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"Unerlaubte" Liebe: tabu oder menschlich?

********Bins Paar
52 Beiträge
Themenersteller 
"Unerlaubte" Liebe: tabu oder menschlich?
Es gibt Formen der Zuneigung und Liebe, die gesellschaftlich nicht vorgesehen sind – Gefühle, die entstehen, obwohl sie „nicht dürfen“. Genau diese Konstellationen werfen komplexe moralische und emotionale Fragen auf.

Manchmal fühlen wir etwas, das nicht in die soziale Ordnung passt.
Zuneigung, Begehren, emotionale Tiefe – gegenüber einem Menschen, der als „verboten“ gilt:
Ein Lehrer. Eine Kollegin. Ein entfernter Verwandter. Oder jemand, der vergeben ist.

Was passiert, wenn das Herz sich nicht an Regeln hält?
Ist das ein innerer Konflikt, den man überwinden muss – oder ein Gefühl, das Raum haben darf, auch wenn es nicht ausgelebt wird?

Die gesellschaftliche Haltung dazu ist oft eindeutig:
„Das geht nicht.“
„Denk nicht mal daran.“
„Unpassend. Unmoralisch. Unzulässig.“
Aber Gefühle sind nicht steuerbar. Sie entstehen nicht, weil man sie will – sondern weil etwas in einem berührt wird, das sich der Kontrolle entzieht.

Und genau hier beginnt die innere Zerrissenheit:
Nicht, weil man etwas tut, sondern weil man fühlt – und nicht weiß, wohin mit diesem Gefühl.
Die einen versuchen es zu verdrängen.
Andere leiden still darunter.
Wieder andere beginnen, es zu reflektieren, ohne es zu leben.
Meine Fragen an euch:

• Was würdet ihr tun, wenn ihr euch in jemanden verliebt, den ihr „nicht lieben dürft“ – verdrängen, zulassen oder aussprechen?
• Habt ihr so etwas schon erlebt? Und wie seid ihr innerlich damit umgegangen?
-Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Gefühlen um – differenziert oder verurteilend?
-Warum ist Liebe nur dann akzeptiert, wenn sie „ins System“ passt – und was sagt das über unsere Normen aus?

Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten!
****Wo Paar
2.998 Beiträge
Sehr gute Fragen.
Ich gehe allerdings sehr praktisch damit um.
Gefühle dürfen gefühlt werden. Sie sind da. Was ich mit ihnen mache liegt aber in meiner Hand.
Verlieben sehe ich als ein Bild von Hoffnung, eine Illusion, die einer Projizierten Lösung aufgedrückt wird, denn das Kennen-lernen ist ein Prozess.
Ich glaube, dass wir weder unser Denken noch unser fühlen sind. Bewusstheit scheit mir der wichtige Punkt zu sein.
Konventionen durch das Außen sind mir mittlerweile weitgehend egal...
(Er)
******tto Paar
153 Beiträge
Zitat von ********Bins:


• Was würdet ihr tun, wenn ihr euch in jemanden verliebt, den ihr „nicht lieben dürft“ – verdrängen, zulassen oder aussprechen?
• Habt ihr so etwas schon erlebt? Und wie seid ihr innerlich damit umgegangen?
-Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Gefühlen um – differenziert oder verurteilend?
-Warum ist Liebe nur dann akzeptiert, wenn sie „ins System“ passt – und was sagt das über unsere Normen aus?


Ja, das kenne ich (er)
• Verdrängen ging nicht, zu stark waren die Gefühle und die Erschütterungen waren gross. Es ging nicht um ein sexuelles Begehren, es ging nicht darum, mit dieser Person das Leben teilen zu wollen, es ging nicht um die gesuchte Anerkennung oder nicht gelebte Anteile leben zu dürfen. Es ging darum, dass es sich so anfühlte, als dass ich Miene Heimat gefunden habe. Das war sehr spirituell...
• Offen kommuniziert, versucht zu integrieren, ehrlich sein - und zwar radikal ehrlich.
• Das Umfeld hatte grosse Mühe, mehr als meine Frau. Verurteilend, mich in eine Täterrolle, meine Frau in eine Opferrolle gedrängt. Obwohl wir beide das nicht so sahen.
• Von wem akzeptiert? Von mir, von ihr, von meiner Frau, der Familie oder dem Umfeld? So haben sich auch Freundschaften verändert. Und das sagt viel über unsere Normen, unsere Glaubenssätze aus.
Gern mehr per pn.
Der Cafecitto
*****983 Frau
215 Beiträge
Mal ehrlich wer bestimmt denn, was nicht sein darf ? ......Damit meine ich natürlich nichts illegales ☝️
Im Grunde doch nur wir selber. Ich gehe mit meinen Gefühlen, wenn überhaupt, sehr sparsam um. Daher eher schwierig das ich mich in etwas hinein manövriere, was ich selber nicht gut finden würde und andere dafür zu verurteilen ist nicht meine Aufgabe.
****az Mann
4.732 Beiträge
Puh...Ich dachte bei den ersten Zeilen ihr meint Kinder oder so.

