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Wie habt ihr euer Schüchternheit ausgetrickts?

*********asel Frau
1.745 Beiträge
Themenersteller 
Wie habt ihr euer Schüchternheit ausgetrickts?
Angespornt von einem anderen Beitrag, wollte ich hier gerne separat darüber schwadronieren, wie die Flirt-Profis (oder werdende) das Flirten gelernt haben.

Man kann non-verbal
Kontakt aufnehmen, mit Blicken und Gesten.
Oder verbal und hier scheinen ganz viele Probleme zu haben.

Ich wünsche mir einen konstruktiven Austausch mit Tipps und Ideen. Das es schwieriger ist als früher wissen wir bereits und bringt nix, sich darüber weiter zu unterhalten.

Also ich war auch schüchtern und ausserdem bin ich mollig.
Aber ich habe gelernt, Leute zuerst mal im sicheren Umfeld anzusprechen.
Bsp: täglich mindestens eine Person ansprechen: Mach ein Kompliment, stell eine Frage, komm ins Gespräch.
(Sie haben eine tolle Jacke, tolle Haare, wie spät ist es? Wo ist denn der Bahnhof, der nächste Supermarkt etc)
Da hab ich mit Frauen angefangen und dann auch den Mut gehabt, das bei Männern zu machen. (Sie riechen toll, was ist denn das? Würde meinem Mann auch stehen (dann hört es sich nicht wie ne Anmache an) /

Ich habe einige blöde oder ignorante Reaktionen kassiert aber viel viel mehr tolle Menschen kennengelernt und tolle Gespräche führen dürfen, dass ich auch im Ausgang angefangen habe, Frauen und Männer anzusprechen.
Beim warten an der Bar, Toilette etc. (kennst du den Laden? Kannst du was empfehlen? Wann schliessen die hier? Stehst du auch an?)

Heute ist mein Selbstbewusstsein so gross, dass ich aus Spass weiter mit Menschen in Kontakt treten mag und es mir total egal ist, wenn Jemand blöd reagiert. DAS HAT NÄMLICH GAR NICHTS MOT MIR ZU TUN *zwinker* das hat was mit denen zu tun und dann dürfen die auch gerne weiter Zeit mit sich selber verbringen.

Wie habt ihr eure Schüchternheit ausgetrickst? Was hat gut funktioniert?

Freu mich auf den Austausch! *stammtisch*
*******au77 Mann
254 Beiträge
Glückwunsch.
Introvertiert sein ist ein Hindernis. Das gute für Frauen, es passt ins alte Rollenbild und die Männer sollen die „Arbeit“ machen.

Mollige Frauen werden dabei einfacher angesprochen, wie schlanke Frauen. Dies benötigt weniger Mut.

Eine wichtige Frage ist immer, ist Zeit vorhanden oder gibt es nur kurze Augenblicke.

Wenn es passt ist es egal was gesagt wird, dann beruht es auf Gegenseitigkeit, sinnhaftigkeit ist zu vernachlässigen.

Wenn Zeit vorhanden ist eine Atmosphäre des Wohlfühlens schaffen und nicht des erdrückens.
Die Augen und die Schultern und die Haltung verraten uns viel, aber auch der falsche Moment kann der richtige Moment sein.

Eine Abfuhr tut weh, etwas nicht gemacht zu haben verfolgt unser Gehirn ein Leben lang.
*********asel Frau
1.745 Beiträge
Themenersteller 
Ich finde nicht das wir noch alte Rollen zu erfüllen haben oder uns dahinter verstecken können…. Jedenfalls spreche ich als Frau, Männer an und meine Freundinnen angeln auch selber und warten nicht, bis der Fisch aus dem See in die Pfanne springt *lol*.

Mut mit Menschen zu reden gewinnt und kann erlernt werden.

