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Exklusive schmerzhafte Beziehung - Hilft die Öffnung?

*******d_me Frau
14 Beiträge
Themenersteller 
Exklusive schmerzhafte Beziehung - Hilft die Öffnung?
Ich suche nach Erfahrungen anderer und bin in der Suchfunktion nicht fündig geworden.
Deswegen hoffe ich auf eure Hilfe zu meinem Thema.

„Kurz“:
Ich lebe seit 1 1/2 Jahren in einer erst offenen, dann exklusiven Paar-Beziehung. Kennengelernt haben wir uns gegen Ende meiner letzten Beziehung - ich führte eine offene Ehe. Beim kennenlernen war nicht davon auszugehen, dass wir eine Paar-Beziehung einmal führen werden.
Letztlich kamen mit häufigerem Sehen Gefühle hinzu.
Er traf in der Zeit eine weitere Frau, mit der er eine Beziehung führte, allerdings keine Partnerschaft. Er und ich verstanden uns gut, sehr gut. Allerdings belastete mich zunehmend die weitere Frau, für die er dann auch auf Zeit mit mir verzichtete und sich lieber mit ihr traf. Nach einigen Monaten hin und her, mit Gedanken meinerseits von: ich könne das leisten, dass es da noch jemanden gab und doch nicht, hat er sich für mich entschieden und die Beziehung zur anderen Frau beendet. Einige Zeit später gestanden wir uns unsere Liebe und wir wechselten von einer offenen Beziehung in eine exklusive. Zumindest zu Teilen. Er war in der Zeit in einer Tantraausbildung. Er genießt den Austausch, die fremde Haut, emotionale Verbundenheit und das Spiel mit anderen Frauen sehr. Er führte in der Vergangenheit noch nie eine Beziehung die wirklich geschlossen war bzw. in der er nicht fremd ging. Im krassen Gegensatz zu mir: Ich bin in meinem ganzen Leben nie fremd gegangen und war in meiner offenen Ehe transparent.
Mit dem schließen, aber auch schon mit dem hin und her der anderen Frau, kam die Schwere.
Ich wurde zunehmend eifersüchtig. Es kam noch mehr Schwere durch umstehende Umstände meinerseits. Emotional habe ich mich immer wieder „nackig“ gemacht. Er zu Anfang auch - danach kam der immer währende Rückzug von ihm. Meine Eifersucht wurde schlimmer.
Meine Wut auf das fehlende zunehmende Interesse in unsere Beziehung zu investieren wuchs. Ich wollte keine - zumindest aktuell keine offene Beziehung wenn es so aktuell läuft zwischen uns und die Unverbundenheit zwischen uns steht - wie auch meine wachsende Eifersucht (interessant, denn in meiner vorherigen Beziehung, in der ich mich „sicher“ gefühlt habe, da ich um meinen Partner sicher an meiner Seite wusste und ihn über viele Jahre kannte, gab es die Eifersucht eher in Form von, ich freu mich aufrichtig für deine Erfahrung - aber ich mag auch!). Er hingegen sucht diese „Polyamore“ bzw. Offene Form. So richtig Blick ich da nicht durch. Und ich habe mehrere Anläufe gemacht. Es folgten mehrere über die Zeit anhäufende Wortgefechte. Missverständnisse, Verletzungen. Viel Schmerz und Kummer und noch mehr Rückzug seinerseits und Zuwendung seiner Kontaktsuche zu anderen Frauen. Wenn eine Liebeskummer hat, lässt er mich dann schon mal abends sitzen um sie nackig kuschelnd zu trösten. Vermutlich steckt mehr dahinter, aber ich denke, ich lest meine Eifersucht, Hilflosigkeit und Verzweiflung aus den Worten. (Und eine Portion Trotz… hallo inneres Kind).
Dazu muss ich sagen, dass er sich in all der Zeit mit Frauen 2x jede Woche trifft um nackt zu kuscheln bzw. Tantramassage zu betreiben. (Ausnahmen sind, wenn es mal nicht klappt wg Feiertagen… oder weil er verreist ist, also vlt. Fallen 6 Wochen im Jahr raus) Alle Treffen werden mit dem hegen und pflegen von emotionalen Tiefen und Verbundenheit begleitet. Es würde ihm Kraft für seinen Alltag geben und habe nichts mit unserer Beziehung zu tun.
Ab und an kamen schon kleine Unehrlichkeiten hinzu, die zum Teil raus kamen. Ich mache mir nichts vor, dass ich alles weiß was er da treibt, immerhin sind seine Formulierungen extrem wage und Wörter werden mir im Mund umgedreht. Ich habe mich in den 1 1/2 Jahren 4x zur Tantramassage bzw. kuscheln getroffen.
Die Abmachung war, kein Sex, weder oral, noch stimulativ noch küssen… kein Übernachten und unsere wenige Paarzeit neben alltäglichen Pflichten, bleibt zum Großteil uns vorbehalten. Dem muss schon ab und an ein Abend oder mal ein Sonntag für bestimmte liebgewonnene Kandidatinnen weichen.
Seine Sehnsucht nach der offenen Beziehung/ Polyamorie wächst. Meine Verzweiflung auch.
Seinerseits ist keine Beziehungsarbeitbereitshaft da. Liebe ist auch nicht da. Warum er noch mit mir zusammen ist, ist ihm nicht klar. Aber er bleibt… aus Hoffnung, dass all der Kummer und der Schmerz nicht umsonst war und wir wieder irgendwie zusammenfinden. Die gleiche Hoffnung, die ich auch hege.
Aktuell wenn wir uns sehen, haben wir mindestens 1x täglich Sex.

