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Literatur mit Aha-Effekt!

*******r66 Mann
4 Beiträge
Themenersteller 
Literatur mit Aha-Effekt!
Ich würde hier gerne eine Thema anstoßen, daß ich persönlich ausgesprochen spannend finde ... Literatur, die einem ein Aha-Effekt bereitet hat!

Die Überschrift klingt womöglich etwas hölzern ... in Ermangelung einer pfiffigeren viel mir aber erst Mal nichts besseres ein - wenn ihr also eine bessere wißt ... dann nur her mit euren Vorschlägen!

In meinem Fall änderte Heinrich Böll's "Irisches Tagebuch" die Sichtweise auf meine eigene Sexualität ... konkret das Kapitel "Die schönsten Füße der Welt"!

Mit Erwachen meiner Sexualität stellte ich zu meiner Bestürzung fest, daß ich primär nicht ausschließlich ... wie all die anderen pubertierenden Jünglinge um mich herum ... an die "dicke Euter" oder die "knackigen Hinterteile" der Mädels Interesse fand ... sondern sich mein Augenmerk insbesondere auf deren Füße richtete - natürlich paßte ich mich an und heulte mit den Wölfen mit, wenn die pubertierende Jungenschaft auf dem Schulhof oder im Fußball-Verein sich über die Vorzüge von Schulkameradinnen ausließ ... aber insgeheim fühlte ich mich irgendwie als Außenseiter!

Für die jüngeren unter euch Lesern *zwinker* sei gesagt, daß ich hier von den Jahren um 1980er spreche ... das Internet stand noch in den Sternen ... in Öffentlichen Bibliotheken wurde das Thema Sexualität noch völlig ausgespart ... und mit vierzehn oder fünfzehn Jahren auf dem Buckel konnte ich natürlich nicht einfach in einen Sex-Shop spazieren!

Ergo ... stand ich also mit meinem Dilemma völlig allein da!

Als ich dann aber ... ziemlich zeitnah zu meiner prekären Dilemma-Lage ... Heinrich Böll's "Irisches Tagebuch" laß, viel mir regelrecht ein Stein vom Herzen ... wenn schließlich ein Literatur-Nobelpreisträger den Füßen des weiblichen Geschlechts ein ganzes Kapitel widmete, dann konnte es ja nur bedeuten, daß ich mit meinem sexuellen Verlangen nicht ganz allein auf weiter Flur stand *puh*!

Also ... wer von euch hat ähnliche Erfahrungen gemacht ... wer hat einen literarischen Aha-Effekt erlebt ... oder sehe ich mich hier und jetzt wieder ganz allein mit einem Dilemma konfrontiert *snief2*?!

P.S. Übrigens ... auch im fortgeschrittenen Alter üben Frauen-Füße nach wie vor einen ungeheuren Reiz auf mich aus!
*******vere Mann
179 Beiträge
Ein ähnliches Erlebnis hatte ich mit dem Roman "Katz und Maus" von Günter Grass: unvergessen sind die Romangestalten Jochen Mahlke und Tulla Pokriefke; und am Rande die beiden Tanten Mahlkes, und der Kaplan Dziwisz. Damals hat mich das enorm beeindruckt, aber da war ich so um die 13 oder 14 Jahre alt.
****n27 Frau
2.246 Beiträge
Habe zwar keinen Fetisch entwickelt - aber ganz klar "Dornenvögel" ... diese eine große Liebe, die so schwer geprüft wird.....

Ja.... es ist viel Gutes in der Literatur versteckt. Mittlerweile muss man nur echt genau hinschauen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
******tte Frau
514 Beiträge
Anaïs Nin hat mir so manchen Horizont eröffnet 🖤
********brav Frau
3.251 Beiträge
Vielleicht muss man das gar nicht so jochttsbend literarisch betrachten, vielleicht einfach, dass es Literatur dazu gibt,was einen bewegt und dass es dann irgendwie Legitimation erhält.
Bei mir war es so,dass ich von Anbeginn meines Beziehungsleben immer zwei junx "liebte" ,Männer...es gab den offiziellen und den heimlichen ,weil es DAFÜR keinen Namen gab,weil Monogamie der Status der Gesellschaft war....bis ich irgendwann von Polyamorie las....in welchem Kontext genau,kann ich gar nicht mehr sagen,aber plötzlich machte alles Sinn, "das Kind" hatte einen Namen und ich durfte sein
*******s72 Frau
377 Beiträge
Kein Fetisch, aber Erkenntnis oder Aha-Effekt beim Lesen in der Oberstufe: "Effi Briest" hat mich besonders deshalb geprägt, weil Theodor Fontane so sensibel über die schwierige Lage von Frauen im 19. Jahrhundert schreibt. Durch seine Darstellung wird deutlich, wie wichtig Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sind. Damals wie heute. 30 Jahre her und bei mir immer noch präsent.
*******ris Mann
50 Beiträge
@*******r66
Nun in dem Falle anempfehle ich den so gehypten Roman des erst 22jährigen Nelio Biedermann: Lazar.
Darin findet sich dann etwa folgende Stelle:

