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Freundschaft neu oder anders bewerten?

*********enza Frau
3.745 Beiträge
Mir sagen öfter Leute nach ich sei anstrengend.
****es2 Frau
190 Beiträge
Zitat von *********enza:
Mir sagen öfter Leute nach ich sei anstrengend.

😂 *hi5* und ich dachte ich bin die einzige die diesen Stempel dauernd erhält 🥂
Aber ich muss gestehen, das ich, obwohl es mich oft traurig stimmt, diesen Gegenwind zu erfahren, mich dennoch dafür entscheide so zu bleiben wie ich bin, mit allen kultivierten Ecken und Kanten.
🥂🎉🤘🏻
****es2 Frau
190 Beiträge
Zitat von *******bonn:
Freundschaft neu oder anders bewerten?
Hallo liebe Joycluber,

ich habe folgendes Problem ... eine gute Freundin von mir, die ich schon gut 20 Jahre kenne hat am Freitag Geburtstag. An sich kein Ding, normalerweise trifft man sich bei ihrer Stammkneipe, wer kommt, der kommt ... alles ganz zwanglos. Am Montag habe ich sie gefragt ob es wie immer läuft, wollte nur die Uhrzeit wissen. Ich bekam erst einmal keine Antwort, dann eine ominöse Adresse und einen Namen. Dann hiess es, es ist eine Küchenparty und man hätte so für 10-20 Personen geplant und es würde auch wohl für mich reichen. Hoppla dachte ich mir da ... da wurden im Vorfeld gezielt Leute eingeladen und ich kam mir jetzt wie eine Idiotin vor, jemand der sich auf eine Party selbst einlädt. Zusätzlich war ich unglaublich enttäuscht nicht eingeladen worden zu sein. In der Vergangenheit habe ich bei diversen Umzügen geholfen, immer mal wieder Sachen zum Teil für Jahre bei mir zwischengelagert und vor kurzem wurde ich x Mal (an mehreren Tagen, jeweils für viele Stunden, da war sogar schon mein Partner genervt!) angerufen um Liebesprobleme zu besprechen, zu klären. Niemals hätte ich damit gerechnet nicht eingeladen zu werden ... ich bin jetzt sehr enttäuscht und überlege ob ich einfach einen Schlussstrich ziehen sollte.

Vor einigen Jahren habe ich das schon einmal gemacht. Eine alte Schulfreundin hat mir kurz vor ihrem 40igsten Geburtstag "erklärt" sie wolle nur mit ihren Freunde vor Ort (in Freiburg) feiern ... für mich war es das sofortige Ende einer wirklich lange Freundschaft. Bereut habe ich es auch nicht. Denn wie heisst es doch ... "wer nicht will, der hat schon".

Aber was mache ich im aktuellen Fall. Großen Bock mich zu erklären habe ich ehrlich gesagt auch nicht ...

Danke für euren Input.

Persönlich renne ich niemandem hinterher… ich zieh auch den Karren nicht mehr allein…
Die beschriebene Situation kenne ich zu gut. Meine letzten Umzüge musste ich allein durchziehen, weil „Freunde“ ach so keine Zeit hatten. Pfft… wer sich meldet und Kontakt hält, ok… wer nicht 🤷🏼‍♀️ dann nicht.
Ich bin seit über 2 Jahrzehnte auf mich alleine gestellt ohne Freunde ohne Familie ohne Halt und doppelten Boden…. So what if I'm crazy? the best people are.😄🤘🏻
*******e88 Mann
20 Beiträge
Ich kenn das auch gut. Für manche Menschen wird man irgendwann "nützlich".
Man rückt nur ins gedächtniss wenn man sich auskotzen möchte, oder ein Umzug ansteht, aber für die lustigen Sachen sind plötzlich andere Menschen intressanter.

Falls es dich tröstet: du klingst nach einer Bereicherung für jedermanns leben. Aber eine Lösung gibt es da nicht.
Prinzipiell würde ich "mal drüber reden" empfehlen, aber seien wir ehrlich, wenn sich so gleise einmal entwickelt haben ist das zwar schade, aber dann ist es halt so. Viele Optionen hat man da nicht.
*********0966 Mann
1.952 Beiträge
Ich habe auch Freunde von denen ich wochenlang nichts höre und sehe, dann kommt der Anruf, man trifft sich oder telefoniert lange.