So viel zum Grobumriss der Situation.
Nun zu meiner Frage an das Ethernetgetümmel:
Da ich selbst der offenen Beziehung nicht abgeneigt bin, es mir aber aktuell wie ein Spukgespenst vorkommt, kann es die Beziehung retten, wenn ich ihn ziehen liese?
Könnte es mir meinen Schmerz und die brennende Eifersucht die sich in mir als Schreckgespenst entwickelt hat nehmen und mit Licht zum Leuchten als eine Art Stärke für in Beziehung entwickeln?

Regeln mag er nicht… die würden ihn zu sehr beschränken, weswegen ich keine Illusion hegen brauche, da irgendwas noch halten zu können.
Es wäre aus meiner Sicht, das letzte bisschen Hoffnung auf seine Exklusivität in Thema Partnerschaft, Liebe, Sexualität und Verbundenheit die ich damit aufgebe. Denn emotionale Verbundenheit pflegt er bereits mit mehreren dieser Damen…

Was ist eure Meinung zu meinen Fragen, wenn ihr euch unsere Geschichte durchlest?

Sollte es darüber doch einen Thread bereits geben, der mir entwischt ist, gebt gerne Bescheid oder verschiebt das Thema liebe Admins.
Beziehung öffnen, Eifersucht… Ich wusste nicht wohin in die Niesche. Das es mir hier um das Überwinden des Schmerzes und das lohnen dem zu stellen geht.

Danke vorab an alle fürs Lesen, Gedanken machen und Teilen. 🫂
******und Frau
6.009 Beiträge
Zitat von *******d_me:
Da ich selbst der offenen Beziehung nicht abgeneigt bin, es mir aber aktuell wie ein Spukgespenst vorkommt, kann es die Beziehung retten, wenn ich ihn ziehen liese?
Könnte es mir meinen Schmerz und die brennende Eifersucht die sich in mir als Schreckgespenst entwickelt hat nehmen und mit Licht zum Leuchten als eine Art Stärke für in Beziehung entwickeln?
Meine Ansicht: Nicht jeder Mensch ist für eine offene Beziehung gemacht und nicht jeder für eine exklusive. Ihr seid gegensätzliche Menschen. Dich zerfrisst die Eifersucht. Das wird sich nicht ändern, wenn Du ihn ziehen läßt. Er liebt Dich nicht. Und er wird Dir nur weiter Schmerzen zufügen.

