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Frauen, die ihre Sexualität offen ausleben - Erfahrungen?

*****y87 Frau
11.700 Beiträge
Wieso versuchen wir nicht einfach von dem jeweiligen Erfahrungshintergrund zu profitieren?

Hier haben Männer gesagt, dass sie es verunsichert, wenn die Frau nicht offen über sexuelles spricht. Wäre das nicht ein guter Kommunikationsansatz? So profitieren beide doch. Der Mann kann über seine Unsicherheit sprechen. Die Frau traut sich im besten Fall offen zu reden.

Das dient jetzt nur mal als Beispiel!!!

Würde das nicht so viel erleichtern? Das wäre doch ein Versuch dieses Ungleichgewicht wieder was auszugleichen.

Und endlich weg mit dem scheiß Denken: Solche Frauen oder solche Männer.

Man muss wirklich nicht alles gut finden. Wenn es einfach nicht ins eigene Wertesystem passt ist das doch voll okay. Aber dann bitte. Dieser MENSCH passt nicht. Und nicht: Diese Frauen/diese Männer passen nicht.
Warum ist vieles so schwer, weil viel geheuchelt wird ! Hier schreibt man in Kocknito und in der realen Welt wird sich um 180 Grad gedreht. Kommt das Gespräch auf warum es mal so oder so Gesagt oder Getan wird dann kommt die Heuchelei zum Vorscheinen. Nein Nein ich tu das nicht oder hab es nicht gesagt ist das Ende vom Lied, weil trennen zwischen Internet und Realen Welt und diese beiden im Gleichklang zu bekommen schaffen die wenigsten.
Hallo zusammen, hier mal der Senf aus Wien zu diesem Thema:
Meine Freundin hat fast ein Jahr gebraucht, bis sie mir ihre geheimen Wünsche gesagt hat. Mittlerweile sprechen wir ganz offen darüber, was den anderen so anturnt.
Wir verstehen somit eine offen gelebte Sexualität als erwas wunderbares, schönes in unserer Beziehung. Und was gibt es schöneres, als dem geliebten Partner bzw der geliebten Partnerin sexuelle Wünsche erfüllen zu können? So haben wir viele neue, spannende Situationen erlebt, die Freude an Fotoshootings entdeckt und wir sind noch nicht fertig. Ich denke auch, dass das unsere Beziehung frisch und lebendig hält.
Also - wir verstehen eine offen gelebte Sexualität als Bereicherung in unserer Beziehung.
LG aus Wien
Sigi & Hannes
*******_nw Frau
7.609 Beiträge
Zitat von *********Stein:
Hier im JC erlebe ich die Diffamierungen eher selten

Wie denn auch? Wie viele Kennenlerngespräche hast du denn mit Männern hier geführt? Dass hier keiner so was schreibt ist ja wohl klar. Das kriegt frau als JC-Neuling dann beim telefonieren zu hören dass er für mich noch mal ne Ausnahme machen würde da ich ja erst so kurz dabei wäre und damit noch nicht so abgewichst wie all die anderen Frauen hier. Und das ist beileibe kein Einzelfall.

Klar gibt es hier Männer mit denen man auf Augenhöhe Kontakt haben kann. Sonst wäre ich sicher nicht mehr hier. Aber es ist sicher nicht der allgemeine Standard.
Das ist aber alles schlimm.
Also manchmal bekomme ich Kopfschmerzen!.

Wahnsinn!. Sicherlich gibt es leider auch Männer, die um einmal einlochen zu können alles tuen würden!.

Für mich sind das Männer ohne Rückgrat!.

Ich kann nur für mich selbst sprechen, auf die Frage außerhalb von JC was ich von einer Frau halte die ihre Sexualität frei auslebt, was auch schon vorgekommen ist!. Immer wie folgt neutrale Aussage, das mir nicht zusteht über anderer Menschen ihre Sexualität zu urteilen!. Ich sage dann immer, jeder lebt sein eigenes Leben!. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich eine sexuelle offen lebende Frau an meiner Seite wünschen würde!. Kommt drauf an von wem die Frage kommt!. Ich Würde solch einer Frage versuchen auszuweichen!.
Weil aus Selbstschutz, ich komme nämlich aus einem Kulturkreis, da ist es besser solche Themen besser außen vor zu lassen!. Natürlich wäre es toll solch eine Dame an seiner Seite zu haben!.
Das Würde ich mit ihr gemeinsam ganz diskret ausleben, was ich ja auch selbst so mache!.
Ich finde im großen und ganzen hat man als Frau mehr Vorteile als Nachteile. Und wieso sollte ich mir Männer als Maßstab nehmen. Männer sind Männer und Frauen sind Frauen. Letztendlich möchte ich als Frau wahrgenommen werden.

