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Keine Lust mehr?

****B64 Frau
811 Beiträge
Themenersteller 
Keine Lust mehr?
Im Forum liest man immer wieder, dass der Sex in der Partnerschaft vermisst wird und man sich nicht erklären kann warum.
Oft sind es Männer, die hier nach Antworten suchen.

Da die lustlose Person im Thread meistens nicht zu Wort kommt, frage ich mich, ob hier in der Community vielleicht einige Joyler in einer solchen Situation waren.
Was war der Grund, warum ihr keine Lust mehr auf Sex mit eurem Partner bzw. eure Partnerin hattet?
*****978 Frau
2.617 Beiträge
Sie schreibt; ich selbst war in solch Situationen;

• der Alltag hat die Lust gekillt, das einfache Zusammenleben hat gereicht, um dies auszulösen.
Ist auch nicht umkehrbar gewesen.

• akute Probleme (keine chronischen), die länger schwelen und unausgesprochen bleiben (Gründe ganz unterschiedlich)

Der Appetit Sex war da, aber nicht auf die Beziehungsperson gerichtet, zeitweise war der Hunger nur dann sichtbar, wenn ein Anderer diesen hervorrief.

Ich wusste immer, dass dies die Beziehung nicht überleben wird.
******eek Frau
6.562 Beiträge
Für mich war damals der Sex unbefriedigend und auch konkrete Gespräche konnten das nicht verbessern. Hinzu kam, dass seine Hygiene nicht immer die beste war, und vermutlich auch durch meine eigentliche Unlust ich hinterher oft mit Pilz oder bakterieller Vaginose zu kämpfen hatte, schlimmstenfalls sogar eine Blasenentzündung... Das war es mir dann einfach nicht wert.

Schlimmer wurde es dann, als man in diese Spirale kam, wo ich keinerlei körperliche Nähe mehr zulassen wollte, weil selbst auf eine einfache Umarmung mit "Gibt's jetzt endlich Sex?" reagiert wurde...
********lack Frau
20.443 Beiträge
@****B64

Was für mich ein Grund ist, wenn es Grade hat wie die letzten Tage.
Aber es war nie der Partner, der die Ursache war, sondern Umstände, die Sex erschwerten oder gar verhinderten also Hitze, OPs oder wenn man sich gerade für alles zu schwach fühlt.
Deswegen habe ich das auch offen an gesprochen, damit er das auch wußte.
Und ich fand es toll, das dann auch von seiner Seite angesprochen wurde, wie und was man ändern könnte.
Noch besser war, es blieb nie nur beim Reden, es wurde immer auch gehandelt.

WiB
*******ling Mann
47 Beiträge
Vielleicht ist es meine subjektive Wahrnehmung, aber ich hab den Eindruck, dass die Paare, die immer für eine gewisse Zeit räumliche getrennt sind, sei es durch berufsbedingte Reisen oder weil sie sich bewusst dafür entschieden haben, in getrennten Wohnungen wohnen zu bleiben, mehr Lust auf einander haben und im Mittel sehr stabil miteinander sind.
Weil jeder Freiräume hat, man sich nicht "auf den Wecker geht", sich wieder aufeinander freut und sich alle Seiten ein Stück "Privatsphäre" behalten.
Vielleicht auch weil der Mensch oft das will das er nicht oder nur selten hat.
****na Frau
1.437 Beiträge
Der größte psychologische Lustkiller war und ist für mich die emotionale Unerreichbarkeit eines Mannes, also Lieblosigkeit. Ficken ohne Intimität ist für mich nichts mehr.
Außerdem: wenn es im Wohnzimmer nicht stimmt, dann geht auch nichts im Schlafzimmer. Heißt, wenn es in der Beziehung knirscht und ruckelt, „kriege ich keinen hoch“.
********lack Frau
20.443 Beiträge
@*******ling

Vielleicht ist es meine subjektive Wahrnehmung, aber ich hab den Eindruck, dass die Paare, die immer für eine gewisse Zeit räumliche getrennt sind, sei es durch berufsbedingte Reisen oder weil sie sich bewusst dafür entschieden haben, in getrennten Wohnungen wohnen zu bleiben, mehr Lust auf einander haben und im Mittel sehr stabil miteinander sind

Sollte man meinen, aber ich kenne viele die in einer Fernbeziehung gelebt haben und die meinten, es wäre auch sehr anstrengend, wenn man die Woche über immer alles macht und sie dann Zeit frei schaufelt, weil der Partner/in kommt. Das man also schon kaputt ist, weil man sich Paarzeit schafft.
Das sich dann alles nur nur aufs Bett bezieht und andere Dinge, die man sonst gemeinsam unternimmt, auf der Strecke bleiben.
Der Partner ist ja nicht nur für Sex interesant.