Mein Rat an Dich: Nimm Dich selbst aus der Situation raus und trenne Dich. Warum willst Du an einem Konstrukt festhalten, bei dem Du genau weißt, dass Du nicht geliebt wirst sondern eine von vielen bist? Ihn kannst Du nicht einsperren und nicht ändern. Es macht ihn kaputt, weil Exklusivität nicht sein Weg ist. Und Deinen Weg sehe ich nicht bei einer offenen Beziehungen sondern bei der im tiefsten Inneren gewünschten Exklusivität. Solltest Du bei ihm bleiben, ist es für keinen von beiden das, was eigentlich gewünscht wird. Und er sagt ja offensichtlich klar, dass er KEINE Beziehung will. Du jedoch schon. Und wie Du vielleicht selbst merkst: Es paßt einfach nicht. Ihr seid nicht die passenden Menschen füreinander.

Trenne Dich. Trauere und dann starte neu durch und lebe Dein eigenes Leben.
******eek Frau
6.507 Beiträge
Eine offene Beziehung fußt meiner Meinung nach auf immensem Vertrauen. So, wie du die Situation beschreibst, fehlt das bei dir aber. Das soll keine Kritik sein, Beziehungen und Ansprüche daran sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Ich denke also nicht, dass eine Öffnung dieser Beziehung für dich eine gute Idee wäre. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch die Beziehung, wie sie ist, nicht für eine gute Idee für dich halte.
Warum tust du dir das an?
****ni Frau
876 Beiträge
Weg damit 🤷🏼‍♀️
Er macht was er will und hat eine "dumme" gefunden, wo er jederzeit aufschlagen kann oder die er halt bei Bedarf auch hocken lässt 😬
*****t14 Paar
122 Beiträge
Klingt vllt hart...... Ziehe lieber eine Trennung in betracht. Du wirst ihn nicht ändern können und dadurch wird das eher schmerzlicher für dich und du leidest darunter. Wir lieben uns und möchten aber auf fremde Haut nicht verzichten und gönnen uns das ab und an - im Club wie privat. Für mich (ER schreibt) ist es wichtig zusammen was zu erleben. Daher bevorzugen wir eher Paare.... Gibt auch Ausnahmen..... Ich hätte schon kein gutes Gefühl, wenn meine Partnerin alleine loszieht. Das würde sich in einer offenen Beziehung vermutlich noch verschlimmern. Reden hilft da viel und sich gegenseitig Vorstellungen und Wünsche äussern. Wenn dein Partner dem nicht entspricht oder evtl keine Abstriche machen will, dann macht auch eine offene Beziehung keinen Sinn. In einer Partnerschaft sollten daher beide kompromissbereit sein um die gemeinsame Beziehung zu stärken. Viel Glück und gehe deinen Weg.....
Du hast dir doch schon selbst indirekt die Frage beantwortet!
Regeln mag er nicht… die würden ihn zu sehr beschränken, weswegen ich keine Illusion hegen brauche, da irgendwas noch halten zu können.
Es wäre aus meiner Sicht, das letzte bisschen Hoffnung auf seine Exklusivität in Thema Partnerschaft, Liebe, Sexualität und Verbundenheit die ich damit aufgebe. Denn emotionale Verbundenheit pflegt er bereits mit mehreren dieser Damen…


Bei dem Abschnitt gehen bei mir persönlich alle Lampen an u damit meine ich alle roten Lampen,wie schon erwähnt er macht was er will u ihm is es egal wie du dich fühlst u scheinbar nimmt er auch keinerlei Rücksicht auf dich,aber ich bin eben auch der monogame Typ.Kenne deinen Selbstwert!!!
*********in365 Frau
2.280 Beiträge
Für mich liest sich das ziemlich toxisch.

Zudem sehe ich wenig Hoffnungen darauf, dass deine Sicherheit und dein Vertrauen wachsen können, somit wird Eifersucht ein Thema bleiben.