Ich würds auch langweilig finden mit meiner Sexualität nur offen um zu gehen. Der Kick macht ja gerade diesen Wandel vom brav wahrgenommenen Mädchen zur Hure z.B. aus. *ggg*

Für mich ist dieses unausgesprochene gesellschaftliche Bild wonach Frauen per se anständiger sind ein Vorteil und reizvoller. *zwinker*

Ich möchte gar nicht sein wie ein Mann, lieber das anständige Luder. *ggg*
*********cher Mann
7.868 Beiträge
Zitat von *******kull:
Und endlich weg mit dem scheiß Denken: Solche Frauen oder solche Männer.

Man muss wirklich nicht alles gut finden. Wenn es einfach nicht ins eigene Wertesystem passt ist das doch voll okay. Aber dann bitte. Dieser MENSCH passt nicht. Und nicht: Diese Frauen/diese Männer passen nicht.


und für obiges gehörst du gedrückt und geherzt *g*
denn dies ist genau der punkt an welchem es hier oft hapert
*knuddel*
********lara Frau
7.719 Beiträge
Zitat von *********cher:
denn dies ist genau der punkt an welchem es hier oft hapert

Nicht nur hier...😂
Norddeutscher Spruch:
"Gibt sone und sone"
Solche und solche

Man KANN das Wort "solche" als Bewertung auffassen, muss aber nicht.
Für den inneren Seelenfrieden ist es hilfreich, das Wort "solche" im Sinne von "jene, diese " aufzufassen.

Meine eigenen Bedürfnisse rauszufinden und zu leben ist Aufgabe genug, da muss ich nicht noch die Welt verbessern *nachdenk*
Zitat von *********la98:
Ich würds auch langweilig finden mit meiner Sexualität nur offen um zu gehen. Der Kick macht ja gerade diesen Wandel vom brav wahrgenommenen Mädchen zur Hure z.B. aus. *ggg*

Für mich ist dieses unausgesprochene gesellschaftliche Bild wonach Frauen per se anständiger sind ein Vorteil und reizvoller. ;)

Genau meine Einstellung. Ich gehe mit meiner Sexualität überhaupt nicht offen um, im Gegenteil, Diskretion ist mir superwichtig. Es geht ja auch einfach niemanden etwas an. Meiner Erfahrung nach ist es klug, Männern nicht gleich zu viel zu erzählen und sich eher etwas bedeckter zu halten.

Diesen Gegensatz aus bravem, unschuldigem Mädchen, das dann doch abgrundtief verdorben ist, könnte man fast schon alt Fetisch von mir bezeichnen. *liebguck*
****ity Paar
16.535 Beiträge
Genauso sehe ich(w) das auch, ich grinse lieber wissend vor mich hin, als meine Sexualität überall rauszuposaunen. *floet*
*********cher Mann
7.868 Beiträge
Zitat von *******phe:
Zitat von *********la98:
Ich würds auch langweilig finden mit meiner Sexualität nur offen um zu gehen. Der Kick macht ja gerade diesen Wandel vom brav wahrgenommenen Mädchen zur Hure z.B. aus. *ggg*

Für mich ist dieses unausgesprochene gesellschaftliche Bild wonach Frauen per se anständiger sind ein Vorteil und reizvoller. ;)

Genau meine Einstellung. Ich gehe mit meiner Sexualität überhaupt nicht offen um, im Gegenteil, Diskretion ist mir superwichtig. Es geht ja auch einfach niemanden etwas an. Meiner Erfahrung nach ist es klug, Männern nicht gleich zu viel zu erzählen und sich eher etwas bedeckter zu halten.

Diesen Gegensatz aus bravem, unschuldigem Mädchen, das dann doch abgrundtief verdorben ist, könnte man fast schon alt Fetisch von mir bezeichnen. *liebguck*

und am ende entscheidet immer das bauchgefühl und der gesunde menschenverstand darüber wem man was, in welchem umfang zu welcher zeit mitteilt *zwinker*
*********lich Frau
2.266 Beiträge
Zitat von ****ity:
Genauso sehe ich(w) das auch, ich grinse lieber wissend vor mich hin, als meine Sexualität überall rauszuposaunen. *floet*


Es geht für mich nicht darum, mit dem eigenen Sexualleben hausieren zu gehen. Es ist eher die Frage, wie komme ich damit durchs Leben?