WiB
*******ter Frau
5.889 Beiträge
Es gibt Gründe!

Wichtigster Grund: Ich brauch keinen Sex (mehr)!

• Hitze wie in den letzten Tagen
• schlecht, gar nicht geschlafen
• Kreislauf, Übelkeit, Migräne
• Stress
• Verpflichtungen
• Der Kopf ist nicht frei, die Situation, Ort und Zeit sind unpassend
*******ling Mann
47 Beiträge
@********lack

Das ist auch ein interessanter Aspekt.
Hinzu kommt da noch der Fahrtaufwand.
Aber ich kenne Paare die in der Nähe voneinander wohnen und bewusst ein bisschen Abstand in Form einer räumlichen Trennung haben (wollen) und sagen ich weiß ja wo der / die andere wohnt.
*****978 Frau
2.617 Beiträge
Zitat von *******ling:
Vielleicht ist es meine subjektive Wahrnehmung, aber ich hab den Eindruck, dass die Paare, die immer für eine gewisse Zeit räumliche getrennt sind, sei es durch berufsbedingte Reisen oder weil sie sich bewusst dafür entschieden haben, in getrennten Wohnungen wohnen zu bleiben, mehr Lust auf einander haben und im Mittel sehr stabil miteinander sind.
Weil jeder Freiräume hat, man sich nicht "auf den Wecker geht", sich wieder aufeinander freut und sich alle Seiten ein Stück "Privatsphäre" behalten.
Vielleicht auch weil der Mensch oft das will das er nicht oder nur selten hat.

Sie schreibt; die Sache mit der räumlichen Trennung kann ich bestätigen.

ABER, dass das Gras woanders grüner ist, kann ich für mich 100 % verneinen.
Unser Gras ist am Grünsten und schmeckt am Besten. Die anderen Wiesen sind nur ZUsatz kein ERsatz.

Wenn das so wäre, würde ich sofort auf jede Wiese verzichten bis mein Gras wieder am Grünsten ist.
Zitat von *******ling:
weil sie sich bewusst dafür entschieden haben, in getrennten Wohnungen wohnen zu bleiben, mehr Lust auf einander haben und im Mittel sehr stabil miteinander sind.

Das getrennte Wohnen schafft nicht nur Raum für sich selbst, sondern auch für die Lust aufeinander. Bei uns hat sich gezeigt, dass genau daraus ein sehr stabiles Miteinander entsteht und ja, auch das sexuelle Erleben bleibt lebendig, spielerisch und spannend, weil es eben nicht im Alltag versickert.
********lack Frau
20.443 Beiträge
@*******ling

Was auch nicht heißt, das es dann - egal in welcher Wohnung - immer zu Sex kommt.
Kann genauso gut sein, das die Seite Bock auf gemeinsam kochen, hat und es gar keinen Sex gibt.