Denn ein berufliches oder ähnliches Verhältnis würde für mich eine Person nicht verboten machen. Lediglich Kinder/Jugendliche/Jungerwachsene, Tote, blutsverwandte Familienmitglieder und, solange Ich nicht selbst alter Greis bin, sehr alte Menschen gehören auf meiner "Verboten"-Liste.
Alle anderen Eigenschaften wie das oben genannte berufliche Verhältnis, Ethnie, Beziehungsstatus, Glauben, politische Einstellung, IQ, körperliche oder geistige Behinderung, etc können Gründe für eine Ablehnung meinerseits sein. Aber ein Verbot lege Ich mir da nicht auf.
Zitat von ********Bins:

Aber Gefühle sind nicht steuerbar. Sie entstehen nicht, weil man sie will – sondern weil etwas in einem berührt wird, das sich der Kontrolle entzieht.

Ich bin hier komplett anderer Meinung. Ich glaube absolut, dass bewusste Entscheidungen Liebe entstehen lassen. Ich glaube nicht, dass man sich einfach "random" verliebt, sondern in ganz bestimmte Werte, die man im anderen sieht. Ich glaube, dass sehr viele Leute "random begehren", auch sehr oberflächlich begehren, aber das, was ich als Liebe beschreiben würde, ist kontrollierbar. Man kann sich aussuchen, in wen man Gefühle investiert und man kann sich aktiv entlieben, auch wenn es Zeit braucht.


Zitat von ********Bins:

Was würdet ihr tun, wenn ihr euch in jemanden verliebt, den ihr „nicht lieben dürft“ – verdrängen, zulassen oder aussprechen?

Wenn die Liebe nicht erwidert wird, oder eine Beziehung nicht möglich ist ---> Kontaktabbruch.


Zitat von ********Bins:

• Habt ihr so etwas schon erlebt? Und wie seid ihr innerlich damit umgegangen?

Kontaktabbruch, Distanzierung und dann abwarten. Die Gefühle gehen weg, dauert bei mir in etwa 2-3 Jahre, bis sie komplett weg sind.


Zitat von ********Bins:

-Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Gefühlen um – differenziert oder verurteilend?
-Warum ist Liebe nur dann akzeptiert, wenn sie „ins System“ passt – und was sagt das über unsere Normen aus?

Manche Menschen wollen kein Homewrecker sein und empfehlen das anderen eben auch nicht. Es gibt Verbindungen, die zerstörerisch oder gefährlich (im Sinne von Machtverhältnis) wären und es ist absolut okay, darauf hinzuweisen. Wer dem trotzdem nachgeht, muss halt wissen, worauf er sich einlässt.
*********ckit Mann
1.045 Beiträge
Tjoah... Lust auf Intimität hängt bei mir stark mit der Connection zu meinem Gegenüber ab. Insofern würde ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis rumwildern wie eine Taube auf MDMA und Viagra, wenn ich keine Selbstbeherrschung hätte. Da gesellschaftliche Konventionen mach wie vor ein enormes Gewicht haben und selbst eine ergebnisoffene Frage, ob der Austausch von Zärtlich- und Innigkeiten eine Option wäre, in den meisten Fällen zerstörerische Folgen hätte, bleibt es halt bei der Beherrschung und bei der zielgerichteten Suche nach Kontakten außerhalb des Umfelds, bei denen Intimität von Anfang an im Kartendeck liegt.