Ich lebe wie ein Single, habe seit mehreren Jahren eine "Apart Together"-Beziehung, die mir sehr gut tut und hatte immer "was nebenher", mit dem ich immer offen umgegangen bin.

So. Und nun erzähl' mal den Dir sympathischen Mitmenschen, mit denen Du arbeitest, wie Dein Beziehungsstatus ist. Oder erklär' es Menschen, die mit Dir im selben Yogakurs sind oder sowas, die Du jedenfalls magst und die Dir nicht egal sind, die Dich im schönen Park Deiner kleinen Stadt oder einem Lokal immer mal wieder mit einem anderen Mann sehen.

Das diebisch freudige "Wenn Du wüsstest!" trägt jedenfalls mich dann nicht immer.

Weglassen, Verschweigen hilft oft, lügen kann aber notwendig werden. Weil Du akzeptiert sein möchtest, dafür aber sehr, sehr viel erklären musst und vielleicht trotzdem dann keine Toleranz erfährst.

Und wenn Platz und Zeit nicht ausreichen, risikolos ehrlich, authentisch zu sein, dann geht es mir nicht mehr gut.

Oder anders: Vorbehalte, die ich nicht ausmerzen kann, aus welchen Gründen auch immer, können mich rasend machen. *gr*
****bo Frau
4.625 Beiträge
Es offen auszuleben muss ja eben nicht gleich bedeuten es jedem ungegeten auf die Nase zu binden, ohne drauf zu achten ob es in den Rahmen überhaupt passt.
Zumal es ja bei einigen, auch hier sicher noch Menschen gibt die es zu schützen gilt..
Z.b meine Tochter (15) darf wissen das ich Männer treffe, aber muss sie zwingend wissen das da z.t mehr als Freundschaft ist oder war. Auch anders lässt sich vermitteln das Sexualität kein Tabu-Thema ist..
Und ja man darf natürlich mit einen eher harmlosen, unschuldigen Erscheinen spielen und muss nicht gleich als femme fatale durch die Gegend rennen, wenn man nicht der Typ dafür ist.
Aber möchte z.b einen Mann mit dem ich ggf. intim werden möchte auch nicht meine Vergangenheit verheimlichen, was ja nicht bedeutet da detailiert aus dem Nähkästchen zu plaudern.
Die intimsten Details sind dann doch eher Dinge, die unter den Beteiligten bleiben sollten.
Über Erkenntnisse daraus was man mag, will und sucht, sollte aber offen gesprochen werden können, bestenfalls bevor man intim wird, macht es definitv nicht schlechter..
allein das frauen hier sich zu wort melden und bilder zeigen ist eine art sexualität offen ausleben zu können.
*******iron Mann
10.252 Beiträge
JOY-Angels 
Frauen, die ihre Sexualität offen ausleben - Erfahrungen?
EP
An alle *g* mich würde es interessieren wie ihr das so seht. Ich habe die Erfahrung gemacht, das Männer meist abgeschreckt von Frauen sind, die etwas anders ist im Bezug auf die Sexuallität bzw offen damit umgehen, es gerne ausleben würde & oft möchte. Andersrumm wird das Bild ja vermittelt das es für Männer io ist dies auszuleben, und bei Frauen verwerflich

Ich denke es geht darum wie eine Frau das auslebt, ob sie zu ihren Wünschen steht.
Ein Gentleman genießt und Schweigt. Das Kann die Frau auch!
Sie ist ehrlich zu sich selbst sie weiß was sie will und was sie nicht will.
Sie handelt danach um ihre FuntaSIEn frei ausleben zu Können.
Und das wünsche ich mir für jede Frau das sie das macht.
*****y_b Mann
581 Beiträge
Zitat von *******aro:
Ich Stimme 100% zu. Genau so erlebte ich es schon oft. So modern wie wir immer glauben sind wir leider nicht. Ich hatte da mal einen zeit Artikeln gelesen über den Zusammenhang zwischen Attraktivität und sexualpartnern. So 3 bis 5 war ok, war es mehr fanden die Männer die Frauen direkt unattraktiver. Traurig. Alles was legal und im gegenseitigen Einverständnis passiert sollte keinen anderen was angehen.

