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Umgang mit Pflege/Persönlicher Assistenz beim Date

*****dyx Mann
10 Beiträge
Themenersteller 
Umgang mit Pflege/Persönlicher Assistenz beim Date
Meine Erfahrungen bezüglich Intimität sind äußerst überschaubar, aber in einer Frage war ich mir immer, wenn es mal zumindest ein bisschen in diese Richtung ging, sehr unsicher:
Ich bin körperlich schwerbehindert und habe persönliche 24-Stunden-Assistenz, die alle Pflegehandlungen übernimmt.
Natürlich reicht es auch mal, wenn die Assistenz nicht in der Wohnung oder im Zimmer ist, solange sie innerhalb von 2 Minuten kommen kann.
Solltet ihr eine schwerbehinderte Person daten, würdet ihr euch zur Sicherheit wünschen, dass die Assistenz immer relativ nah ist oder lieber nicht? So kleine Handgriffe wie zu trinken geben etc. kann ich auch relativ schnell Menschen erklären, die nicht bei mir arbeiten, aber ich verstehe natürlich auch mögliche Berührungsängste sehr gut.
****75 Frau
566 Beiträge
Am Anfang, wenn man sich noch nicht so gut kennt, ist es sicherlich für beide Seiten beruhigend, die Assistenz in Rufreichweite zu haben.
*******ains Frau
625 Beiträge
Da ich selbst Pflegefachkraft bin könnte die Assistenz gerne beim ersten Treffen dabei sein damit man sich aufs normale Kennenlernen konzentrieren kann, danach hätte ich vermutlich keine Probleme auch ggf selbst zu helfen je nach dem worum es geht.
Man will sich ja auch nicht immer "beobachtet und belauscht" fühlen wenn permanent eine dritte Person dabei hat
*******Anna Frau
70 Beiträge
Ich hatte bisher zwei erste Dates mit Personen mit 24/7-Assistenz. In beiden Fällen waren die Assistenten beim ersten Date nicht oder nur ganz am Anfang dabei. Allerdings hatten wir in beiden Fällen vorher auch schon viel besprochen, wie es laufen kann und ich bin bei der ganzen Thematik auch wirklich kein unbeschriebenes Blatt, hab vorher schon viel gewusst und auch viele Fragen gestellt.
*******Punk Frau
8.210 Beiträge
Ich habe vor 25 Jahren eine Ausbildung im Pflegebereich gemacht, aber in dem Beruf nie gearbeitet.

Habe aber generell keine Berührungsängste.
*****dyx Mann
10 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******Anna:
Ich hatte bisher zwei erste Dates mit Personen mit 24/7-Assistenz. In beiden Fällen waren die Assistenten beim ersten Date nicht oder nur ganz am Anfang dabei. Allerdings hatten wir in beiden Fällen vorher auch schon viel besprochen, wie es laufen kann und ich bin bei der ganzen Thematik auch wirklich kein unbeschriebenes Blatt, hab vorher schon viel gewusst und auch viele Fragen gestellt.

Sehr schön zu lesen und freut mich, dass zumindest dieses Thema bei deinen beiden Dates kein Hindernis war!
Assistenz gar nicht dabei haben wäre für mich aus medizinischen Gründen leider erst eine Option, wenn ich eine Partnerperson über mindestens eine Woche relativ individuell eingearbeitet habe und erwarten würde ich das ganz pauschal von niemandem jemals, fürs Dating also keine Option. Aber es macht auch schon einen wesentlichen Unterschied, ob die Assistenz am Tisch sitzen muss oder auch 2 Tische weiter mit Blickkontakt sitzen kann. Für Pflegehandlungen soll und wird selbstverständlich immer die Assistenz zuständig bleiben. Die Sache ist nur, dass ich viele kleine Handgriffe (Mund abputzen, Kopf drehen, ehrlich gesagt selbst Beatmungsgerät bei Disconnect wieder drauf stecken), die weniger als 5 Sekunden dauern, eigentlich schon gar nicht mehr als "Pflegehandlungen" wahrnehme.

