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Beziehung mit Sub offenbart dominante Neigung?

Dem Gefühl nachgehen?

Dauerhafte Umfrage
****ng Mann
5 Beiträge
Themenersteller 
Beziehung mit Sub offenbart dominante Neigung?
Schon wieder einer dieser Beiträge... Naja nicht ganz wie alle anderen.

Es scheint zwei Lager zu geben: Die einen sagen, man kann Dom sein unmöglich erlernen - entweder man ist es, oder nicht. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die sagen, dass es sich auch im Laufe des Lebens entwickeln kann, es aber nicht erzwungen werden kann.

Nun ja. Ich befinde mich irgendwo dazwischen. Ich habe über meine Beziehung die ersten Berührungspunkte in Richtung DS und SM gemacht. Das Problem ist, dass meine Partnerin (bratty sub) es mir nicht leicht gemacht hat, dass ich dann irgendwann unbewusst bei ihr resigniert habe. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich dann kein Dom bin und niemals einer sein werde. Das war für mich kein Verlust, sondern einfach eine Feststellung. Neigungen bzw. die Abwesenheit davon sucht man sich nicht raus.

Die Beziehung ist unter anderem aufgrund der vermeintlichen sexuellen Differenzen zu Bruch gegangen. Und jetzt sitze ich hier und merke irgendwie, dass in mir drin dieses Verlangen auftaucht. Ich will das. Ich merke, dass es Teil meiner Sexualität sein könnte. Ich will es wirklich aus mir heraus kitzeln. Ich habe das Gefühl es ist da irgendwo drin, aber ich fühle/lebe es nicht so, wie meine Ex mir probiert hat zu erklären wie es sich anfühlt. Bei ihr gibt es diese Neigung, dieses Gefühl schon seitdem sie denken kann. Sie merkt auch, wenn eine sexuell dominante Person den Raum betritt. Hat sie bei mir halt nicht. Und sie hat es mir auch ausgeredet, dass das bei mir jemals der Fall sein könnte. Und ich weiß nicht so recht wie ich über all das denken soll.

Denkt ihr, es lohnt sich dem Verlangen nachzugehen, oder ist es reine Zeit- & Energieverschwendung weil ich mir vielleicht nur was vor mache? Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und wenn ja, wie seid ihr selbst damit umgegangen?

Ich freue mich eure Meinungen und Erfahrungen zu lesen.
Euer Wing.
*******ssa Frau
6.008 Beiträge
Versuch macht klug,
probiers einfach aus -
Du wirst das Gefühl dass da was ist sonst ja auch nicht los 🤷‍♀️
*********l_82 Frau
927 Beiträge
Hach ja, es ist wirklich blöd gelaufen, wenn man die ersten BDSM Erfahrungen mit einer Person macht, mit der es in dem Bereich überhaupt nicht passt.
War bei mir auch so und ich habe dann erstmal gefrustet eine Pause eingelegt.
Aber irgendwann kam genau wie bei dir die Lust zurück und ich habe mich mit anderen Spielpartnern ausprobiert.
Und siehe da, wenn sich mein Spielpartner nicht wie ein stummer Fisch benimmt, hat auch meine sadistische Seite wieder Spaß *zwinker*
*********vold Frau
493 Beiträge
Aus der Sub-Sicht möchte ich sagen, daß es nur darauf ankommt, ob jemand AUF MICH dominant wirkt. Alles andere ist da nicht relevant. Deshalb sind solche allgemeinen Fragen eigentlich nicht aussagekräftig.

