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Wann ist die Zeit für eine Scheidung gekommen?

*********ms77 Frau
8 Beiträge
Themenersteller 
Wann ist die Zeit für eine Scheidung gekommen?
Wann ist die Zeit für eine Scheidung gekommen? Wann lohnt es sich nicht mehr zu kämpfen? Habt ihr diese absolute Hoffnungslosigkeit erlebt und dann trotzdem wieder zueinander gefunden? Wie? Was ist mit den Kindern? Wie kamen sie damit klar?
Ich weiß, viele Fragen aber ich suche nach Antworten aber alles, was ich spüre ist Angst und Panik.
***ko Mann
91 Beiträge
JOY-Team 
Liebe Mitglieder,

bitte teilt hier respektvoll eure persönlichen Erfahrungen. Es geht in diesem Thread nicht um eine grundsätzliche Beratung oder rechtliche Hilfestellung bei diesem weitreichenden Thema, sondern um individuellen Erfahrungsaustausch.

Ahoi,
Hanko
JOY-Team
****57 Frau
161 Beiträge
Der Zeitpunkt ist gekommen, wenn man merkt, dass einer nicht mehr bereit ist, Gemeinsamkeiten zu finden und der andere dadurch dauerhaft in seiner Lebensfreude eingeschränkt ist.

Kinder sind glücklich, wenn die Eltern glücklich sind.
******987 Frau
1.282 Beiträge
Zitat von ****57:
Der Zeitpunkt ist gekommen, wenn man merkt, dass einer nicht mehr bereit ist, Gemeinsamkeiten zu finden und der andere dadurch dauerhaft in seiner Lebensfreude eingeschränkt ist.

Kinder sind glücklich, wenn die Eltern glücklich sind.

Gut zusammengefasst

Hier noch ergänzend: wenn man sich nicht mehr liebt, wenn einer dem Anderen körperlich oder psychische Gewalt an tut

Klar hat man Angst vor der Veränderung und ja es kostet scheiß viel Geld
Aber ein glückliches und gesundes Leben ist wichtiger als alles andere
Man muss sich einfach irgendwann eingestehen, dass es keinen Sinn mehr macht
Man sollte sich auch von dem : bis das der Tod uns scheidet lösen
Man muss nicht den Rest seines Lebens verschwenden wenn es nicht mehr passt
Menschen ändern sich im Laufe des Lebens, Menschen werden älter... wenns nicht mehr passt muss man irgendwann gehen oder man geht daran kaputt
Lg
********lack Frau
20.409 Beiträge
@*********ms77

Da kommen so viele Dinge zusammen über die man sich erst mal klar werden muß.
Und das Du Angst und Panik hast, kann ich gut verstehen. Die hatte ich damals auch.
Das ist meist eine große Zeitspanne, die da zum Tragen kommt.
Wie lange geht die Beziehung? Wie alt sind die Kinder?
Aber der Satz von @****57 trifft es schon gut
Der Zeitpunkt ist gekommen, wenn man merkt, dass einer nicht mehr bereit ist, Gemeinsamkeiten zu finden und der andere dadurch dauerhaft in seiner Lebensfreude eingeschränkt ist.

Bei kleinen Kindern ist das so eine Sache, sie sehen die Eltern meist als Einheit und wollen nicht das sich da was ändert. Größere Kinder haben meist schon was mit bekommen und sehen - meist im Rückblick auch - das die Trennung nötig war.
Ich wünsche Dir die Kraft und den Mut und hoffentlich auch Familie und Freunde, die helfen können.

WiB
*********ms77 Frau
8 Beiträge
Themenersteller 
Danke für die bisherigen Antworten.
Wir sind seit 27 Jahren zusammen, 24 verheiratet. Unsere Kinder sind 13 und 15.
*******_t79 Frau
1.631 Beiträge
Warte nicht zu lange und nimm deine Bedürfnisse wahr.
Frage dich ob du mit jemandem zusammen leben möchtest der sich nur aus unbequemlichkeit anpasst oder weil die Trennung unausweichlich ist und nicht aus Verständnis. Frage dich warum du bleiben möchtest wenn kein Zugewinn besteht sondern zusätzliche Last.

