Kantine um 14.00, dann ist dort nicht mehr viel los und wir können uns in Ruhe unterhalten. Ich veranschlage dafür eine Stunde.“
Er räusperte sich, stand auf und sagte dann: „Wenn Sie es wünschen. Kann ich nun gehen?“
Er war nicht begeistert, von der Idee, das konnte sie sehen, sie lächelte in sich hinein.
„Sie dürfen, Herr Krüger. Und morgen pünktlich, ich habe den Termin in ihren Kalender eingetragen.“
Er nickte, stieß ein knappes: „Frau Hansen,“ zwischen den Lippen hervor und verließ das Büro.
Rebecca seufzte. Das würde ein schönes Stück Arbeit, den Mann ein wenig…umgänglicher zu verwandeln…wenn das überhaupt möglich war. Aber vielleicht taut er ja beim Essen etwas auf…Und die Chefin wand sich wieder anderen Arbeiten zu.

2.
Jan

Anderntags in der Kantine…
Jan Krüger fühlte sich sichtlich unbehaglich, das konnte Rebecca erkennen und sie amüsierte sich insgeheim köstlich.
Soweit sie wusste, war Krüger ein verschlossener Mensch, auch jetzt schwieg er, fast trotzig, redete nur, wenn sie etwas fragte und sah ständig nach der Uhr. Sie hatten das Essen in ca. 20 Minuten beendet und die Chefin zog ihr Tablet heran, auf dass sie die Files geladen hatte. Sie besprachen kurz die Arbeitseinsätze, die Verschiebungen wegen Krankheit und das Equipment, welches bestellt werden musste.
Dann kamen sie zu dem Thema Krankenstand.
Rebecca beschloss, nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, es schien ihr, als wäre dieser Mann nicht mit ein paar Sätzen zu knacken. Würde sie harte Kritik an ihm üben, könnte er zu machen und dann würde sie gar nichts erreichen. Würde sie ihm alles durchgehen lassen, könnten sie bald schwerwiegende Probleme im Betrieb haben, wenn die halbe Technik Crew nicht zum Einsatz erschien, weil sie Probleme mit ihrem Chef hatten.
„Herr Krüger, ich bin mit ihrer Arbeit im Prinzip wunderbar zufrieden, aber…es gab ein paar Beschwerden, denen muss ich nachgehen. Aber ich möchte das inoffiziell lösen, es soll…vorerst…nichts in ihre Personal Akte gelangen, wenn wir einen Konsens in der Sache erreichen…“, meinte sie sanft, als sie bei Kaffee und Tee saßen.
Er wirkte ein wenig betroffen, aber nur einen Moment. Dann hatte er wieder seine übliche, etwas mürrische Miene aufgesetzt.
„Wer hat sich über mich beschwert?“ meinte er fast aggressiv. Als er ihren seltsamen Blick sah, fügte er schnell ein „Chefin“ hinzu und sie lächelte.
„Herr Krüger, da dies keine offizielle Rüge, sondern nur ein Gespräch ist, werde ich keine Namen nennen. Ich möchte auch nicht, dass sie auf einige ihrer Crewmitglieder noch wütender sind, wie sowieso schon…“ Sie sah, dass er protestieren wollte, aber er biss sich gleich auf die Lippen und schwieg.
„Die Beschwerden gehen von: Unfreundlich, grob, wenig einfühlsam, lobt nie, tadelt nur, brüllt rum bis entschuldigt sich nie, auch wenn er falsch liegt, etc., etc., das könnte ich jetzt noch eine Weile fortführen, aber ich sehe an Ihrer Miene, dass Sie verstanden haben, worum es mir geht…“
Sie lächelte ihn dabei freundlich an und er betrachtete sie verstohlen.
‚Verdammt hübsche Frau…voll heiß, auch wenn sie mich gerade runterputzt…‘ dachte er.
Er beschloss, sich ein wenig zusammen zu reißen, um sie nicht zu verärgern.
