„Zitat von *********_2023:
„Mich persönlich ( Sie schreibt) stört das schüchtern sein immer negativ gesehen wird und behaftet ist.
(er schreibt)
m.E. muss Schüchternheit nicht negativ sein, da stimme ich Dir zu. Es ist einfach ein Teil der Persönlichkeit.
Allerdings scheint hier in diesem Fall beim TE ein Leidensdruck da zu sein. Und aus Sicht der Person, die leidet, besteht dann wohl irgendein Handlungsbedarf.
@**91 Aus meiner Sicht könnte hier die Angststörung ein wesentlicher Punkt sein: Hast Du diese Ängste unter Kontrolle? Ist die Therapie (oder die Therapien) erfolgreich? Hast Du die Therapiemaßnahmen komplett umgesetzt?
Du musst hier nicht antworten, soll nur als Denkanstoß dienen.
Wenn die Antwort auf diese Fragen "Nein" lautet, dann könnte das Dein Ansatzpunkt sein. Dann gilt es erstmal herauszufinden, was Dir dabei hilft, die Angststörung unter Kontrolle zu bekommen. Ich weiß nicht, was für Therapien du ausprobiert hast, aber da gibt es ja eine gewisse Vielfalt, sowohl aus Richtung Psychotherapie als auch medikamentös. Was genau für Dich passend ist, müssen Fachleute (hoffentlich) erkennen, aber bei in dem Feld gibt es natürlich auch Unsicherheiten. Vielleicht hast Du die für Dich passende Therapie noch nicht gefunden und deshalb noch Handlungsbedarf?
Wenn Du Deine Angststörung allerdings unter Kontrolle hast: Da wäre ein Coaching (wie Du es anscheinend schon gemacht hast) vielleicht eher vielversprechend als unmittelbar jeden Tipp aus einem Forum umzusetzen. Oder vielleicht gibt es eine Vertrauensperson, einen Freund, mit dem Du darüber reden kannst und der Dich begleitet, im wahrsten Sinne des Wortes. Nach meiner persönlichen Erfahrung (ich war auch mal jung und schüchtern) ist es im "Zweiergespann" einfacher, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Ja. An sich habe ich die Angststörung unter Kontrolle. Ich kann überall hin gehen, und bin ansich auch recht selbstständig. Meine Therapie habe ich auch immer mitgemacht, und das darin besprochene versucht, außerhalb umzusetzen. Ich denke, das mein größtes Problem der starke und längere Rückzug aus der Gesellschaft diese Probleme wieder verstärkt haben.
Aber auch Minderwertigkeitskomplexe machen mir das alles etwas schwerer. Ich denke auch sehr viel nach. Ich gehe viele Situationen in meinem Kopf durch, und versuche sie auch aus der Sicht anderer zu sehen, und zu beurteilen. Ich bin wohl der typische Denker bzw. Kopfmensch.
Trotzdem bin ich allein dadurch, dss ich hier so positive Kommentare, Tipps und Vorschläge bekomme schon wesentlich positiver mir selbst gegenüber geworden. Ich denke das war ein guter Schritt.
Ich werde versuchen, einige Tipps umzusetzen, und schauen wie gut das klappt.