Ich erlebe immer wieder die Situation, daß wir unter Freundinnen über Männer reden und die Meinungen, ob einer nun "dominant" sei oder nicht, völlig auseinander gehen.
*******anz Frau
3.200 Beiträge
Es gibt viele Menschen, die lang vanilla gelebt haben, weil sie den (zumindest in diesem, oft in noch mehr Bereichen) falschen Partner hatten. Und Frust- bis Zwangspausen, weil man niemand hat, mit dem es passt, sind auch häufig.
Ich glaube schon, dass die Neigung in einem schlummert. Bewusst oder unbewusst. Was nicht ist, kann auch nicht werden. So ein Fünkchen irgendwo sitzt sicher und wird durch irgendeine Begebenheit im Leben entzündet.
Mit dem passenden Partner entwickelt sich Vieles ganz selbstverständlich.
Es gibt gänzlich Unpassendes und oft gibt es halt auch "knapp daneben ist auch vorbei"...
****ody Mann
16.296 Beiträge
Viele orientieren sich an dieser raumfüllenden Wirkung von Dominanz, nur um später festzustellen, dass da jemand aus einer sozialen Einschränkung heraus gepaart mit narzisstischen Anteilen, ständig und krampfhaft seine Umgebung dominieren muss, weil ihn andere Menschen im Grunde verunsichern. Ich kann mir vorstellen, dass eine Brat genau so jemanden braucht, weil sie permanent bezwungen werden will. Sei also froh, wenn Du es nicht bist. Nur wenige mögen den täglichen Kampf des Beszwingens.
******W87 Frau
502 Beiträge
Es gibt viele Spielarten. Such dir jemanden der deine Fantasien teilt und nicht nur Dominanz sucht. Eine Spielbeziehung kann ja auch "nur" Fesseln, spanking und ähnliches beinhalten. Probiers aus. Nur dann wirst du rausfinden ob es deins ist oder nicht.
****ng Mann
5 Beiträge
Themenersteller 
Danke schon mal an die vielen Antworten *g*

Zitat von ****ody:
Viele orientieren sich an dieser raumfüllenden Wirkung von Dominanz, nur um später festzustellen, dass da jemand aus einer sozialen Einschränkung heraus gepaart mit narzisstischen Anteilen, ständig und krampfhaft seine Umgebung dominieren muss, weil ihn andere Menschen im Grunde verunsichern. Ich kann mir vorstellen, dass eine Brat genau so jemanden braucht, weil sie permanent bezwungen werden will. Sei also froh, wenn Du es nicht bist. Nur wenige mögen den täglichen Kampf des Beszwingens.

Wir hatten eine offene Beziehung und haben auch über unsere "Affären" geredet. Von ihren anderen beiden Doms war nur einer so
Zitat von ****ng:
Es scheint zwei Lager zu geben: Die einen sagen, man kann Dom sein unmöglich erlernen - entweder man ist es, oder nicht. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die sagen, dass es sich auch im Laufe des Lebens entwickeln kann, es aber nicht erzwungen werden kann.

Im BDSM-Dating-Karussell wird Dominanz oft als exklusives Alleinstellungsmerkmal verkauft - eine Art "geheimes Talent", das nur wenige von Geburt an besitzen. Das macht es für manche natürlich attraktiver, sich als "echter" oder "natürlicher" Dom zu präsentieren. Wenn aber klar wäre, dass Dominanz erlernbar ist, würde dieser Mythos zusammenbrechen.

Solche Ideen halten sich hartnäckig, weil sie bestimmten Leuten einen Vorteil verschaffen - sei es durch ein vermeintliches Statusgefühl oder durch die Möglichkeit, sich über andere zu erheben. Dabei ist Dominanz nichts Mystisches oder Exklusives. Es ist eine Mischung aus sozialer Kompetenz, Klarheit, Verantwortung und Kommunikation - und all das kann man lernen, entwickeln und verbessern.

Es ist also kein Zufall, dass solche Theorien seit Jahren kursieren. Sie dienen dazu, ein Bild zu erschaffen, in dem Dominanz etwas Unerreichbares für viele bleibt. In Wahrheit ist es viel einfacher: Wer sich ernsthaft mit sich selbst und BDSM auseinandersetzt, kann Dominanz lernen und seinen eigenen Stil finden.

Dass man es nicht erzwingen kann, stimmt - aber das gilt für jede Rolle und jede Beziehung. Niemand sollte sich zu etwas zwingen, das sich nicht gut anfühlt. Doch zu sagen, dass Dominanz entweder von Geburt an da ist oder nie existiert, ist schlicht falsch.
****ng Mann
5 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****Do:
Zitat von ****ng:
Es scheint zwei Lager zu geben: Die einen sagen, man kann Dom sein unmöglich erlernen - entweder man ist es, oder nicht. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die sagen, dass es sich auch im Laufe des Lebens entwickeln kann, es aber nicht erzwungen werden kann.

Im BDSM-Dating-Karussell wird Dominanz oft als exklusives Alleinstellungsmerkmal verkauft - eine Art "geheimes Talent", das nur wenige von Geburt an besitzen. Das macht es für manche natürlich attraktiver, sich als "echter" oder "natürlicher" Dom zu präsentieren. Wenn aber klar wäre, dass Dominanz erlernbar ist, würde dieser Mythos zusammenbrechen.