„Ja, ich weiß, Chefin, dass es an mir liegen könnte, wenn der Krankenstand höher ist als üblich. Ich werde versuchen, etwas…netter zu meiner Crew zu sein.“
„Vor allem zu den Frauen, Jan, wenn ich Sie so nennen darf, wenn wir unter uns sind, dann können Sie mich auch gerne Rebecca nennen. Ich möchte keine von den Frauen ihrer Crew nochmal heulend in meinem Büro sehen, ist das klar?“
Ihre Stimme blieb sanft, aber ihr Blick war hart, bei den letzten Worten.
Er wusste, das war ihr sehr wichtig. Er dachte: ‚Eine Frau in der Führungsebene, das macht alles etwas komplizierter und dazu noch eine solch schöne…‘
Er seufzte ein wenig, gab sich reumütig.
„Ich werde versuchen, netter zu sein, besonders zu
den Damen. Aber ich muss deren Arbeit gleichwertig mit denen der Männer beurteilen, oder sehen Sie das anders, Chefin?“
„Nein, Jan, das ist schon richtig. Aber der Ton macht die Musik! Loben Sie öfter auch mal und wenn es nur kleine Dinge sind, die gut gemacht werden, das freut ihre Leute und motiviert sie, glauben Sie es mir. Ich mache das bei meinen anderen leitenden Angestellten auch so.“
Sie lächelte ihn gewinnend an und ihre sanfte Stimme und die schönen Augen, weckten in ihm ein seltsames Gefühl…er wünschte sich, sie wären allein und er könnte sie küssen, damit sie endlich still wäre…
Er räusperte sich, versprach noch mal, sich zu bessern und sah wieder auf die Uhr. Rebecca beschloss ihn zu erlösen, gestattete sich ein kurzes Strecken auf ihrem Stuhl, was in ihm noch stärkere Gefühle wachrief, die er lieber nicht von ihr haben wollte und als sie ihn gnädig entließ, rannte er fast aus der Kantine.
Sie sah ihm kopfschüttelnd und amüsiert hinterher.

3.
Kampftraining

Die blutjunge Frau, welche erst vor kurzem zum Haus Techniker Team der Ferienanlage gehörte, es war ihre erste Anstellung nach der Ausbildung zur Elektrikerin, saß Rebecca in ihrem Büro gegenüber.
„Zeigen Sie mir den Arm, Andrea.“
Sie krempelte den Arm ihres Arbeitskittels hoch und zeigte Rebecca den blauen, großen Fleck am Oberarm, wie von einer Quetschung.
Ihre Chefin runzelte ärgerlich die Stirn. ‚Hat er mir nicht letzte Woche versprochen, netter zu seinen Leuten zu sein, insbesondere zu den Frauen?‘
„Ich…habe einen Fehler gemacht, bei der Reparatur eines alten Sicherungskastens, er hat mich gepackt, weggezogen und es selbst repariert.“
„Jemanden wegziehen und ihn so grob anfassen, dass es einen blauen Fleck gibt, sind zweierlei, Andrea. Ich bin froh, dass Sie mich ins Vertrauen gezogen haben. Ich werde mit ihm reden, diesmal wird es in seine Akte kommen.“
„Bitte nicht, Chefin. Sonst wird er mich vielleicht noch schlechter behandeln.“
Rebecca zählte innerlich bis 10. Das wurde ja immer besser…
„Also gut, ich werde erst mit ihm reden, aber wenn er uneinsichtig ist, muss es in seine Personal Akte, sonst hört das nie auf…“
‚Dann werde ich ihn mal mit auf ein Trainingsprogramm in den Fitnessraum mitnehmen, ich denke der gute Jan muss mal seine Aggressionen rauslassen….
Ich werde selbst gegen ihn kämpfen, Größe ist nicht alles, ich kenne viele Tricks von den vielen verschiedenen Lehrern…Aber er ist schon sehr groß und muskulös, wenn er mich richtig erwischt, lande ich in der Notaufnahme…Andererseits, würde er doch nicht so dumm sein, mich ernsthaft zu verletzen…oder? Aber ich denke, nur mit ordentlicher Prügel kommt man diesem Grobian bei, eine Lektion…‘
Die junge Frau ging wieder an ihre Arbeit und Rebecca versuchte den Chef der Haustechnik auf seinem Geschäfts Mobiltelefon zu erreichen.
