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Wie kann man als Dom den Verlust seiner Sub verarbeiten?

********Lust Paar
15 Beiträge
Der Verlust eines geliebten Menschen in welcher Form auch immer ist generell ein Trauma.
Der Verlust einer Sub reisst auch für einen Dom eine Riesenlücke.
Eine echt veranlagte Sub ist ein Geschenk.

Für mich käme es darauf an, unter welchen Umständen Sie geht.

Alles in unserem Leben ist zeitlich begrenzt.
Das sollten wir uns alle vor Augen halten.
Deswegen geniesse ich die Zeit, die ich mit meiner Sub verbringen darf und die Erlebnisse, die wir gemeinsam gestalten.
Wir leben 24/7.


D von D/S-Lustpaar
********iebe Mann
11.672 Beiträge
Zitat von ******uns:

Zurück zu Hause stürzte ich mich in die Arbeit und trieb Sport, reichlich Sport. Ob das clever war? Darüber ließe sich streiten. Für mich jedenfalls war es genau das richtige, ...

Ich lese grad das Thema nach. Und da bin ich hängengeblieben, weil ich das auch gemacht habe.
Als gerade die Beziehung mit meiner Frau und irgendwann einmal auch sub zu Ende ging (vor 10 Jahren), habe ich mich mit Laufen ausgepowert. Das war damals nicht ganz neu für mich, aber ich steigerte den Umfang so, dass ich irgendwann einmal bei 250-300 km pro Monat war. Dazu ist noch die "Zombies, Run!" App gekommen, die mich zusätzlich motiviert hat. 5-6x in der Woche einen 12-16 km Lauf war damals völlig normal für mich. Einmal nahm ich von der Arbeit nach Hause nicht den Bus, sondern lief die Strecke einfach - 21 km.
Bis ich solche Schmerzen im Rücken und den Hüften bekam, dass ich eine monatelange Pause einlegen musste. In der Folge nahm ich so viel Gewicht zu, dass ich nie wieder an das vorige Training anschließen konnte.

Clever? Nein, ganz bestimmt nicht. Aber mir hat es über die psychische Krise drüber geholfen.

Also, an alle - auspowern, ja. Aber mit Maß und Ziel.
********erJC Mann
364 Beiträge
Zitat von ********iebe:
Zitat von *****ody:
Ich bin nicht auf den Mund gefallen, aber ich habe zwei Schlusspunkte erlebt, die so roh und empathielos waren, dass ich in einem Fall Monate brauchte, um noch einmal mit dieser Frau reden zu können. Und auch da gab es nicht die leiseste Andeutung von Verständnis, dafür viel Abstreiten, dass die Geschehnisse waren wie sie waren. Ich sollte die Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen. So richtig ekeliges Gaslighting. Da weiß man, dass es nie ein Gespräch auf Augenhöhe geben wird.

Danke dir. Da ging es dir offenbar genau so wie mir.
Nein, manchmal bringt es nichts mehr, eine Beziehung aufarbeiten zu wollen, die zu Ende ist. Zumindest nicht mit derselben Person.

Ich kann diesen Gedanken nachvollziehen.
Unterstellt, dass es bereits im Vorfeld unendlich viele Gespräche mit dieser Person gegeben hat, wird die Beziehung schlussendlich beendet. Eine Freundschaft im Anschluss wird vielleicht ausgeschlossen, sodass sich mir die Frage stellt, warum man das noch einmal (gemeinsam) aufarbeiten sollte?

Meine persönliche Erfahrung ist, dieses mit einer Person seines Vertrauens zu reflektieren und auch nach seinen eigenen "Fehlern" zu schauen. Hier habe ich für die Zukunft die Möglichkeit einer Veränderung. Dieser Prozess dauert ein wenig, aber er ist notwendig. Im Laufe dieser Zeit nimmt man immer mehr Abschied von dieser Person. Bilder werden gelöscht, Gegenstände, die einen verbunden haben, werden weggeworfen. Chatverläufe werden ebenfalls gelöscht, WhatsApp-Statusmeldungen deaktiviert.

Anfangs fühlt es sich seltsam an, zumal man ja einen Teil seines Lebens miteinander verbracht hat. Dennoch: das Ende kam ja nicht von ungefähr, die Gründe sollten präsent sein.