Solche Ideen halten sich hartnäckig, weil sie bestimmten Leuten einen Vorteil verschaffen - sei es durch ein vermeintliches Statusgefühl oder durch die Möglichkeit, sich über andere zu erheben. Dabei ist Dominanz nichts Mystisches oder Exklusives. Es ist eine Mischung aus sozialer Kompetenz, Klarheit, Verantwortung und Kommunikation - und all das kann man lernen, entwickeln und verbessern.

Es ist also kein Zufall, dass solche Theorien seit Jahren kursieren. Sie dienen dazu, ein Bild zu erschaffen, in dem Dominanz etwas Unerreichbares für viele bleibt. In Wahrheit ist es viel einfacher: Wer sich ernsthaft mit sich selbst und BDSM auseinandersetzt, kann Dominanz lernen und seinen eigenen Stil finden.

Dass man es nicht erzwingen kann, stimmt - aber das gilt für jede Rolle und jede Beziehung. Niemand sollte sich zu etwas zwingen, das sich nicht gut anfühlt. Doch zu sagen, dass Dominanz entweder von Geburt an da ist oder nie existiert, ist schlicht falsch.

Vielen Dank für die indirekt aufbauenden Worte!
*******anz Frau
3.200 Beiträge
Klar kann man Dominanz lernen. Oder dominant (= Person mir Führungsqualitäten) sein, auch wenn man devot ist. Den Menschen, die dazu passende Charakterzüge tragen, fällt das leichter oder ist schon früh gegeben. Die Lebenserfahrungen können fördern oder hemmen.
Nur hat diese Form der Dominanz nichts damit zu tun, ob man die sexuelle Neigung hat.
Zitat von ****ng:
Denkt ihr, es lohnt sich dem Verlangen nachzugehen, oder ist es reine Zeit- & Energieverschwendung weil ich mir vielleicht nur was vor mache? Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und wenn ja, wie seid ihr selbst damit umgegangen?

Ich bin der Meinung, dass es durchaus Sinn hat, darüber nachzudenken, aber mehr auch nicht.

An deiner Stelle würde ich parallel mal auf verschiedene BDSM-Stammtische und auch Vanilla-Partys gehen und mal schauen...
Mein Gefühl war immer, dass Frauen ein ganz gutes Gespür dafür haben, wie man tickt und je nachdem, welche Art Frau eher auf dich abfährt, die ist es dann.
****ng Mann
5 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *********Seil:
Ich bin der Meinung, dass es durchaus Sinn hat, darüber nachzudenken, aber mehr auch nicht.

Du widersprichst dir. Du sagst ich soll mir nur Gedanken drüber machen, und im selben Atemzug sagst du, ich soll zu mehreren Stammtische gehen.

Ich bin ja noch nicht so, wie ich denke dass ich es sein könnte, wenn ich mich dahingehend weiterenwickel(n will/kann). Also sexuell gesehen. Entsprechend sind die Frauen, die jetzt "auf mich abfahren" und die potenziellen Frauen, die in naher oder weiterer Zukunft "auf mich abfahren" unterschiedliche. Oder habe ich dich falsch verstanden?
****ng Mann
5 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *****erl:
Nur hat diese Form der Dominanz nichts damit zu tun, ob man die sexuelle Neigung hat.
Ich bin ja noch nicht wirklich in der Szene drin. Nur hier und da mich informiert oder ausgetauscht. Aber dass alltägliche Dominanz sich nicht unbedingt auf das Sexualleben auswirkt und andersrum, hab ich schon häufig gehört oder gelesen *top*
*******ich Mann
1.739 Beiträge
Dominanz im Alltag oder Berufsleben find ich eher mühsam bzw. solche Leute lass ich anrennen oder ignoriere sie - Führungsqualität mag ich

beim Sexeln muss die Person meine devote oder dominante Seite triggern und ich ihre, dann funktioniert das Spiel; wenn das nicht klappt, bleibt es ein doppeltes Spiel, weil die Rollenübernahme und/ oder - annahme nicht funktioniert
was man lernen kann, ist mitm Material umzugehen, würd ich aber tw. besser nicht am lebenden Versuchsobjekt ausprobieren, sondern mir vorab erklären lassen

@****ng sei froh, dass Du sie los bist; wasn das für ein Bullshit von sich auf andere zu schließen oder ist sie das allwissende Sub-Orakel? ich hätt ihr aufn Weg mitgegeben, dass sie keine brauchbare Sub ist, weils meine Dominanz nicht auslöst.... bissl verbrannte Erde zurücklassen ist immer gut und manchmal kann mans den Leuten ruhig reinsagen, dass wenigstens wissen, wo sie sind bei einem... einfach aus einem kindischen Trotz und Verletzung heraus *lol*
*****rya Frau
781 Beiträge
1. Dominanz kann sich entwickeln. Es gibt die Menschen, die das schon immer in sich spüren, aber es gibt auch die, die im Laufe ihres Lebens über ihre Persönlichkeitsentwicklung dorthin kommen.