„Jan? Hier ist ihre Chefin, Rebecca.“ Nach einem kurzen Moment:
„Jan Krüger hier.“
„Jan, was machen Sie gerade, sind Sie im Dienst?“
„Gerade beim Mittagessen, Chefin. Was kann ich für Sie tun?“
‚Dich verprügeln lassen…‘
Laut sagte sie:
„Sie werden mich in zwei Stunden für ein Kampftraining in eines der Fitnessräume begleiten. Dann dürfen Sie mal gegen mich antreten. In ihrer Akte steht, dass Sie ein paar Kampfsportarten kennen?“
„Das ist richtig, ich hatte ein paar Kurse.“
„Hervorragend, Sie dürfen gegen mich antreten und dann lassen Sie vielleicht ihre Aggressionen nicht mehr an wehrlosen jungen Frauen aus.“
Einen Moment hörte sie nichts, dann:
„Ich verstehe. Ich werde da sein. Krüger Ende.“
„Gut für dich,“ knurrte Rebecca.
Dann verließ sie ihr Büro, um selbst noch etwas zu essen und sich für das Training umzuziehen.
*
Keuchend ließ sich Rebecca auf die Trainingsmatte fallen, nachdem sie sich mit dem Handtuch etwas den Schweiß vom Gesicht gewischt hatte.
Zum Aufwärmen hatten sie erst eine Weile die Geräte benutzt und ein wenig am Punchingball geboxt.
Der große Mann tat es ihr gleich und lag neben ihr.
„Und jetzt?“ fragte er sanft und betrachtete seine Chefin gespannt von der Seite.
„Einen Moment Pause, Jan, ich bin leider keine 20 mehr!“ japste Rebecca.
Er schien kaum außer Atem.‘ War er fitter als sie? Konnte sie es wagen, ihn zu einem Zweikampf herauszufordern?‘
Er hatte sich auf den Rücken gelegt.
Unvermittelt sagte er:
„Es tut mir leid, Rebecca.“
Sie sah zu ihm rüber.
„Was tut ihnen leid, Jan?“
„Das mit dem Mädchen. Ich hatte Angst, dass sie sich verletzt und war wohl…etwas grob. Es war keine Absicht. Ich…vergesse manchmal…ich unterschätze oft meine Kraft. Gehe zu hart mit den Frauen um…Sie sind nicht die erste, die mir das gesagt hat. Sie sind auch die erste Frau, die ich habe so heftig trainieren sehen, wie sie das gerade gemacht haben…“
„Haben Sie sich bei Andrea entschuldigt, ihr gesagt, dass sie nur besorgt waren und versehentlich zu hart zugedrückt haben?“ „Nein.“
„Warum nicht? Das gehört auch zur Führung dazu, Fehler eingestehen, sich auch mal bei seinem Personal entschuldigen. Wenn Sie das nicht können, sind Sie in der Führungsebene fehl am Platz.“
„Sind Sie fertig, mich abzukanzeln? Wann wollen wir anfangen uns gegenseitig zu verprügeln? Darum sind wir doch eigentlich hier, oder?“
Rebecca setzte sich langsam auf und sah ihn an. Ihre Augen blitzten, sie hob die Hand und wollte ihm eine knallen, worauf sie schon lange Lust hatte. Er hielt ihre Hand fest und sie merkte gleich, welche Kraft dahintersteckte. Mühelos drückte er ihren Arm nach unten. Er ließ sie wieder los und sie rieb sich den Arm.
„Ich habe Bedenken, Chefin. Ich weiß, Sie sind eine grandiose Kampfsportlerin, wenn nur die Hälfte von dem wahr ist, was man so über Ihr Können erzählt, könnten Sie mir wahrscheinlich schon Prügel verpassen, aber ich bin sehr stark und wenn ich Sie irgendwie…erwische, könnte ich Sie verletzten und das will ich nicht, darf ich nicht…Ich könnte meinen Job verlieren…Ich habe mir überlegt, ob Sie vielleicht darauf aus sind und mir hier eine Falle stellen…“
Rebecca lächelte.
