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Trinkgeld"bitte" bei Kartenzahlung

****_85 Mann
632 Beiträge
Viele Menschen werden sich sicher sagen "es gibt Mindestlohn" - also ist Trinkgeld nicht nötig.
Zitat von ****_85:
Viele Menschen werden sich sicher sagen "es gibt Mindestlohn" - also ist Trinkgeld nicht nötig.

Das sagen nach meinem Erleben tatsächlich so einige und argumentieren, dass sie auch nur wenige Euro darüber liegen und kein Trinkgeld bekommen. Ich kann das Argument durchaus nachvollziehen. Für diese Menschen sind 4 Euro ggf. der Abstand von 2h zum Mindestlohn.
*******_man Mann
10.296 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******_man:
In Frankfurt gibt es den allgemeinen Luxus, dass die Müllabfuhr die Tonnen dort holt, wo sie stehen. Egal, ob vorne oder hinter dem Haus, sogar wenn sie hinter verschlossenem Tor stehen. In letzterem Fall wollen sie nur einen Schlüssel dafür. Niemand muss sie morgens an den Straßenrand stellen und abends wieder reinholen.

Dafür werden aber auch die Gebühren davon abhängig gemacht, wie weit der Weg ist. In der Straße, wo ich früher wohnte, was bei einer alten Dame die Tonne im Keller und wurde jedes Mal durch das Kellerfenster rausgehievt.

Super-Service, der verhindert, dass die Straßen aussehen, wie bei einer Mülltonnen-Ausstellung. Ganz abgesehen davon, dass Gehwege bzw Parkplätze frei bleiben. Ein Müllwagen wird dazu neben dem Fahrer von bis zu 4 Leuten unterstützt (1 läuft vorne weg und holt die Tonnen raus, 2 leeren, und 1 läuft hinterher und stellt die Tonnen wieder an ihren individuellen Platz.

Wem sollte wie oft jetzt diese alte Frau Trinkgeld geben?

Ach übrigens: Vor ein paar Jahren hat die Frankfurter Müllentsorgung angefangen in der Vorweihnachtszeit die Bürger anzuschreiben mit dem Hinweis, dass sie darum bitten, ihren Mitarbeitern KEIN Geschenk zu Weihnachten zu machen.
****_85 Mann
632 Beiträge
Leider gibt es in der Gastronomie immernoch schwarze Schafe, die gerne jammern, aber mit Tricks versuchen den Mindestlohn zu umgehen. Würde ich in der Branche arbeiten, wäre mir Wertschätzung genau soviel wert - oder der Verzicht auf unnötige Fragen und Wünsche, die die Abläufe beeinflussen. Ich weiss nicht, wie es vor 15 Jahren war, aber wenn man mal so mithört, dann sind die Leute fürchterlich pingelig, kleinkariert und machen aus manchen Dingen eine Wissenschaft.
****3or Frau
5.713 Beiträge
Zitat von *******_man:
Zitat von *******_man:
In Frankfurt gibt es den allgemeinen Luxus, dass die Müllabfuhr die Tonnen dort holt, wo sie stehen. Egal, ob vorne oder hinter dem Haus, sogar wenn sie hinter verschlossenem Tor stehen. In letzterem Fall wollen sie nur einen Schlüssel dafür. Niemand muss sie morgens an den Straßenrand stellen und abends wieder reinholen.

Dafür werden aber auch die Gebühren davon abhängig gemacht, wie weit der Weg ist. In der Straße, wo ich früher wohnte, was bei einer alten Dame die Tonne im Keller und wurde jedes Mal durch das Kellerfenster rausgehievt.

Super-Service, der verhindert, dass die Straßen aussehen, wie bei einer Mülltonnen-Ausstellung. Ganz abgesehen davon, dass Gehwege bzw Parkplätze frei bleiben. Ein Müllwagen wird dazu neben dem Fahrer von bis zu 4 Leuten unterstützt (1 läuft vorne weg und holt die Tonnen raus, 2 leeren, und 1 läuft hinterher und stellt die Tonnen wieder an ihren individuellen Platz.

Wem sollte wie oft jetzt diese alte Frau Trinkgeld geben?

Ach übrigens: Vor ein paar Jahren hat die Frankfurter Müllentsorgung angefangen in der Vorweihnachtszeit die Bürger anzuschreiben mit dem Hinweis, dass sie darum bitten, ihren Mitarbeitern KEIN Geschenk zu Weihnachten zu machen.

Weißt du, warum?