Mal noch eine andere Perspektive:

Wenn zwei Menschen, jeder mit sich alleine glücklich sein können, können sie es auch zu Zweit, und wenn sie zu Zweit glücklich sind, können sie es auch zu Dritt oder Viert sein.

Das zumindest ist meine persönliche Überzeugung.

Kannst du alleine glücklich sein? Kann er es?
****72 Frau
764 Beiträge
Ich finde es immer schwierig, wenn ich lese, dass man nicht mehr weiß warum man zusammen ist bzw. weiterhin an der Beziehung festhält. Denn dies klingt für mich dann immer, dass das Gefühl für den anderen nicht mehr stark genug ist.

Und mit den Regeln ist es halt wie immer, verändern tun wir uns immer nur dann, wenn wir aus der Veränderung auch einen Nutzen ziehen können.

In Euren Fall zieht er keinen Nutzen daraus, da er nicht eifersüchtig ist und es ihm wichtig ist 2 x die Woche zum kuscheln zu gehen.

Eifersucht ist nie einfach und mMn auch nie zielführend, da sie immer nur einen schmerzt und der Beziehung nie dienlich ist. Sie entsteht in Deinem Fall, durch das nicht wahrnehmen Deines Partners aber so oft wie Du bereits das Gespräch gesucht hast, so oft blieben Dein Wunsch nach Sicherheit, ungehört.

Durch Deine Zeilen und letztendlich hast Du uns durch Deine Brille schauen lassen, sehe ich durch eine offizielle Öffnung Eurer Beziehung für Dich keine Änderung Deiner Gefühle. Er hält an seinen Dingen fest und da spielt es keine Rolle, ob ihr eine offene Beziehung führt oder nicht.

Eine Beziehung sollte immer beiden gut tun und auch wenn ich dafür bin, dass man im Gespräch bleibt, wenn es mal knirscht aber in Euren Fall lese ich nur, dass er sich wohl fühlt und Du nur unter dem Ist-Zustand, leidest.
*****ven Frau
8.005 Beiträge
Ich kann aus deinen Zeilen nicht und nicht herauslesen, was du denn aus dieser Konstellation bekommst, was DER Teil ist, der dich festhalten lässt. Es wird schon etwas geben, sonst wärst du ja schon weg. Aber was genau ist es denn?

Mir hilft es mir klar zu machen, was ich aus einer Situation bekomme (also real, nicht verklärt-erwünscht) und welchen Preis ich dafür zahlen muss. Wenn ich das herausgearbeitet habe kann ich für mich entscheiden

• ob es das wert ist
• ob ich das, was ich da bekomme vielleicht auch anders bekommen könnte
• ob ich das, was ich da bekomme überhaupt wirklich so brauche
*******d_me Frau
14 Beiträge
Themenersteller 
Vielen Dank für eure Erfahrungen und Sicht auf die Dinge.

Vieles ist mir klar.

Kurz noch zum ergänzen: Ich habe selbst eine gute offene Beziehung geführt vor ihm. Und das war gut für mich. In mir schlummert kein grundsätzlich monogamer Mensch. Tatsächlich heizen mich gemeinsame Erfahrungen zu machen eher auf. Allerdings will er für sich alleine los ziehen. Gemeinsam ist nichts für ihn. Ab und an redet er dann auch mal von Eifersucht, meint aber, es wäre nicht seine, sondern von mir adaptiert… was ihn stört. Er könne gut mit meiner Eifersucht umgehen und ihr begegnen. Die Inhalte stören ihn. Also wenn ich von rumfummeln mit den anderen Frauen spreche statt, es seicht auszudrücken.
Mich hält in der Beziehung die Vorstellung, dass es eine Zeit gab, wo er ganz anders mit mir war. Vor seinem emotionalen Rückzug.
Mir ist bewusst, wie toxisch das ganze ist, dennoch ist in mir der Wille da, an der Beziehung zu arbeiten.
Wenn er sagt, er liebt mich nicht, sagt er, Menschen können nicht immer gleichbleibend liebend. Es ist wellenartig. Das stimmt schon. Hart ist es alle Mal. Auf unser letztes Gespräch hin, in dem ich ihn direkt auf die Liebe angesprochen habe, haben wir nun erstmal eine Beziehungspause, die ich so nie wollte, nun aber selbst ins Leben gerufen habe. Allerdings mit der Aussage, dass das jetzt kein Freifahrtsschein für ihn darstellen soll. Er bleibt bei mir, weil er auch hofft, dass all der Ärger und Schmerz nicht umsonst gewesen sein sollen… er wolle wohl eine Beziehung und er macht einen Unterschied zwischen den anderen Frauen und mir. Er meint selbst, die Unvereinbarkeit unserer Vorstellungen einer Beziehung, bringen uns auseinander. Nur fällt mir das schwer zu glauben, da ich ihn anders kennengelernt und erlebt habe…

