Zitat von *********_amor:
„BDSM: Anfänger, Fortgeschritten oder schon Profi?
Was bedeutet es für euch noch Anfänger zu sein und ab wann ist man fortgeschrittener oder absolut erfahren ?
Ich finde die Frage berechtigt, nachdem hier ja immer wieder mal über "erfahrene" oder "unerfahrene" Subs, Doms und Kaninchenzüchter debattiert wird ;).
Persönlich denke ich, dass es einerseits die Selbsteinschätzung gibt und natürlich andererseits das, wie man von anderen eingeschätzt wird. Diese beiden Perspektiven können, müssen aber nicht übereinstimmen.
Als "unerfahren" würde ich mich in einer Materie fühlen, für die ich mich vielleicht interessiere, aber in der ich bislang aber noch keinerlei oder nur sehr wenige Erfahrungen gemacht habe. Ich vermute, diese Einschätzung würden andere teilen.
Als "erfahren" würde ich mich einschätzen, wenn ich in einem Bereich schon für mein Verständnis "viele" Erfahrungen habe sammeln können. Wobei "viele" natürlich relativ ist und dem eigenen Empfinden unterliegt. Das eine oder andere Jahr an "Praxis" wäre für mich "erfahren", wobei dies nicht bedeutete, dass ich in allem "Praxis" hätte, was es so gibt, aber bereits einige Bereiche kennengelernt habe. Ein Gegenüber könnte dies, was mich betrifft, vielleicht anders einschätzen - zum Beispiel dann, wenn meine Erfahrungen (auf BDSM bezogen) sich auf Praktiken beziehen, mein Gegenüber aber auf andere Praktiken fixiert wäre. Dann wäre ich wohl, trotz Erfahrungen, in diesem Fall eher unerfahren ;).
Über "Profi" disktuiere ich nicht. Wer meint, alles schon gesehen und gemacht zu haben, der lügt oder übertreibt zumindest. "Sehr erfahren" empfinde ich da doch schon als deutlich realistischer. Wer schon sehr viele Jahre BDSM auslebt, der ist sicherlich - in den Praktiken, die er bislang ausgeübt hat, "sehr erfahren", hat er diese mehr als nur einmal gemacht.
Kurzum, man ist das, als was man sich fühlt und gleichzeitig das, wie man von anderen gesehen wird. Schrödingers Katze goes BDSM ^^.