Irgendwann merkt man, dieser Mensch kommt in seinen Gedanken nicht mehr vor, es entsteht keine Regung mehr bei diesem Namen. Wenn man dieses realisiert, dann zaubert es einen ein Lächeln in's Gesicht und man stellt mit Genugtuung fest, dass das Buch endgültig geschlossen.
****ody Mann
15.751 Beiträge
Zitat von ********erJC:

Ich kann diesen Gedanken nachvollziehen.
Unterstellt, dass es bereits im Vorfeld unendlich viele Gespräche mit dieser Person gegeben hat, wird die Beziehung schlussendlich beendet. Eine Freundschaft im Anschluss wird vielleicht ausgeschlossen, sodass sich mir die Frage stellt, warum man das noch einmal (gemeinsam) aufarbeiten sollte?

In meinen beiden Fällen gab es diesen Vorlauf mit vielen Gesprächen eben nicht. Ich fiel aus allen Wolken. Alle Zeichen, bewusst gegebene und unbewusste, ließen mich Sicherheit, Verbindung und Liebe annehmen. Wie soll man diese Unlogik aufarbeiten?
********erJC Mann
364 Beiträge
Zitat von ****ody:
Zitat von ********erJC:

Ich kann diesen Gedanken nachvollziehen.
Unterstellt, dass es bereits im Vorfeld unendlich viele Gespräche mit dieser Person gegeben hat, wird die Beziehung schlussendlich beendet. Eine Freundschaft im Anschluss wird vielleicht ausgeschlossen, sodass sich mir die Frage stellt, warum man das noch einmal (gemeinsam) aufarbeiten sollte?

In meinen beiden Fällen gab es diesen Vorlauf mit vielen Gesprächen eben nicht. Ich fiel aus allen Wolken. Alle Zeichen, bewusst gegebene und unbewusste, ließen mich Sicherheit, Verbindung und Liebe annehmen. Wie soll man diese Unlogik aufarbeiten?

Das ist aus der Ferne schwer zu beantworten.
Frage Dich doch selber einmal kritisch: gab es keine Anzeichen oder hast Du sie nicht erkannt? Vielleicht kannst Du auch jemanden Dritten fragen, wie er Eure Beziehung wahrgenommen hat. Manchmal hat man ja selber eine Art "Tunnelblick"...

Aber vielleicht solltest Du Dir auch die Frage stellen, ob denn die Aufarbeitung es wirklich wert ist, noch einmal sich damit zu beschäftigen?

Wenn Du aus diesen Erkenntnissen Dinge für Dich ableiten möchtest, dann ist das natürlich vollkommen OK. Suche nach Deinem Anteil an der Trennung und ziehe Deine Schlüsse daraus. Alles andere ist nicht zielführend...
****ody Mann
15.751 Beiträge
Nein, das war alles komplett unlogisch, weil bis kurz vor Schluss intensive Liebe demonstriert wurde. Und dann war von gestern auf heute Schluss, bzw. eine mehrmonatige Beziehungspause vorgeschlagen, kurz nachdem mich ein bewegender Liebesbrief von ihr erreicht hat.

Man kriegt das nicht gut aufgearbeitet, weil man die wahren Gründe nicht erfährt. Liebe kippt nicht binnen weniger Tage in Gleichgültigkeit, falls nicht jemand eine schwerwiegende Schandtat begeht. Man grübelt und grübelt. Man kommt auch nicht auf den Eigenanteil am Scheitern, weil es war ja bekennenderweise alles liebevoll und schön.
********erJC Mann
364 Beiträge
Tja... @****ody, da klingt viel Trauer bei Dir mit...
Ich kann nur für Dich hoffen, dass Du das irgendwann verarbeiten bekommst...
Zitat von ****ody:
Nein, das war alles komplett unlogisch, weil bis kurz vor Schluss intensive Liebe demonstriert wurde. Und dann war von gestern auf heute Schluss, bzw. eine mehrmonatige Beziehungspause vorgeschlagen, kurz nachdem mich ein bewegender Liebesbrief von ihr erreicht hat.

Man kriegt das nicht gut aufgearbeitet, weil man die wahren Gründe nicht erfährt. Liebe kippt nicht binnen weniger Tage in Gleichgültigkeit, falls nicht jemand eine schwerwiegende Schandtat begeht. Man grübelt und grübelt. Man kommt auch nicht auf den Eigenanteil am Scheitern, weil es war ja bekennenderweise alles liebevoll und schön.