Kinder spüren mehr als oft angenommen und unter Umständen werden ihnen vermittelt in ungutem Beziehungen zu bleiben aus Pflichtgefühl anstatt zu gehen. Nicht das was eigentlich angedacht ist.
******987 Frau
1.282 Beiträge
Wegen den Kindern allein sollte man nie zusammen bleiben
Die Kinder merken, dass es den Eltern dabei nicht gut geht und nicht glücklich sind
Lg
*********in365 Frau
2.277 Beiträge
Wenn ich ehrlich bin, dann gab es nie ein Zurück, wenn ich erstmal ernsthaft angefangen hatte über Trennung nachzudenken ... eher ein Hinauszögern, über Wochen, Monate oder gar Jahre ... in dieser Zeit wechselten stets Hoffnung und Enttäuschung, ich sammelte Gründe dafür und dagegen, sehr ambivalent.

Bei meinen langjährigen Beziehungen, signalisierte mir am Ende mein Körper, dass es so nicht weitergeht ... aber ich hätte mir Vieles erspart, wenn ich lange zuvor, auf mein Gefühl vertraut hätte.

Auch mich belastete am Ende meiner Ehe, der Gedanke an die Kinder, meine waren damals 4 und 6 Jahre jung, bis ein Freund mir klarmachte, dass es nicht in meiner Macht läge, den Kindern den Vater zu nehmen, sondern dies alleine davon abhängt, in wie weit, der Vater seine Beziehung zu den Kindern, aufrecht erhält oder pflegt.

Mit 13 und 15, dürfen sie bereits selbst entscheiden, bei welchem Elternteil sie bleiben wollen ... und sie werden bereits mehr durch die Peergroup, als durch die Eltern geprägt ... zudem haben auch sie schon erfahren, dass nicht jede Freundschaft/Beziehung ewig währt ... und sie können eigenständig Kontakt halten und sei es manchmal nur per Handy.

Versuch deine Entscheidung nicht von Anderen abhängig zu machen, nicht von Kindern, Eltern, Freunden, deinem Partner oder Nachbarn ...
Fühl in dich hinein, neugierig und ehrlich, dort findest du Alles, was du zu deiner Entscheidung benötigst.
********rmal Mann
677 Beiträge
Wenn Beziehung zu einem Kampf wird ist es allerhöchste Eisenbahn zu gehen, diese Kraft in eine glückliche Zukunft zu investieren macht mehr Sinn.

Kinder bekommen sehr wohl mit wenn sich Eltern nicht mehr wohlgedonnen sind und da ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

Was ein Neuanfang ungemein vereinfacht weil eben keine Panik und Angst das Szenario beherrscht ist finanzielle Unabhängigkeit durch ein eigenes Einkommen.
Wegen den Kindern geht das nicht ist eine Ausrede hunderttausende Frauen die das können sind der Beweis dafür und einige die ich kenne geht es jetzt sogar fnanziell besser als vorher, auch wenn der Ex so garnichts dazu steuert.
****s_H Mann
4.958 Beiträge
Wenn ich eure Ratschläge so lese klingt das irgendwie viel leichter...

In meinem Fall hatte ich mich innerlich schon viele Jahre gelöst, aber durch die Erpressung über die Kinder hab ich es noch ganze 7 Jahre weiter gezogen... hat nichts gebracht, die Erpressungen gingen auch nach der Trennung viele Jahre weiter

Natürlich hing da noch ein Haus usw dran... hat mich alles in allem fast 170.000 Euro gekostet, wohlgemerkt ohne den Unterhalt...
Jede Trennung/Scheidung ist individuell und niemand kann sagen "wird alles gut werden"
... dass es nicht in meiner Macht läge, den Kindern den Vater zu nehmen, sondern dies alleine davon abhängt, in wie weit, der Vater seine Beziehung zu den Kindern, aufrecht erhält oder pflegt.