„Das war jetzt die längste Rede, die ich je von Ihnen gehört habe, Jan. – Sehen Sie mich jetzt einfach als eine Kollegin, mit der Sie ein Kampftraining absolvieren. Blaue Flecke oder dergleichen stören mich nicht, achten Sie darauf, mir nicht ins Gesicht zu schlagen, das sieht immer so hässlich aus…und mir nichts zu brechen, ich kann mir momentan keine Fehlzeiten erlauben…Was hier passiert, verlässt den Raum nicht, darauf gebe ich Ihnen mein Wort. Und sollte doch einer von uns in der Krankenstation landen, werde ich schwören, dass es ein Unfall war.“
„Gelten diese Regeln auch für Sie, mit nicht ins Gesicht und so, Rebecca?“ fragte er lächelnd und stand auf.
Sie stand ebenfalls auf und ging in Kampfstellung. Sie begannen sich auf der Trainingsmatte zu umkreisen. „Das überlege ich mir noch!“ grinste sie, dann griff sie an.


4.
Date

Nach dem Kampf…
Wieder lagen sie keuchend nebeneinander auf der Trainingsmatte, erschöpft und total ausgepowert. Sie hatten es sich kämpferisch ordentlich gegeben. Rebecca tat alles weh, sie hatte auch bei ihm etliche Treffer gelandet, aber trotzdem hatte sie das Gefühl, dass er sich ein wenig zurückgehalten hatte. Sie war ja nur knapp 1.70, , er fast 2 Meter und ein Schrank von einem Mann, schon dieser Unterschied brachte ein Ungleichgewicht. Er kannte ein paar gängige Kampftechniken, aber sie praktizierte das noch intensiver und kannte viele Tricks, die er nicht kannte, somit konnte sie seine immense körperliche Überlegenheit etwas kompensieren.
Alles in allem war der Kampf also eher unentschieden ausgegangen und anhand seiner Bewegungen danach merkte sie, dass ihre Treffer sicher eine Weile zu spüren waren und dachte amüsiert;
‚Er soll ruhig eine Weile daran denken.‘
Plötzlich beugte er sich zu ihr, küsste sie schnell und heftig auf den Mund und murmelte: „Danke Kollegin für die Lektion!“
Sie war so überrascht, dass sie vergaß, ihm eine zu knallen, oder es zumindest zu versuchen.
Sie hörte die Tür des Fitnessraumes und dachte, vollkommen verblüfft: ‚Was war das denn jetzt?‘
Sollte sie jetzt darüber wütend sein oder amüsiert?
Dann lächelte sie und fasste sich an die Lippen.
‚Ich bin ja selber schuld, ich habe zu ihm gesagt, für den Kampf bin ich nur seine Kollegin und nichts von dem hier verlässt den Raum…Eigentlich kann ich ja froh sein, dass er mal etwas aus sich herausgeht, wenn auch anders, als ich mir das vorgestellt habe…‘
*
Zwei Wochen später…
Rebecca saß in ihrem Büro, vor ihrem PC, aber sie konnte sich nicht auf ihre Arbeit konzentrieren.
Sie dachte an den Mann, der ihr im Kopf herumspukte, Jan Krüger, den Chef der Haustechnik.
An den Kuss…
Sie hatte keinen Freund, schon ein paar Monate nicht mehr und in den letzten Wochen, während sie ihren Vater vertrat, hatte sie sowieso kaum noch Zeit gefunden, mal mit einer Freundin auszugehen…geschweige denn sich mal wieder mit Männern zu treffen…
Aber war das überhaupt ethisch, sich gedanklich damit zu beschäftigen, mit Jan auszugehen, mit ihrem Angestellten?
Zumindest solange, wie sie die Leitung der Firma innehatte, kam das eigentlich nicht in Frage. Oder?
Und dann war da noch das Problem mit seinem Führungsstil, den sie so nicht akzeptieren konnte. Sie stellte sich gerade vor, wie sie ihn bei einem Briefing zusammenfaltete und in der Nacht würde er sie dafür hart rannehmen…
Ihr wurde heiß bei dem Gedanken, sie spürte wie Röte in ihr aufstieg und war froh, allein zu sein.