Ich habe jederzeit ein offenes Ohr für Freunde in Nöten und umgekehrt genauso.
Ich lasse mir aber nicht mantramäßig regelmäßig das Gleiche erzählen.
Gerne lass ich mir aber den neusten Stand der Dinge mitteilen.

Diejenigen die sich in ihrem Keid suhlen um Aufmerksamkeit zu erlangen sind Energievampire die einen herunterziehen.
Lässt man sich nicht in die Rolle des Leidensgenossen drängen oder es geht ihnen besser dann ist man plötzlich uninteressant.

Das sind keine Freunde!
*********0815 Mann
186 Beiträge
Nochmal nachgehackt: Wie definiert Mann/Frau denn nun "Frteundschaft"? *gruebel*
****es2 Frau
190 Beiträge
„I define friendship as a bond that transcends all barriers. When you are ready to expect anything and everything from friends, good, bad or ugly... that's what I call true friendship.“
@******jan Singh
*****you Mann
1.641 Beiträge
Zitat von *******bonn:
Es muss ja nicht immer eine "echte" Störung vorliegen, damit solche Gespräch sehr sehr anstrengend sind. Manchmal liegt der Hund schon darin begraben, dass die betroffene Person einfach sehr kompliziert denkt und sich dies dann jedes Mal bei Beziehungsproblemen (bei 3 Beziehungen immer sehr ähnlich) auf die gleiche Art&Weise bemerkbar macht. ... unabhängig davon was in der Beziehung schief gelaufen ist. Ein unglaublich detailversessenes Aufarbeiten der betroffenen Beziehung um daraus dann Handlungen für die Zukunft abzuleiten ... was natürlich in der Regel nix mehr hilft, aber im hier&heute unglaublich anstrengend, zehrend ist.

Das kenne ich alles gut.

Ich hätte (habe) mich auch exakt wie dein Partner verhalten. Ich sehe im Partner da auch mehr den Typ "You're not alone", weiß allerdings auch ganz genau, dass das eine Freundschaft unter Mädels nie ersetzt.
Für einen Partner ist das auch anstrengend.

Der Thread typisch Mann, typisch Frau ist ja dicht.
Einen hätte ich dafür aber noch.

Frau: Fuck my brain and my body will follow you.
Mann: Fuck my brain and my body will leave you. 😅
*******itta Frau
178 Beiträge
@****du
„ Frau: Fuck my brain and my body will follow you.
Mann: Fuck my brain and my body will leave you. 😅“

Den merk ich mir…lach 😂😂🫠
*******ias Frau
4.093 Beiträge
Zitat von *******bonn:
Es muss ja nicht immer eine "echte" Störung vorliegen, damit solche Gespräch sehr sehr anstrengend sind.

*top* Das stimmt. Und es ist gut, dass bei deiner Freundin diese Störung nicht vorliegt.


Zitat von *******bonn:
Ein unglaublich detailversessenes Aufarbeiten der betroffenen Beziehung um daraus dann Handlungen für die Zukunft abzuleiten ...

Ja. Handlungsoptionen für die Zukunft abzuleiten ist anstrengend, aber alles andere als sinnlos. *g*

Ich würde da sogar noch einen Schritt weiter gehen: Die detailreiche Analyse selbst empfinde ich zwar als anstrengend, doch ebenso als willkommende Herausforderung, welche mir Freude bereitet. *g*
Mit meiner Freude ist es jedoch vorbei, wenn zu viele Wiederholungen kommen.
Dann ist es für mich nur noch ermüdend & nervig.


Ein Freund hat ebenso wie ich ein paar Semester Psychologie studiert und sein Faible für Psychologie auch nie verloren. Bei uns ist es so, dass eine detailreiche Analyse beiden Freude bereitet. So wie sich ein Basketball-Spieler an einem besonders herausfordernden Wettkampf erfreut, so erfreuen wir uns an einer besonders herausfordernden Analyse.

Andere Freunde teilen dieses Psycho-Faible nicht. Sie kommen zwar, wenn sie ein Beziehungsproblem und das Bedürfnis nach einer Analyse haben zu mir. Für sie selbst wäre die umgekehrte Rollenverteilung jedoch "nur anstrengend". Die detailreiche Problem-Analyse per se würde ihnen keine Freude bereiten. Sie taten es schon mal "mir zuliebe". Doch als Horizont-Erweiterung empfand ich diese Gespräche so gut wie nie. Und nach Trost oder Zuspruch suchte ich nicht.

