.... ist kein Ja / Nein -Thema.
Menschen, die erkennen, daß andere nicht so sind und denken und sich kleiden wie sie selbst, müssen damit umgehen, werden irgendwie bewegt, über das Anderssein nachzudenken, daß wiederum mit sich selbst zu tun hat.
Für manche kann das anstrengend sein. Die lehen dann das "Anderssein" schlichtweg ab. Für einige ist das eine Herausforderung, die sie annehmen. Diese bilden sich dann ein Urteil, das auf eigenen Erfahrungen basiert. Ich könnte mir vorstellen, in den Bergen, hat man nicht so viel Erfahrung mit Strumpfhosen an Männerbeinen. Also wird die Meinungsbildung anstrengend. Also lehnt man es ab.
In der Großstadt gibt es viel zu sehen, auch nicht Gewöhnliches. Man gewöhnt sich daran, hat darüber nachgedacht, sich eine Meinung gebildet und weiß, es gibt solche und solche und die tun nichts. Beißen nicht, sind nicht ansteckend, nicht erschreckend .... nur anders. Wenn man so weit ist, wird der Anblick von Feinstrümpfen an einem Männerbein auch o.k. sein. -halt nur anders.
Wenn man aber in der Szene unterwegs ist, und weiß, daß es Fetisch gibt, und Fetisch etwas Aufwühlendes sein kann, Freude machen kann, hochdrehen kann, dann -kann ich mir vorstellen- gibt das Sehen auch dem Betrachter einen gewissen Kick und Freudegefühle und damit Akzeptanz, vielleicht sogar "Ich-auch-Gefühle".

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Wenn Mann also Fetisch leben möchte, ja, prima, mutig, bei sich selbst (hoffentlich!) .
"Stumpfhose" finde ich jedoch einengend. Für den Mann an gewisser Stelle sowieso. Dann frage ich mich, was steckt dahinter? Und ist dann nicht etwas anderes zielführender?
Bei Fetisch "Stumpf am Bein" vielleicht sogar "Netz-Strumpf" am Bein, bietet sich auch Straps an. Dann sind wir beim Fetisch des Rocky Horror Picture Show-Protagonisten Dr. Frank N`Furter, dem TV.
Das ist mein.