Auch der sich Trennende durchläuft einen Liebeskummerprozess. Schwankt zwischen "es geht nicht mehr" und "es war doch mal soo toll".
Dass es keine Anzeichen gibt ist eher selten. Man ordnet sie halt falsch ein.


Noch mal zu "ich hatte x Beziehungen und genau x Beziehungen sind gescheitert (deswegen will ich keine neue mehr) ": Das trifft genau auf ALLE Menschen zu, die gerade solo sind.
Generell eine neue Beziehung auszuschließen ist nachvollziehbar in der Liebeskummerschmerzphase. Die kann unterschiedlich lang dauern, dafür gibt es keinen Zeitplan. Wenn aber diese Phase übergeht in allgemeine Verbitterung (und die lese ich hier eindeutig raus @********iebe), dann sollte eine Therapie in Erwägung gezogen werden. Verbitterung ist ein Mega-Energieräuber. Für dich, aber auch für dein Umfeld.
******tta Frau
1.104 Beiträge
@********erJC Mir erging es ähnlich wie @****ody Und es ist sau schwer das zu verarbeiten. Rückblickend kann ich sagen, habe ich schon gemerkt das was nicht stimmt. Ich habe deutlich gemacht, dass ich keine Zweitfrau und das ich sehr verliebt bin und ein Verrat mich in eine tiefe Krise stürzen würde. Die Antwort war, er empfinde ähnlich.
Nun ja...
Ich will bestimmt niemanden irgendwas verbieten, alles soll freiwillig sein und gerne geschehen, aber ich brauche Ehrlichkeit und Transparenz.
Ich weder ja ab und zu von Frauen angeschrieben und es stellt sich raus, dass es eigentlich ein Paar ist, was da schreibt. Aber das ich von einem Single angeschrieben werde und dann mit einem Paar dastehe, da ist wirklich die Krönung.
Und natürlich hätte ich gemacht, dass ich wegkomme. Wie man sieht zu Recht!
****ody Mann
15.751 Beiträge
Zitat von ********erJC:
Tja... @****ody, da klingt viel Trauer bei Dir mit...
Ich kann nur für Dich hoffen, dass Du das irgendwann verarbeiten bekommst...

Es ist wie aus dem Leben gerissen Werden. Zeichnen sich Konflikte ab, hat man sich auseinander gelebt und ist das transparent, setzen irgendwann Loslösungsprozesse ein. Ganz normal. Die Trennung setzt dann den Schlusspunkt, der durchaus versöhnlich sein kann. Diese Transparenz ist hilfreich und heilsam. Wenn sie fehlt, kann sich die Loslösung enorm in die Länge ziehen.
********iebe Mann
11.672 Beiträge
Ich kann am Handy nicht so viel schreiben und vor allem nicht zitieren, wie ich möchte. Aber @****ody beschreibt es sehr gut, da hänge ich mich an.

@****yra
Wegen Verbitterung, das stimmt schon. Aber ich kann damit umgehen wie mit anderem Schmerz auch. Nachdem ich keine Beziehung mehr habe und auch nicht vorhabe, ist das ein Bereich, der mich nicht bremst, weil er in meinem Leben einfach nicht mehr wichtig ist. Die Funktion meiner Person ist nicht beeinträchtigt - wie wenn einem die Ohrmuschel fehlt, man kann auch ohne leben, auch wenn es wehtut, bis es völlig verheilt und vernarbt ist.
@********iebe Nun, dein Denken kreist mantramäßig um die von dir empfundene Kränkung. Deine Zufriedenheit ist davon massiv beeinträchtigt.
Dein Vergleich mit einem Verlust einer Ohrmuschel passt nicht. Man kann "ohne" glücklich sein.
Mit Bitterkeit nicht.
********iebe Mann
11.672 Beiträge
Oh, ich bin in vielen Dingen glücklich.
Mit einem einzigen halt nicht.
Damit kann ich leben.
****ody Mann
15.751 Beiträge
"Sorry
Is all that you can say
Years gone by and still
Words don't come easily
Like sorry, like sorry

Forgive me
Is all that you can't say
Years gone by and still
Words don't come easily
Like forgive me, forgive me"

(Tracy Chapman - Baby Can I Hold You)

Es gibt viele Deutungen von diesem Song. Einige meinen, sie singt von sich, der in einer Beziehung ein schwerer Fehler unterlaufen ist und die es nicht hinbekommt, "Verzeih mir" zu sagen.