Äääähm Stop: Wenn ein bestimmter Aspekt deiner Person oder deiner Vergangenheit für einen potenziellen Partner ein Ausschlusskriterium ist, dann hat er jedes Recht der Welt dazu, auch wenn es hundertmal legal und im gegenseitigen Einverständnis war - so wie es dein Recht ist, entsprechende Standards für scheinheilig, rückständig oder inkonsequent zu halten.
Wozu man allerdings kein Recht hat, ist zu bestimmen, was jemand anderes für Anforderungen an einen Partner zu haben bzw nicht zu haben hat (und mögen sie noch so beknackt sein).

(Das heißt jetzt nicht, dass man besonders pikante Details des eigenen Lebens auch direkt jedem potenziellen Partner ungefiltert auf die Nase binden muss; aber sich selbst anzumaßen, dass es für ihn/sie nicht relevant sein darf ist extrem übergriffig und wäre für mich schon ein Ausschlusskriterium an sich - selbst dann, wenn das pikante Detail mich nicht stören würde.)
*********lich Frau
2.266 Beiträge
Jedenfalls kann ich hier, in diesem kleinen Fenster auf mein Leben, das diese Plattform ja darstellt, so frei sein wie ich will.

Im ganzen großen Rest meiner Lebenswirklichkeit stelle ich dagegen fest, dass eine Offenheit, die eben nicht in alle Erwachsenwinkel hinein reicht, weil ich auslassen oder sogar lügen muss, einfach den Namen nicht verdient.
@*********lich

Das ist auch meine Philosophie.
Hier ist mein Reich. Da kann man so sein wie man möchte. Meine Leute hier ticken ähnlich. Das reicht mir vollkommen.

Die Außenwelt muss man nicht damit konfrontieren, dafür sind sie zu sehr Stino. Dies sollte man respektieren.
Zitat von *********lich:
Im ganzen großen Rest meiner Lebenswirklichkeit stelle ich dagegen fest, dass eine Offenheit, die eben nicht in alle Erwachsenwinkel hinein reicht, weil ich auslassen oder sogar lügen muss, einfach den Namen nicht verdient.

Da sind wir d'accord.

Es ist befreiend, mit Menschen zu sprechen, die man hier oder im Club kennengelernt hat, mit denen man sich über die meisten seiner Vorlieben und Erlebnisse vorbehaltlos austauschen kann.

Im "normalen" Bekanntenkreis hingegen... oh je. Da braucht es ein ausgeprägtes Fingerspitzengefühl und man merkt oft genug sofort, dass man dort besser nicht mal einen Bruchteil seiner Neigungen und Erfahrungen zum Besten geben sollte. Allein schon beim theoretischen drüber reden sind die Reaktionen eindeutig ablehnend bis empört.

Allerdings bemerken wir da keine eklatanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern - da wissen wir beide, dass wir besser hinterm Berg halten.
****bo Frau
4.625 Beiträge
@*****y_b

Mir geht es da auch eher um diese häufig anzutreffende Doppelmoral..

Klar darf jeder sein Gegenüber nach seinen Kriterien und Moralvorstellungen wählen, soll ja passen.

Nur dann bitte diese Moral nicht nur vom Gegenüber erwarten, sondern auch für sich selber genauso sehen.
Und da klafft leider häufiger eine Lücke als man meint..
Beispiel
Mann möchte eine Partnerin die sich nicht zu sehr ausgelebt hat, selber hat er das aber ganz selbstverständlich umfänglich getan.
Das besagt ja erstmal nichts darüber wie es dann in der gemeinsamen Beziehung gelebt wird.
*****y_b Mann
581 Beiträge
Zitat von ****bo:
@*****y_b

Mir geht es da auch eher um diese häufig anzutreffende Doppelmoral..

Klar darf jeder sein Gegenüber nach seinen Kriterien und Moralvorstellungen wählen, soll ja passen.

Nur dann bitte diese Moral nicht nur vom Gegenüber erwarten, sondern auch für sich selber genauso sehen.
Und da klafft leider häufiger eine Lücke als man meint..
Beispiel
Mann möchte eine Partnerin die sich nicht zu sehr ausgelebt hat, selber hat er das aber ganz selbstverständlich umfänglich getan.
Das besagt ja erstmal nichts darüber wie es dann in der gemeinsamen Beziehung gelebt wird.

