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Kinkshaming

*****a_S Mann
10.382 Beiträge
Ja, und mein Tipp für so ein Kinky-Outing ist: Möglichst allgemein bleiben und nicht Leuten, deren Reaktion auf Kinkyness man nicht einschätzen kann, konkrete Sachen (Praktiken, Phantasien) erzählen!
(Das ist im Grunde der gleiche Tipp, der auch für ein Homo-Outing sinnvoll ist. Denn es ist dann kein "Aufdrängen der eigenen Sexualität", wenn man Leuten einfach nur erzählt "Mein Partner/Mann/Freund ..." und die sich dann ihren Teil zusammenreimen können.)
Dann liegt es nämlich am anderen, ob er mehr wissen will. Und wenn das neue Date die Aussage, dass man hin und wieder gern auf Fetischpartys geht, einfach ignoriert und nicht nachfragt, auf was für Partys genau oder ob man selbst einen Fetisch hat und wenn ja, was für einen, dann ist dem Date das Thema unangenehm und es möchte mit dem Thema nichts zu tun haben.
Und dann kann man selbst wiederum, ohne, dass es zu Kinkshaming kam, überlegen, ob man ein zweites Date will, und wahrscheinlich wird einem die Entscheidung aber auch vom Date abgenommen, was einem nach dem Date ebenso allgemein "Ich finde dich sehr nett, aber ich glaube, es passt nicht so" mailt.
In der Hinsicht stimme ich dir voll zu @*******frei und hab ja auch schon vorher geschrieben, dass ich in diesen Fällen von Dates mit Personen, die bisher nichts vom Kink wissen, zu einem vorsichtigen, schrittweisen und möglichst allgemeinem Heranführen rate.
(Das ins Extrem zu treiben, halte ich allerdings für falsch, also, aus Angst vor Zurückweisung (oder Kinkshaming) erst mal nichts zu erzählen, eine vanilla Beziehung zu beginnen und erst "wenn man sie safe hat" langsam die Kinks auf den Tisch zu bringen. Denn das kann sehr wohl zu Streit, Kinkshaming und anderen negativen Konsequenzen führen, u.a. dazu, dass man dann im Joy einen Thread aufmacht "Wie überzeuge ich meine Freundin von meinem Kink".)
*******frei Mann
1.749 Beiträge
@*****a_S

Da ich bisher nicht das Bedürfnis entwickelt habe zu daten, kann ich über Datingsituationen kaum sinnvoll reden.

In meinem letzten Beitrag bezog ich mich auf Alltagssituationen mit Shaming. In der Bahn, bei Treffen, auf Feiern, überall da, wo in irgendwelchen Zusammenhängen Themen aufploppen, die Shaming auslösen können.
*****a_S Mann
10.382 Beiträge
@*******frei Verstehe.

Und was solche Situationen angeht: Im Studium hatte ich da ein großes "Sendungsbewusstsein", also im Grunde ähnlich wie jemand, der dann im Studium mit 22 sein queeres Coming-Out hat und das danach erst mal allen möglichen Leuten auf die Nase bindet. Ähnlich ist es mir damals gegangen, ich hatte einen großen Bekanntenkreis von allen möglichen alternativen Leuten, und natürlich sind die queeren Leute gut mit meinem Kink-Coming-Out klargekommen (wir hatten ja dann eine Gemeinsamkeit, die eine hat mir erzählt, dass sie lesbisch ist, ich ihr, dass ich auf BDSM und Fetisch stehe, mit dem Bier zugeprostet, umarmt und weiter gefeiert) und die anderen aber teils nicht so.