Und ich habe früh bemerkt: Menschen, die selbst ein Faible für die Analyse haben, empfinde ich als Bereicherung. Da muss ich nicht jenen zur Last fallen, die es nur mir zuliebe mitmachen und mir damit gar nicht helfen können. Im Vergleich zu Letztgenannten kann ich mir alleine besser helfen.


Umgekehrt habe ich jedoch lange Zeit Hilfesuchenden zuliebe nervige Wiederholungen ertragen.
Mir kam es zu egoistisch bzw. wie "Rosinen picken" vor, Hilfesuchenden, die sich ständig wiederholten weg zu schicken.
Ich wollte für sie da sein, weil sie mich - meine analytischen Fähigkeiten(!) - gerade brauchen.
Also ließ ich mich auf viele Klärungsgespräche ein, obwohl ich keinen Bock drauf hatte. Ich wusste ja, dass da jetzt nichts Neues sondern wieder ein Mal ein Haufen Wiederholungen kommt. Und meine persönliche Zielsetzung war es, Skills zu entwickeln, um die Wiederholungen zu minimieren. Zum Teil hatte ich damit auch Erfolg. Konnte also meine Fähigkeiten weiter entwickeln.
Zum Teil fehlte es mir jedoch an Selbstfürsorge, auch Mal "Nein." zu sagen. "Nein, ich hab in meinem Leben auch noch andere Dinge am Laufen. Auch wenn du gerade eine Scheiß Phase hast, bin ich nicht täglich für dich da."

Was das anbelangt haben mir wissenschaftliche Erkenntnisse weiter geholfen...

Psychoanalyse versus analytische Psychotherapie.
In der Psychoanlayse gibt es 4 bis 5 Sitzungen à 50 Minuten pro Woche.
In der analytischen Psychotherapie nur 2 Sitzungen à 50 Minuten pro Woche.

Heutzutage werden in der Regel nur noch analytische Psychotherpien von den GKV bewilligt.

Der Grund: In der überwiegenden Mehrheit der Fälle machte es keinen Unterschied ob nun 2 oder 4 Sitzungen pro Woche. Die Heilung brauchte in etwa gleich lang.
Und warum sollten die Krankenkassen das doppelte zahlen, wenn es einfach diese Zeit braucht, in der der Analysand den Input des Analytikers verarbeitet?

Viele Patienten sehen das während ihrer analytischen Therapie zwar anders und wünschen sich ihren Analytiker häufiger pro Woche zu sprechen.
Sie sind der Überzeugung, sie würden das brauchen.
Aber sie brauchen es nicht. *nein*

Und im Grunde genommen ist es mit Freunden im Liebeskummer genau dasselbe.
Also mit jenen, die im Liebeskummer ihr Beziehungsgedönse mehrfach detailreich durchanalysieren wollen und sich dabei ständig wiederholen.

Meine Konsequenz: Zwar verbrachte ich mit manchen Freunden in deren Liebeskummerphase durchaus mehr Zeit. Ablenkungen wie gemeinsames Filmgucken, Badminton spielen gehen,... (sofern sie das wollten)
Doch ob mit oder ohne Aktionen der Ablenkung:
Die Zeit für die Analyse der Beziehungssituation etc.pp. dosierte ich trotz aller Widerstände!
= weniger nervige Wiederholungen.
= Minimierung der Gefahr, aus der Rolle des Seelischen Mülleimers nicht mehr raus zu kommen.

Es gibt Menschen, die wollen nicht akzeptieren, dass man das, was man doch so gut kann (Analyse) und von dem sie selbst nach eigener Überzeugung dringend mehr bräuchten, ihnen nicht geben will.
Manche meiner "Freundschaften" endete an diesem Punkt.

Und mit Menschen, die nicht direkt um die Ecke wohnen, war es noch schwieriger.
Also wenn man in der Regel verhältnismäßig viel telefonierte.
Das Bedürfnis nicht alleine zu sein, mehr Zeit miteinander zu verbringen schön und gut. Doch die wollten keine Treffen. Sondern nur noch mehr telefonieren.
In Telefonaten ist es enorm schwierig, die Zeit der Analyse zu dosieren.
Mit welcher Ablenkung will man das restliche Telefonat füllen?