Deswegen frage ich mich, wenn ich über mein Spukgespenst in der Beziehung mit ihm, als letzter Ausweg, weil es kein vlt. dahingehend für ihn keinen Kompromiss gibt, die Beziehung öffne, und am Ende gefällt es mir selbst und rettet damit meine Beziehung.

Für mich ist er ein besonderer Mann, da er viele Dinge vereint die ich sehr bewundere , schätze, genieße , so noch nie kennengelernt habe und letztendlich liebe.

Die Angst, zu früh, kurz vorm Durchbruch das es wieder gut wird aufgegeben zu haben, würde ich mir nicht verzeihen können.
****4me Frau
5.832 Beiträge
Ich lebe selbst Polyamor und habe vorher lange in offenen Beziehungen gelebt.

Meiner Meinung nach kann das beides nur wirklich funktionieren, wenn
a) offen, ehrlich und wertschätzend miteinander kommuniziert wird
b) die Beziehungen wirklich gefestigt ist und es da keine Kriesen gibt aus der die Öffnung heraus geschieht
c) sich beide einig sind in dem, was sie wollen

Wenn du jetzt schon weißt, dass da in der Vergangenheit Unehrlichkeit seinerseits dir gegenüber war und er auch keine Lust hat dir entgegen zu kommen um dir durch gemeinsame Regeln Sicherheit zu geben und gleichzeitig auch irgendwie seine Bedürfnisse über deine stellt, dann würde ich die Finger davon lassen.

Ich würde aber an dieser Stelje (wahrscheinlich schon viel früher) eine Entscheidung treffen und mich trennen.
Normalerweise bin ich ganz und gar nicht der Typ Mensch, der sofort Trennung schreit. Im Gegenteil. Ich bin i.d.R. der Meinung, dass man Vieles durch Kommunikation lösen kann. Klingt bei euch aber so, als würde die Kommunikation deinerseits absolut kein Gehör finden und ich könnte mir vorstellen, dass dein Partner eher der Typ Beziehungsanarchie ist und das kommt mit deinen Vorstellungen von Beziehung eher nicht überein.

Geh in dich. Schau, was dir für DICH wichtig ist. Was tut dir in eurer Beziehung noch gut. Wirklich gut. Was lädt deine Akkus auf und wo werden sie geleert.
Mach eine Bestandsaufnahme. Schau, was du dir wünschst in der Beziehung und was davon für dich wirklich unumstößlich und nicht verhandelbar ist. Wenn er sagt, dass diese Punkte mit ihm nicht machbar sind, dann wirst du auf Dauer unglücklich sein. Ob du das willst, musst allein du entscheiden.