Jetzt bin ich da viel zurückhaltender und habe über die Jahre eh einen Freundes- und Bekanntenkreis entwickelt, der hauptsächlich aus kinky Leuten besteht, also quasi eine richtige Bubble, wie man heute sagt, sodass ich im Bekanntenkreis auch eh überhaupt keine Sorgen mit Coming-Out, Kinkshaming usw. habe. Deshalb werde ich auch immer so "auf den Teppich geholt" wenn ich hier im Joy-Forum Kinkshaming und Homo/Trans-Phobie erlebe. Weil hier eben nicht alle wirklich sexpositiv, kinkfriendly, queerfriendly usw. sind, was eigentlich klar ist, weil der Joy so groß ist und daher schlicht ein "Spiegel der Gesellschaft".

Und daher ist es ein gewisser Widerspruch, dass man hier im Joy so locker seine Kinks, Neigungen, Orientierungen usw. angibt. Und daher ist es eben auch so wichtig, dass das Joyteam dahinter her ist, zu versuchen, hier einen Safe-Space zu erzeugen, wo eben möglichst kein Kinkshaming, Homo/Transphobie, Sexismus usw. auftaucht. Und mir ist völlig klar, dass das nicht vollständig möglich ist. Allein Sexismus: Egal, welches Thema aufgemacht wird, es kommt eigentlich immer Sexismus, und zwar von Männern und Frauen. Da ist Kinkshaming - wie schon oben gesagt - letztlich nur das kleinste, behütetste Geschwister.
********n_84 Frau
6.480 Beiträge
Ich überlege mir wem ich überhaupt etwas sage.

Ich habe mich auch bei meinen letzten beiden Partnern geschämt und auch Ablehnung erfahren und so gesehen vieles, worauf ich stehe, nie offen kommuniziert.
Hingegen mit gewissen Freunden kann ich über sehr vieles offen reden. Mit dem aktuellen Partner ebenso. Doch auch da gibt es gewisse dunkle Phantasien, die noch nicht ganz raus wollen.

Es ist bei mir mittlerweile wie bei @*****a_S dass ich mich in einer kinky BDSM Bubble bewege.

Bei kinky Partys wünsche ich mir Offenheit. Allerdings ist mir auch klar, dass wir als BDSMer z.B. auch Rücksicht nehmen müssen.
Es kam schon vor, dass wir angesprochen wurden und sich Menschen Sorgen um mich machen.
Mein Partner wurde auch schon kritisiert und mangelnde Empathie unterstellt. Hm, naja, einerseits verstehen wir dass SM und D/s nicht jeder versteht, aber ich finde das auch irgendwie übergriffig bei einem offensichtlichen Paar reinzugrätschen.

Im Joy habe ich vereinzelt auch kritische Kommentare erhalten, aber sehr selten.
*****a_S Mann
10.382 Beiträge
@********n_84 Ich bin auf Fetisch- und BDSM-Partys auch noch nie gekinkshamed worden, allerdings schon auf sexpositive Partys (obwohl Sexpositivität ja eben nicht nur "ich find Sex toll" heißt, sondern eigentlich "ich bin tolerant gegenüber allen möglichen einvernehmlichen und sicheren Praktiken, Orientierungen, Neigungen". Ich habe bei sexpositive Partys leider die Erfahrung machen müssen, dass wenn der Dresscode sehr locker ist und die Partybeschreibung sehr allgemein ist, am Ende viele letzlich konservative Anzug-Abendkleid-Leute da sind, die über Schwule, BDSMer und Fetischisten lästern, egal, ob auf der Partybeschreibung steht, dass queere, BDSMer*innen und Fetischist*innen willkommen sind. Leider ist es aber so gewesen, weswegen auch die ganz neuen kinky Raves für eher jüngere Leute jetzt immer Awareness-Einweisungen und Awareness-Teams haben. So alte BDSM-Fritzen wie ich schmunzeln darüber immer ein wenig, aber es ist, wenn die Party nicht speziell Fetisch&BDSM ist sondern allgemeiner, leider nötig.
*****a_S Mann
10.382 Beiträge
Und noch eine Beobachtung, über die ich gerade nachdenken musste: Ich glaube, dass in vielem Kinkshaming so viel Sexismus ist, dass es oft mehr Sexismus als Kinkshaming ist. Ich mache das mal am Beispiel Latex:

Männliche Latexfans bekommen oft von Frauen zu hören, dass sie gar nicht an Frauen (als Menschen) interessiert sind, sondern nur an dem Material. Und von Männern, dass sie in den Klamotten keine richtigen Männer seien.
Weibliche Latexfans bekommen oft von Frauen zu hören, dass sie das nur tragen, um mehr Aufmerksamkeit von Männer zu bekommen. Und von Frauen und Männern, dass sie Schlampen seien.
Sie bekommen aber nie die Vorwürfe, die Männer bekommen und Männer nie die, die Frauen bekommen.

Ich denke, man merkt an diesen deutlich geschlechterspeziefischen Arten der Diskriminierungen, Vorurteilen und Beleidigungen, dass die Hauptkomponente eigentlich Sexismus ist.
********n_84 Frau
6.480 Beiträge
@*****a_S
Stimmt.
Bei sexpositive Partys sind auch viele Voyeure und „Normalos“, nicht so viele Kinkster und BDSMer. Irgendwie klar, dass die da teils skeptisch beäugen und aus Unwissenheit und Ablehnung auch lästern oder mal nen Spruch drücken.

Dieses „mir helfen wollen“ ist kein richtiges Kinkshaming, aber als devote Masochistin muss ich dann auch manchmal dem Vorurteil ins Auge blicken ich hätte ein schlechtes Selbstbewusstsein oder wäre psychisch gestört.
Bei BDSMern ist das natürlich nicht so. Da wurden uns für unsere Art zu spielen sogar schon Komplimente gemacht.
****al Mann
3.284 Beiträge
Zitat von ********n_84:
Dieses „mir helfen wollen“ ist kein richtiges Kinkshaming, aber als devote Masochistin muss ich dann auch manchmal dem Vorurteil ins Auge blicken ich hätte ein schlechtes Selbstbewusstsein oder wäre psychisch gestört.
Bei BDSMern ist das natürlich nicht so. Da wurden uns für unsere Art zu spielen sogar schon Komplimente gemacht.

Ich würde das im letzten Absatz lieber auf "weniger so" ändern. Mit fallen da spontan ein paar Spielarten ein, bei denen auch "unter uns" das Unverständnis gelegentlich sehr persönlich und küchenpsychologisch ausgedrückt wird.
***sy Mann
4.755 Beiträge
Ich habe einige verschiedene Kinks die fernab vom Mainstream sind und der Umgang mit Menschen (im sexuellen Kontext, aber auch ohne) haben mich gelehrt, eine gewisse Diskretion und Defensive walten zu lassen. Gerne aber komme ich mit Menschen in Kontakt, die auch spezieller sind und offener damit umgehen. Das schätze ich sehr und öffne mich dann auch rascher.

Ich glaube (wir) Menschen, die etwas anders sind haben per se eine Basis, selbst wenn es nicht der gleiche Kink ist. Es sind vielleicht auch gemeinsam gemachte Erfahrungen, die eine Nähe erzeugen. 🤷‍♂️
*******Punk Frau
8.333 Beiträge
Auch Menschen mit Kinks können in anderen Bereich konservativ sein.
Keine Beschreibung angegeben.
*******rier
1 Beitrag
Unabhängig von Fetischen finde ich es sehr interessant, wenn auch überaus nervig, wenn über das Verhalten von Menschen geurteilt wird, ohne dass man sich für den Menschen oder das warum interessiert. Menschliches Verhalten hat immer einen Grund und auch wenn ich den kenne, steht mir noch lange kein Urteil zu, außer: "das ist nicht meins. "