Wo ich mich nicht bremse, sind romantische Gefühle. Ich verliebe mich gerne und war noch nie unglücklich verliebt, weil mein Gemüt nicht davon abhängt, ob mein Verliebtsein erwidert wird. Kann ich auch einfach so genießen *happy* Insofern gönne ich es mir, meinen Gefühlen da freien Lauf zu lassen.

Einziger Nachteil: das passiert auch mit negativen zwischenmenschlichen Gefühlen. Die kann ich allerdings nicht so gut verstecken wie die tollen und die genieße ich ganz und gar nicht.
****ody Mann
15.590 Beiträge
Als ich vor etlichen Jahren über Monate von einer recht jungen Frau (online und telefonisch) sehr intensiv angeglüht wurde, dachte ich, das geht nicht. Unser Altersunterschied betrug 25 Jahre. Sie blieb beharrlich und schaffte es, dass ich sie besuchte. Es war eine Fahrt über zwei Ländergrenzen hinweg. Sie war so lieb und hübsch, dass ich meinen Vorsatz, ihr zu erklären, dass das zwischen uns nicht ginge, über den Haufen warf. Mit Vernunft war da gar nichts mehr und sie war ohne Überredung gewillt, in meine Nähe zu ziehen. Daraus wurde nichts, ich weiß nicht, ob ich es bereut hätte. Manchmal denke ich, die Liebe hätte Wege gefunden. Und die war es einige Monate später auch bei mir.
******987 Frau
1.194 Beiträge
Ich dachte mir auch vor meiner Beziehung, dass es nicht dein darf ( die beiden sind verheiratet)
Man plant nicht, an wen oder wie viele man sein Herz verliert
Leben in einer Triade und es ist im Nachhinein die beste Entscheidung gewesen
Lg
****nai Mann
268 Beiträge
Zitat von ********Bins:
"Unerlaubte" Liebe
Ich verstehe, was du meinst, aber ich mag den Begriff nicht - es sei denn, es ginge um etwas Ungesetzliches. Liebe ist aus meiner Sicht niemals unerlaubt. Was man aber daraus macht, könnten Menschen moralisch bewerten und für sich als "unerlaubt" bezeichnen, auch wenn ich finde, dass das der falsche Begriff ist.

Was passiert, wenn das Herz sich nicht an Regeln hält?
Nichts Schlimmes, denn das ist normal. Gefühle kennen keine Regeln. Sie entstehen einfach. Möglich, dass ein Mensch seine Gefühle unter Kontrolle hält, und ich glaube, dass das sehr viele Menschen tun, aber ich habe für mich festgestellt, dass mir das nicht gut tut. Ich lasse heute Gefühle zu, so wie sie kommen und auch mal gehen.

Ist das ein innerer Konflikt, den man überwinden muss – oder ein Gefühl, das Raum haben darf, auch wenn es nicht ausgelebt wird?
Bei mir ist es letzteres. Früher hat es mich verunsichert, wenn ich in einer festen Beziehung Gefühle auch für anfdere Menschen gespürt, mich in sie verliebt oder in Extremfällen sogar wahrhaftig geliebt habe. Ich habe die bestehende Beziehung hinterfragt, und habe auch Beziehungen, die eigentlich gut liefen, abgebrochen, weil ich dachte, dass die zusätzlichen Gefühle für andere ein Zeichen dafür wären, dass etwas mit der vorhandenen Beziehung nicht stimmt. Ein Unterdrücken habe ich ebenfalls versucht, aber das tat mir nicht gut. Ich fühlte mich krank und hatte dabei sogar körperliche Einschränkungen davon.

Mir wurde irgendwann klar, dass diese Gefühle völlig in Ordnung sind und keinerlei Rückschlüsse auf eine vorhandene Beziehung haben, und seitdem haben sie ihren "Schrecken" verloren. Ich lasse sie zu und genieße sie, ohne dass es Konsequenzen oder eine Auswirkung auf die vorhandene Beziehung hat. Ich bin in einer Beziehung dann auch ehrlich, dass diese Gefühle kommen können, im Freundeskreis, auf der Arbeit, bei neuen Bekanntschaften jedweder Art, aber auch in der Beziehung kann ich glaubhaft erklären, dass diese Gefühle keine Gefahr darstellen. Wenn Menschen ein Wort dafür suchen, dann ist es wohl Polyamory, und zwar im ursprünglichen Sinn des Wortes, weil es in der Ur-Definition tatsächlich lediglich das Gefühl der Liebe bezeichnet.