Viel Kraft auf jeden Fall
Keine Beschreibung angegeben.
**********aches
11 Beiträge
Das klingt nicht so, als würde das mit euch wirklich gut passen.
Du leidest und leiden ist nie gut.
Wir haben den Wechsel gemacht, von offen zu monogam.
Mein Verlobter hat zehn Jahre lang eine offene Ehe geführt, und ich war zwar immer monogam, aber konnte meine Männer sehr gut nicht monogam sein lassen.
Ich hatte drei Beziehungen, in denen ich geteilt habe.
Dann haben wir einander getroffen und nach einem Jahr haben wir beide aus tiefster Überzeugung, beschlossen, Ooops. Da hat jetzt gar kein dritter mehr Platz.
So funktioniert das.
Wenn beide etwas absolut wollen.
Wenn einer sich aber eingesperrt fühlt, wie im Käfig oder die andere. Das Gefühl hat mein Herz tut weh, sorry, dann passt das nicht.
*****978 Frau
2.590 Beiträge
@*******d_me ;

Ich kann nachempfinden was in Euch Beide vorgeht.
Dein Verhalten klingt für mich; je mehr er Abstand nimmt, umso mehr ziehst du hinterher.
Du hälst an Vorstellungen fest, die scheinbar nicht mehr da sind.
Er wiederum entfernt sich immer mehr, emotional und körperlich.

Meiner Meinung nach wird eine solche Beziehung sicher nicht gerettet, wenn sexuell offene oder geschlossene Wege entsprechend verfügbar gemacht werden oder das Tor geschlossen wird.
Hier zeigen sich nur Symptome, so glaube ich.

2 Menschen verändern sich; oder merken, bei euch nach 1,5 Jahren, dass sich die Vorstellungen einer glücklich passenden Beziehung verändert haben.
Das anzuerkennen und als Chance zu sehen, statt als Scheitern, ist sicher das Schwierigste.

Wie genau das geht, weiß ich selbst nicht ... ein Handbuch dafür gibt's leider nicht.

Was ich dazu nur sagen kann; verbieg dich nicht bis zur Unkenntlichkeit, denn auch das macht unsexy und wirkt auf den Gegenüber geschauspielert.
Je mehr du dich verändern musst, um deinem Gegenüber zu gefallen, desto mehr muss geschaut werden, ob es wirklich noch so passt, wie es ursprünglich geplant war.
*******581 Frau
1.315 Beiträge
So wie ich Deinen Beitrag lese, gehen eure Bedürfnisse auseinander. Er ist ein polyamor veranlagter Mensch und wenn ich das richtig lese, bist Du jemand, der zwar eine offene Beziehung leben kann, aber nur einen Menschen lieben.
Die Frage ist, ob ihr einen Kompromiss finden könnt, mit dem ihr beide Glücklich seid.
Ich will nicht immer gleich von Trennung sprechen.
Der Satz, der mich hat aufhorchen lassen ist, dass Dir Sicherheit fehlt und Eifersucht aufkommt. Da würde ich an deiner Stelle nochmal hin schauen. Was Du brauchst, um dich sicher zu fühlen….und dass dann deinem Partner ohne Vorwürfe kommunizieren. Möglichst konkret und fokussiert nicht darauf, was er lassen soll, sondern was er aktiv tun kann.
Schau, was passiert. Ob er dann konstruktiv mit Dir ins Gespräch kommt, auf dich zugeht oder ob das nicht möglich ist.

Ansonsten halte ich eine Trennung für sehr wahrscheinlich. Ihr seid beide tolle Menschen, aber mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Manchmal passt das einfach nicht zusammen.
*********in365 Frau
2.280 Beiträge
Ich weiß, dass ich jetzt ein Thema anschneide, dass sehr über strapaziert ist und ich keinen Menschen beurteilen will und kann, den ich nicht persönlich kenne ...
aber hast du dich zufällig schon mal mit den Dynamiken einer narzisstisch geprägten Beziehung beschäftigt?

Manches von dem du schreibst, erinnert mich daran.

Wie auch immer, lies was dazu, höre Podcasts zum Thema und entscheide selbst.