Ich kann ja bestimmte Sachen nicht toll finden, steht mir ja gut du Dank zu, aber genauso steht jedem Anderen doch zu, genau DAS zu mögen. ICH verabscheue zum Beispiel Rosenkohl... aber das ist MEINE Sache. Dafür liebe ich Nutellabrot mit Wurstaufschnitt. Auch MEINE Sache. Es wird Leute geben, derjenige es genau so geht, und welche, die gehst anders rum denken und eine Menge Leute, die das einfach gar nicht interessiert. Und das Schöne: alle haben Recht in IHRER Welt.. ich finde es immer spannend, wenn ich etwas sehe, was ich nicht kenne und überlegen darf, ob es in meine Welt passen kann, oder nicht. Aber das ist ja Gott sei Dank MEINE Sache!
****666 Mann
32 Beiträge
Guten Morgen in die Runde,
Ja es ist schon so eine Sache mit der Toleranz gegenüber Andersdenkenden.
Nun gut, bei Joy ist die Richtung schon vorgegeben, aber auch da gilt, jeder kann und darf doch tun, lassen, mögen was er will. Es gibt immer einen Gegenpart.
Wie war es in der Geschichte? Intoleranzen, ob Glauben, ethnischer Merkmale, Neid, Gier führen immer wieder zu Kriegen. Es fängt, s.o. im Kleinen an.
Aber es gibt schon Dinge, die muss ich nicht akzeptieren, kann ich nicht akzeptieren....
*********lease Frau
978 Beiträge
Mir wurden solche Dinge zumindest nicht offen an den Kopf geworfen. Vielmehr kenne ich es eher umgekehrt. Da ich als Person wohl einige ungewöhnliche Kinks bediene, die mal mehr mal weniger offen eingestanden werden.
Allerdings bin ich selbst da doch recht tolerant. Auch wenn ich einen Kink nicht teile, verurteile ich sie nicht.
Solange es nichts illegales ist und alle beteiligten Spaß dran haben, soll jeder seine Kinks ausleben wie er mag.
****_MS Mann
715 Beiträge
Ob vermeintliches Kink-Shaming auch tatsächlich welches ist, hängt für mich auch stark davon ab, in welcher Situation man sich befindet.

Komme ich bspw. auf einem Stammtisch in den Raum und sage "also die Praktik xy ist ja total pervers - wenn hier jemand von euch darauf steht, sollte man zum Psycho-Doktor" dann wäre das zu 100 Prozent Kink-Shaming.

Wenn mich aber jemand dazu fragt, wie ich eine bestimmte Praktik finde, dann muss auch eine ehrliche Meinung erlaubt sein.
Klar, kann ich geschickt antworten und sagen "ach, weißt du - das ist irgendwie nicht mein Ding". Aber auch ein ungeschicktes "iiieeeeeh, nee sorry, das finde ich persönlich widerlich" muss auf Nachfrage hin okay sein.

Apropos de "ungefragt":
Ich habe auch schon mal miterlebt, dass eine Person 1 in unpassendem Rahmen und ungefragt von sexuellen Dingen berichtet hat.
Eine andere Person 2 warf Person 1 vor, ja ganz schön verkorkst zu sein.
Da ich Person 2 kenne, weiß ich, dass sie selbst auf viele der geschilterten Dinge steht und daher bestimmt nicht diese Praktiken per se verurteilt. Das vermeintliche Kink-Shaming war in dieser Situation nur Mittel zum Zweck, um die ungefragt und unpassend offen referierende Person verstummen zu lassen.
Klar, es war eine sehr ungschöne Methode - und ein "sag mal, bist du sicher, dass dies hier der geeignete Rahmen für deine Geschichten ist?" wäre wohl höflicher und freundlicher gewesen.
Aber wer ungeschickt anfängt, muss sich manchmal vielleicht nicht wundern, wenn andere dann ebenso ungeschickt aufsatteln und weitermachen...
***sy Mann
4.755 Beiträge
Zitat von **********s7584:
Naja im Prinzip kann es uns egal sein was andere über unsere Vorlieben denken. Wer uns über unsere Freizeitgestaltung "ausfragt" bekommt auch ehrliche Antworten. Die Reaktionen darauf waren bisher meist neutral bis positiv. Ansonsten: Bitte weitergehen *wink*