Und ich also mollige Frau wurde kaum angesprochen…ausser auf Afro/curuba Parties, weil gewisse Männer, mit gewissen Wurzeln, tendenziell gerne mal ne kräftigere Frau haben. Auch da natürlich nicht alle (aber ja, wo ich mich suuper sexy gefühlt habe und viel flirten konnte war in Kenia und Amerika)

Es ist doch im erwachsenen Alter eher kein geheimer super-Tipp, die dicke oder wenig attraktive Begleitung als Brücke zu nutzen, die sexy Person anzubaggern. *zwinker*
*******au77 Mann
254 Beiträge
Reden hilft immer.

Schüchterne Frau hat es einfacher als ein schüchterner Mann.

Hopping ist eine Möglichkeit aber eher nicht so gut.

In jungen Jahren braucht es auch Zeit sich selber zu finden und seinen Frauentyp. Da geben dann immer mehr Männer zu mehr Frau zu brauchen.

Du bist ja ein Augenschmaus
*********asel Frau
1.745 Beiträge
Themenersteller 
Speed dating!
Fällt mir dabei grad ein!

Hab ich auch gemacht. Cool zum üben und sich und den Typ zu finden, den man mag.

Weibliche Frauen, Männliche Männer oder eher männliche Frauen u d weibliche Männer

Oder bei uns gibt es auch die Plauder Kasse im Supermarkt oder den Tisch zum Teilen im Kaffee
*********0815 Mann
2.361 Beiträge
Zitat von *********asel:
Speed dating!
Fällt mir dabei grad ein!

Hab ich auch gemacht. Cool zum üben und sich und den Typ zu finden, den man mag.

Weibliche Frauen, Männliche Männer oder eher männliche Frauen u d weibliche Männer

Oder bei uns gibt es auch die Plauder Kasse im Supermarkt oder den Tisch zum Teilen im Kaffee


Ein Augenschmaus? @*******au77 Du bist ein Tiefstapler..... *wow*

Wo bitte finde ich sie: Diese "Plauder Kasse", den "Tisch zum Teilen" udgl. neumodernes Zeugs..... *rotwerd*
*********_i_c Mann
248 Beiträge
Dating Apps waren für mich die Erlösung. Zum flirten bin ich zu schüchtern, daher schreibe ich ganz normale erste Nachrichten. Etwas sexuelles ist da nie drin. Glücklicherweise gibt es einige Frauen, die von Flirtversuchen und dem Überangebot an sexualisierten Nachrichten die Schnauze so voll haben, dass sie meine neutrale Nachricht dann als positiv empfinden. Und durch die Plattform an sich ist Interesse dann auch schon impliziert.

Im echten Leben ginge das natürlich nicht. Da kommt die Schüchternheit viel mehr zum Tragen. Daher finde ich online-dating top.

Abgesehen von dating und Sex hat es mir massiv geholfen, einfach auch mal schlecht über andere zu denken. Nicht alle Fehler liegen bei mir. Früher bin ich immer davon ausgegangen, dass es allein meine Schuld sein muss, wenn eine Interaktion schräg läuft. Die Standardfrage meiner Familie war eben immer "Und was hast du gemacht, dass sich der andere so benommen hat?". Das habe ich internalisiert. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern. Ich habe einen Kundenservice angerufen und hatte eine konkrete Nachfrage zu einem Ablauf. Der Typ hat aufgelegt. Früher hätte ich eben gedacht, das ich etwas falsches gesagt haben muss und mich geschämt. Irgendwann habe ich dann umgeschwenkt und gedacht, dass der Typ ein Arschloch ist, der seinen Job nicht auf die Kette kriegt.
*******phia Frau
2.784 Beiträge
Ich konnte früher kaum Menschen ansehen, hatte als Teenie auch die Haare wie ein Vorhang ständig übers Gesicht, damit mich auch keiner sehen kann. *augenzu*

Ich habe aber auch oft die Zügel in die Hand genommen, weil ich larifari Leitung nicht ausstehen kann und gerne Vorwärts mach. Also mehr aus der Not und i.d.R. auch impulsiv und im nachhinein war ich erstaunt wie leicht es sein kann.
Es kam soweit, dass ich eine Stammtisch-Leitung übernommen habe. Jeder Themen-Abend war ne kleine Hölle und trotzdem habe ich es immer wieder duchgezogen. Dafür musste ich ja auch auf die neuen Leute zugehen, um die sicher in den Stammikreis zu geleiten.