Solltest du Hinweise darauf finden, beende es, denn dann wird dich diese Partnerschaft aushöhlen, ohne Aussicht auf Verbesserung.
****ga Frau
1.434 Beiträge
Solche Männer sind charismatisch, spannend, inspirierend, mitunter schillernd. Das Leben mit ihnen ist so ganz anders als mit Männern, die dem Wir in der Beziehung einen wertschätzenden Platz einräumen und sich selbst deshalb auch zurücknehmen können, wenn es nötig ist.
Auch wenn es jetzt hart klingt....ich denke, mit diesem Mann wirst du niemals glücklich werden, da ihr beide in unterschiedlichen partnerschaftlichen Welten lebt, was eure Basics, Ziele, Sehnsüchte und den Alltag betrifft.
*****a63 Frau
8.567 Beiträge
Was ist denn an Euer Beziehung exklusiv? Aus Deinen Erzählungen werde ich da nicht so recht schlau was das angeht.
*******d_me Frau
14 Beiträge
Themenersteller 
Vielen Dank für eure wertschätzenden und hilfreichen Gedanken dazu.

Innerlich weiß ich die Antwort. Aber es zerreißt mich innerlich.

Gerade den Absatz, finde ich unheimlich spannend, zutreffend und interessant:

Zitat:
„ Solche Männer sind charismatisch, spannend, inspirierend, mitunter schillernd. Das Leben mit ihnen ist so ganz anders als mit Männern, die dem Wir in der Beziehung einen wertschätzenden Platz einräumen und sich selbst deshalb auch zurücknehmen können, wenn es nötig ist.“

Exklusiv war den „Alltag“ zu bestreiten, miteinander fast täglich einzuschlafen und aufzuwachen. Und der Sex, wie auch das Küssen.
Der größte Faktor und das größte Gewicht ist wohl die gemeinsam verbrachte Zeit.
****3or Frau
5.713 Beiträge
Ich habe keine Erfahrung mit offenen Beziehungen.

Beim durchlesen habe ich nur gedacht, dass du ihm zu Beginn vermittelt hast, eine offene Beziehung sei für dich in Ordnung und du hattest bereits gute Erfahrungen damit gemacht. Er hätte sich vermutlich nicht auf mehr mit dir eingelassen, wenn er für sich nicht diese Option gesehen hätte.

Er wird dir vermutlich diese Sicherheit, die du für eine Öffnung brauchst, nicht geben. Ist nur meine persönliche Einschätzung aus dem Geschriebenen.

Einen Vorwurf kannst du ihm kaum machen, das war zu Beginn euer Konsens. Auch wenn er es vielleicht anders auffasst. Hier kommt meine Unkenntnis dazu, aber ich stelle mir vor, dass für die Einen OB bedeutet, wir bleiben das feste Paar und machen gelegentlich etwas außerhalb, die anderen leben in festen Dreier-oder-mehr-Konstellationen, und wieder andere meinen, das ist der Freifahrtschein für alles.

Liest sich auch ein bisschen, als ob möglichst viele wechselnde Sexpartnerinnen regelrecht sein Lebensinhalt sind. Was er ja auch nicht verheimlicht.
******h69 Mann
104 Beiträge
Er führte in der Vergangenheit noch nie eine Beziehung die wirklich geschlossen war bzw. in der er nicht fremd ging.

Für mich klingt es sehr danach, das er Beziehungsängste hat. Wenn es "verbindlich" oder sagen wir besser Ernst wird, ist wohl Schluss und er flüchtet in irgendeiner einer Form. Ist es nicht diese Unsicherheit die Dich so quält ?
Bisher habe ich keinen Beitrag gelesen, wo jemand eurer Beziehung eine Chance gibt. Ich sehe die leider auch nicht.
Möchte ein Thema anreißen, wo die Meinungen extrem weit auseinander gehen.
EiferSucht!
Für mich etwas, dass hauptsächlich mit dem zu tun hat, der eifersüchtig ist.
Oft speist Eifersucht sich aus Verlustangst. Du besitzt ihn nicht, er ist nicht dein Eigentum.
Bist du dir selbst genug, wirst du nichts verlieren.
*****a63 Frau
8.567 Beiträge
Der Partner möchte keine Abmachungen und Regeln eingehen. Da empfinde ich die Eifersucht als ein Alarmsignal. Denn worauf soll man sich da denn verlassen können?

