Mehr brandheiße Inhalte
zur Gruppe
Geschichte der O
2712 Mitglieder
zur Gruppe
Kopfkino
1703 Mitglieder
zum Thema
Hände35
Ich liege nackt auf dir. Mein Rücken auf deiner Brust, mein Hintern…
zum Thema
Erotischer PoetrySlam Text von mir:)2
Ich bin Alex 31 aus Regensburg und schreibe seit neuestens mit meinen…
Das Thema ist für dich interessant? Jetzt JOYclub entdecken

Maries Kreis

****72 Mann
29 Beiträge
Themenersteller 
Maries Kreis
Es war still geworden um Marie. Die Tage der Erholung gaben ihr die Gelegenheit, zurückzuschauen.
Wie hatte alles begonnen?

Die Fantasie war schon lange da gewesen. Erst nur ein flüchtiger Gedanke, ein Bild, das sie im Halbschlaf streifte. Sie stellte sich vor, wie es wäre, zwischen mehreren Männern zu stehen – im Zentrum, umgeben von Aufmerksamkeit, jeder Blick, jede Hand nur auf sie gerichtet. Nicht als Beute, sondern als Königin. Als Frau, die bestimmt, und zugleich verehrt wird.

Mit der Zeit hatte sie begonnen, diese Bilder zu nähren. Kleine Andeutungen in Gesprächen, ein mutiges Geständnis in einer vertrauten Runde, das Knistern, wenn sie spürte, wie Männer auf ihre Worte reagierten. Sie mochte dieses Spiel, das Schweben zwischen Andeutung und Möglichkeit.

Es war nicht bloß Neugier, es war ein Sehnen nach Bestätigung, nach dem Gefühl, gesehen und begehrt zu werden. Ein Stück weit auch ein Trotz gegen all die Jahre, in denen sie sich zu angepasst gefühlt hatte.

Und so wuchs in ihr die Idee, nicht nur zu träumen, sondern den Schritt zu wagen.

Als der Entschluss feststand, öffnete Marie die ersten Seiten einschlägiger Foren. Noch fühlte es sich verboten an, als müsste sie gleich wieder das Fenster schließen. Doch die Neugier war stärker.

Sie las sich durch Profile, Beobachterin im Stillen. Manche Männer wirkten grob, andere zu unverbindlich. Sie wusste sofort: Das passte nicht. Ihre Fantasie war nicht wahllos, sie verlangte nach Männern, die ihr auf Augenhöhe begegneten – und doch bereit waren, sie in den Mittelpunkt zu stellen.

Vorsichtig tastete sie sich vor. Erst kurze Nachrichten, ein paar Fragen, ein klarer Ton. Sie wollte prüfen, ob ihr Gegenüber verstand, was sie suchte. Mit der Zeit wagte sie mehr, schrieb gezielt jene an, die ihren Ansprüchen entsprachen.

Doch Worte und Profile reichten nicht. Marie wollte spüren. Also entschloss sie sich, die Männer einzeln zu treffen. Keine großen Gesten, keine langen Erklärungen – Begegnungen, die zeigen sollten, ob jemand ihrer Fantasie gewachsen war.

Sie erinnerte sich an sie wie an kleine Schnappschüsse.

Der Lauscher: still, aufmerksam. Er sprach wenig, hörte viel, und wenn er sie nahm, dann mit einer Ruhe, die sie fast erschreckte.

Der Brenner: heiß, ungeduldig, gierig. Er drückte sie gegen die Wand, hart, fordernd – doch er stoppte, sobald sie es wollte. Im Chaos lag seine Stärke.

Der Königsdiener: er kniete vor ihr nieder, küsste ihre Oberschenkel, als wären sie aus Gold. Er betete sie an mit Lippen und Zunge, bis sie ihn lachen ließ – und ihn doch nicht von sich wies.

Der Stille: kaum ein Wort. Nur dieser Blick, schwer, unbeweglich. Als er sie packte, hielt, nahm, war es roh und elementar. Sie wusste: hier war Gefahr, und doch fühlte sie sich gehalten.

Andere scheiterten, verschwanden schnell. Doch diese vier blieben. Vier Männer, die so unterschiedlich waren, dass sie zusammen das Bild ergaben, von dem Marie geträumt hatte: ihr Kreis.