War ne heftige Schule, aber seither fällt es mir tatsächlich sehr leicht auf jemanden einfach zuzugehen und mit irgendwas aktuellem den Einstieg in ein Gespräch zu legen.
*****a_S Mann
9.955 Beiträge
Meiner Erfahrung nach (und somit auch der von Leuten, die ich kenne) hilft nur Erfahrung,
was einen Kreislauf erzeugt, also entweder einen Erfolgskreislauf oder einen Teufelskreis.

Wenn jemand gute Erfahrung macht mit Kommunikation, Kennenlernen, Flirten usw., es also zum Erfolg, also zB zum Kuss kommt, wird die Person selbstbewusster und sicherer, lockerer mit Kommunikation, Kennenlernen, Flirten usw., und es gibt weiteren Erfolg. Und wenn es dann auch mal zu Misserfolg kommt, lernt man daraus, weil man es ja mit vorherigem Erfolg vergleichen kann.

Wenn jemand aber in der Hinsicht nur schlechte Erfahrungen macht, also Misserfolg erlebt, zieht er sich eher zurück, leidet das Selbstbewusstsein und die sozialen Fähigkeiten werden in Frage gestellt, unsicherer und letztlich schlechter, sodass die Chance auf Erfolg immer mehr sinkt, und man kann somit auch nicht aus Misserfolgen lernen, weil man sie nicht mit Erfolgen vergleichen kann.

Aber das ganze ist nicht völlig schicksalshaft, sodass man nicht herauskommt aus den Kreisen. Man kann aus dem Schüchternheits-Teufelskreis herauskommen, in dem man zB Nischen findet, in denen man gute Erfahrungen macht. Wir lesen hier von speziellen Partys, vom Onlinedating als Gamechanger, in anderen Threads werden Tanzkurse empfohlen, und meist ist es ein individueller Weg.
*****a_S Mann
9.955 Beiträge
Ach ja, du fragst ja auch nach persönlichen Erfahrungen:
Bei mir war es Kampfsport. Ich war ein zartes und ängstliches Kind und hatte Selbstbewusstsein nur bezüglich Schule und Malen. Aber bei Sport und sozialer Kommunikation war ich unsicher. Und ich bin nur deshalb mit zum Judo gegangen, weil andere Jungs aus meiner Klasse da hin wollten. Und am Anfang war es furchtbar, weil die stärker und mutiger waren als ich. Aber ich hab mich durchgebissen und irgendwann hat es mir auch Spaß gemacht, und dann hat mich das über ein paar Jahre verändert.
Ich war zwar immer noch nicht kräftig und sportlich weiterhin nicht sonderlich geschickt, aber ich hatte keine Angst mehr vorm Fallen oder davor, ruppig von Stärkeren angegangen zu werden, und das hat wohl meine ganze Art verändert. Und meinen ersten Kuss hatte ich mit einer aus einem Skikurs. Und naja, in dem Skikurs war ich eben auch nur selbstbewusst, weil ich keine Angst vorm Fallen hatte.
****ot2 Mann
12.212 Beiträge
Zitat von *****a_S:

Wenn jemand gute Erfahrung macht mit Kommunikation, Kennenlernen, Flirten usw., es also zum Erfolg, also zB zum Kuss kommt, wird die Person selbstbewusster und sicherer, lockerer mit Kommunikation, Kennenlernen, Flirten usw., und es gibt weiteren Erfolg. Und wenn es dann auch mal zu Misserfolg kommt, lernt man daraus, weil man es ja mit vorherigem Erfolg vergleichen kann.

vom Onlinedating als Gamechanger.