In Köln werden übrigens auch alle Mülltonnen vom städtischen Unternehmen von überall, Hinterhöfe, etc. abgeholt. Kenne es gar nicht anders.
****a77 Frau
3.321 Beiträge
Beei uns kommt die Müllabfuhr vor Weihnachten klingeln. Ich gab auch immer was, so ich denn daheim bin, auch, wenn wir unsere tonnen brav an dieStraße stellen müssen und sie danach nicht selten queer über den Gehsteig liegen.
*********kend Paar
16.018 Beiträge
Frankfurt scheint ja ein Paradies zu sein. Bei uns darf jeder seine Tonne brav über die Straße schieben und sie auch selbst wieder auf ihren Platz stellen. Und wie gesagt: 1 Müllarbeiter für die Tonnen und für die gelben Säcke 1 Mann der die Säcke aufsammelt und in den Wagen wirft. Mir wären oft gelbe Tonnen lieber als diese pfitzeligen dünnen gelben Plastiksäcke.

g/w
****53 Mann
1.560 Beiträge
Zitat von ****a77:
Beei uns kommt die Müllabfuhr vor Weihnachten klingeln. Ich gab auch immer was, so ich denn daheim bin, auch, wenn wir unsere tonnen brav an dieStraße stellen müssen und sie danach nicht selten queer über den Gehsteig liegen.

Und genau das wäre für mich der Grund, kein Trinkgeld zu geben.
Eine Arbeitsleistung, die nicht zu meiner Zufriedenheit ausgeführt wird, keine besondere Freundlichkeit beinhaltet und dann auch noch gefordert wird.
Trinkgeld ist für mich die Anerkennung in monetärer Form für mir entgegengebrachte, über
dem Normalen liegende Ausführung (beinhaltet auch eine gewisse Art von Freundlichkeit) einer mir geschuldeten Arbeit welche schon durch Gebühren oder
Bezahlung abgegolten ist.
Trinkgeld nur des Trinkgeldes wegen konterkariert m.E. den Sinn des üblichen Verständnisses des Tipp.
*******_man Mann
10.296 Beiträge
Themenersteller 
Bevor die Seite voll ist und der Thread damit zu Ende ist:

Ein großes Danke, dass es eine hohe Beteiligung gab und zusätzlich recht friedlich hier abging!
*******_man Mann
10.296 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****3or:
Weißt du, warum?

Ich glaube sie wollen keinen Interessenkonflikt. Nach dem Motto, für den Kipper ich auch Dinge ins Auto, die nicht in die Müllsammlung gehören.

Anders ausgedrückt: Zur Vermeidung von stillschweigender Bestechung.
****mi Frau
5.127 Beiträge
JOY-Angels 
Zitat von *******_man:
Zitat von ****3or:
Weißt du, warum?

Ich glaube sie wollen keinen Interessenkonflikt. Nach dem Motto, für den Kipper ich auch Dinge ins Auto, die nicht in die Müllsammlung gehören.

Anders ausgedrückt: Zur Vermeidung von stillschweigender Bestechung.

Ich hatte mal irgendwann davon gehört das die Müllabfuhr um ein Trinkgeld gebeten hat, und das sich darüber einige Anwohner beschwert haben, woraufhin es für die angestellten Ärger gab. Ich weiß allerdings nicht wo das war, vielleicht ja auch deshalb ein allgemeines Verbot jeglicher Zuwendungen, gerade auch vor Weihnachten….
*nixweiss*

Man kann Menschen aber auch anders davon überzeugen ein gutes „Trinkgeld“ ( was für ein Begriff in diesem Zusammenhang… *lach* ) zu geben….
Ich fand zumindest diese Idee hier sehr kreativ… *smile*
********chaf Mann
8.663 Beiträge
JOY-Angels 
Zitat von ****_85:
Viele Menschen werden sich sicher sagen "es gibt Mindestlohn" - also ist Trinkgeld nicht nötig.

Dann richte diesen Menschen gerne mal aus, dass es viele Arbeitgeber gibt, die diesen erfolgreich umgehen, wie übrigens auch jede Menge anderer Arbeitnehmerrechte (wie z.B. Lohnfortzahlung bei Krankheit, Kündigungsschutz, um nur mal die zwei wichtigsten zu nennen): Stichwort "Saisonarbeiter" oder "Azubis" oder schlicht "Studentenstelle". Da wird jede Menge Schindluder betrieben.

Es geht hier ja um Kartenzahlung.