Bei meinem einzigen richtigen Date bisher war die Person schon von Natur aus sehr ängstlich und unsicher und ich habe die Assistenz dementsprechend dabei belassen. In Kombination mit der Tatsache, dass ich selber auch sehr schüchtern und unerfahren bin, könnt ihr euch aber vorstellen, welchen Erfolg die ganze Sache hatte …
*********aar89 Paar
12 Beiträge
Ich war mal in der Situation.. der Assistent war zwar unfreiwillig komisch (im positiven Sinne) aber ich war froh, dass er bei Bedarf greifbar war. Als Date hat man ja viel Neues zu verarbeiten, den neuen Menschen vor sich, je nach Schwere sein Krankheitsbild, die Assistenzsituation, man sieht vielleicht noch einem neue Hilfsmittel usw
******179 Mann
2 Beiträge
Meine Assistenten sollen, wenn möglich, die Wohnung verlassen. Sie können gerne spazieren oder einkaufen gehen. Ich hab aber auch nicht so einen hohen medizinischen Bedarf. Stelle es mir, aus Sicht der Assistenzgeber, aber ein bisschen komisch vor.
Zitat von *******Anna:
Ich hatte bisher zwei erste Dates mit Personen mit 24/7-Assistenz. In beiden Fällen waren die Assistenten beim ersten Date nicht oder nur ganz am Anfang dabei. Allerdings hatten wir in beiden Fällen vorher auch schon viel besprochen, wie es laufen kann und ich bin bei der ganzen Thematik auch wirklich kein unbeschriebenes Blatt, hab vorher schon viel gewusst und auch viele Fragen gestellt.

Ich durfte auch bereits 2 Dates mit Damen, welche eine persönliche Assistenz hatten erleben. Es war wundervoll und die Assistenz hielt sich im Hintergrund. Da ich selber einen nicht gleich erkennbaren GDB besitze, weiß ich wie schön die Momente sein können.
**********r6221 Mann
88 Beiträge
Tendenziell sollte die Person zumindest sehr nah (Nebenzimmer o.ä.) sein.
Ich bin zwar Ersthelfer in der Firma und habe durch Verwandte auch bisschen Übung mit einigem, aber wenn jemand eine 24h Pflege hat, ist das ja schon jemand mit großem Hilfsbedarf.
******_76 Mann
9 Beiträge
ist irgendwie interessant zu lesen wie sowas abläuft bzw. ablaufen müsste, könnte

ich weiß noch nicht wann es bei mir mit einer 24h pflege ausschaut, ich lebe zum glück bei meiner mutter und nicht in einer einrichtung

aber ganz ehrlich? ich kann mir das nur schwer vorstellen wenn ich zb. in einer einrichrung leben würde und ich habe urplötzlich das bedürfnis zu daten und irgendwann kommt der tag das sie mich besuchen kommen möchte was ja völlig normal ist

ich frag mich dabei wie die betreuer(inen) da reagieren würden, ablehnent? verbot für diese person? weil die es nicht wollen?, ich denk mir in die einrichtungen wird man noch wie ein klein kind behandelt zu einem groß teil, ok das könnte man auch im privat bereich erwarten

oder es können auch die eltern sagen bringe ja nie eine fremde person hier her sonst setzt was da ist der spiel raum groß für eskalisationen

ich finde das als unterdrückung für diese person die eltern könnten sie (ihn) dann auch weg sperren um ja keinen kontakt zu anderen zu bekommen

dieser negative aspekt wurde noch nicht so wirklich angesprochen
aktschooting
**********golin Frau
518 Beiträge
Es ist wirklich hart sich deinen Verzicht und deine Einschränkungen vorzustellen.
Ich müss sagen das ich zu egoistisch bin mich so intensiv auf jemanden einzustellen der so viel Aufmerksamkeit im Altag benötigt, auch wenn du die kleinen Handlungen by the Way gar nicht mehr als Pflege währnimmst, so sind sie es eben doch.
Gerade wenn es um Erotik und Sexuallität geht ist das ja nicht nur ein freigiebiger Akt sondern eine Mischung aus Zuwendung, Projektion und gesundem Egoismuss, der Eben deshalb fünktioniert weil man mit dem Partner auf einem Level ist und sich geben und nehmen am Ende ausgleichen.

Ich persöhnlich würde mich extrem schwer tun mit einer asymetischen Beziehung, ich würde unweigerlich in meine "muttireflexe" verfallen und den anderen ins Zentrum der Aufmerksmkeit rücken um dann am Ende im Burnout oder in der Agression landen, weil ich mich selbst vernachlässigt habe.

Daher sehe ich das mit der 24/7 Betreunung eher so, das es wichtig ist diese Personen dringend dabei zu behalten, sie werden fürs Kümmern bezahlt, ein potenzieler Partner wird das nicht.

Ja und auf Beziehungsebene heist das natürlich einen anderen Umgang mit Scham zu finden und mit der Pressens einer Pflege Person... die Frage was Privat ist und wofür man sich schämt und wofür nicht heist es ganz neu zu denken fürchte ich.
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