Zustimmung.
Ich war zwar nicht per se schüchtern, als ich vor ca. 15 Jahren nach langer, treuer Ehe in die Welt des Dating eintauchte. Sondern fast distanzlos kommunikativ, also der Typ, der einem in fünf Minuten die Welt erklärt.
Dennoch wußte ich überhaupt nicht, ob ich jemals noch mal eine Frau küssen werde.

Ich habe einfach nur Glück gehabt im ersten Dating-Jahr auf die richtigen Frauen zu treffen. Die erste hat sich, als wir uns nach 1 Stunde Spaziergang auf der Parkbank niederließen, quasi an mich rangeworfen. Mit minutenlanger leidenschaftlicher Knutscherei und dem Vorschlag zu ihr nach Hause zu gehen, wo wir rasch ins Schlafzimmer umzogen. Ihr Dating-Interesse war ziemlcih eindeutig sexgesteuert. Da hatten sich zwei ausgehungerte getroffen. War geil.

Wer mich sieht, wird niemals glauben, wie "erfolgreich" ich in 2010er Jahren in Sachen Dating war. Wenn man Bettgeschichten und Sex ohne Ende als Erfolg werten will.
Ich sehe nun wirklich nicht so aus wie ich mir einen Womanizer vorstelle. Zu klein, zu dicklich, zu unathletisch.
O.k., meine Stimme hat vielleicht was. Halt tief und sonor. Nun gut, charmant daherquatschen kann ich sicher auch.
Aber eigentlich ist es kaum erklärbar wie selten ich seinerzeit nach dem ersten Date Körbe bekommen habe.
*********0815 Mann
2.361 Beiträge
@*****a_S und @****ot2 erzählt mir mehr von euren Wegen aus der Schüchternheit....! *hypno*
*****a_S Mann
9.955 Beiträge
@*********0815 ernst gemeint oder Provokation?

Also, ich weiß nicht, ob ich wirklich die Top-Hilfe hier bin, weil ich nicht über Jahrzehnte schüchtern war und dann über Training oder Therapie da herausgefunden habe. Sondern ich hatte im Nachhinein betrachtet 2 Stellen im Leben, wo ich soziales Selbstbewusstsein (neu) lernen musste:

1. wie oben beschrieben als Jugendlicher vom dünnen Streber zum coolen Punker zu werden (obwohl ich eigentlich immer noch ein dünner Streber war;)).
2. als mir klar war, dass ich Fetisch und Femdom (er)leben will, ich dahingehend ein ComingOut hatte und bemerkt habe, dass ich dadurch viel schlechter bei Frauen ankomme.

Auch in der 2. Phase musste ich mein Selbstbewusstsein erst mal wieder aufbauen. Und das ging zum einen dadurch, dass ich ganz viel in der BDSM/Fetisch-Szene socialized habe. Und zudem habe ich aber auch auf meine früheren "Erfolge" aufgebaut, also zu wissen, dass es gut ist, einen sportlichen Körper zu haben und mit Frauen befreundet zu sein und reden zu können.

Letzteres ist somit auch ein Tipp. Ich habe im Bekannten/Freundeskreis mehrfach erlebt, wie Menschen Flirt-Schüchternheit schon dadurch verloren haben, dass sie durch Sport und bessere Ernährung nach einem Jahr einen deutlich besseren Körperbau hatten und dann auf einmal nutzen konnten, in der Friendzone zu sein.
****ot2 Mann
12.212 Beiträge
Zitat von *********0815:
@*****a_S und @****ot2 erzählt mir mehr von euren Wegen aus der Schüchternheit....! *hypno*

Es stellt sich mitunter wohl die "moralische Frage", ob man "ausgehungert" auch mit einer Frau ins Bett steigen soll, die optisch vielleicht nicht der "Traum einsamer Männernächte" ist.