Zitat von *******bonn:
Ein unglaublich detailversessenes Aufarbeiten der betroffenen Beziehung um daraus dann Handlungen für die Zukunft abzuleiten ...
Ob und wie ausgeprägt dein Faible für detailreiches Analysieren von Beziehungen ist, kann ich nicht einschätzen. Aber eines ist klar: Du wirst darin eine große Stärke haben. *g*

(ansonsten hätte dich deine Freundin nicht derart belagert sondern sich das bei einer anderen Person geholt)

Eigentlich sollte dir das Ausleben deiner Stärken trotz aller Anstrengung auch Freude bereiten.

Doch aus irgendeinem Grund kam es nicht dazu und du fühlst dich benutzt, richtig?

Falls ja: Irgendwo muss deine Freundin da bei dir angedockt haben.
An irgendeinem Schwachpunkt, der es dir unmöglich gemacht hat, in die Selbstfürsorge zu gehen und zu sagen: "Stopp."

Dazu mag ich keinen Input geben. Und ich mag hier im Forum auch gar nicht in dir herum popeln. Ich kann dir nur den Tipp geben: Finde diesen Schwachpunkt, an dem sie andocken konnte. Das ist was sehr sehr Persönliches. Pass in Zukunft darauf auf. Veröffentliche das nicht.
*******bonn Frau
154 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****_78:
@*******bonn kann man auf der einen Seite schon verstehen. Ich könnte eine Freundin aber auch nicht einfach stehen lassen, auch wenn es anstrengend ist.

So war das ja auch nicht gemeint, sondern warum ich mir noch "externe" Meinungen, ausser dem daheim, anhören wollte.
*********0815 Mann
186 Beiträge
Zitat von *******ias:
Zitat von *******bonn:
Es muss ja nicht immer eine "echte" Störung vorliegen, damit solche Gespräch sehr sehr anstrengend sind.

*top* Das stimmt. Und es ist gut, dass bei deiner Freundin diese Störung nicht vorliegt.


Zitat von *******bonn:
Ein unglaublich detailversessenes Aufarbeiten der betroffenen Beziehung um daraus dann Handlungen für die Zukunft abzuleiten ...

Ja. Handlungsoptionen für die Zukunft abzuleiten ist anstrengend, aber alles andere als sinnlos. *g*

Ich würde da sogar noch einen Schritt weiter gehen: Die detailreiche Analyse selbst empfinde ich zwar als anstrengend, doch ebenso als willkommende Herausforderung, welche mir Freude bereitet. *g*
Mit meiner Freude ist es jedoch vorbei, wenn zu viele Wiederholungen kommen.
Dann ist es für mich nur noch ermüdend & nervig.


Ein Freund hat ebenso wie ich ein paar Semester Psychologie studiert und sein Faible für Psychologie auch nie verloren. Bei uns ist es so, dass eine detailreiche Analyse beiden Freude bereitet. So wie sich ein Basketball-Spieler an einem besonders herausfordernden Wettkampf erfreut, so erfreuen wir uns an einer besonders herausfordernden Analyse.

Andere Freunde teilen dieses Psycho-Faible nicht. Sie kommen zwar, wenn sie ein Beziehungsproblem und das Bedürfnis nach einer Analyse haben zu mir. Für sie selbst wäre die umgekehrte Rollenverteilung jedoch "nur anstrengend". Die detailreiche Problem-Analyse per se würde ihnen keine Freude bereiten. Sie taten es schon mal "mir zuliebe". Doch als Horizont-Erweiterung empfand ich diese Gespräche so gut wie nie. Und nach Trost oder Zuspruch suchte ich nicht.

Und ich habe früh bemerkt: Menschen, die selbst ein Faible für die Analyse haben, empfinde ich als Bereicherung. Da muss ich nicht jenen zur Last fallen, die es nur mir zuliebe mitmachen und mir damit gar nicht helfen können. Im Vergleich zu Letztgenannten kann ich mir alleine besser helfen.