2. Lass dir von niemandem erzählen, wie „echte Dominanz“ auszusehen hat.

Wichtig ist, was du fühlst. Und dass du authentisch du selbst sein kannst.
*******581 Frau
1.339 Beiträge
Im Zweifel ist die Antwort immer „ja“.
Weil es immer besser ist, mit einem „Ja“ daneben zu liegen, als mit einem „Nein“. 😉
Zitat von ****ng:
Du widersprichst dir. Du sagst ich soll mir nur Gedanken drüber machen, und im selben Atemzug sagst du, ich soll zu mehreren Stammtische gehen.

Das ist doch kein Widerspruch. So ein Stammtischbesuch verpflichtet zu nichts, außer Anwesenheit. Das ist weder ein Statement, noch eine Selbst-Bekenntnis zu irgendwas.
Da musst du vorher nicht einmal Klarheit haben, was du da willst.

Zitat von ****ng:
Ich bin ja noch nicht so, wie ich denke dass ich es sein könnte, wenn ich mich dahingehend weiterenwickel(n will/kann). Also sexuell gesehen. Entsprechend sind die Frauen, die jetzt "auf mich abfahren" und die potenziellen Frauen, die in naher oder weiterer Zukunft "auf mich abfahren" unterschiedliche. Oder habe ich dich falsch verstanden?

Ja, du hast das falsch verstanden.

Du bist so, wie du bist, dir dessen aber noch nicht voll und ganz bewusst.
Wenn du "an dir arbeitest" oder "dich weiter entwickelst", dann kannst du damit bestenfalls unterbewusst bereits vorhandene Neigungen ans Tageslicht des Bewusstseins fördern, um sie dann im Folgenden bewusster auszuleben (vorausgesetzt, du findest die dafür passende Partnerin).

Der Versuch, dich darüber hinaus (also über deine unterbewusste Nautr hinaus) zu entwickeln, halte ich nicht für zielführend, das wird Schauspielerei.

Der Vorschlag, raus zu gehen auf Stammtische oder andere Events, zielt darauf ab, durch verschiedene Umgebungen zu erforschen, welches Umfeld am ehesten mit deine unterbewussten Neigungen in Resonanz tritt.

Das Ganze ist allerdings (bewusst und geplant so angegangen) eine ziemlich akademische Herangehensweise mit einem hohen Risiko, dann an der Realität der Partnersuche zu scheitern.
Deswegen würde ich es eher als einen Vorteil ansehen, wenn die Dominanz sich noch nicht voll die freie Bahn gebrochen hat.
Taktisch klüger wäre es, eine Partnerin zu finden, die dir auf der menschlichen Ebene maximal gut tut und dich dann darauf einzulassen, was diese Beziehung aus dir heraus kitzelt.
*******ich Mann
1.739 Beiträge
Zitat von *********Seil:


Der Versuch, dich darüber hinaus (also über deine unterbewusste Nautr hinaus) zu entwickeln, halte ich nicht für zielführend, das wird Schauspielerei.

wenn du es als Spiel siehst, gehört ein wenig Schauspiel und Überzeichnung schon dazu, sonst wärs irgendwie fad; weil nüchtern betrachtet, treffen sich da zwei erwachsene Leut, die mit einem Staberl ausm Baumarkt Popoklatsch machen - das Ganze kannst somit per se nicht wahnsinnig erst nehmen.

Dominanz und Devotion muss man sich sowieso immer wieder aufs neue ausverhandeln bzw. ausspielen; hauptsache man findet jemand mit dems Spaß, das Rollenverständnis stimmt und der idealerweise eine Rabattkarte beim Baumarkt hat
**********eline Paar
403 Beiträge
Zitat von ****ng:
Das Problem ist, dass meine Partnerin (bratty sub) es mir nicht leicht gemacht hat, dass ich dann irgendwann unbewusst bei ihr resigniert habe. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich dann kein Dom bin und niemals einer sein werde. Das war für mich kein Verlust, sondern einfach eine Feststellung. Neigungen bzw. die Abwesenheit davon sucht man sich nicht raus.