Allerdings denke ich da zum Beispiel an die teils ablehnenden (vielleicht auch abwertenden ?) Blicke der anderen Gäste, wenn wir bei normalen Swingerveranstaltungen erzählen das wir gerne zu den Huren- oder Stutenmärkten fahren... Da wird meist schnell das Thema gewechselt und plötzlich spricht man lieber über die Arbeit *ggg*


@**********s7584 👍 habe früher die gleiche Erfahrung mit meiner Partnerin gemacht. Sie liebte es eben auch (so wie ich) wenn sie von vielen benutzt wurde. Wenn man sich outete schienen doch einige die Nase zu rümpfen. 🤷‍♂️
***sy Mann
4.755 Beiträge
Mittlerweile suche ich eher die Nähe zu Menschen (Frauen, Männer und BiPaare) die ähnlich spezielle Neigungen haben wie ich. Alles andere empfinde ich eher mühsam und Kompromisse mag ich auch kaum mehr eingehen. Ich will meine Lust Leben und deshalb macht es auch nur Sinn etwas wählerischer zu sein. Danach richtet sich auch meine Offenheit mit meinen Kinks umzugehen.
Ich spreche über meine Kinks, von denen ich einige mag, einige verstehe, und einige ablehne, nur mit Menschen mit denen ich sie ausleben möchte.

Wenn sie dann nicht geteilt werden finde ich das schade. Manchmal sehr.

Ganz blöd wird es, wenn ich mal spreche über Kinks von mir, die ich ablehne, und mein Gegenüber findet die erregend.
*******live Mann
337 Beiträge
Nun letzlich ist das doch ein Thema, dass uns in vielen Lebensbereichen betrift. Egal ob es das Duschen morgens, abend oder morgens und Abends, die Wahl der Kleidung oder vieles andere betrifft.

Es gibt immer Menschen, die Ihre Lebensweise als Maßstab aller Dinge sehen. Da fehlt die emotionale Intelligenz und ein Mindestmaß an Empathie, gerade wenn deren Äußerungen als verletzend aufgenommen werden.

Daher sollte jeder schon erspüren, wie der Gegenüber tickt und ob es Sinn macht, über die eigenen Kinks mit derjenigen Person zu sprechen.

Das beste Beispiel erleben wir doch hier bei Joy. Ich kenne soviele bisexuelle Männer, die meisten als Teil eines Paares, die hier im Joyclub angeben, heterosexuell zu sein, aus Sorge, von anderen Paaren gemieden zu werden und genauso ist es ja auch. Da geistern abenteuerliche Vorstellungen in den Köpfen herum, was da ungewollt alles passieren könnte.

Ich halte es so, ich muss nicht alles mögen, aber ich muss den respektieren, der es mag. Und umgekehrt erwarte ich das ebenso. Solang etwas nicht illegal ist, haben weder ich, noch andere das Recht, jemanden für seine Leidenschaften zu verurteilen.

Und by the way, es geht um Sex, das sollte doch wenig an der Sympathie oder Freundschaft ändern, die ich einer anderen Person entgegebringe.
******Weg Frau
184 Beiträge
Ich sehe es so:

BDSM ist vor einigen Jahren sowas wie ein "Modetrend" geworden und es mischen sich Leute unter, die nicht "echt" sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass genau diese Gruppe auch nicht wirklich tolerant ist.

Im BDSM gibt es kein richtig oder falsch, es gibt nur ein: passt oder passt nicht.
****al Mann
3.284 Beiträge
Zitat von ******Weg:
Ich sehe es so:

BDSM ist vor einigen Jahren sowas wie ein "Modetrend" geworden und es mischen sich Leute unter, die nicht "echt" sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass genau diese Gruppe auch nicht wirklich tolerant ist.