Es liegt sehr wohl in der Hand dessen der die Kinder "behält", denn darin liegt eine große Macht die nicht jeder zum Guten nutzt... und selbst die Ämter sind dabei meist machtlos...

Niemand hier kann dir sagen wie oder wann der richtige Zeitpunkt ist...
Oha, zu lesen, dass es vielen ähnlich ging, stimmt mich nachdenklich. 2012 die erste Trennung mit Auszug aus dem Haus. 3 Kids, alle noch kleiner. Vermissen der Familie, der gewohnten Umgebung inkl. Ca 9 Monate später wieder zurück. 2015 der nächste Crash. Wieder mit Auszug, wieder zurück nach 6 Monaten. Nur 12 Monate später dann das endgültige Aus. Auszug, hoffen und sich bemühen, jedoch immer wissend, dass es keinen Sinn macht. 2 Jahre später habe ich dann die Scheidung eingereicht.

Revue passieren lassend, muss ich gestehen, dass es die 2. Beste Entscheidung war sie zu heiraten, die Beste war es mich von ihr zu trennen. Seitdem endlich frei.

Meine Scheidung war seeeeehr teuer, sie zeigte danach ihr wahres Gesicht. Alles richtig gemacht
*******_t79 Frau
1.631 Beiträge
@****s_H
Ist ist nicht leicht. Nach wie vor gibt es unzählige Väter die nach der Trennung ziemlich nasty werden da ihr Ego angeknackst ist wenn Frau die verfrohrenheit besitzt sich zu trennen. Es wird gejammert das Mann keine Chance bekommen hat die Ehe zu kitten, es werden Machtspiele nicht selten auf dem Rücken der Kinder ausgetragen und finanzieller Ruin durch gesetzlich vorgeschriebene Unterhaltsleistungen aufgrund der Düsseldorfer Tabelle vorgeworfen.
Letzen Endes bestätigt sich dann meist das es eine gute Entscheidung war zu gehen und viele Menschen zeigen dann ihr wahres Gesicht.

Trotzdem ziehe ich das Leben als Single Mom Cat Lady eher vor als unglücklich in einer Ehe zu stecken wenn wirklich nichts mehr geht.
******ane Frau
784 Beiträge
Guten Morgen, bei meinen 2 Trennungen waren es Gründe, die mehr auf Grundwerten oder Lebensweisen berufen. In beiden Fällen war die Liebe beidseitig noch da, aber entweder wollten wir unterschiedliche Dinge, die nicht zusammen passten oder wir waren einfach zu verschieden (Nähe-Distanz bzw mono-poly). Gemerkt haben wir es durch den Leidensdruck, der immer größer wurde. Wir haben versucht uns anzupassen und letztendlich macht das traurig, depressiv. Und wir haben gemerkt, es gab keinen Kompromiss, keinen Weg, der für uns Beide richtig und gesund gewesen wäre.

Für meinen Sohn war die Trennung von seinem Vater schlimm, weil direkt mittendrin auch noch Corona kam und er Einzelkind ist. Richtig war es dennoch, denn jetzt gibt es 2 glückliche neue Zuhause, zwischen denen er pendelt.

Der Unterschied der beiden Trennungen war, einmal war es mit viel Hass und Wut seitens meines Ex-Mannes. Die spätere Trennung ist viel achtsamer und liebevoller, das macht so vieles leichter, wenn man noch die gegenseitige Wertschätzung spürt

Alles Liebe dir *knicks* Masakhane
******yss Paar
89 Beiträge
Ich kann dich da ganz gut verstehen, dass du da Angst und Panik hast, diesen Schritt zu gehen...
Wenn sich leider nichts ändert, nach mehreren Gesprächen und ich mich nicht mehr wohlfühlen würde, dann wäre der Zeitpunkt bei mir da.