WiB
****_62 Mann
995 Beiträge
Zitat von ****B64:
Was war der Grund, warum ihr keine Lust mehr auf Sex mit eurem Partner bzw. eure Partnerin hattet?
Das betraf meine erste Ehe (6 Jahre) die bis zum Tag X auf allen Ebenen - da bin ich mir bis heute sicher - beidseits sehr genossen wurde und absolut harmonisch verlief. Wir lebten unser gemeinsames Glück, hatten unsere ersten gemeinsamen Ziele umgesetzt und liebten uns auf Augenhöhe.
Am Tag X dann versuchte sie mir zu erklären das und warum sich ihr Lebensentwurf geändert hatte: Karriere statt Kinder.
Das vermittelte sie mir unter heißen Tränen, denn sie wusste das und warum Kinder in meinem Lebensentwurf unverzichtbar waren, und ahnte wohl wie sehr mich diese Information treffen würde und meine entsprechende Reaktion voraus.
Natürlich war mir klar dass ich eine selbstbewusste mit beiden Beinen fest im Leben stehende Frau von dieser mit Sicherheit lange und gut überlegten Entscheidung nicht abbringen konnte, hätte es aber auch sonst nicht versucht, denn grade in den Punkt ihres Lebensentwurfes kann und darf man einer Frau nicht hineinreden. Zudem war sie sehr erfolgreich in ihrem Job, liebte diesen, und um es vorwegzunehmen - machte später tatsächlich eine steile Karriere. Ich hatte schlicht nicht das Recht ihr Wollen in Frage zu stellen.
Insofern war ich ihr auch nicht böse oder fühlte mich verraten, war einfach nur riesig enttäuscht.
Und ich selbst war zu Unreif? / zu Dumm? / zu Fixiert/Stur? um meinen eigenen Lebensentwurf in Frage zu stellen und begann vor mich her zu sinnieren. Wie ein Problem lösen für das es keine Lösung gibt?
Ich begann Anfangs unbewusst, später bewusst, nicht mehr in die Beziehung zu investieren, ignorierte den guten alten und doch so wichtigen Spruch 'Lebe jeden Tag als wäre es der zweite in deiner Beziehung'.
Hörte auf sie mit Kleinigkeiten (z. B. Blümchen die man der Person und nicht dem Datum schenkt) zu überraschen, begleitete sie nicht mehr zu Freunden und Bekannten, die eher die ihren als die meinen waren, schlug keine gemeinsamen Unternehmungen mehr vor, suchte keine sexfreie Nähe über kleine Berührungen mehr etc. - und ignorierte jeden sexuellen Annährungsversuch ihrerseits.
Auf der anderen Seite funktionierte und agierte ich ganz Normal, sorgte mich um die Dinge die ihr ganz allgemein wichtig waren, ging auch noch gelegentlich mit ihr Tanzen (wir hatten uns beim offenen Tag in einer Tanzschule kennen gelernt), tanzte dabei aber nicht mehr wie man es mit einer vertrauten Partnerin macht, sondern wie mit einer Frau die man nicht näher kennt. Half ihr auch weiterhin bei Problemen die sie allein nicht lösen konnte. Hielt mich weiterhin an die Regeln unser als Monogam vereinbarten Beziehung, verzichtete in diesem Zeitraum also komplett auf Sex. Nicht schwer da ich eh keine Lust darauf empfand. Daheim machte ich weiterhin so viel im Haushalt wie meine Zeit es zu ließ, was aber ein Fehler war, denn die dadurch für gemeinsame Unternehmungen oder das Bettchen frei geschaufelte Zeit verbrachten wir nun in einer Art von unausgefüllter 'Leere'.
Mehrfach versuchte sie mit mir zu reden das es so nicht weitergehen könne, doch ich Blockte, wollte einfach dass sie die Entscheidung traf die ich eigentlich nicht wollte, und vielleicht auch ein Stück zu Feige war selbst auszusprechen.
Und so kam es denn natürlich auch.
Irgendwann bat sie mich an den Küchentisch, zog ihren Ehering ab und legte ihn vor mich. Sinngemäß sagte sie damals 'Ich liebe dich. Und ich weiß das du mich liebst. Aber so geht es nicht weiter. Wenn du auch nur die geringste Chance siehst das du dich wieder einkriegst sag es, versuch es, und ich zieh den Ring wirklich gerne wieder an. Wenn nicht leg deinen daneben.'
In der Folge sprachen wir ab wie die Scheidung denn laufen solle. Also z. B. gemeinsamer Anwalt (der offiziell einen vertritt, aber alle Absprachen akzeptiert und in Worte fasst. Der andere unterschreibt dann nur die gemeinsam getroffenen Vereinbarungen), wie das gemeinsam erreichte in fairer Form aufgeteilt wird etc.
Wie pfleglich und in nach wie vor gegenseitiger Wertschätzung die Trennung verlief zeigt vielleicht die Aufteilung unserer CD Sammlung. Riesiger Stapel auf dem Tisch und wir suchten abwechselnd eine aus. Zum Schluss lagen nur noch die da, von denen wir jeweils wussten dass auch der andere sie gerne hätte. Zu dem Zeitpunkt konnten wir bereits wieder gemeinsam Lachen und begannen uns gegenseitig mit humorvollen Argumenten davon zu überzeugen, das und warum der jeweils andere jetzt nun unbedingt als nächstes welche CD auswählen solle.
Den ersten und letzten Sex nach Tag X hatten wir in der Nacht nach der Scheidung. Auch auf dieser Ebene ein Abschluss.
Danach verloren wir uns nach und nach langsam aus den Augen, endgültig als sie für einige Jahre für ihre Firma ins Ausland ging.
Später hörte ich über Dritte noch zwei Mal von ihr und eine der Infos machte mich tief traurig.
Heute hoffe ich einfach das es ihr gut geht und sie ihr Leben in genau der Form die sie sich wünschte leben konnte und immer noch lebt.
*****978 Frau
2.617 Beiträge
@****_62 ;