Ich ertappe mich dabei gerade, dass ich eher Trinkgeld gebe, wenn ich bar bezahle.
Einfach, weil es naheliegend ist, eine Münze mehr dazu zu geben.
Da gehe ich jetzt nicht direkt nach diesen 10%, die es in der Gastronomie gibt.
Wenn ich aber meinem "Hello Fresh!" Boten zwei Euro in die Hand drücke, dann ist das zwar weit entfernt von diesen zehn Prozent. Es sind aber ziemlich 100 Prozent mehr als das, was denjenigen andere geben! Zumindest, wenn ich das mal nach der (meist wirklich großen) Überraschung der Lieferer urteile ...

Ich habe aber hier aus dem Thema etwas ebenfalls sehr Wertvolles mitgenommen, das mag ich zum Schluss hier auch noch einmal sagen.
Künftig runde ich beim Bäcker auch auf.
Eigentlich weiß ich ja, wie wenig man beim Bäcker verdient. Zusätzlich habe ich höchsten Respekt davor, wie früh diejenigen immer aufstehen müssen, ich wäre vermutlich nach 2 Wochen in diesem Job bereits ein Wrack *panik*
Dann kann, und sollte, ich das dann künftig auch honorieren.
Auch wenn es dann keine großen Beträge sein mögen: Da ich das beim selben Bäcker dann ja immer wieder mache, passt dieser Satz wie A auf E:

Kleinvieh macht auch Mist.

In diesem Sinne: Lasst uns Mist machen!
*g*
*********kend Paar
16.018 Beiträge
Mindestlohn gilt für einige Gruppen auch gar nicht. Z.b. für Zeitungszusteller oder Azubis.

Links nur für Mitglieder
**********ouple Paar
1.788 Beiträge
Zitat von ****mi:
Zitat von *******_man:
Zitat von ****3or:
Weißt du, warum?

Ich glaube sie wollen keinen Interessenkonflikt. Nach dem Motto, für den Kipper ich auch Dinge ins Auto, die nicht in die Müllsammlung gehören.

Anders ausgedrückt: Zur Vermeidung von stillschweigender Bestechung.

Ich hatte mal irgendwann davon gehört das die Müllabfuhr um ein Trinkgeld gebeten hat, und das sich darüber einige Anwohner beschwert haben, woraufhin es für die angestellten Ärger gab. Ich weiß allerdings nicht wo das war, vielleicht ja auch deshalb ein allgemeines Verbot jeglicher Zuwendungen, gerade auch vor Weihnachten….
*nixweiss*

Man kann Menschen aber auch anders davon überzeugen ein gutes „Trinkgeld“ ( was für ein Begriff in diesem Zusammenhang… *lach* ) zu geben….
Ich fand zumindest diese Idee hier sehr kreativ… *smile*

Damit ihr wisst, an wen das Trinkgeld in den meisten Fällen geht. Dieser Fall ist aus dem CentrO in Oberhausen, seitdem gibt's keinen Cent mehr dort.

Links nur für Mitglieder
****one Mann
1.954 Beiträge
Seit 2015 gehört Sanifair einem Konsortium aus der Allianz Versicherung und Abu Dhabi Investment. Die 70 Cent jeder Toilettennutzung gehen nicht etwa an den Raststätten-Pächter, sondern fließen direkt an die beiden Unternehmen.
Wie wird es da mit den Trinkgeldern wohl laufen ... Auch Bar wird nicht nicht immer bei dem Personal landen ...
Hab bei der letzten Schicht mal mit meiner Kollegin aus dem Service gequatscht, hatten gut zu tun alles lief super, gab offensichtlich nix zu bemängeln, weder im Service noch aus der Küche. Man hätte durchaus mit gutem Trinkgeld rechnen können.
Leider haben an dem Morgen fast alle mit Karte gezahlt. Keiner hat Trinkgeld dazu gegeben, weder auf den Kartenbetrag noch extra in bar.
Und das ist wohl eher die Regel, als die Ausnahme laut meiner Kollegin...

Was soll ich dazu noch sagen...
*******_man Mann
10.296 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****one:
Seit 2015 gehört Sanifair einem Konsortium aus der Allianz Versicherung und Abu Dhabi Investment. Die 70 Cent jeder Toilettennutzung gehen nicht etwa an den Raststätten-Pächter, sondern fließen direkt an die beiden Unternehmen.
Wie wird es da mit den Trinkgeldern wohl laufen ... Auch Bar wird nicht nicht immer bei dem Personal landen ...

DAS ist noch ein ganz anderes Thema.