„In Wirklichkeit waren sie von denselben sexuellen Verlangen getrieben wie die Figuren Schnitzlers (…) Die Fledermaus, die nervös an der Stuckdecke herumflatterte, war ihm nun gleichgültig (…) Er zerrte Ilona an den Händen hoch (…)und warf sie auf das Ehebett, streifte ihr das Kleid und die Unterröcke vom Leib und sank dann, in seinem schwarzen Anzug, heftig atmend vor ihr auf die Knie. Ilona zitterte vor Erregung. Langsam schob sie Kurt ihre Zehen in den Mund und begann, sich selbst zu befriedigen.“
Ich
********dy76 Frau
613 Beiträge
Hallo,
mir fällt das immer etwas schwer, auch wenn man es bei meinen ganzen Internetauftritten nicht glauben mag. Aber Literatur mit Aha-Effekt? Vielleicht gefallen Euch dann diese Bücher:
Meine beiden Buchreihen: Odine und Amelie – Liebe mal anders und Odine und Amelie – ein kriminalistisches Duo.

Sollte der Beitrag unerwüscht sein, oder gegen geltende Regeln verstoßen, bitte ich ihn zu entfernen.

Zur Handlung:
Odine Bernau ist Mitte 30 arbeitet bei der Mordkommission. Sie ist seit Jahren Single, weil sie weiß, wie sie sich eine glückliche Beziehung vorstellt. Amelie Richter ist eine junge, etwas freche und sehr direkte junge Polizistin Anfang 20, welche Odine unbedingt in ihrem neuen Team haben möchte.
Die Romane sind eine bunte Mischung aus BDSM/CG/l, Krimi und Lesbian Love. Und ja wie in jeder guten Liebesgeschichte gibt es bei den beiden auch Erotik. Aber jeder einzelne Band handelt auch von ihrer gemeinsamen Arbeit und davon, wie diese sich auf das Privatleben zweier sich liebenden Menschen auswirkt.

Aha-Effekte? – Aber gerne doch!

Jeder der bisher erschienenen sechs Bände hat einige Aha-Effekte. Welche genau? Dafür müsst ihr die Bücher schon selbst lesen. Einige Leser haben mir sogar geschrieben, dass sie welche hatten, die von mir gar nicht bewusst geschrieben wurden, sondern sich auf ihr eigenes Leben bezogen. Denn ich bemühe mich, realistische Beziehungen im Alltag zu beschreiben. Aber ich schreibe eben auch über Machtmissbrauch, über Vergewaltigung, über Hass auf das Unbekannte, Homophobie und über Populismus und seine Gefahren. All die Dinge, die uns im Alltag begegnen, und nicht nur über Mord. Auch wenn die beiden bei der Mordkommission arbeiten.

Was die Romane nicht sind:

Sie sind keine reinen Erotikromane, ja zu einer Beziehung gehört eben auch Erotik, und die kommt auch bei den beiden nicht zu kurz. Sie sind keine reinen BDSM-Liebesgeschichten, denn es geht nicht nur um BDSM, CG/l oder whatsoever. Auch das gehört zur Beziehung der beiden. Sie sind keine reinen Fetisch- oder gar CG/l-Geschichten. Denn genau wie bei uns im realen Leben ist es auch bei Odine und Amelie nicht jeden Tag Thema.

Was die Romane sind:

Sie sind die fiktiven Erzählungen eines sich liebenden, lesbischen Paares, welches seinen Alltag in einem etwas ungewöhnlicheren Beruf bestreitet. Sie sind Geschichten, voller Zugewandtheit, Fürsorge und Liebe für den Menschen, mit dem man gemeinsam alt werden will. Und zu guter Letzt sind es die Art Geschichten, die ich selbst gerne gelesen hätte, aber nie gefunden habe.

Aber ich schreibe auch über ein lesbisches Paar, über eine Mommy Domme und ihr littlegirl, über Vertrauen, Vertrauensverlust, Fürsorge und Ängste.

In diesem Sinne
Seid Achtsam
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