Ich habe Gänsehaut beim Lesen bekommen.
*******e83 Frau
470 Beiträge
Ich hatte keine Lust mehr, weil alles nicht gestimmt hat.
Ich habe mich vernachlässigt und nicht gesehen gefühlt.

Ich war am Ende seiner Prioritätenliste. Wozu emotionale Nähe?
Lass uns doch einfach mal kurz pimpern am Ende des Tages.

Er mochte kein Küssen, er mochte kein schmusen und der Sex an sich war langweilig.
Es war dann halt nur noch eine Pflicht.

Ich glaube in den allermeisten Fällen ist das Problem, dass die Männer nicht mehr die Männer sind, die sie am Anfang waren.
Wenn ein Mann dich zur Priorität macht, dir Aufmerksamkeit gibt, Zeit, Gespräche, dir zeigt, dass du wichtig bist, dann hast du auch Lust auf ihn.

Ich glaub keine Frau hat bock auf einen Mann, der genervt heimkommt, sich nicht nicht mit dir "rumschlagen" will, vielleicht noch meckert, warum die Küche nicht aufgräumt ist und dann nur noch die Füße hochtut.

Da hüpft doch keine ins Negligeé und fällt über diesen Traumprinzen her.

Leider sieht man es sehr selten, dass ein Mann sich dauerhaft anstrengt, wie er es am Anfang getan hat, als er die Frau noch wichtig genommen hat.