Aber, - wenn sie eindeutig die Initative ergreift und "es doch auch will", warum denn nicht? *gruebel*
********in80 Frau
44 Beiträge
Ich bin leider von Kindheit an krankhaft schüchtern (soziale Phobie) und habe deswegen schon diverse Therapien gemacht. Übungen, wie sie andere hier schon beschrieben haben (z. B. beim Einkaufen, im Bus etc. Menschen ansprechen, einfache Dinge fragen und das dann langsam steigern und ausweiten), haben mir ein bisschen geholfen, aber nie zu einem wirklichen Durchbruch geführt.

Onlinekontakte oder Onlinedating helfen mir leider auch kaum. Die erste Kontaktaufnahme und das Schreiben mit einer Person finde ich zwar total easy, aber ein reales Treffen ist für mich ein fast unüberwindbares Hindernis und im Vorfeld sterbe ich immer tausend Tode. Je länger ich mit jemandem schreibe, desto grösser wird meine Angst vor einem realen Treffen, weil ich denke, dass ich die andere Person ja sowieso nur enttäuschen kann, da mir Schreiben viel fällt als reden und ich online interessanter wirke als in echt.

Da all die gängigen Therapieansätze und Tipps bei mir nicht viel geholfen haben, habe ich mich für einen unkonventionellen Ansatz entschieden: Ich wollte versuchen, mich in einer Art Konfrontationstherapie meiner Angst vor Nähe und Intimität zu stellen. Da ich wegen meiner Schüchternheit niemals einen "Übungspartner" gefunden hätte, habe ich mich für eine Art von Sexarbeiter entschieden, der sehr empathisch ist.

Auch wenn es wahrscheinlich komplett absurd und unlogisch klingt, führen diese Erfahrungen dazu, dass ich mich auch anderen Menschen gegenüber emotional mehr öffnen kann und dass ich in letzter Zeit mehr und tiefere Gespräche geführt habe als in all den vielen Jahren davor.
*********0815 Mann
2.361 Beiträge
Zitat von ****ot2:
Zitat von *********0815:
@*****a_S und @****ot2 erzählt mir mehr von euren Wegen aus der Schüchternheit....! *hypno*

Es stellt sich mitunter wohl die "moralische Frage", ob man "ausgehungert" auch mit einer Frau ins Bett steigen soll, die optisch vielleicht nicht der "Traum einsamer Männernächte" ist.

Aber, - wenn sie eindeutig die Initative ergreift und "es doch auch will", warum denn nicht? *gruebel*


Es ist normalerweise nicht meine Art, aber dennoch stellt sich für mich hier die Gegenfrage: "Bist du denn der ´Traum einsamer Frauennächte' ? Du Armer hättest eh nicht, wenn sie nicht die Initiative..... *augenzu*
Ich hoffe sehr dir ist klar: Sprache schafft Bewusstsein!?
*********0815 Mann
2.361 Beiträge
Zitat von *****a_S:
@*********0815 ernst gemeint oder Provokation?

Also, ich weiß nicht, ob ich wirklich die Top-Hilfe hier bin, weil ich nicht über Jahrzehnte schüchtern war und dann über Training oder Therapie da herausgefunden habe. Sondern ich hatte im Nachhinein betrachtet 2 Stellen im Leben, wo ich soziales Selbstbewusstsein (neu) lernen musste:

1. wie oben beschrieben als Jugendlicher vom dünnen Streber zum coolen Punker zu werden (obwohl ich eigentlich immer noch ein dünner Streber war;)).
2. als mir klar war, dass ich Fetisch und Femdom (er)leben will, ich dahingehend ein ComingOut hatte und bemerkt habe, dass ich dadurch viel schlechter bei Frauen ankomme.

Auch in der 2. Phase musste ich mein Selbstbewusstsein erst mal wieder aufbauen. Und das ging zum einen dadurch, dass ich ganz viel in der BDSM/Fetisch-Szene socialized habe. Und zudem habe ich aber auch auf meine früheren "Erfolge" aufgebaut, also zu wissen, dass es gut ist, einen sportlichen Körper zu haben und mit Frauen befreundet zu sein und reden zu können.