Gab es nicht einmal die Vorschrift, dass die Gastronomie in D kostenlose Toilettennutzung für ihre Gäste anbieten muss? In Raststätten, wo Sanifair ihr Unwesen treibt, stimmt das spätestens ab dem Moment nicht mehr, wo man für den Bon nur 50 Cents angerechnet bekommt...

Wer die WC-Anlagen betreibt, ist mir dagegen völlig egal.
****_85 Mann
632 Beiträge
Auch wenn ich gerne Trinkgeld gebe und keine Hinternkriecherei erwarte oder ne krasse Beratung/Empfehlung muss ich aber ganz rational darauf hinweisen, dass es nunmal gut sein kann, dass Trinkgeld ausbleibt und man sich seinen Job nicht danach aussuchen kann bzw. sollte man es nicht als essentiellen Bestandteil ansehen.
*******a669 Mann
436 Beiträge
Ich gebe das Trinkgeld grundsätzlich in bar. Da dann die Servicekraft auch wirklich was von hat. Bei der Kartenzahlung wird das Trinkgeld als Lohnbestandteil mit angerechnet. So werden dafür Lohnnebenkosten und Steuern fällig. Und eh jetzt wieder eine Diskussion los geht ob das überhaupt stimmt, dann erkundigt euch beim Finanzamt oder einem Gastronom, der gerade eine Steuerprüfung hinter sich hatte. Mit der jetzigen E-Rechnung wird es noch bekloppter.
Zitat von *******a669:
Ich gebe das Trinkgeld grundsätzlich in bar. Da dann die Servicekraft auch wirklich was von hat. Bei der Kartenzahlung wird das Trinkgeld als Lohnbestandteil mit angerechnet. So werden dafür Lohnnebenkosten und Steuern fällig. Und eh jetzt wieder eine Diskussion los geht ob das überhaupt stimmt, dann erkundigt euch beim Finanzamt oder einem Gastronom, der gerade eine Steuerprüfung hinter sich hatte. Mit der jetzigen E-Rechnung wird es noch bekloppter.

Das habe ich kurz mal gemacht und gebe dir unrecht. Hier die Auskunft:
Mit modernen Kassensystemen ist bei der Bezahlung mit Kreditkarte oder Girocard das Trinkgeld kein Problem. Das Trinkgeld wird als durchlaufender Posten gebucht. So kann es dem jeweiligen Arbeitnehmer zugeordnet und ausgezahlt werden. Damit werden weder Lohnnebenkosten, noch Steuern fällig.
Ausnahme: Wenn Unternehmer Trinkgeld bekommen, müssen sie das grundsätzlich versteuern. Egal, ob sie einen Ein-Personen-Betrieb führen oder einer großen Kette vorstehen. Auch ob das Trinkgeld persönlich und freiwillig übergeben wurde, spielt in diesem Fall keine Rolle. Denn Unternehmensgewinn und Trinkgeld wandern in dieselbe Tasche. Für den Gesetzgeber ist es deshalb nicht klar genug, was für die eigentliche Leistung des Unternehmens gezahlt wurde und was als Bonus. Das Trinkgeld muss deshalb als reguläre Betriebseinnahme versteuert werden. Das Gleiche gilt bei Trinkgeldern für Angehörige des Unternehmers, die unentgeltlich im Betrieb mithelfen.


Zusatz, wenn also der Inhaber der Kneipe sein Trinkgeld, dass er selbst bekommen hat, nicht versteuert, dann ist er eben ein Steuerhinterzieher, auch wenn er es bar bekommt. Seine Angestellten sind es nicht.
*********Wien Frau
3.923 Beiträge
Angehörige geringfügig anmelden und das Trinkgeld mit dem Verweis, es wird an die Mitarbeiter weitergegeben, in ein Sparschwein stecken.
Problem gelöst.
**C Mann
14.616 Beiträge
Zitat von *********Wien:
Angehörige geringfügig anmelden und das Trinkgeld mit dem Verweis, es wird an die Mitarbeiter weitergegeben, in ein Sparschwein stecken.
Problem gelöst.

..das Problem bei dieser Handhabe ist jedoch, dass alle Beteiligten den gleichen Anteil bekommen, egal
ob sie sich besonders anstrengen oder nicht. Für die "Faulpelze" ist es schön, für die sich Bemühenden eher
nicht besonders motivationsfördernd...
***um
Wegen Überfüllung geschlossen
Dieses Thema hat die maximale Länge erreicht und wurde daher automatisch geschlossen.

*geschlossen*


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