Mir ging es auch schon so in der Vergangenheit, er hat mir jedes Mal gesagt, er und alles andere ändert sich, nix hatte sich getan...lauter leere Versprechungen und mir ging es dabei auch nicht gut.
Und an meinen Kind merkte ich das auch.
Dann hab ich mich getrennt...

Ich möchte dir gerne mitgeben, dass du das schaffst!
Es wird erstmal schwer diesen Schritt zu gehen, aber du hast sicherlich Freunde und Familie, die dich gerne unterstützen.
Vlt könntest du mit deinen Kindern schon mal reden, wie sie die familiäre Situation momentan sehen und wie es dir so geht.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles gute!

Parageyss-Sie
********ider Mann
1.517 Beiträge
Zitat von *********ms77:

Wir sind seit 27 Jahren zusammen, 24 verheiratet. Unsere Kinder sind 13 und 15.

Und damit alt genug um nicht als Vorwand herhalten zu müssen.
****s_H Mann
4.958 Beiträge
Zitat von *******_t79:
@****s_H
Ist ist nicht leicht. Nach wie vor gibt es unzählige Väter die nach der Trennung ziemlich nasty werden da ihr Ego angeknackst ist wenn Frau die verfrohrenheit besitzt sich zu trennen. Es wird gejammert das Mann keine Chance bekommen hat die Ehe zu kitten, es werden Machtspiele nicht selten auf dem Rücken der Kinder ausgetragen und finanzieller Ruin durch gesetzlich vorgeschriebene Unterhaltsleistungen aufgrund der Düsseldorfer Tabelle vorgeworfen.
Letzen Endes bestätigt sich dann meist das es eine gute Entscheidung war zu gehen und viele Menschen zeigen dann ihr wahres Gesicht.

Trotzdem ziehe ich das Leben als Single Mom Cat Lady eher vor als unglücklich in einer Ehe zu stecken wenn wirklich nichts mehr geht.

Natürlich ist das umgekehrt genauso schwer, ich kann aber nur von meinen Erfahrungen berichten... und ja, heute (nach fast 20 Jahren) weiß ich dass ich für MICH richtig gehandelt habe, meine Kinder sehen das aber nach wie vor anders...
Man muss sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein, leider kommt es meist dann doch anders und man muss erkennen dass man zu blauäugig war... vielleicht davor oder danach...
*******nna Frau
1.042 Beiträge
1.) wenn alle Einzel-/Ehe-/Familientherapien nicht "helfen" in dem Sinne, daß das Paar neue Perspektiven, Möglichkeiten und alternatives Verhalten nicht umsetzen kann oder will.

2.) wenn der Körper einem das sagt, was der Kopf immer noch versucht zu verargumentieren (wird schon wieder. Was ist mit den Kindern? Dem Haus? .... die übliche Gedankenspirale). Ich hatte massive und häufig wiederkehrende Nebenhöhlenentzündungen und Magenbeschwerden. Man dachte über OPs nach. Unnötig: nach der Trennung alles weg und seit 20 Jahren nie wieder auch nur den Hauch einer Sinusitis gehabt. Klar, ich hatte damals "die Nase gestrichen voll" buchstäblich, danach nie wieder.) Außerdem konnte ich meinen Mann wirklich nicht mehr riechen, da reichte schon, daß er vorher in einem Zimmer war, wenn ich reinkam, mußte ich lüften. (und natürlich betreibt er auch Körperpflege so perfekt, wie alles in seinem Leben)

3.) wenn einen selbst die wohlgesonnensten Freunde mit gekräuselter Stirn anschauen und bei Erzählungen die Augenbrauen hochziehen. Dieser Blick von außen auf die Beziehung, die man selber noch für sanierungsfähig hält, weil man halt "beziehungsblind" ist. Oder feige.