Diese Haltung ist auch absolut nachvollziehbar; aber selbst unter solchen Umständen ändert es nichts an dem grundsätzlichen Recht auf romantische und sexuelle Selbstbestimmung: Jemand kann der größte Schürzenjäger vor dem Herrn sein - wenn er nur eine Jungfrau heiraten will, ist das nun mal sein Ding (ich würde so einem allerdings nicht die Daumen drücken und auch jede Frau vor ihm warnen).

Allerdings gibt es noch - und das ist hier eine Spur relevanter - natürlich auch das Szenario, dass jemand tatsächlich solche Vorstellungen aus Kompatibilitätsgründen hat: Wenn jemand selbst nur eine Handvoll Partner hatte, dann ist es absolut legitim, keinen ehemaligen Swinger mit Gangbang-Vergangenheit und einer dreifachen Anzahl von Kerben im Bettposten daten zu wollen (das gilt wohlgemerkt für beide Geschlechter) - und hier zu sagen "alles was legal und im gegenseitigen Einverständnis passiert sollte keinen anderen was angehen" ist da ganz schlicht und einfach daneben.

Ich bin absolut dafür, das eigene Liebesleben als Privatsache anzusehen, die Außenstehende nichts angeht; aber spätestens dann, wenn jemand als fester Partner ins Auge gefasst wird, ist er kein Außenstehender mehr, den man mit einem "geht dich nichts an/hat dich nicht zu interessieren" abbürsten kann.
*********lich Frau
2.266 Beiträge
Zitat von *********Smoke:
(...) Es ist befreiend, mit Menschen zu sprechen, die man hier oder im Club kennengelernt hat, mit denen man sich über die meisten seiner Vorlieben und Erlebnisse vorbehaltlos austauschen kann.
Ja. Hier. Und mir hat das Entwicklung ermöglicht, die ich nicht missen möchte! *ja* Aber eben: Es geht nur hier. Das reicht mir nicht.

Zitat von *********Smoke:
Im "normalen" Bekanntenkreis hingegen... oh je. Da braucht es ein ausgeprägtes Fingerspitzengefühl und man merkt oft genug sofort, dass man dort besser nicht mal einen Bruchteil seiner Neigungen und Erfahrungen zum Besten geben sollte. Allein schon beim theoretischen drüber reden sind die Reaktionen eindeutig ablehnend bis empört.
Wohlgemerkt, mein Ziel ist auch nicht, meine Lebensweise auszuposaunen, sie jedem 'reinzudrücken, der es hören will oder nicht. Das wäre ja auch übergriffig!

Aber eben da, wo es passt, nicht aufpassen zu müssen, wem ich was wo und wie erzähle, ohne dass die allfälligen Vorbehalte *roll* zum Tragen kommen, das wäre schöner.

Ich müsste dann nicht Teile meines Wesens ängstlich ausklammern, weil Sexualität "irgendwie was Schmuddeliges" ist, das außerhalb gerade noch akzeptierter Grenzen zu Hölle und Verdammnis führt.

Und dann könnte ich mich als vollständig empfinden statt gespalten zu sein.

Zitat von *********Smoke:
Allerdings bemerken wir da keine eklatanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern - da wissen wir beide, dass wir besser hinterm Berg halten.
Meine Erfahrung ist, dass Frauen über Frauen sehr viel schärfer urteilen. Dass promiskuitive Männer von ihnen eher belächelt werden, ist zwar respektlos, aber wenigstens relativ hassfrei.
*****lnd Mann
27.745 Beiträge
Diese Doppelmoral, das sieht man hier an vielen Beiträgen auch, ist fast nicht zu umgehen. Die Gesellschaft erfordert das. Ehrlichkeit ist nicht gefragt, sonst wird man niedergemacht. Vielleicht wollen viele Frauen auch deshalb vom Land weg, weil sie in der Stadt weniger beobachtet sind.

Ich war als Jungspund in eine pietistische Weinbaugemeinde im Nordwürttembergischen versetzt worden. So sehr Suff in war, so sehr war Sex in jeder Form verpönt, wenn dann, um es der "Hure" mal zu zeigen.

Meine Verlobte war zu Besuch. Montags wurde ich vom Chef über Lautsprecher im ganzen Haus zum Chef zitiert. " Ihre Nutte war von Freitag X Uhr bis Sonntag Y Uhr bei Ihnen in der Wohnung. Das hat hier nie wieder vorzukommen." Es gab noch weitere ähnliche "Hinweise". Meine Reaktion schließlich: Nichts wie weg!
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