Seitdem ich mich von der Sorge befreit habe, das mit mir etwas "nicht stimmt", bin ich frei mit meinen Gefühlen, und seitdem bin ich auch in einer Beziehung 100%ig sicher, dass ich darin richtig verortet bin. Ich weiß genau, was ich will und was ich nicht will. Die Liebesgefühle sind völlig in Ordnung und es ist überhaupt kein Problem, sie in mir zuzulassen, ohne dass ich eine Affäre, eine Zweitbeziehung oder sonstwas eingehe.

Und selbst als Single war es kein Problem mehr, Liebesgefühle zu entwickeln, ohne etwas daraus entstehen zu lassen, z.B. weil die Person vergeben war oder irgendetwas anderes eigentlich nicht passte.

Gefühle dürfen in mir nur für sich allein stehen, und ich freue mich, dass ich sie habe.
*******na19 Frau
1.379 Beiträge
Zitat von ********Bins:
"Unerlaubte" Liebe: tabu oder menschlich?

Meine Fragen an euch:

• Was würdet ihr tun, wenn ihr euch in jemanden verliebt, den ihr „nicht lieben dürft“ – verdrängen, zulassen oder aussprechen?
• Habt ihr so etwas schon erlebt? Und wie seid ihr innerlich damit umgegangen?
-Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Gefühlen um – differenziert oder verurteilend?
-Warum ist Liebe nur dann akzeptiert, wenn sie „ins System“ passt – und was sagt das über unsere Normen aus?

Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten!

• Was würdet ihr tun, wenn ihr euch in jemanden verliebt, den ihr „nicht lieben dürft“ – verdrängen, zulassen oder aussprechen?

• Meine Gefühle kann ich weder steuern noch kontrollieren,,aber meine Taten schon.
Jemanden lieben dürfen, DARF man immer!
Du kannst nur mit diesem Menschen nicht zusammen sein, aus verschiedenen Gründen., ja shit happens.

Was ich nicht haben kann, lasse ich los.
Um "dürfen" / "nicht dürfen" geht es nur bei Minderjährigen Kindern (was hoffentlich hier nicht der Fall ist).
Ich würde schon über meine Gefühle und Wünsche klar kommunizieren und dann ... gehen.
Natürlich davor über mögliche Lösungen sprechen. Ist es eindeutig nicht möglich, so sagt der Andere, dann so iss es eben.

Die Entscheidung mit mir mitzukommen oder es sein lassen, überlasse ich dem Menschen.
Wenn jemand wirklich will, findet man IMMER Wege, für alles andere findet man immer Ausreden und Gründe.

• Habt ihr so etwas schon erlebt? Und wie seid ihr innerlich damit umgegangen?

Ja. Innerlich daran zerbrochen.
Nie wieder!

• Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Gefühlen um – differenziert oder verurteilend?

Ist mir völlig egal. Mir ist wichtig,,wie ich damit umgehe,,so dass ich darunter nicht leide.
In so einem Fall, loslassen und das Leben weiter leben, bedeutet wesentlich weniger Leiden, als dabei bleiben, etwas erzwingen und eigene Lebenszeit verlieren.

--Warum ist Liebe nur dann akzeptiert, wenn sie „ins System“ passt – und was sagt das über unsere Normen aus?

Nicht die Liebe wird akzeptiert/nicht akzeptiert, sondern eher das Verhalten, oder daraus resultierende Taten/Konsequenzen.

Lieben darfst du immer und jeden, nur nicht immer haben.
Ein kleiner, aber feiner Unterschied.
*******na19 Frau
1.379 Beiträge
Ergänzung:
Mittlerweile weiß ich recht früh, ob ich in diese Person meine Zeit, Energie und dann Gefühle investieren kann und will.
Dies kann man, wenn man will, schon steuern und regulieren.
Spricht am Anfang viel dagegen, breche ich den Kontakt ab. Bewusst. Weil ich schon weiß, welche Hindernisse es in sich hat.
Kopf einschalten, bedeutet nicht lieben wollen.
Nur bedeutet Liebe nicht gleich Leiden.
Aber eine emotionale Abhängigkeit bedeutet gleich Leiden.
So was macht man ein paar Mal im Leben durch, und im besten Fall ist man für immer "geheilt".
****007 Frau
3.538 Beiträge
Ein Komplexes Thema.