Sie zwang ihre Gedanken in eine andere Richtung. Wenn nun ihr Vater gesundheitlich nicht wieder fit wurde, ihr Bruder weiter verschollen blieb oder keine Lust mehr hatte, zurückzukommen…dann würde die Leitung der Firma weiterhin an ihr hängen bleiben…
Sie hatte ihrem Bruder Diego Nachrichten geschickt, vom Befinden ihres Vaters und dass sie ihn drängend zurückerwartete, aber es war noch keine Antwort gekommen, wenn sie anrief, kam immer nur die Mailbox.
Und als sie an ihren Bruder und an den kranken Vater dachte, erinnerte sie sich auch an ihre Mutter, die früh gestorben war und ihr Faible für Filme, darum ihr Name „Rebecca“ vom gleichnamigen Film und der Name des Bruders „Diego“ wegen irgend einer Zorro Verfilmung…
Sie hoffte nur, dass ihrem Bruder nichts passiert war, ein Drama in der Familie mit ihrem Vater reichte ihr momentan und sie fühlte sich irgendwie verloren und einsam…
In dem Moment summte ihr Smartphone und Rebecca sah erfreut, dass es ihr Bruder war, der einen lange Nachricht sendete.
Er war eine Weile in Gebieten unterwegs gewesen, in denen es kaum oder gar kein Handyempfang gab und entschuldigte sich. War froh, dass es ihrem Vater wieder etwas besserging und versprach, in ca. zwei Wochen wieder zurück zu sein, dann würde er selbstverständlich die Leitung der Firma wieder übernehmen. Dann scherzte er noch, sie sollte bis dahin die Firma nicht an die Wand fahren…drei lächelnde Emoji und Grüße.
Rebecca grinste und lehnte sich dann aufatmend zurück. Ihr Bruder kam zurück und sie konnte in zwei Wochen von der Leitung des Betriebes zurücktreten…und vielleicht mal wieder schlafen und auch mal wieder ausgehen…
Die Stimme ihrer Sekretarin kündigte über die Sprechanlage Jan Krüger an zum Briefing.
Ein neuer Monat, vielleicht bessere Krankenstand Zahlen, sie hatte noch keine Gelegenheit gehabt, in die Files zu schauen.
Außerdem hatte sie etwas gehört, was vielleicht das Verhältnis von Krüger zu seiner Crew ändern könnte, das wäre erfreulich…
Es klopfte und Jan Krüger betrat den Raum und allein seinee Präsenz ließ Rebeccas Herz schneller schlagen.
Sein mürrischer Gesichtsausdruck schien der Vergangenheit anzugehören, er blickte sie leicht lächelnd offen an und sie begrüßten sich.
„Einen schönen guten Tag, Jan, wie geht es Ihnen heute?“
Sie lächelte ihn an und er dachte: ‚Verdammt, sie ist so schön…‘
„Sie sind heute sehr guter Laune, Chefin. Gibt es einen besonderen Anlass, wenn Sie mir das sagen wollen?“ Er lächelte breiter und Rebecca dachte: ‚Nicht schlecht, Jan, du versuchst ja, charmant zu sein…‘
„Ich habe gerade erfahren, dass mein verschollener Bruder in zwei Wochen nach Hause kommt, dann kann ich die Leitung des Betriebes wieder in seine Hände geben und mich…mehr um mein Privatleben kümmern.“
Er sah sie versonnen an.
„Das ist…erfreulich. Heißt das, unsere wöchentlichen Briefings enden dann?“
„Oh nein, Jan, den Verwaltungskram werde ich nach wie vor erledigen, ist ja mein Job, den ich nicht aufgebe. Ich bleibe Ihnen erhalten, Jan, nur nicht mehr als Vorgesetzte, als Kollegin. Und natürlich den anderen Abteilungsleitern.“
Er sah sie freundlich an.
„Das freut mich, noch Chefin Rebecca Hansen.“
Sie hob eine Braue.