Das ist für mich zu kurz gegriffen. Nur, weil du mit einer Brat nicht umgehen konntest, bedeutet noch lange nicht, dass du kein Dom bist. Vielleicht bist du einfach kein Brat-Bändiger, willst oder möchtest das eigentlich gar nicht sein. Hast du das für dich selbst schon mal reflektiert?

Zitat von ****ng:
Sie merkt auch, wenn eine sexuell dominante Person den Raum betritt.

Das wage ich ernsthaft zu bezweifeln, dass sie sowas merken kann. Vielleicht bezieht sie sich damit auf die Alltagsdominanz, die man durchaus wahrnehmen kann, aus der sich aus meiner Sicht aber per se keine sexuelle Dominanz ableiten lässt. Ich beispielsweise bin sexuell dominant, ziehe es aber vor im Alltag neutral aufzutreten.

Zitat von ****ng:
Denkt ihr, es lohnt sich dem Verlangen nachzugehen, oder ist es reine Zeit- & Energieverschwendung weil ich mir vielleicht nur was vor mache? Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und wenn ja, wie seid ihr selbst damit umgegangen?

Vielleicht solltest dich dafür zunächst einmal noch tiefergehend mit deinen eigenen Vorlieben und Neigungen diesbezüglich auseinandersetzen um herauszufinden, ob du wirklich aus deinem Inneren heraus diesen Weg gehen möchtest oder ob das nur eine Wunschvorstellung ohne realistisches Potential ist (was ja vollkommen legitim und in Ordnung wäre). Wenn du zu dem Schluss kommst und dir halbwegs sicher bist, dass dein Verlangen eine Neugier weckt, dass du dem unbedingt nachgehen möchtest, brauchst du letzten Endes aber auch eine Partnerin, die zu dir passt. So wie keine Submissive wie die andere ist, so ist kein Dom wie der andere. Passt es von den Vorlieben so gar nicht, wird man nicht glücklich damit. Um konkret bei dir zu bleiben: Bist du kein Brat-Bändiger oder hast mindestens einen gewissen Hang dazu, ist eine Brat nichts für dich. Und dann heißt es, Erfahrung zu sammeln. Spätestens dann wird sich herausstellen, ob du ein Dom aus innerem Verlangen und Überzeugung bist oder nicht. Ich denke, manche machen sich auch dann noch etwas vor, spielen das Spiel eine Weile mit, vielleicht auch weil man an der Verbindung zur Submissiven hängt, aber am Ende wird man in einen inneren Konflikt geraten, der sich potentiell in einer Art und Weise entladen kann, die nicht gut ist. Niemand kann und sollte dauerhaft vorgeben etwas zu sein, was er nicht ist.
***ii Frau
544 Beiträge
Naja, nur weil eine Brat nicht Deins war ( was ich vollkommen nachvollziehen kann) heisst das doch nicht, dass Du nicht dominant bist.
Ich kenne ganz viele Doms,die damit nichts anfangen können. Es gibt ja noch mehr in dieser Welt als nur Brats.
Von daher- ruhig weiter umsehen und ausprobieren.
****n27 Frau
2.426 Beiträge
Zitat von ****ng:
Beziehung mit Sub offenbart dominante Neigung?
Schon wieder einer dieser Beiträge... Naja nicht ganz wie alle anderen.

Es scheint zwei Lager zu geben: Die einen sagen, man kann Dom sein unmöglich erlernen - entweder man ist es, oder nicht. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die sagen, dass es sich auch im Laufe des Lebens entwickeln kann, es aber nicht erzwungen werden kann.

Nun ja. Ich befinde mich irgendwo dazwischen. Ich habe über meine Beziehung die ersten Berührungspunkte in Richtung DS und SM gemacht. Das Problem ist, dass meine Partnerin (bratty sub) es mir nicht leicht gemacht hat, dass ich dann irgendwann unbewusst bei ihr resigniert habe. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich dann kein Dom bin und niemals einer sein werde. Das war für mich kein Verlust, sondern einfach eine Feststellung. Neigungen bzw. die Abwesenheit davon sucht man sich nicht raus.