Ein Punkt der noch nicht erwähnt wurde ist der Effekt "das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner"
Der Umstand das es eig Verboten ist macht den zusätzlichen Reiz aus.

Dann gibt es noch Stalker die dies ja oft unter den Decknamen liebe machen.

Für mich gehört zum Verknallen der Prozess danach wo ich für mich schaue passt das. Ist die rosa rote Brille zu stark?

Nur liebe reicht eben nicht es muss einen mehr verbinden.

Und wenn alles andere danach wirkt als würde riesen Herz Schmerz daraus resultieren lasse ich mittlerweile die Finger davon.
****_MS Mann
702 Beiträge
Tolles Thema!

Auch ich denke, dass man immer lieben darf - nur halt nicht der Sehnsucht bzw. dem Verlangen folgend handeln.

Und ich denke:
(auch vermeintlich "deplatzierte") Gefühle sollte man immer verarbeiten, und dabei hilft es nach meiner Erfahrung, darüber zu reden.

Aber in diesem Fall nicht mit jedem - denn wenn andere einen selbst falsch verstehen oder Anvertrautes einfach weitertratschen, ist der dadurch entstandene Schaden schnell mal desaströs.

Hier bieten sich "bezahlte und geschulte Gesprächspartner" (Therapeuten und -innen) an, finde ich.
Man muss sie sich "nur" leisten können... *nixweiss*
**K Mann
119 Beiträge
Liebe kann man nicht steuern.

Wenn die Liebe wie im Eingangspost gesetzlich okay ist, ist "unerlaubt" lediglich selbst auferlegt.

Ich habe mir eine Liebe einmal nicht erlaubt. Ich habe mich damals in eine Arbeitskollegin verliebt und ich habe gemerkt, dass das gegenseitig war.

Das war aber ein absolutes No-Go, weil ich frisch verheiratet war mit Baby. Und ich habe da gemerkt, dass man auch 2 Personen lieben kann.

Da half nur Aussitzen.

Denke aber immer gern an sie zurück. Menschlich eine der tollsten Frauen, die ich je kennenlernen durfte.
*******ust Paar
6.178 Beiträge
> Zuneigung, Begehren, emotionale Tiefe

Das ist keine Liebe.
Liebe hat etwas mit Verantwortung zu tun.
******wen Frau
16.614 Beiträge
Ich möchte für mich nochmals unterscheiden in Verlieben und Lieben.
Ersteres ist mir in meinem Leben schon mehr als einmal parallel zu meiner jeweils aktuellen Hauptbeziehung passiert. Für mich war das schon immer vollkommen legitim und dem Verliebtsein haftete auch nichts Verbotenes an. Meine Gefühle gehören allein mir, ich kann mich frei entscheiden, sie mit anderen zu teilen oder sie für mich allein zu hüten im stillen Kämmerlein.
Das einzig Verbotene waren seit jeher extrinsische Faktoren: gesellschaftliche Erwartungen, moralische Bedenken, partnerschaftliche Vereinbarungen. Ich habe viele Jahre gebraucht, um mich nach und nach davon zu befreien und aktiv zu dem zu stehen, was ich will und für mein Wohlbefinden als notwendig erachte. Und dann auch diese Maximen nach außen hin zu vertreten.

Ich verbiete mir keine Gefühle, auch kein Verliebtsein. Gefühle bewusst zu kontrollieren ist eh in vielen Fällen relativ schwierig. Was ich jedoch kontrollieren kann, ist mein Umgang damit. Begebe ich mich in Situationen und hin zu Personen, die dieses Gefühl verstärken könnten? Oder suche ich bewusst die Distanz? Dies sind meine Werkzeuge, um dem Schritt von Verlieben zu Lieben zu begegnen, je nachdem ob es von beiden Seiten akzeptiert und gewollt ist. Die einzigen Verbote, die hier tatsächlich relevant sind, sind das Ja oder Nein der unmittelbar Beteiligten.
****769 Frau
2.986 Beiträge
❤️
*******e_76 Frau
72 Beiträge
Ich bin weder meinen Gefühlen noch meinen Begierden hilflos ausgeliefert.
Ich kann Gefühle sehr wohl für mich selbst auskosten, ohne das gegenüber damit zu "belästigen"
In meinem Haus bin ich die Herrin, nicht Emotionen oder andere Personen.