„Sie brauchen mich nicht immer Chefin nennen, Jan. Ich lege keinen Wert darauf, zumal es ja jetzt endlich ist, mit dem Chef spielen. Rebecca genügt, wenn wir uns privat treffen sowieso. Das heißt jetzt aber nicht…dass wir uns privat treffen sollen…äh…“ Sie verhaspelte sich und wurde leicht rot.
Er sah es amüsiert und musterte sie. Rebecca schaute schnell in die neuen Files, welche er übermittelt hatte auf ihrem PC.
„Rebecca, Rebecca Hansen.“ Sagte er sanft.
Sie blickte ihn fragend an.
„Möchten…Sie einmal mit mir ausgehen? Jetzt wo ihr Bruder wiederkommt, steht dem ja nichts mehr im Wege…oder?“
Er lächelte ganz leicht und sie tat es ebenso.
„Und was schwebt Ihnen da so vor, Jan?“ fragte sie, ihr Herz klopfte schneller.
„Nun, dies hier ist doch ein Ferienparadies. Wenn uns da nichts einfällt…Ein Segeltörn auf dem See oder wir suchen uns ein verschwiegenes Plätzchen in den Buchten auf der anderen Seite…es kann natürlich auch der Klassiker sein, Essen gehen, Kino, tanzen…Wenn es Ihnen aber wohler ist, könnten sie auch eine ihrer Freundinnen mit Freund oder Mann dazu bitten, dann wäre es ein Abend mit…Freunden und nichts weiter.“
„Sie zählen sich schon zu meinen Freunden? Nicht schlecht, was so ein bisschen Prügel verändern kann…das hätte ich früher mal wissen sollen, dann hätte ich alle die mir blöd kommen erst mal ordentlich vermöbelt und alles wäre gut gewesen…“ sinnierte sie und er verbiss sich ein Lachen.
„Ich habe gehört, Sie haben gestern Abend alle ihre Crewmitglieder zu einem Art Einstand ins Restaurant eingeladen und sich bei allen für ihr rüdes Benehmen entschuldigt. Und sie haben verlauten lassen, dass sie zukünftig auf ihre Meinung hören werden. Jan, was haben sie mit dem Mann gemacht, der mir noch letzten Monat mürrisch und uneinsichtig gegenübersaß?“ fragte sie ihn gespannt.
„Nennen wir es eine Fassade, eine Mauer, welche ich manchmal um mich errichte, wenn ich mich…unsicher fühle. Sei
es in einem neuen Job oder neuer Umgebung…Aber ich bin nicht wirklich so. Ich kann auch anders. Jemand hat mir im Fitnessraum die Fassade eingerissen, so eine rotbraunhaarige Amazone…kleine Amazone um genau zu sein,“ schmunzelte er.
„So klein bin ich gar nicht, aber gegen Sie wirkt jeder klein… Na wie auch immer, ich will weder eine Amazone noch mehr lange Chefin sein.- 20 Uhr am Samstag in Abendgarderobe? Und ich frage meine beste Freundin Erika und ihren Freund ob sie auch Lust haben…“
„Aha, Sie gehen auf Nummer sicher…Vertrauen Sie mir nicht?“
„Nein, Sie sind mir etwas… zu übergriffig, wenn ich an den Kuss denke…“
„Das musste einfach sein, Sie haben so einen selbstzufriedenen Gesichtsausdruck gemacht, weil ich es Ihnen erlaubt hatte, mich ein wenig zu verprügeln…“
„Sie es mir…Jetzt ist Schluss mit dem Geflirte, Jan! Wir sollten noch etwas arbeiten.“
Er lachte und stand auf.
„Die Zeit ist um, Rebecca Hansen, ich habe gleich einen Termin. Bis Samstag…Ach noch eins, können Sie eigentlich tanzen?“
Sie sah ihn unergründlich an.
„Das finden Sie dann am Samstag heraus, Jan Krüger!“
Er lachte leise und ging.
Rebecca beruhigte ihr klopfendes Herz und versuchte sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

5.
Sex-Ding oder Vielleicht…

Zwei Wochen später, wieder an einem Samstag…
Rebeccas Bruder Diego war zurück und Rebecca hatte ihm erleichtert das Ruder im Familienbetrieb übergeben.