Um die Kinder macht man sich die meisten Gedanken und die falschesten. Die kriegen eh alles mit. Vibes. MMn leiden die schon mindestens so lange mit, wie ernsthafte Trennungsgedanken in den Köpfen rumoren.

Als mein Mann und ich den Kindern (ca 5 und 10 damals) sagten, daß wir uns trennen, haben sie nicht geheult oder lamentiert. Sie atmeten beide ganz lange und tief aus. (ich habe damals ein dictaphon mitlaufen lassen um sicherzustellen, daß der X oder ich keine ungebührlichen verletzenden Wortbeiträge absondern).
Es wirkte so als habe man endlich Luft unter eine Bleiglocke gelassen, sie wirkten nachgerade erleichtert.

Im nachhinein mein Resumee: wir hätten uns weit vorher trennen sollen, also auch juristisch. Ich habe den Schritt aber erst initiiert, als absehbar war, daß ich finanziell unabhängig sein würde, weil ich ahnte, die Trennung wäre erst der Anfang eines hochdramatischen Rosenkriegs. Das hat sich bewahrheitet, und wahre Ruhe im juristischen Sinn (der X hat mich zuletzt ca 10-14 Jahre nach der Trennung mit irgendeinem Thema vor Gericht gezerrt und wieder mal verloren---frivolous litigation in Reinform) habe ich erst seit die Kids volljährig sind.

Von den Begleitumständen (Lügen/Verleumden/Verschleiern/Hetzen/Kinder und Umgebung manipulieren/psychischer, sozialer und finanzieller Mißbrauch) hätte ich grad verheiratet bleiben können, da hat sich nach der Scheidung nur wenig dran geändert. Aber im Rückblick hätte ich das nicht überlebt.
*******frei Mann
1.751 Beiträge
@*********ms77

Die Frage, ob der Zeitpunkt für eine Scheidung gekommen ist, kann Dir niemand beantworten.

Nur Du selbst kannst das.

Es gibt immer Gründe dafür und Gründe dagegen. Eine Scheidung befreit, eine Scheidung trennt, eine Scheidung löst Probleme, eine Scheidung schafft neue Probleme, eine Scheidung verändert das Umfeld, eine Scheidung schafft Raum für neue Erfahrungen, und und und....

Persönlich wäre dieses Forum für mich der letzte Ort an dem ich diesbezüglich Rat gesucht hätte.
********rmal Mann
677 Beiträge
Auf den Tip mit Eheberatung und Therapie hab ich gewartet.
Als erstes Mal die Beratende Person fragen wie es denn selber so läuft.

Die Antwort sagt Dir dann wie Sinnvoll das ist.

Ich selber würde auch kein Auto in eine Werkstatt bringen wo mir schon beim qnfassrn der Klinke das ganze Tor entgegenfällt.
*****ras Mann
2.208 Beiträge
Wo kein Gelenk mehr vorhanden ist lässt sich auch nichts mehr einrenken. Wenn es soweit gekommen ist folgen oft Alptraumhafte innerliche Zustände bei den Beteiligten. Für Kinder ist es immer besonders schlimm da eine Welt unter geht, und es begleitet sie ein leben lang. Mindestens eine Seite beider Partner leidet besonders stark unter einer bevorstehenden Trennung, was aber nicht pauschal gesagt werden kann. Grade wenn man so viele Jahre zusammen gewesen ist spielt noch ein ganz anderer Aspekt eine große Rolle. Und zwar das man so gut wie fast alles von dem Menschen weiß über sein Leben. Und wie viele Male will man diese Geschichte über sich noch weitergeben in seinem Leben? Hier kommt es dann aber darauf an wie oft davor man einen festen Partner gehabt hat. Für sensible Menschen sind Trennungen oft extrem schmerzhaft, egal welche Seite da Schluss gemacht hat.
*******Punk Frau
8.368 Beiträge
Ich habe öfter in Beziehungen gekämpft. Habe gemerkt, dass es was mit Verlustängsten zu tun hatte und ich aus einem Elternhaus komme, wo ich um Liebe kämpfen musste.