Umgekehrt habe ich jedoch lange Zeit Hilfesuchenden zuliebe nervige Wiederholungen ertragen.
Mir kam es zu egoistisch bzw. wie "Rosinen picken" vor, Hilfesuchenden, die sich ständig wiederholten weg zu schicken.
Ich wollte für sie da sein, weil sie mich - meine analytischen Fähigkeiten(!) - gerade brauchen.
Also ließ ich mich auf viele Klärungsgespräche ein, obwohl ich keinen Bock drauf hatte. Ich wusste ja, dass da jetzt nichts Neues sondern wieder ein Mal ein Haufen Wiederholungen kommt. Und meine persönliche Zielsetzung war es, Skills zu entwickeln, um die Wiederholungen zu minimieren. Zum Teil hatte ich damit auch Erfolg. Konnte also meine Fähigkeiten weiter entwickeln.
Zum Teil fehlte es mir jedoch an Selbstfürsorge, auch Mal "Nein." zu sagen. "Nein, ich hab in meinem Leben auch noch andere Dinge am Laufen. Auch wenn du gerade eine Scheiß Phase hast, bin ich nicht täglich für dich da."

Was das anbelangt haben mir wissenschaftliche Erkenntnisse weiter geholfen...

Psychoanalyse versus analytische Psychotherapie.
In der Psychoanlayse gibt es 4 bis 5 Sitzungen à 50 Minuten pro Woche.
In der analytischen Psychotherapie nur 2 Sitzungen à 50 Minuten pro Woche.

Heutzutage werden in der Regel nur noch analytische Psychotherpien von den GKV bewilligt.

Der Grund: In der überwiegenden Mehrheit der Fälle machte es keinen Unterschied ob nun 2 oder 4 Sitzungen pro Woche. Die Heilung brauchte in etwa gleich lang.
Und warum sollten die Krankenkassen das doppelte zahlen, wenn es einfach diese Zeit braucht, in der der Analysand den Input des Analytikers verarbeitet?

Viele Patienten sehen das während ihrer analytischen Therapie zwar anders und wünschen sich ihren Analytiker häufiger pro Woche zu sprechen.
Sie sind der Überzeugung, sie würden das brauchen.
Aber sie brauchen es nicht. *nein*

Und im Grunde genommen ist es mit Freunden im Liebeskummer genau dasselbe.
Also mit jenen, die im Liebeskummer ihr Beziehungsgedönse mehrfach detailreich durchanalysieren wollen und sich dabei ständig wiederholen.

Meine Konsequenz: Zwar verbrachte ich mit manchen Freunden in deren Liebeskummerphase durchaus mehr Zeit. Ablenkungen wie gemeinsames Filmgucken, Badminton spielen gehen,... (sofern sie das wollten)
Doch ob mit oder ohne Aktionen der Ablenkung:
Die Zeit für die Analyse der Beziehungssituation etc.pp. dosierte ich trotz aller Widerstände!
= weniger nervige Wiederholungen.
= Minimierung der Gefahr, aus der Rolle des Seelischen Mülleimers nicht mehr raus zu kommen.

Es gibt Menschen, die wollen nicht akzeptieren, dass man das, was man doch so gut kann (Analyse) und von dem sie selbst nach eigener Überzeugung dringend mehr bräuchten, ihnen nicht geben will.
Manche meiner "Freundschaften" endete an diesem Punkt.

Und mit Menschen, die nicht direkt um die Ecke wohnen, war es noch schwieriger.
Also wenn man in der Regel verhältnismäßig viel telefonierte.
Das Bedürfnis nicht alleine zu sein, mehr Zeit miteinander zu verbringen schön und gut. Doch die wollten keine Treffen. Sondern nur noch mehr telefonieren.
In Telefonaten ist es enorm schwierig, die Zeit der Analyse zu dosieren.
Mit welcher Ablenkung will man das restliche Telefonat füllen?


Zitat von *******bonn:
Ein unglaublich detailversessenes Aufarbeiten der betroffenen Beziehung um daraus dann Handlungen für die Zukunft abzuleiten ...
Ob und wie ausgeprägt dein Faible für detailreiches Analysieren von Beziehungen ist, kann ich nicht einschätzen. Aber eines ist klar: Du wirst darin eine große Stärke haben. *g*

(ansonsten hätte dich deine Freundin nicht derart belagert sondern sich das bei einer anderen Person geholt)

Eigentlich sollte dir das Ausleben deiner Stärken trotz aller Anstrengung auch Freude bereiten.

Doch aus irgendeinem Grund kam es nicht dazu und du fühlst dich benutzt, richtig?

Falls ja: Irgendwo muss deine Freundin da bei dir angedockt haben.
An irgendeinem Schwachpunkt, der es dir unmöglich gemacht hat, in die Selbstfürsorge zu gehen und zu sagen: "Stopp."