Im BDSM gibt es kein richtig oder falsch, es gibt nur ein: passt oder passt nicht.

Es gibt also kein richtig oder falsch, aber ein echt oder unecht?
Ich weiß nicht, was bei dir "einige Jahre" sind, aber solche Aussagen gab es schon, als ich noch jung war und meine ersten Erfahrungen machte. Ebenso den Hinweis, dass es YKINMK heißen sollte und nicht YKINOK. Egal, ob es Diskussionen um Ausformungen von DS waren oder um einzelne Kinks wie bspw Uniformen. Es gab schon immer (würde ich zumindest annehmen) einen Mainstream, ein paar weitere tolerable Kinks und Sachen,über die die Nase gerümpft wurde, ebenso Aussagen, wie etwas "richtig" zu passieren hätte. Toleranz in Subkulturen bedeutet oft einfach nur, dass man gefälligst zu mir tolerant sein soll. Aber es ist immer einfach, auf später Dazugekommene zu zeigen und sie für irgendeinen Niedergang verantwortlich zu machen.

Zitat von *******live:
Ich halte es so, ich muss nicht alles mögen, aber ich muss den respektieren, der es mag. Und umgekehrt erwarte ich das ebenso. Solang etwas nicht illegal ist, haben weder ich, noch andere das Recht, jemanden für seine Leidenschaften zu verurteilen.

Was in gegenseitigem Einvernehmen stattfindet und niemandem schadet, kann von Ort zu Ort immer noch illegal sein. Dazu kann man sogar in Europa bleiben.
**********rWolf Mann
278 Beiträge
Was jeder tun sollte, der einem Menschen begegnet, dessen Horizont so begrenzt ist, dass er Kinkshaming betreibt: Den Menschen auslachen und weitergehen.

Zum Glück hatte ich bisher wenig Berührung damit, erinnere mich aber an eine junge Dame vor einigen Jahren, die sich fluchtartig verabschiedet hat, als sie erfahren hat, was alles zu meinem Repertoire gehört.
*********Wien Frau
3.771 Beiträge
Sich fluchtartig zu verabschieden ist schon Kingshaming?
Falls ich ehrlich betroffen bin, mir die Gesichtszüge eventuell auch noch entgleisen und ich nicht sachlich in der Lage bin, es so zu formulieren, dass mir vor bestimmten Spielarten einfach nur graust, welche meine Gesprächspartner aber toll finden, dann gehe ich lieber wortlos.
*********r_01 Paar
507 Beiträge
Kinkshaming habe ich nur durch eine Person erfahren und zwar mich selbst.
Ich habe jahrelang die in mir reifenden Gedanken / Kinks selbst geshamed und tief vergraben gehalten.
****al Mann
3.284 Beiträge
Zitat von **********rWolf:
Zum Glück hatte ich bisher wenig Berührung damit, erinnere mich aber an eine junge Dame vor einigen Jahren, die sich fluchtartig verabschiedet hat, als sie erfahren hat, was alles zu meinem Repertoire gehört.

Solange sie bloß nicht selbst teilhaben wollte, würde ich es nicht Shaming nennen.
*******live Mann
337 Beiträge
Wie bei vielen Themen auf dieser Plattform soll es doch darum gehen, die Frage des Themenerstellers zu beantworten, bzw seine persönlichen Ansichten und Gedanken zu dem Thema zu teilen.

Es geht aber sicher nicht darum, die Beiträge zu den Themen zu kommentieren oder belehrend aufzutreten.

Ich empfinde das immer wieder als störend und respektlos. Jeder hat das Recht seine eigene Meinung zu einem Thema zu äußern. Dies muss nicht immer auf die Zustimmung anderer treffen, aber so what, dann nehm ich das zur Kenntnis und gut ist, ist ja seine Meinung und die kann ich sehr gut respektieren.
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