Am Abend führte Jan sie zu ihrem zweiten Einzel Date zum Essen aus. Als sie beim Kaffee saßen, legte er behutsam eine Hand auf ihren Arm. Sie sah ihn fragend an und er meinte lächelnd:
„Ich habe mich gefragt, ob du mit mir auf einen Abend Spaziergang am See mitkommst. Der Sonnenuntergang soll hier sehr romantisch sein.“
Sie musste kichern.
„Ich bin hier aufgewachsen, Jan. Ich kenne die Sonnenuntergänge hier.“
„Ich glaube nicht, dass du so einen Sonnenuntergang und Spaziergang schon mal erlebt hast, denn wir würden zu einer der entlegenen Buchten gehen, uns nach dem Sonnenuntergang splitternackt ausziehen in den See hüpfen und hemmungslos lieben…im See oder am Ufer…“ meinte er im Plauderton, als würde er über das Wetter reden.
Sie starrte mit offenem Mund.
„Oder wir gehen wieder in eines der Fitnessräume…hat mir letztes Mal sehr viel Spaß gemacht…aber dieses Mal würdest du nicht so leicht davon kommen…“
Er grinste frech.
„Aha, du willst dich wieder mit mir…prügeln, du Sadist!“ grinste sie.
„Wenn du willst…können wir uns auch ein…wenig prügeln. Soll ja manchmal…ganz…stimulierend sein.“
Sie sahen sich lange an. Rebecca dachte an die Tänze am letzten Samstag. Bei den langsamen hatten sie sich eng umschlungen bewegt und tief in die Augen gesehen. Er hatte amüsiert bemerkt, dass sie hohe Schuhe angezogen hatte, in denen sie kaum laufen konnte, um etwas größer zu sein…
Nach dem Tanzen hatte er sie brav bis zu ihrem Apartment gebracht, ein Küsschen auf die Wange und war gegangen.
Auch nach ihrem ersten Einzel Date zum Essen hatte er sie wieder begleitet, ein Küsschen auf die Wange und war wieder gegangen.
Umso erstaunter war sie nun über die Erweiterung des zweiten Einzeldates, eine Einladung zu Sex im oder am See oder Prügeleien im Fitnessraum und wahrscheinlich auch Sex danach....
Sie lächelte. „Und ich habe schon gedacht…“ Sie verstummte etwas verlegen.
Er sah sie aufmerksam an.
„Was hast du gedacht, Rebecca? Dass ich nur dein Freund sein möchte? Vielleicht will ich auch nur mit dir am Strand spazieren gehen, im warmen Sand, in einer milden Brise, während dem Sonnenuntergang…oder vielleicht will ich dich doch eher ausziehen, dich überall berühren, dich so lieben, dass du vor Lust schreist?“
Ihr blieb erneut der Mund offenstehen.
Er nahm ihre Hand und
flüsterte ihr ins Ohr: „Komm, ich will meine Amazone nackt sehen!“
Sie gingen Richtung See und Rebecca konnte nur denken: ‚Wie gut, dass ich hübsche Dessous angezogen habe, die er mir ausziehen kann…‘
*
Zwei Tage später…
Rebecca und ihre beste Freund Erika, welche in der Buchhaltung arbeitete, saßen in der Kantine schon beim Kaffee nach dem Mittagessen.
Rebecca war froh, wieder ihre alte Arbeit aufgenommen zu haben und den ungeliebten Job der Chefin abgelegt zu haben. Sie plauderten über Belanglosigkeiten, plötzlich fragte die Freundin:
„Was macht denn dein Riese, der wie eine nordische Gottheit aussieht, Jan..Hat er keine Sehnsucht nach seiner Göttin, nach dir, der Amazone?“
Rebecca runzelte die Stirn.
„Hier ist mir ein bisschen zu viel von fremden Göttern die Rede. Wenn du Jan Krüger meinst…der ist eine Naturgewalt, liebe Freundin. Erinnerst du dich an unsere Prügelstunde im Fitnessraum von der ich dir erzählt habe? So ungefähr fühlte ich mich nach…dem Spaziergang am See vorgestern Nacht…und immer noch.“
Sie bewegte die Schultern und rutschte etwas unruhig auf ihrem Stuhl hin und her.