Dazu mag ich keinen Input geben. Und ich mag hier im Forum auch gar nicht in dir herum popeln. Ich kann dir nur den Tipp geben: Finde diesen Schwachpunkt, an dem sie andocken konnte. Das ist was sehr sehr Persönliches. Pass in Zukunft darauf auf. Veröffentliche das nicht.

@*******bonn Da ich bis jetzt noch immer keine Klarheit (Antwort) habe! Ist es das, was du dir mit deinem Beitrag erwartet hast?
Ich folge nun seit Beginn diesem Thread, mittlerweile sollte wirklich für jeden etwas dabei sein....! *gruebel*
*******ias Frau
4.093 Beiträge
Zitat von *********0815:
@*******bonn Da ich bis jetzt noch immer keine Klarheit (Antwort) habe! Ist es das, was du dir mit deinem Beitrag erwartet hast?
Ich folge nun seit Beginn diesem Thread, mittlerweile sollte wirklich für jeden etwas dabei sein....! *gruebel*

@*********0815 *hae* Antwort worauf?
Warum verlangst du, dass die TE dich aufklärt?? In aller Öffentlichkeit?? Bist du sensationsgeil? Und warum verlinkst du dazu meinen Beitrag? *gr2*

Also mich verlangt es nicht nach einem Seelenstriptease der TE.
Das hier ist doch kein privater Thread einer kuscheligen kleinen Joy-Gruppe!
Hier kann jeder mitlesen, der Zugang zum www hat.

Und es ist doch etwas anderes, ob eine Person aktuell in einer emotional belastenden Beziehungssituation steckt - und das ist die Neubewertung einer alten Freundschaft! - und darauf aufpassen muss, was er schreibt.
Oder ob jemand, der bereits mit einer Sache durch ist, über seinen Schnee von gestern schreibt. Ich habe bei diesem Thema einen sicheren Stand. Ich bin mit meiner Vergangenheit im Reinen. Und meinen wichtigen Beziehungen schadet das, was ich hier veröffentliche, nicht.

Wer mag - ob nun die TE oder andere Leser - kann sich da was rauspicken, ohne sich selbst bloß stellen und angreifbar machen zu müssen.
*********0815 Mann
186 Beiträge
@*******ias Tut mir leid, wenn ich dir damit offensichtlich auf den Schlips getreten bin, aber das Letzte was ich will, ist hier jemand anzugreifen!
Im Grunde geht es mir lediglich um das Verstehen, mit welcher Intention TE hier ihr Problem darlegt! Dabei sind halt deine Beiträge im Wortlaut sehr von therapeutischem Ansatz, und das ist doch im Grunde durchaus ok, wie ich finde! Genaugenommen sehe ich nicht, was dir sauer aufstösst, da dies halt deine Art ist, somit bist doch auch du ok! Insbesondere, da du damit bestimmt schon vielen geholfen hast, die ich mit meiner Art niemals erreichen werde! Umgekehrt wird es wohl ähnlich sein....!

Also bitte, hier schreiben lauter Erwachsene Menschen, die wie ich sie einschätze, sich durchaus bewußt sind, dass diese Beiträge öffentlich sind! Insofern kommen wir bitte wieder vom kleinen Exkurs in die persönliche Ebene, wieder zurück auf die sachliche Ebene.....
*******ias Frau
4.093 Beiträge
Zitat von *********0815:
@*******ias Tut mir leid, wenn ich dir damit offensichtlich auf den Schlips getreten bin, aber das Letzte was ich will, ist hier jemand anzugreifen!

@*********0815 Kein Angriff. Das glaube ich dir. *g*
Und ich räume ein: Wäre der Threadverlauf ein anderer gewesen, hätte ich viel gelassener auf deinen Kommentar reagiert.
Ja, dass du in dem Zusammenhang meinen Beitrag zitiert hast, hat mich sehr irritiert.
Zumal bereits vorher eine Userin die irrwitzige Vorstellung hatte, man müsse die TE mit Fragen löchern bevor man etwas schreibt.
Das sehe ich nun mal grundsätzlich anders.