Stattdessen kommt nur "Sorry", dem ein tonlose "...aber", also bloß eine Rechtfertigung folgt. Ja, ich habe dieses und jenes getan, aber für deine Gefühle bist du selbst verantwortlich. Das ist meine Ergänzung zu dieser Deutung.

Sie leidet selbst, nur bekommt sie das "Forgive me" einfach nicht über die Lippen.

Ich glaube, ein Forgive me könnte unglaublich heilsam sein.
Zitat von ******tta:
Ich will bestimmt niemanden irgendwas verbieten, alles soll freiwillig sein und gerne geschehen, aber ich brauche Ehrlichkeit und Transparenz.

Wenn man im BDSM jemanden trifft, der scheinbar gut passt, entsteht schnell ein starkes Gefühl. Nähe, Vertrauen und gemeinsames Verlangen können sehr intensiv sein.

Doch gerade in dieser Anfangsphase fällt es oft schwer, kritisch zu prüfen: Passen unsere Vorstellungen wirklich zusammen? Sind Werte, Rollen und Grenzen wirklich klar?

Verliebtheit darf sein aber gerade im BDSM ist es wichtig, nicht nur dem Gefühl zu folgen, sondern auch achtsam zu bleiben, die Ehrlichkeit und die Transparenz der Situation auch zu erkennen.

Wer nur auf das Verhalten des anderen schaut, übersieht die eigene Rolle. Habe ich zu schnell vertraut? Habe ich Grenzen klar genug benannt? Habe ich Warnzeichen übersehen, weil ich es mir so sehr gewünscht habe?

Nach dem Ende einer BDSM-Verbindung ist der Blick oft auf den anderen gerichtet: Was hat sie oder er falsch gemacht? Warum hat es nicht funktioniert?

Doch die wichtigere Frage ist: Was habe ich selbst übersehen, mitgemacht oder nicht klar gesagt? Was hat mich trotz aller Zweifel festhalten lassen? Oder: Warum habe ich mich so schnell eingelassen?

Die ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Anteil ist kein Zeichen von Schwäche, sie ist der Grundstein für jede nächste Beziehung. Wer aus Erfahrungen lernt, erkennt beim nächsten Mal früher, ob es wirklich passt.
********erJC Mann
364 Beiträge
Ein sehr wertvoller Beitrag von @****Do.
Er bringt es wirklich gut auf den Punkt, analytisch und selbstkritisch.

Ich bin überzeugt davon, dass so manche Beziehung weiter funktioniert hätte, wenn sich alle Protagonisten daran halten würden…

Wie immer gilt: auch nach der eigenen Beteiligung am Scheitern schauen und daraus lernen…
*****a63 Frau
8.621 Beiträge
Man könnte auch danach schauen, weshalb etwas gut funktioniert hat.
********erJC Mann
364 Beiträge
Zitat von *****a63:
Man könnte auch danach schauen, weshalb etwas gut funktioniert hat.

Guter Ansatz! Diese Information ist bestimmt wertvoll für zukünftige Beziehungen.
****ody Mann
15.751 Beiträge
Zitat von ****Do:

Die ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Anteil ist kein Zeichen von Schwäche, sie ist der Grundstein für jede nächste Beziehung. Wer aus Erfahrungen lernt, erkennt beim nächsten Mal früher, ob es wirklich passt.

Ich bin die totale Schnecke im Verlieben und ehe ich in Richtung Beziehung steuere, muss ich viele Übereinstimmungen erkannt haben. Trotzdem bin ich auf ganze Gebäude aus Intransparenz und Nebelkerzen hereingefallen. Ich will auch gar nicht argwöhnisch sein und jedes Kompliment und jede Liebeserklärung auf ihren Wahrheitsgehalt hinterfragen, nur weil es Menschen gibt, die Spielchen spielen.