Erika grinste wissend.
„Wow…das hört sich ja…toll an, Rebecca. Ist es nur ein Sex-Ding oder macht ihr mehr daraus?“
Rebecca blickte etwas betrübt in ihren Kaffee
„Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, Erika. Seither haben wir uns nicht gesehen.
Morgen steht unser Wochen Briefing an. Da mein Chefinnen Büro ja jetzt meinem Bruder gehört und mein altes Büro gerade renoviert wird, findet das Briefing in der Lobby bei der Sitzecke im Hotel statt. Wenn er eine anzügliche Bemerkung macht, falle ich wahrscheinlich über ihn her und es gibt einen deftigen Skandal.“
Die Frauen lachten.
„Aber, wenn er so tut, als sei nichts gewesen, Erika, ich weiß nicht, ob ich das ertrage…“
Rebeccas Geschäftstelefon klingelte.
„Es ist Jan,“ meinte Rebecca zu Erika.
„Stell auf laut!“ bat die Freundin. Sie waren momentan allein in der Kantine, die Mittagszeit war vorbei.
„Haustechnik Krüger an Rebecca Hansen.“ Tönte seine tiefe Stimme aus dem Telefon.
Sie meldete sich und er sagte;
„Es geht um einen dringenden…Notfall…oder sagen wir ein dringendes Bedürfnis…können Sie gleich zu mir in in den Fitnessraum kommen?“
Rebeccas Herz klopfe schneller, ihr wurde heiß und sie meinte mühsam: „Äh, ja, Jan…ich bin schon unterwegs!“
Erika lächelte und gluckste.
„Ein dringendes Bedürfnis? Der Kerl ist so frech wie groß…ich wünsche dir einen schönen Nachmittag! Ich gebe in der Verwaltung Bescheid, dass du Überstunden abfeierst.“
Rebecca errötete leicht und meinte: „Und du musst wieder an die Arbeit und ich vergnüge mich mit…äh…Kann ich das verantworten?“
„Aber ja. Ich greife mir nach Feierabend zuhause meinen Freund, sobald er zur Tür reinkommt und habe hoffentlich ähnlich schönen Sex wie du jetzt gleich! Vergesst aber nicht, die Tür abzuschließen, damit der Betriebstratsch über euch nicht noch mehr zum Blühen kommt.“
Rebecca lächelte sie zum Abschied an und verließ die Kantine.
Beschwingt steuerte sie den Fitnessraum an und hoffte, dass es nicht nur so ein Sex-Ding war, wie Erika es nannte, sondern etwas tiefer ging…
Sie betrat den Fitnessraum, schloss ab und schon kam er auf sie zu und umarmte sie innig. Sie spürte sein Verlangen, aber sie sah in seinem Blick auch eine Frage nach mehr als das, nach einem Vielleicht… und sie war bereit, diese Frage mit „Ja“ zu beantworten.

E N D E
********3113 Frau
22 Beiträge
Das ist ein wirklich schöner Schreibstil, der zu einer eigenen Phantasiereise einlädt. Danke dafür.
*******958 Mann
87 Beiträge
Schöne Geschichte, bitte mehr davon.
Danke fürs teilen.
*****_KA Mann
384 Beiträge
Zitat von ********3113:
Das ist ein wirklich schöner Schreibstil, der zu einer eigenen Phantasiereise einlädt. Danke dafür.
Dem kann ich mich nur anschließen! Vielen Dank dafür!
****an Frau
336 Beiträge
Themenersteller 
Danke ihr drei Lieben für die netten Komplimente...
Ideen sind genug in meinem Kopf, nur mit der Zeit hapert es. Denke gerade über eine dritte Fortsetzung der "Jäger" Story nach...LG *grins*
*********nDoe Mann
156 Beiträge
Wow, wieder sehr mitreißend. Ich habe jede Zeile genossen. Vielen Dank für die super schöne Geschichte. *danke*
*******r91 Mann
3.369 Beiträge
Das war mal wieder eine wunderbare Geschichte die du geschrieben hast. *hutab*
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