Jetzt wird sie wie ein Haushaltsgegenstand behandelt oder eine Angestellte, nicht mehr wie ein Geliebte, wie eine Öffnung, zusätzliche Funktion zur Spül- und Wäschewaschfunktion.
*********er25 Frau
5 Beiträge
Ich hatte in meiner letzten Beziehung (18 Jahre ) eine längere Flaute. Ich hatte schon Lust, aber nicht so oft und ich fühlte mich sehr unter Druck gesetzt. Mit drei Kindern und Job war ich voll bis zum Abschlag und hatte das Gefühl mit vielem alleine zu sein (Stichwort: mental load). Er begleitete mich selten zu irgendwelchen Festivitäten und wir sind sehr selten ausgegangen zu zweit. Dazu kam, dass wir oft stritten und dann fehlte mir ganz konkret die geistige Nähe um die körperliche wieder aufzubauen.
Jetzt sind wir getrennt und ich habe wieder Lust, wenn auch auf andere 🙃.
*******e83 Frau
470 Beiträge
Zitat von ****_62:
Zitat von ****B64:
Was war der Grund, warum ihr keine Lust mehr auf Sex mit eurem Partner bzw. eure Partnerin hattet?
Das betraf meine erste Ehe (6 Jahre) die bis zum Tag X auf allen Ebenen - da bin ich mir bis heute sicher - beidseits sehr genossen wurde und absolut harmonisch verlief. Wir lebten unser gemeinsames Glück, hatten unsere ersten gemeinsamen Ziele umgesetzt und liebten uns auf Augenhöhe.
Am Tag X dann versuchte sie mir zu erklären das und warum sich ihr Lebensentwurf geändert hatte: Karriere statt Kinder.
Das vermittelte sie mir unter heißen Tränen, denn sie wusste das und warum Kinder in meinem Lebensentwurf unverzichtbar waren, und ahnte wohl wie sehr mich diese Information treffen würde und meine entsprechende Reaktion voraus.
Natürlich war mir klar dass ich eine selbstbewusste mit beiden Beinen fest im Leben stehende Frau von dieser mit Sicherheit lange und gut überlegten Entscheidung nicht abbringen konnte, hätte es aber auch sonst nicht versucht, denn grade in den Punkt ihres Lebensentwurfes kann und darf man einer Frau nicht hineinreden. Zudem war sie sehr erfolgreich in ihrem Job, liebte diesen, und um es vorwegzunehmen - machte später tatsächlich eine steile Karriere. Ich hatte schlicht nicht das Recht ihr Wollen in Frage zu stellen.
Insofern war ich ihr auch nicht böse oder fühlte mich verraten, war einfach nur riesig enttäuscht.
Und ich selbst war zu Unreif? / zu Dumm? / zu Fixiert/Stur? um meinen eigenen Lebensentwurf in Frage zu stellen und begann vor mich her zu sinnieren. Wie ein Problem lösen für das es keine Lösung gibt?
Ich begann Anfangs unbewusst, später bewusst, nicht mehr in die Beziehung zu investieren, ignorierte den guten alten und doch so wichtigen Spruch 'Lebe jeden Tag als wäre es der zweite in deiner Beziehung'.
Hörte auf sie mit Kleinigkeiten (z. B. Blümchen die man der Person und nicht dem Datum schenkt) zu überraschen, begleitete sie nicht mehr zu Freunden und Bekannten, die eher die ihren als die meinen waren, schlug keine gemeinsamen Unternehmungen mehr vor, suchte keine sexfreie Nähe über kleine Berührungen mehr etc. - und ignorierte jeden sexuellen Annährungsversuch ihrerseits.
Auf der anderen Seite funktionierte und agierte ich ganz Normal, sorgte mich um die Dinge die ihr ganz allgemein wichtig waren, ging auch noch gelegentlich mit ihr Tanzen (wir hatten uns beim offenen Tag in einer Tanzschule kennen gelernt), tanzte dabei aber nicht mehr wie man es mit einer vertrauten Partnerin macht, sondern wie mit einer Frau die man nicht näher kennt. Half ihr auch weiterhin bei Problemen die sie allein nicht lösen konnte. Hielt mich weiterhin an die Regeln unser als Monogam vereinbarten Beziehung, verzichtete in diesem Zeitraum also komplett auf Sex. Nicht schwer da ich eh keine Lust darauf empfand. Daheim machte ich weiterhin so viel im Haushalt wie meine Zeit es zu ließ, was aber ein Fehler war, denn die dadurch für gemeinsame Unternehmungen oder das Bettchen frei geschaufelte Zeit verbrachten wir nun in einer Art von unausgefüllter 'Leere'.
Mehrfach versuchte sie mit mir zu reden das es so nicht weitergehen könne, doch ich Blockte, wollte einfach dass sie die Entscheidung traf die ich eigentlich nicht wollte, und vielleicht auch ein Stück zu Feige war selbst auszusprechen.
Und so kam es denn natürlich auch.
Irgendwann bat sie mich an den Küchentisch, zog ihren Ehering ab und legte ihn vor mich. Sinngemäß sagte sie damals 'Ich liebe dich. Und ich weiß das du mich liebst. Aber so geht es nicht weiter. Wenn du auch nur die geringste Chance siehst das du dich wieder einkriegst sag es, versuch es, und ich zieh den Ring wirklich gerne wieder an. Wenn nicht leg deinen daneben.'
In der Folge sprachen wir ab wie die Scheidung denn laufen solle. Also z. B. gemeinsamer Anwalt (der offiziell einen vertritt, aber alle Absprachen akzeptiert und in Worte fasst. Der andere unterschreibt dann nur die gemeinsam getroffenen Vereinbarungen), wie das gemeinsam erreichte in fairer Form aufgeteilt wird etc.
Wie pfleglich und in nach wie vor gegenseitiger Wertschätzung die Trennung verlief zeigt vielleicht die Aufteilung unserer CD Sammlung. Riesiger Stapel auf dem Tisch und wir suchten abwechselnd eine aus. Zum Schluss lagen nur noch die da, von denen wir jeweils wussten dass auch der andere sie gerne hätte. Zu dem Zeitpunkt konnten wir bereits wieder gemeinsam Lachen und begannen uns gegenseitig mit humorvollen Argumenten davon zu überzeugen, das und warum der jeweils andere jetzt nun unbedingt als nächstes welche CD auswählen solle.
Den ersten und letzten Sex nach Tag X hatten wir in der Nacht nach der Scheidung. Auch auf dieser Ebene ein Abschluss.
Danach verloren wir uns nach und nach langsam aus den Augen, endgültig als sie für einige Jahre für ihre Firma ins Ausland ging.
Später hörte ich über Dritte noch zwei Mal von ihr und eine der Infos machte mich tief traurig.
Heute hoffe ich einfach das es ihr gut geht und sie ihr Leben in genau der Form die sie sich wünschte leben konnte und immer noch lebt.