Zitat von *********0815:
Dabei sind halt deine Beiträge im Wortlaut sehr von therapeutischem Ansatz, und das ist doch im Grunde durchaus ok, wie ich finde! Genaugenommen sehe ich nicht, was dir sauer aufstösst, da dies halt deine Art ist, somit bist doch auch du ok! Insbesondere, da du damit bestimmt schon vielen geholfen hast, die ich mit meiner Art niemals erreichen werde! Umgekehrt wird es wohl ähnlich sein....!
Danke für dein Feedback. *g*
Nur verstehe ich immernoch nicht, was nun mein Beitrag mit deinem Anliegen zu tun hatte.
Zitat von *********0815:
Im Grunde geht es mir lediglich um das Verstehen, mit welcher Intention TE hier ihr Problem darlegt!
Keine Ahnung, was genau du da verstehen willst. Für mich war klar, dass die TE nur Input zum Thema sammeln mag. Ohne Wertung. Aber egal. Das ist meine Interpretation. Deine Frage an die TE lasse ich nun einfach mal so stehen. Hat nix mit mir zu tun.


Zitat von *********0815:
Also bitte, hier schreiben lauter Erwachsene Menschen, die wie ich sie einschätze, sich durchaus bewußt sind, dass diese Beiträge öffentlich sind!

Jain. Einerseits stimme ich dir zu. Andererseits kann auch jeder Erwachsene mal einen schwachen Tag haben. Drittens... Sensationsgeile und/ oder Realitätsfremde.

In einem Vier-Augengespräch kann man viele Fragen stellen.
Ja, da kann über einen längeren Zeitraum der Eine nur seine Geschichte erzählen, während der Andere zunächst nur Fragen stellt. - Und in Abhängigkeit von all den Antworten und den Möglichkeiten des Hilfesuchenden, kann der Fragesteller am Ende diese und jene Handlungsoption besprechen. (Alle sowieso unpassenden Handlungsoptionen brauchen gar nicht mehr angesprochen werden.)
Bei einem Vier-Augen-Gespräch merkt man auch, wann die Fragen seinem Gegenüber unangenehm werden. Ab wann es diesem schwer fällt, weiter zu sprechen. Widersprüchliche Bedürfnisse. Einerseits will man ja nicht alles, jedem Menschen anvertrauen. Andererseits kann aber auch das Bedürfnis, überhaupt jemanden zum Reden zu haben, sehr groß sein. - Und in Abhängigkeit von der Vertrautheit beziehungsweise von der Art der Beziehung, tut es schon mal gut, die Bedürftigkeit nach einem Gesprächspartner nicht auszunutzen. Oder sagen wir besser: Sich von dessen Bedürftigkeit nicht in Versuchung führen zu lassen.
Nicht zu sehr in die Tiefe gehen. Also auf bestimmte Fragen zu verzichten, da sie in dieser Art Beziehung unangemessen sind. (Dann können auch eher lockere Freundschaften danach so weiter gehen wie bisher.)

In einem Selbsthilfe-Forum wirken ganz andere Mechanismen. Da gibt es dann aber auch von der Moderation und der IT her bestimmte Vorkehrungen, um die Teilnehmer zu schützen. Die haben wir hier nicht. *nein*


In einem im www öffentlichen Forum mutieren die Gesprächsmuster eines Vier-Augen-Gesprächs leicht zum Seelenstriptease!

Der Seelenstriptease befriedigt die Gelüste der Sensationsgeilen. Diese treiben einen thread allzu gerne in diese Richtung.
Manche User tun das noch nicht einmal aus Sensationsgeilheit. Die sind schlicht und ergreifend realitätsfremd und übertragen die Kommunikationsmuster aus einem Vier-Augen-Gespräch in ein öffentliches Forum.
So oder so: In einem öffentlichen Forum gibt es immer ein paar User, die einen thread in Richtung Seelenstriptease und/ oder Hetze gegen ein gemeinsames Feindbild treiben und all jene an den Pranger stellen, die ihnen dabei im Wege stehen.

Doch viele Hilfesuchende wünschen sich rückwirkend, sie hätten weniger geschrieben oder das, was sie geschrieben haben, nicht so sondern anders geschrieben.

Bei Input in der Form "Wenn... dann..." kommt auch Input, der nicht auf den TE passt sondern auf einen anderen Leser in einer ähnlichen Situation. Das passt a) besser in eine Gruppenkommunikation und b) ist die Gefahr viel geringer, dass ein Hilfsbedürftiger etwas ins www schreibt, was ihm später unangenehm ist und/ oder ihm sogar um die Ohren fliegt (Wiedererkennung von Leuten aus dem sozialen Umfeld).