Wenn der Partner nackt kuscheln geht, aber keine Abmachungen einhalten möchte.....

@**********ede56 es hat oft auch mit dem Gegenüber zu tun wenn man eifersüchtig ist. Jedenfalls ist das bei mir so. Es liegt nicht nur an mir.
**********tvoll Paar
157 Beiträge
Unabhängig von der Form der Beziehung (geschlossen oder offen) habe ich den Eindruck, dass Dir diese Beziehung mehr Schmerz und Qual beschert als Glücksgefühl.

Ist eine Beziehung, die so ein immenses Ungleichgewicht ins negative hat, es wert, darum zu kämpfen bzw. noch mehr Kompromisse einzugehen?

Das sollte vielleicht Deine erste Fragestellung sein. Danach erst, mit welchen Mitteln Du kämpfen willst.

Frau Frilu
*******d_me Frau
14 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ******h69:
Er führte in der Vergangenheit noch nie eine Beziehung die wirklich geschlossen war bzw. in der er nicht fremd ging.

Für mich klingt es sehr danach, das er Beziehungsängste hat. Wenn es "verbindlich" oder sagen wir besser Ernst wird, ist wohl Schluss und er flüchtet in irgendeiner einer Form. Ist es nicht diese Unsicherheit die Dich so quält ?

Da sagst du was wahres. Er kennt das selbst von sich, dass er Bindungsängste hat. Das bringt er aber nicht mit der aktuellen Situation in der Verbindung. Zumindest nicht mehr. Ich sehe das aber schon so. Wiederum ich habe natürlich Verlustangst.
Es verunsichert mich natürlich... das Gefühl von vermeintlicher "Sicherheit" und da wirklich in der Beziehung gewollt zu werden, diese Gefühle sind mir wichtig in einer Partnerschaft.

Was das Thema Eifer"Sucht" angeht - ich sehe es auch so, dass in erster Linie die Eifersucht von einem selbst aus geht und den eigene Bedürfnissen die dahinter stehen. Jedoch fällt es mir leicht, im Vertrauen mit Eifersucht umzugehen oder gar ins "Gönnertum" und "wohlwollen" dem Partner gegenüber zu gehen. So habe ich mich kennengelernt. Denn ich weiß, es gibt ein zu Hause, das bleibt. Auf das ich mich verlassen kann. In dem ich mich in Liebe geborgen fühlen kann. Auch da, natürlich wenn ich in Selbstliebe bin... Aber mal ehrlich, wir gehen doch in eine Partnerschaft, weil es sich gut anfühlt. Weil es schön ist, Zeit, Erfahrungen und Erlebnisse zu teilen. Weil wir den anderen Menschen unheimlich schätzen etc. Zumindest ist das meine Auffassung.
Von Eigentumssinn bin ich weit entfernt. Aber ich sehne mich nach Verbindung, Herzöffnung und partnerschaftlicher Liebe und Geborgenheit.

@**********tvoll Lieben Dank. Du hast natürlich Recht. Die Frage habe ich mich schon oft gestellt. In letzter Zeit sogar sehr oft. Beide Seiten tun weh. Und ich hoff(t)e, dass sich das kämpfen am Ende doch noch lohnt... Was soll ich sagen, ich liebe Disney - um es überspitzt zu sagen. Da ich aber selbst weiß, dass Leben ist kein Märchen und da es mir nicht gut geht, habe ich mich an euch gewendet.

Was das nicht an Ansprachen halten angeht, Zähne knirschend bzw. auf einige lässt er sich ein. Aber ob er sich wirklich daran hält, weiß ich nicht. Mit kleinen Unehrlichkeiten fängt es an... die nähren natürlich den modrigen Boden des Misstrauens und der Eifersucht.
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