Du hättest mit ihr Schluß machen sollen. Die vorher noch mit Vernachlässigung zu verletzen, bloß weil du selbst zu feige warst den Schlußstrich zu ziehen, das war nicht fair gegenüber der Frau, die du davor geliebt hattest und mit der du dein Leben hattest teilen wollen.

War dir bewusst, dass du das machst oder wurde es dir erst später bewusst?
*******uld Mann
2.999 Beiträge
@*******e83
Ersetze in Deinem Beitrag von heute, 13:54 Uhr mal "Mann" mit "Mensch" oder " das Gegenüber".
Dann kommst du zu dem, was ich ab und zu erlebe:
Diese Probleme und das Verhalten kommen bei allen Geschlechter-Varianten vor.
*******e83 Frau
470 Beiträge
Zitat von *******uld:
@*******e83
Ersetze in Deinem Beitrag mal "Mann" mit "Mensch" oder " das Gegenüber".
Dann kommst du zu dem, was ich ab und zu erlebe:
Diese Probleme und das Verhalten kommen bei allen Geschlechter-Varianten vor.

Du hast recht. Aber ich habe es tatsächlich rein objektiv als hauptsächliches Problem in dieser Konstellation selbst mitbekommen.

Aber ja, jeder muss sich gesehen fühlen. Doch glaube ich dass Männer in der Regel viel eher zu "gefühllosem" Sex in der Lage sind und weniger die emotionale Bindung brauchen. Sehr viele Frauen brauchen aber diese emotionale Intimität bevor sie Lust haben.
*****ixe Frau
1.921 Beiträge
Es gibt einen schönen Podcast: Die Sache mit der Liebe: Podcast mit Anna Peinelt & Christian Thiel

die beschäftigen sich immer wieder mit dem Thema, warum in langen Partnerschaften Lustlosigkeit eintritt. Mit dem Hauptgrund: Männer können den Tag Stress ohne Ende haben und abends im Ehebett Lust auf Sex. Frauen brauchen eine Vorlaufphase, um trotz Stress abends Lust zu haben. Nämlich über den Tag hinweg gesehen zu werden, bewusst als Partnerin und nicht als Mutter, Arbeitskollegin oder so gesehen werden wollen. Kleine Aufmerksamkeiten/Gesten etc. Ganz wichtig: absichtslose Gesten (also nicht jede Umarmung der Versuch für Sex). (so die die Kurzfassung)
*****ven Frau
8.033 Beiträge
Ein Verschieben der partnerschaftlichen Augenhöhe, hin zu so etwas wie einem Betreuungsverhältnis hat bei mir dazu geführt, dass das Gegenüber für mich erotisch nicht mehr interessant sein konnte.
*********l_82 Frau
906 Beiträge
Ach, unterschiedliche Gründe.
• Geburten/stillen/Hormone
• mental load lag ausschließlich bei mir, stressiger Alltag
• Eintönigkeit
• Druck von Seite des Mannes/ Absicht das es am Ende Sex gibt
*******ite Mann
250 Beiträge
Zitat von *******e83:
Ich hatte keine Lust mehr, weil alles nicht gestimmt hat.
Ich habe mich vernachlässigt und nicht gesehen gefühlt.

Ich war am Ende seiner Prioritätenliste. Wozu emotionale Nähe?
Lass uns doch einfach mal kurz pimpern am Ende des Tages.