Das schlimmste mit einem Partner war, wie er 9 Monate nach meinem Umzug von Nürnberg nach Hannover tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde.

Bei mir ist mittlerweile mein Körper mein wichtigster Ratgeber. Er weiß schneller, wenn sich was nicht mehr gut anfühlt.

Ich bin selber ein Scheidungskind und die Ehe meiner Eltern war die Hölle. Sie haben sich erst getrennt, wie ich ca. 15 Jahre alt war. Mein Vater ist dieses Jahr gestorben und zwischen mir und meiner Mutter passiert seitdem etwas heilendes. Ich hätte nie gedacht, das sein Tod wie eine Befreiung sich für mich anfühlt.

Was meine Beziehungen angeht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass Loslassen das Gegenteil von kämpfen ist.
****na Frau
1.423 Beiträge
Zitat von *********ms77:

Wann lohnt es sich nicht mehr zu kämpfen? Habt ihr diese absolute Hoffnungslosigkeit erlebt und dann trotzdem wieder zueinander gefunden?

Der Kampf lohnte sich nach meiner Erfahrung nicht mehr, als ich verstanden hatte
• dass ich alleine kämpfe
• dass mir dadurch jede Lebensenergie verlorengeht
• dass ich nichts gewinnen kann außer den Verlust meiner emotionalen Balance
• dass mein Ex die Trennungsentscheidung unausgesprochen an mich delegiert hatte
• dass ich nach zwei Jahren einseitiger Beziehungsarbeit am Ende bin
• dass Kampf keine Form von Liebe ist.

Die Hoffnunglosigkeit habe ich erlebt, aber nicht das Wiederzueinanderfinden. Mir persönlich ist kein Paar bekannt, das es von ganz unten wieder hochgeschafft hat. Aber es gibt sie sicher diese Paare. Es hängt vom Willen beider Personen, ihrer Konstruktivität und ihrer Liebe füreinander ab. Das lässt sich rausfinden, wenn man absolut ehrlich ist zu sich selbst und zum anderen.

Alles Gute für dich.
******_73 Mann
4.444 Beiträge
Zitat von *********ms77:
Wann ist die Zeit für eine Scheidung gekommen? Wann lohnt es sich nicht mehr zu kämpfen?

Das ist ein guter Moment für eine wirklich gute Partnerberatung / Eheberatung.
Und mit wirklich gut meine ich keinen, der nur nach Durchahlteparolen sucht, sondern jemanden, der auch in der Lage ist zu vermitteln, dass eine Trennung die bessere Alternative ist.
Das kann mehrere Vorteile haben.
Ganz wichtig ist, dass man auch den Kindern sagen kann, dass sie nicht schuld sind (sind sie eh nicht) und das man eben alles versucht hat.
Es spricht jemand anders aus, dass es wohl nicht mehr geht.
Und man kann auch Hilfe bekommen, wie man zukünftig miteinander umgeht, und wie man in der nächsten Beziehung bestimmte "Fehler" vermeidet, damit es dann besser läuft.

Wichtig ist, die Zukunft ins Auge zu fassen, und nicht einen Schuldigen für die Vergangenheit zu suchen.
Einige können das, einige wenige haben dann im Anschluss an die Trennung einen Rosenkrieg.
******R54 Mann
37.566 Beiträge
Aus meiner Sicht wenn es nicht mehr möglich ist zusammen ein Gespräch über die Situation und Lösungen zu Suchen. In dieser Situation glaube ich gehen beide Moralisch kaputt. Und das darf nicht passieren.
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