„Viele Menschen werden sich sicher sagen "es gibt Mindestlohn" - also ist Trinkgeld nicht nötig.
Dann richte diesen Menschen gerne mal aus, dass es viele Arbeitgeber gibt, die diesen erfolgreich umgehen, wie übrigens auch jede Menge anderer Arbeitnehmerrechte (wie z.B. Lohnfortzahlung bei Krankheit, Kündigungsschutz, um nur mal die zwei wichtigsten zu nennen): Stichwort "Saisonarbeiter" oder "Azubis" oder schlicht "Studentenstelle". Da wird jede Menge Schindluder betrieben.
Es geht hier ja um Kartenzahlung.
Ich ertappe mich dabei gerade, dass ich eher Trinkgeld gebe, wenn ich bar bezahle.
Einfach, weil es naheliegend ist, eine Münze mehr dazu zu geben.
Da gehe ich jetzt nicht direkt nach diesen 10%, die es in der Gastronomie gibt.
Wenn ich aber meinem "Hello Fresh!" Boten zwei Euro in die Hand drücke, dann ist das zwar weit entfernt von diesen zehn Prozent. Es sind aber ziemlich 100 Prozent mehr als das, was denjenigen andere geben! Zumindest, wenn ich das mal nach der (meist wirklich großen) Überraschung der Lieferer urteile ...
Ich habe aber hier aus dem Thema etwas ebenfalls sehr Wertvolles mitgenommen, das mag ich zum Schluss hier auch noch einmal sagen.
Künftig runde ich beim Bäcker auch auf.
Eigentlich weiß ich ja, wie wenig man beim Bäcker verdient. Zusätzlich habe ich höchsten Respekt davor, wie früh diejenigen immer aufstehen müssen, ich wäre vermutlich nach 2 Wochen in diesem Job bereits ein Wrack

Dann kann, und sollte, ich das dann künftig auch honorieren.
Auch wenn es dann keine großen Beträge sein mögen: Da ich das beim selben Bäcker dann ja immer wieder mache, passt dieser Satz wie A auf E:
Kleinvieh macht auch Mist.
In diesem Sinne: Lasst uns Mist machen!