Habe ich so Betrug und Hintergehen erst möglich gemacht? Kann sein. Aber für mich ist das Einlassen ohne Auffangnetz alternativlos. Liebe ist nie risikolos. Und vergessen wir nicht das Karma. Ich war immer nur zweiter Verlierer. Keine Frau, die mich hintergangen hat, war danach glücklicher, während ich wirklich geliebt habe und darauf zurückblicken kann.
*******ht65 Mann
139 Beiträge
Diese Beziehung war losgelöst von der gemeinsamen Vorliebe BDSM eine normale Liebesbeziehung. Eine Trennung bewirkt das gleiche Muster wie ohne BDSM.
*******ht65 Mann
139 Beiträge
Zitat von ****Do:
Zitat von ******tta:
Ich will bestimmt niemanden irgendwas verbieten, alles soll freiwillig sein und gerne geschehen, aber ich brauche Ehrlichkeit und Transparenz.

Wenn man im BDSM jemanden trifft, der scheinbar gut passt, entsteht schnell ein starkes Gefühl. Nähe, Vertrauen und gemeinsames Verlangen können sehr intensiv sein.

Doch gerade in dieser Anfangsphase fällt es oft schwer, kritisch zu prüfen: Passen unsere Vorstellungen wirklich zusammen? Sind Werte, Rollen und Grenzen wirklich klar?

Verliebtheit darf sein aber gerade im BDSM ist es wichtig, nicht nur dem Gefühl zu folgen, sondern auch achtsam zu bleiben, die Ehrlichkeit und die Transparenz der Situation auch zu erkennen.

Wer nur auf das Verhalten des anderen schaut, übersieht die eigene Rolle. Habe ich zu schnell vertraut? Habe ich Grenzen klar genug benannt? Habe ich Warnzeichen übersehen, weil ich es mir so sehr gewünscht habe?

Nach dem Ende einer BDSM-Verbindung ist der Blick oft auf den anderen gerichtet: Was hat sie oder er falsch gemacht? Warum hat es nicht funktioniert?

Doch die wichtigere Frage ist: Was habe ich selbst übersehen, mitgemacht oder nicht klar gesagt? Was hat mich trotz aller Zweifel festhalten lassen? Oder: Warum habe ich mich so schnell eingelassen?

Die ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Anteil ist kein Zeichen von Schwäche, sie ist der Grundstein für jede nächste Beziehung. Wer aus Erfahrungen lernt, erkennt beim nächsten Mal früher, ob es wirklich passt.


Gut auf den Punkt gebracht. 👍
Zitat von ****ody:
Ich bin die totale Schnecke im Verlieben und ehe ich in Richtung Beziehung steuere, muss ich viele Übereinstimmungen erkannt haben. Trotzdem bin ich auf ganze Gebäude aus Intransparenz und Nebelkerzen hereingefallen.

Ich verliebe mich fast immer! Nicht blind, aber intensiv. In jede meiner Subs war ein Stück Herz mit drin. Nicht planbar, nicht steuerbar, eher wie ein Kartenhaus auf einem Gartentisch im Sommerwind, schön, aber nicht gebaut für Stürme.

Wenn ich zurückblicke, hege ich weder Groll noch Missgunst. Ich denke an die vielen Momente der Zweisamkeit. Sie hatten ihren Wert, auch wenn das Fundament oft wackelig war.

Als ich meine Sub kennengelernt habe, fiel mir genau, dass bei ihr auf: kein Nachtreten, kein Giften über Vergangenes. Sie hat ihre BDSM-Beziehungen abgeschlossen. Nicht verdrängt, aber auch nicht offen gelassen, als müsste jemand anderes für alte Schatten geradestehen.

Das schafft eine Ruhe, in der man sich begegnen kann, ohne Altlasten, ohne Misstrauen. Und genau das war/ist für mich kostbar.

Beim Kennenlernen sind mir auch Subs begegnet, da wusste ich nach 30 Minuten mehr darüber, was ihr letzter Dom für ein Arschloch war, als über sie selbst. Das ist für mich meist ein deutliches Zeichen: Kaffee bezahlen, sich höflich verabschieden und gehen. Nicht aus Härte, sondern aus Respekt. Ich suche keinen Therapieplatz, sondern eine aufrichtige Begegnung. Wer noch so tief im Gestern steckt, hat für das Heute oft keinen Blick.
****ody Mann
15.751 Beiträge
Zitat von ****Do:


Ich verliebe mich fast immer! Nicht blind, aber intensiv. In jede meiner Subs war ein Stück Herz mit drin. Nicht planbar, nicht steuerbar, eher wie ein Kartenhaus auf einem Gartentisch im Sommerwind, schön, aber nicht gebaut für Stürme.


Darf ich fragen, warum nicht für Stürme gebaut?
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