jack@jackXjacqueline:
„Dass man das Gespräch genauso beginnt, wie man es auch real beginnen würde, minus den Smalltalk.
Was bleibt denn dann noch übrig? 😀
Nein, ernsthaft. Für mich ist so ein Anschreiben eher mit einem Brief als einem Gespräch vergleichbar. Ersteres ist erstmal nur ein mehr oder wenig gut durchdachter Monolog, von den man hofft, dass er beim anderen Sympathie weckt, während Letzteres viel mehr und die Art Dynamik aufweist, wie sie nur entstehen kann, wenn zwei Menschen direkt und persönlich in Dialog treten. Daher ist es aus meiner Sicht am Wichtigsten, zumindest theoretisch, bei einem Anschreiben auf den Menschen einzugehen, den man anschreibt, anhand der Informationen die man hat und darzulegen, was einen zum Anschreiben bewegt hat. Ob und wie das Geschriebene auf den anderen wirkt, lässt sich schwer vorhersagen und hängt nach meiner Erfahrung sehr vom Zufall ab. Menschen nur anhand von Fotos und Texten einzuschätzen, dafür sind wir eigentlich nicht gemacht. Hinzu kommt, dass Joyclub z.B. kein Dating-Portal ist, d.h. Anschreiben in dieser Hinsicht dürften nur mäßig erfolgreich sein, wenn es nicht gerade aus dem Profiltext hervorgeht, dass der andere auch daran interessiert ist.
Kurzum: Das Profil lesen, sich erstmal Gedanken machen und nicht nur seinem Impuls folgen, warum man mit diesem Menschen in Kontakt treten möchte, und es dann auf so authentische Weise wie möglich versuchen. Der Rest ist dann Glückssache. Natürlich kann man mit etwas Risiko seinem Glück auch etwas nachhelfen, aber das geht dann leider nur auf Kosten eines anderen Faktors, meist der Authentizität.