Letzteres ist somit auch ein Tipp. Ich habe im Bekannten/Freundeskreis mehrfach erlebt, wie Menschen Flirt-Schüchternheit schon dadurch verloren haben, dass sie durch Sport und bessere Ernährung nach einem Jahr einen deutlich besseren Körperbau hatten und dann auf einmal nutzen konnten, in der Friendzone zu sein.

Bei mir immer ernst gemeint @*****a_S
Auch wenn ich deine Meinung nicht immer teile, so finde ich deinen Forschergeist toll! *top*
Genieße deinen sportlichen Körper, und sobald die Natur zuschlägt, wirst du sicherlich neue Wege finden! Da bin ich ganz zuversichtlich! *top2*
****ot2 Mann
12.212 Beiträge
Zitat von *********0815:

Es ist normalerweise nicht meine Art, aber dennoch stellt sich für mich hier die Gegenfrage: "Bist du denn der ´Traum einsamer Frauennächte' ?

Muss ich doch auch nicht, wenn eine Frau offensichtlich und zweifelsfrei Sex mit mir wünscht.
Keine Ahnung, was ihr Motiv ist.
Vielleicht gefallen ihr ja meine blauen Augen.
Oder sie vermutet gute Liebhaberqualitäten und aufmerksame intime Verwöhnung.
Oder hält mich für eine gute Partie und spekuliert auf Heirat.
Kann ich doch nicht wissen.
*****a_S Mann
9.955 Beiträge
Genau @*********0815 letztlich stehen wir immer mal wieder vor neuen Situationen, in denen wir erst mal Selbstbewusstsein aufbauen müssen: Wir ziehen in eine neue Stadt. Wir sind nach 10 Jahren Beziehung getrennt und daten auf einmal mit Ü40. Oder eben schon als älterer Mensch mit Rücken, Knieen und Glatze usw.. Und dann funktionieren die alten Wege, mit denen wir Erfahrung haben vielleicht nicht mehr so gut, und wir müssen zB Online-Dating kennenlernen usw.. Es ist ein ewiger Prozess, deshalb bin ich auch skeptisch mit dem Begriff "Flirt-Profis" des Eingangsposts. Jemand, der in seinen 20ern gut in Discos baggern konnte, muss nicht in seinen 50ern noch gut im Online-Dating sein.
*******her Mann
78 Beiträge
Die Leute müssen sich auch mal Zeit nehmen um jemanden kennenlernen zu können.

Schon so viele Frauen angesprochen die aufgrund von zu viel Arbeit keine Zeit für ein Treffen haben.

Man sieht es auch schon daran wie sehr die Leute in ihre Smartphones vertieft sind und das Umfeld nicht mehr wahrnehmen können.

Irgendwann finde ich schon noch die richtige man muss eben immer drann bleiben!

Bin auch sehr introvertiert und das macht soziale Interaktionen für mich recht schwer wenn es um so unwichtige Dinge geht. So wie small talk was für mich unverständlich ist.
*****a_S Mann
9.955 Beiträge
@*******her Im Alltag Frauen anzusprechen ist auch spätestens seit den 10ern total außer Mode gekommen, weil ja fast jeder Erwachsene irgendwo auf Social Media, Dating App, Community ist und dort Kennenlernen anbahnt zu Terminen, wo er halt Zeit hat und nicht auf dem Weg zur Arbeit ist.

Ich habe letztens (also vor nem Jahr) seit langer langer Zeit mal wieder erlebt, wie ein junger Mann eine ihm unbekannte junge Frau in der U-Bahn angesprochen hat mit Kompliment und der Frage, ob man sich vielleicht mal treffen könnte und so. Und tatsächlich hat sie ihm am Ende ihr Insta genannt (das heutzutage Äquivalent zu Nummer geben).