Auch im Zusammenhang mit Begierde wird auf Joy gerne so getan, als wäre eine Negation oder ein nicht ausleben gleich einer körperlichen Züchtigung. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Möglicherweise sind dies Menschen, die in ihrem Leben noch zu viel nicht Gelebtes hatten und sich daher so geben, als wären sie dem ganzen ausgeliefert.

My2cent
*****d_B Mann
1.572 Beiträge
Die
gesellschaftliche Haltung
Moral überlasse ich anderen, dem Papst, Aposteln . . .
Wenn zwei (+?) sich füreinander entscheiden, legen sie auch Prioritäten fest,
der Papst bleibt Papst, andere bleiben andere, und die Apostel . . .
*****nne Frau
3.819 Beiträge
JOY-Angels 
Zitat von ********Bins:
• Was würdet ihr tun, wenn ihr euch in jemanden verliebt, den ihr „nicht lieben dürft“ – verdrängen, zulassen oder aussprechen?
• Habt ihr so etwas schon erlebt? Und wie seid ihr innerlich damit umgegangen?
-Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Gefühlen um – differenziert oder verurteilend?
-Warum ist Liebe nur dann akzeptiert, wenn sie „ins System“ passt – und was sagt das über unsere Normen aus?

Zuerst einmal sage ich, dass ich mich verlieben kann in wen ich will, für meine Gefühle kann ich nichts und Gefühle sind frei. Die Verbote lege ich mir selber auf. Ich hatte mich mal verliebt in einen Mann, der vergeben war. Er wusste es, ich habe gelitten, er hat es nicht zugelassen. Wir waren und sind Kollegen und mittlerweile sowas wie gute Freunde. Wer weiß, ob das so toll gewesen wäre, wenn wir ein Paar geworden wären. Wissentlich date ich keinen gebundenen Mann mehr.

Ich hätte auch gerne einen jüngeren Partner, aber käme einer, der jünger als meine Söhne sind, würde ich mir wieder verbieten, was mit ihm anzufangen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil es gesellschaftlich immer noch nicht akzeptiert wird. Ich sage immer, leben und leben lassen. Leider ist das aber nicht immer so in unserer Gesellschaft, angefangen bei der eigenen Familie.
****_bw Mann
181 Beiträge
Unerlaubte Liebe, also Gefühle, die gesellschaftlich als tabu gelten, wirft tatsächlich komplexe moralische und emotionale Fragen auf.

Gefühle lassen sich nicht einfach kontrollieren, und oft entstehen sie trotz aller gesellschaftlichen Normen. Manche Menschen versuchen, solche Gefühle zu verdrängen oder zu unterdrücken, um Konflikte oder gesellschaftliche Ablehnung zu vermeiden. Andere sprechen sie aus, was mutig sein kann, aber auch zu schweren Konflikten führen kann, je nach Situation und Umfeld. Es ist eine sehr persönliche Entscheidung, wie man damit umgeht.

Unsere Gesellschaft ist in Bezug auf unerlaubte Liebe oft differenziert, aber auch verurteilend. Es gibt Normen und Erwartungen, die bestimmte Liebesformen als akzeptabel ansehen, während andere tabu sind. Das zeigt, wie stark unsere Normen und Werte beeinflussen, was wir als „normal“ oder „akzeptabel“ empfinden. Liebe wird nur dann vollständig akzeptiert, wenn sie ins gesellschaftliche System passt, was oft bedeutet, dass sie bestimmten Regeln folgt, wie etwa die Partnerschaft innerhalb einer bestimmten Altersgruppe, Geschlecht oder Beziehungskonstellation.

Das Ganze zeigt, wie sehr unsere Normen und gesellschaftlichen Strukturen unsere Vorstellungen von Liebe prägen.
********2832 Paar
42 Beiträge
Unerlaubte Liebe" – Zwischen menschlicher“
Realität und moralischen Grenzen

Wir sehen es so: Solche Gefühle – jene, die als „verboten“ gelten – sind nicht zwangsläufig moralisch verwerflich. Oft sind sie Ausdruck einer tiefen, echten, menschlichen Erfahrung.