Tja, wer bei "Wenn... dann..." Formulierungen auf der Strecke bleibt, sind selbstverständlich die Sensationsgeilen.
Der gut kompostierte Mist von vor 20 Jahren ist ja sowas von lahm. *gaehn*
Da fehlen ja das Leid und die Wut und all der andere aufregende Scheiß!

Die Wünsche der Sensationsgeilen gehen mir am Arsch vorbei. *teufel*
Die Realitätsfremden brauchen vielleicht doch mal eine Aufklärung, dass eine Gruppenkonversation im www nicht dasselbe ist wie ein Vier-Augen-Gespräch.
*********0815 Mann
186 Beiträge
Muchas gracias liebe @*******ias für deine ausführlichen Darstellungen der (Un-)tiefen der menschlichen Seele! *top*
Als Verfechter systemischen Gedankenguts, weiß ich, dass es nicht nur schwarz oder weiß / kalt oder heiß...... gibt! Hier finde ich mich beispielsweise nirgends wieder! Ich persönlich werde nie jemanden wegen eines Beitrags hier bevormunden, oder in eine Schublade stecken, weil das meiner eigenen Gedankenwelt so entgegen kommt! Jede / -r soll sich hier selbstständig äußern können, und darf zu 100% auf meine Achtsamkeit und Empathie zählen, was meine Beiträge und Kommentare hier betrifft.
Genausowenig möchte ich jemand anderen das Gefühl vermitteln, dass ich sein / ihr persönliches Gedankengut (Wahrheit) besachwalten werde!
*****sin Mann
7.373 Beiträge
Schon Mist, dass man sich immer noch so rechtfertigen muss, wenn sich jemand anders gleich auf den Schlips getreten fühlt, nur weil der/die/*sonstig*jenige nicht mal kurz innehält, überlegt oder gleich sachlich nachfragt, wie was gemeint sein könnte und fast sofort ausfällig wird...

Der letzte Verlauf hat mir gezeigt, dass ich die menschliche Sprache nie ganz verstehen werde und dass es relativ unangebracht ist, den Erklärbär/in raushängen zu lassen.

Wie gesagt: Alles Erwachsene, die sicher alle keinen Bock haben, sich bevormunden zu lassen oder angehen zu lassen...

Auch ich mag für viele anstrengend wirken. Nun fragt euch mal, wie diese Leute im Gegenschluss auf mich wirken... Mehr als anstrengend...

Mag mich auch nicht laufend rechtfertigen, verbiegen, bevormunden oder gar angehen lassen. Und ich finde Gegenwind in der Form, wie er gerade im Hauptforum häufig auftritt, mehr als schädlich. Ich bleib auch lieber wie ich bin, so trenn ich die Spreu vom Weizen, wie viele von euch bereits wissen.
Lieber so, als wertvolle Zeit und Energie an die verkehrten Menschen zu vertun...
*****you Mann
1.641 Beiträge
Wer will wer hat noch nicht, eine "Klärung" per Whatsapp gefällig? 🤭
Ich habe da bestimmt ein Dutzend Versuche von. Strohfeuer mit Explosion. 💣 *schimpf* *pueh*

@@*******bonn

Wann siehst du deine Freundin das nächste mal persönlich oder nie mehr? Man sieht sich ja immer....
Und als Opa...Und als Opa...
****to Mann
114 Beiträge
Ohne viel von dem gelesen zu haben, was hier schon geantwortet wurde, muss ich sagen, was mir auffällt:

Es wird viel geredet, wenig kommuniziert!

Nach 20 Jahren Freundschaft und dann solchen Aussagen würde ich meinen, es ist im Vorfeld was schief gelaufen, oder es wurde was falsch verstanden.
Wäre ich in der Situation, und hier kann ich nur aus meiner Sicht sprechen, würde ich vor dem Geburtstag ein klärendes Gespräch suchen.
AAAAber: eines ohne Erwartungen, Vorurteile oder zu viel Gefühl… objektiv offen und vorurteilsfrei.
Leichter gesagt, als getan, ich weiß. Aber 20 Jahre Freundschaft vielleicht wegen eines Missverständnisses, wegschmeißen ?!? Dann lieber offen und vielleicht auch schmerzlich, aber mit dem Wissen, woran man wirklich ist.
Drücke Dir die Daumen, dass es nur n Kommunikationsproblem war/ist…
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