Als sie wusste, wer bleiben durfte, wagte sie den letzten Schritt. Sie schrieb ihnen, jedem mit klaren Worten: Ihr gehört jetzt mir. Und ich will euch zusammen sehen.

Ein Apartment, groß genug, Kerzen, Wein, frische Laken. Mehr brauchte es nicht.

Sie kamen einer nach dem anderen. Der Lauscher, zurückhaltend. Der Brenner, ungeduldig. Der Königsdiener, der schon beim Begrüßen ihre Hand küsste. Der Stille, der nur mit diesem Blick den Raum füllte.

Marie trat vor sie, nackt unter einem Mantel, der bald zu Boden fiel. „Jetzt“, sagte sie, „ist meine Fantasie keine Fantasie mehr.“

Und dann brach es los.

Der Brenner packte sie grob, presste sie gegen die Wand, seine Hände fest an ihren Hüften. Seine Härte trieb ihr den Atem aus der Brust. Sie sog den Schmerz wie Lust in sich auf, doch ehe es zu viel wurde, ließ er sie los – fast beiläufig, als wüsste er, dass ein anderer bereitstand.

Da war schon der Lauscher, der sich hinter sie schob, den Druck auffing, den ihr Körper noch in sich trug. Seine Lippen an ihrem Hals, sein Atem nah an ihrem Ohr, eine Hand, die sie stützte, wo eben noch rohe Gewalt sie getrieben hatte. Der Wechsel war so abrupt, dass sie keuchend lachen musste, ein Laut zwischen Erleichterung und neuer Begierde.

Dann sank der Königsdiener vor ihr nieder. Er schob den Mantel von ihren Schultern, als wäre es ein Ritual, küsste ihren Bauch, wanderte tiefer, nahm sie in einer Andacht, die fast komisch gewesen wäre – wäre sie nicht so berauschend gewesen. Marie bog sich ihm entgegen, während hinter ihr der Lauscher sie sanft hielt und der Brenner gierig zusah.

Der Stille wartete nicht länger. Er griff in ihren Nacken, schwer, unerbittlich, und zog sie zu sich. Kein Wort, nur dieser Blick, der sagte: Du gehörst jetzt mir. Sein Körper gegen ihren, roh und hart, während die anderen sie hielten, verehrten, auffingen.

Dann gab es kein Nebeneinander mehr, nur noch Überlagerung. Sie wurde herumgerissen, hochgehoben, niedergelegt. Mal war sie Königin, mal Beute, mal Geliebte, mal Gefangene. Hände überall, Lippen an jeder Stelle, ihre Haut brannte. Jeder nahm sich seinen Platz, und sie ließ es zu, gierig, hungrig, wissend: dafür hatte sie sie ausgewählt.

Die Minuten verloren ihre Form. Überall Geräusche – das Schmatzen nasser Münder, das Klatschen von Haut auf Haut, ihr Keuchen, ihr Schreien, die tiefen Atemstöße der Männer. Sie sog, sie gab, sie bäumte sich, während immer neue Hände, Münder, Körper sie beanspruchten. Kein Teil blieb unberührt, kein Winkel ungenutzt. Sie war Mittelpunkt, Opfer und Göttin zugleich.

Und dann der Gipfel. Alles gleichzeitig: der Brenner hart, der Lauscher nah, der Königsdiener versunken, der Stille wie ein Fels. Marie bäumte sich auf, ein Schrei zerriss ihre Kehle, rohes, ungebändigtes Beben. Ihr Körper löste sich auf in Hitze, Ströme, Fluten, ein Zerreißen und doch ein Ganzwerden.

Sie fiel zurück, in Arme, auf Haut, in Atem. Überall Schwere, Wärme, Nachglühen. Hände streichelten sie, Lippen ruhten auf ihr, ein Laken wurde über sie gelegt. Der Rausch ebbte ab, ließ nur das Pochen in ihren Gliedern zurück.

Marie schloss die Augen. Wortlos, erschöpft, erfüllt.
Ihre Fantasie war Fleisch geworden – und sie wusste, sie würde nie wieder dieselbe sein.
*********olle Frau
35 Beiträge
Traumhaft! Fantasievolle Geschichte, sehr gut gelungen *bravo*
Anmelden und mitreden
Du willst mitdiskutieren?
Werde kostenlos Mitglied, um mit anderen über heiße Themen zu diskutieren oder deine eigene Frage zu stellen.