Ja, wir glauben, dass Gefühle sich nicht vollständig kontrollieren lassen. Manchmal entstehen sie in Momenten, an Orten oder gegenüber Menschen, die gesellschaftlich als „falsch“ gelten.
Doch gleichzeitig sind wir überzeugt: Nicht jedes Gefühl muss gelebt werden.

Die Gesellschaft zieht Grenzen – teils zum Schutz, teils aus Tradition.
Und hier stimmen wir dir zu: Das Gefühl an sich sollte nicht verurteilt werden.
Aber wir sehen auch: Die entscheidende Frage ist, wie wir damit umgehen – ob wir reif genug sind, zu fühlen ohne zu handeln.

Wir selbst – oder Menschen, die wir kennen – haben Ähnliches erlebt: starke Emotionen gegenüber jemandem, der nicht „verfügbar“ war.
In vielen Fällen waren Selbstreflexion, Achtsamkeit und die Trennung zwischen Wunsch und Verantwortung entscheidend, um mit der Situation würdevoll umzugehen.

✦ Deshalb sagen wir:
💭 Ja, es ist menschlich, manchmal das „Falsche“ zu empfinden...
💭 Aber es zeugt von Größe, bewusst zu entscheiden, niemanden im Namen dieser Gefühle zu verletzen.

Am Ende zeigt sich emotionale Reife nicht nur darin, dass wir lieben können –
sondern auch darin, dass wir wissen, wann wir es besser lassen.
*********ture Mann
782 Beiträge
Ich halte es wie in diesem Lied:


"Maybe we'll be butterflies"
*********lebee Mann
2.312 Beiträge
Solange es nicht rechtlich sanktioniert ist . . .
@ • Was würdet ihr tun, wenn ihr euch in jemanden verliebt, den ihr „nicht lieben dürft“ – verdrängen, zulassen oder aussprechen?
. . . Tabu anschauen, auflösen, give it a go.

• Habt ihr so etwas schon erlebt? Und wie seid ihr innerlich damit umgegangen?
. . . siehe oben.

-Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Gefühlen um – differenziert oder verurteilend?
. . . mal so, mal so. Siehe die Vielfalt an Gruppen auf Joy, bei denen sich manchen Betrachtern die Nackenhaare alleine bei der Vorstellung aufstellen.

@ -Warum ist Liebe nur dann akzeptiert, wenn sie „ins System“ passt – und was sagt das über unsere Normen aus?
. . . die Norm, wie Du sie nennst . . . ist je nach ‚Weitwinkelblick‘ des Betrachters sehr, sehr eng begrenzt auf dem gesamten Spektrum der sexuellen Freiheiten, gesellschaftlichen Tabus und Schamgrenzen innerhalb der rechtlichen Grenzen einer jeweiligen Gesellschaft.

Und ich würde nicht sagen, dass die Liebe nur dann akzeptiert ist, wenn sie ‚ins System‘ passt. Über die Jahre habe ich auf dem Weg via . . . sexuelle Erlebnisse, TantraYoga, Datingseiten, Joyclub . . . immer mehr Menschen gefunden, deren System meinem ähnlich war und immer weniger Menschen kennengelernt/angezogen, die dem konträr gegenüberstanden.

Getreu dem Motto: Du ziehst an, was Du ausstrahlst. Nennt sich Ent-Wicklung.

Fängt mit Dir selbst an. Be the change, you wanna see in the world (around you). Braucht Durchhaltevermögen. Standing. Selbstbewusstsein. Think positive. Think pink.

Auch da gibt‘s freilich Ausnahmen, z.B. Frauen, die sich von meiner Ausstrahlung zunächst angezogen fühlten, dann aber den Weg zur Auflösung ihrer Tabus doch nicht gehen wollten und lieber im bekannten System verweilten. Schicksal.

Wenn dann aber doch mal die eine (wie in meinem Profil skizziert) auftauchen sollte ? Ich bin bereit.

Also: Du ? Millionärin auf Hawaii, die mir mein Yoga-Retreat am Strand finanziert, sowie die gelegentlichen 1st-Class-Flüge in die europäische Kultur ? Melde dich. Muss nich‘ Hawaii sein . . . die Côte tät‘s auch.

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