Die Beziehung ist unter anderem aufgrund der vermeintlichen sexuellen Differenzen zu Bruch gegangen. Und jetzt sitze ich hier und merke irgendwie, dass in mir drin dieses Verlangen auftaucht. Ich will das. Ich merke, dass es Teil meiner Sexualität sein könnte. Ich will es wirklich aus mir heraus kitzeln. Ich habe das Gefühl es ist da irgendwo drin, aber ich fühle/lebe es nicht so, wie meine Ex mir probiert hat zu erklären wie es sich anfühlt. Bei ihr gibt es diese Neigung, dieses Gefühl schon seitdem sie denken kann. Sie merkt auch, wenn eine sexuell dominante Person den Raum betritt. Hat sie bei mir halt nicht. Und sie hat es mir auch ausgeredet, dass das bei mir jemals der Fall sein könnte. Und ich weiß nicht so recht wie ich über all das denken soll.

Denkt ihr, es lohnt sich dem Verlangen nachzugehen, oder ist es reine Zeit- & Energieverschwendung weil ich mir vielleicht nur was vor mache? Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und wenn ja, wie seid ihr selbst damit umgegangen?

Ich freue mich eure Meinungen und Erfahrungen zu lesen.
Euer Wing.

@****ng hast Du schon mal drüber nachgedacht, dass es Dinge im Leben gibt, die mit der einen Person funktionieren, mit einer anderen Person aber überhaupt nicht in den Fluß kommen?
******yze Frau
989 Beiträge
Zitat von ****Do:
Zitat von ****ng:
Es scheint zwei Lager zu geben: Die einen sagen, man kann Dom sein unmöglich erlernen - entweder man ist es, oder nicht. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die sagen, dass es sich auch im Laufe des Lebens entwickeln kann, es aber nicht erzwungen werden kann.

Im BDSM-Dating-Karussell wird Dominanz oft als exklusives Alleinstellungsmerkmal verkauft - eine Art "geheimes Talent", das nur wenige von Geburt an besitzen. Das macht es für manche natürlich attraktiver, sich als "echter" oder "natürlicher" Dom zu präsentieren. Wenn aber klar wäre, dass Dominanz erlernbar ist, würde dieser Mythos zusammenbrechen.

Solche Ideen halten sich hartnäckig, weil sie bestimmten Leuten einen Vorteil verschaffen - sei es durch ein vermeintliches Statusgefühl oder durch die Möglichkeit, sich über andere zu erheben. Dabei ist Dominanz nichts Mystisches oder Exklusives. Es ist eine Mischung aus sozialer Kompetenz, Klarheit, Verantwortung und Kommunikation - und all das kann man lernen, entwickeln und verbessern.

Es ist also kein Zufall, dass solche Theorien seit Jahren kursieren. Sie dienen dazu, ein Bild zu erschaffen, in dem Dominanz etwas Unerreichbares für viele bleibt. In Wahrheit ist es viel einfacher: Wer sich ernsthaft mit sich selbst und BDSM auseinandersetzt, kann Dominanz lernen und seinen eigenen Stil finden.

Dass man es nicht erzwingen kann, stimmt - aber das gilt für jede Rolle und jede Beziehung. Niemand sollte sich zu etwas zwingen, das sich nicht gut anfühlt. Doch zu sagen, dass Dominanz entweder von Geburt an da ist oder nie existiert, ist schlicht falsch.

Da stimme ich zu und ergänze:

Man kann sich durch Herausforderungen und Erfahrungen auch entwickeln und verändern ohne sich etwas aktiv "anzulernen". Das kann sich in der Ausstrahlung und im Wesen nach außen zeigen.
*******enig Mann
203 Beiträge
Zitat von ****ng:

Es scheint zwei Lager zu geben: Die einen sagen, man kann Dom sein unmöglich erlernen - entweder man ist es, oder nicht. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die sagen, dass es sich auch im Laufe des Lebens entwickeln kann, es aber nicht erzwungen werden kann. …

Ich sehe da keine zwei Lager, sondern nur EINE plausible Aussage, nämlich dass dieser Wesenszug manchmal erst wachgeküsst werden muss.
Vielleicht erlaubst du dir den Gedanken, dass das Problem gar nicht bei dir liegt, sondern bei deiner Ex Partnerin. Leben deine Neigung mit einer Dame aus, die die Worte Unterwerfung und Gehorsam verstanden hat.

Ich wurde vor etwas über 20 Jahren „wachgeküsst“ und kann mit einer Brat so gar nichts anfangen. Eine Frau, die meint, grundsätzlich gegen meine Meinung sein zu müssen und mir auf der Nase rum tanzen zu wollen, sollte sehr maso sein und Ohrfeigen lieben.
*****a63 Frau
8.937 Beiträge
Ich würde da gar nicht von Problemen auf der einen oder anderen Seite sprechen. Vermutlich haben die zwei nicht zusammengefasst auf dieser Ebene.
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