Ich war von seinem Mut beeindruckt, weil da ja locker 10 Leute zugehört haben und er jetzt auch kein Supertyp war. Und hinterher dachte ich: Früher gabs das viel öfter. Heute "trauen" sich die Männer das nur noch im Schutz des Internets (oder eben auf Partys).
*******Punk Frau
7.969 Beiträge
Woher willst Du beurteilen, dass er kein Supertyp war?

Ich werde total oft im Alltag angesprochen.
**********eline Paar
295 Beiträge
jack@jackXjacqueline:

Austricksen ist so eine Sache, weil es auch dazu führen kann, dass man noch seltsamer wirkt als ohnehin vielleicht schon von anderen wahrgenommen. Ich denke, es gibt Menschen, die von ihrem Wesen her einfach sehr introvertiert sind und man das auch mit Schüchternheit (oder gar Arroganz) verwechselt. Solche haben aufgrund ihrer Art leider automatisch einen Nachteil in der Gesellschaft und auch die gängigen Tipps helfen da nur bedingt. Prinzipiell ist am Introvertiertsein ja auch nichts falsches oder krankhaftes. Man ist wie man ist, wird aber oft, und das ist meine eigene Erfahrung, dadurch entweder übersehen, nicht ernst genommen oder kommt, wenn ein tiefergehendes eigenes Interesse im Spiel ist, nur schwer beim Anderen (in meinem Fall Frauen) über eine freundschaftliche Ebene hinaus, weil das anscheind ohne Flirtaspekt nur schwer bis gar nicht vermittelbar ist.

Ich "überwinde" mein Introvertiertsein immer dann ein wenig, wenn mir Menschen begegnen, bei denen ich ein Gefühl von Sympathie und das Bedürfnis habe und sich die Gelegenheit bietet, teilweise völlig unüberlegt, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das Schwierige ist aus meiner Sicht auch nicht das Ansprechen, sondern nach einem ersten Austausch das Gespräch auch weiter führen zu können. Gibt es ein konkretes Thema, bin ich gut dabei, geht es nur um den berühmten Smalltalk, bin ich raus, weil mir diese Art von Gespräch schlicht nicht liegt. Man gerät ins Stocken, es entstehen unbehagliche Pausen des Schweigens, etc. Es wirkt für mich auch immer, trotz aller vermeintlicher Lockerheit, steif und aufgesetzt und aus meiner Sicht unnötig weil zu belanglos. Im Resultat führt das dazu, dass ich nur sehr wenige Kontakte aufbauen kann, aber wenn es mir ab und zu mal gelingt, dann mit den Menschen, die vom Typus auch zu mir passen.

Von daher könnte ich meinen, ich müsste extrovertierter sein, weil das offensichtlich der einzige Schlüssel zur erfolgreichen Kontaktaufnahme in der Gesellschaft ist. Eine zeitlang habe ich es auch mit mehr Extrovertiertheit versucht, das wirkte auf andere aber wohl immer wie angetackert, nicht ehrlich, weil ich mich damit selbst auch nicht gut fühlte und das dann mehr und mehr in einen Leidensdruck mündete. Heute akzeptiere ich mich so wie ich bin und freue mich über jeden Menschen, der mein eigentliches Wesen trotz aller Introvertiertheit wahrnimmt und mich einfach so annimmt, wie ich bin. Bisher haben sich auf diese Weise immer ein paar Nadeln im Heuhaufen finden lassen, zwar höchst selten, und vermutlich werde ich oft auch übersehen, aber es kommt vor. Im bin damit auf jeden Fall zufriedener als mit dem Gedanken oder gar dem Drang, auf Teufel komm raus bei anderen ankommen zu müssen.
*******Punk Frau
7.969 Beiträge
*********0815 Mann
2.361 Beiträge
Zitat von *******Punk:
Woher willst Du beurteilen, dass er kein Supertyp war?

Ich werde total oft im Alltag angesprochen.

Was bitte ist ein Supertyp? *gruebel*
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