Er mochte kein Küssen, er mochte kein schmusen und der Sex an sich war langweilig.
Es war dann halt nur noch eine Pflicht.

Ich glaube in den allermeisten Fällen ist das Problem, dass die Männer nicht mehr die Männer sind, die sie am Anfang waren.
Wenn ein Mann dich zur Priorität macht, dir Aufmerksamkeit gibt, Zeit, Gespräche, dir zeigt, dass du wichtig bist, dann hast du auch Lust auf ihn.

Ich glaub keine Frau hat bock auf einen Mann, der genervt heimkommt, sich nicht nicht mit dir "rumschlagen" will, vielleicht noch meckert, warum die Küche nicht aufgräumt ist und dann nur noch die Füße hochtut.

Da hüpft doch keine ins Negligeé und fällt über diesen Traumprinzen her.

Leider sieht man es sehr selten, dass ein Mann sich dauerhaft anstrengt, wie er es am Anfang getan hat, als er die Frau noch wichtig genommen hat.

Jetzt wird sie wie ein Haushaltsgegenstand behandelt oder eine Angestellte, nicht mehr wie ein Geliebte, wie eine Öffnung, zusätzliche Funktion zur Spül- und Wäschewaschfunktion.
Das klingt so endlos traurig und enttäuscht…
****_69 Mann
72 Beiträge
Zitat von ****B64:
Keine Lust mehr?
Im Forum liest man immer wieder, dass der Sex in der Partnerschaft vermisst wird und man sich nicht erklären kann warum.
Oft sind es Männer, die hier nach Antworten suchen.

Da die lustlose Person im Thread meistens nicht zu Wort kommt, frage ich mich, ob hier in der Community vielleicht einige Joyler in einer solchen Situation waren.
Was war der Grund, warum ihr keine Lust mehr auf Sex mit eurem Partner bzw. eure Partnerin hattet?

Wenn man mehr drüber redet was empfiehlt oder was man machen möchte mit der Partnerin dann wird das alles viel viel schöner lauter Erfahrung reden dann viel bewegen
*******e83 Frau
470 Beiträge
Zitat von *******ite:
Zitat von *******e83:
Ich hatte keine Lust mehr, weil alles nicht gestimmt hat.
Ich habe mich vernachlässigt und nicht gesehen gefühlt.

Ich war am Ende seiner Prioritätenliste. Wozu emotionale Nähe?
Lass uns doch einfach mal kurz pimpern am Ende des Tages.

Er mochte kein Küssen, er mochte kein schmusen und der Sex an sich war langweilig.
Es war dann halt nur noch eine Pflicht.

Ich glaube in den allermeisten Fällen ist das Problem, dass die Männer nicht mehr die Männer sind, die sie am Anfang waren.
Wenn ein Mann dich zur Priorität macht, dir Aufmerksamkeit gibt, Zeit, Gespräche, dir zeigt, dass du wichtig bist, dann hast du auch Lust auf ihn.

Ich glaub keine Frau hat bock auf einen Mann, der genervt heimkommt, sich nicht nicht mit dir "rumschlagen" will, vielleicht noch meckert, warum die Küche nicht aufgräumt ist und dann nur noch die Füße hochtut.

Da hüpft doch keine ins Negligeé und fällt über diesen Traumprinzen her.

Leider sieht man es sehr selten, dass ein Mann sich dauerhaft anstrengt, wie er es am Anfang getan hat, als er die Frau noch wichtig genommen hat.

Jetzt wird sie wie ein Haushaltsgegenstand behandelt oder eine Angestellte, nicht mehr wie ein Geliebte, wie eine Öffnung, zusätzliche Funktion zur Spül- und Wäschewaschfunktion.
Das klingt so endlos traurig und enttäuscht…

Das war ich auch. Ich mag Sex. Ich möchte tollen Sex. Ich möchte dinge ausprobieren. Ich möchte gesehen werden.
Wenn du aber in einer monogamen Beziehung steckst, in der du seit Jahren nichts mehr davon bekommst. Das Vorspiel des Mannes quasi das erinnern an die "ehelichen Pflichten" ist, dann hast du keine Lust mehr.
Dazu kam in unserem Fall noch schlampige Hygiene und auch eine optische Veränderung zum negativen.
Da vergeht es mir.
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