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Sadist oder Masochistencon­nais­seur?

******arp Mann
3.358 Beiträge
Zitat von ******ees:
NB: Ich beziehe das rein auf S/M! - Die heute gängige Bezeichnung "BDSM" verwässert das. Sobald Ds u.ä. ins Spiel kommt, ist der Himmel die Grenze.

Wenn D/s und SM sich vermengen würde ich das keineswegs als verwässert betrachten und bezeichnen. Wahr ist aber, dass der Fokus deutlich mehr auf D/s liegt, welcher wiederum SM überhaupt erst ermöglicht. Denn solche Devotas sind kaum bis gar nicht maso, geschw. denn auto-sad. D.h. dass die Motivation zum SM im D/s eine ganz andere ist, als würde man reines SM praktizieren.

Zitat von ******ees:
Ich denke, es wird viele Menschen geben, die zwar als Sadisten/-innen agieren - jedoch im Herzen masochistisch genug sind, sich während der Aktionen in das Schmerzempfinden hineinfühlen zu können: Sie "leiden" also innerlich beim Anblick ihres Tun - und das erregt sie.

Auch diesem Umkehrschluss (>auto-maso) teile ich nicht. Es sollte hier zwischen Mitleid und Mitgefühl unterschieden werden. Auch und insbesondere, wenn SM aus D/s heraus entsteht. Die Devota tut mir dann leid und sie hat auch mein Mitgefühl und das ist nichts was mich erregt. Wäre dem so, würde es mich sehr irritieren. Sie leidet schließlich für mich- trotz meines Mitleids und Mitgefühl. Das müsste mich doch sonst innehalten lassen.

Ein solch einfache Spiegelung mag vlt bei Paarungen funktionieren, die D/s bzw. SM spielen. Wo es normal ist, dass Sad eigentlich nur Dienstleister bzw. Dom Befehlsempfänger ist. Im gelebten BDSM sehe ich das ungleich komplexer, verteilt auf mehreren Ebenen. Ähnlich wie eine Ursache unterschiedliche und auch mehrere Auswirkungen haben kann.

Zitat von ******ees:
Außerdem gab es Aktionen, die aus Sicherheitsgründen abgebrochen wurden...

...die Masochistinnen aber hätten weitergehen wollen.

Fragt sich, aus welcher Motivation heraus? Rein vom Schmerz her oder kam da noch was mentales hinzu? Wie man sieht, so einfach ist das nicht. Und wer verleitet hier wen zu was? Als Dom/Sad sehe ich Sub immer auch als Schutzbefohlene, wenn ich abbreche wird das seinen Grund haben! Ganz egal wie weit die Maso noch hätte gehen wollen. Es geht nicht darum was die Maso (in diesem Zustand) noch selbst verantworten kann oder will- sondern ich. Es sei denn, dass meine Einschätzung der Lage nichts wert wäre...
Zitat von ********ious:

Ein solch einfache Spiegelung mag vlt bei Paarungen funktionieren, die D/s bzw. SM spielen.

Spiegelung ist das Stichwort. Aber komplexer. Das Leid anderer wird nicht 1:1 übernommen, sondern in etwas Lustvolles transferiert.
Ich hatte mal einen, der hat jedes Keuchen, jedes Stöhnen etc. quasi eingeatmet, eingesogen, als würde ich für ihn fühlen was er selbst nicht kann.
War schon etwas seltsam und nah dran an dem, was ich als psychopatisches Merkmal verorte.
******arp Mann
3.358 Beiträge
Spiegelungen (im Sinne von Spiegelneuronen) halte ich aber für etwas ganz anderes als eine projektierte Vorstellung, wie sie in deinem Fall vorgelegen zu haben schien. Ab wann da etwas psychopathisch wird, könnte man u.U. in Abstraktionen verdeutlichen. Komplex ist es in jedem Fall und immer dann, wenn man mit einfacher Logik nicht mehr weiter kommt.

Beispiel:
Nehmen wir an, ich würde mich so gerne mal als Frau fühlen, als Frau leben und ihren Körper haben. Und plötzlich wache ich am nächsten Morgen als Frau auf. Weil der Spieß nicht so einfach umzudrehen/spiegeln ist, hat man da auch Filme drüber gedreht. Vorzugsweise Komödien.

Vorstellen und so ausleben kann man vieles. Alles gesund, alles ok. So alá Rollenspiel. Darüber hinaus wirds komplex...
Zitat von ********ious:
Spiegelungen (im Sinne von Spiegelneuronen) halte ich aber für etwas ganz anderes als eine projektierte Vorstellung,

Ich nicht. Spiegelungen sind immer auch persönlich gefärbt und werden eingeordnet und sind damit auch zum Teil Projektionen.
Ein verzerrtes Gesicht kann alles Mögliche bedeuten. Schmerz, Lust etc.
******arp Mann
3.358 Beiträge
Da haben wir ein Definitionsproblem. Eine Spiegelung ist seitenverkehrt, sonst nichts. Deswegen nennt man sie so. Einfärbungen, Verzerrungen, nennen wir es Einschlüsse, sind rein individuell. Projektionen hingegen beleuchten von sich heraus jemand anderen. Das sind schon drei ganz unterschiedliche Faktoren, die man differenziert betrachten muss.
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