Zitat von ****yn:
„Wie funktioniert Entlieben während einer Trennung?
Wie funktioniert Entlieben, wenn klar ist, dass die Liebe unerwidert bleibt?
Wie funktioniert Entlieben, wenn man merkt, dass es die bessere Entscheidung wäre, weil der Mensch einem nicht guttut/nicht zu einem passt?
Wie funktioniert Entlieben, wenn klar ist, dass die Liebe unerwidert bleibt?
Wie funktioniert Entlieben, wenn man merkt, dass es die bessere Entscheidung wäre, weil der Mensch einem nicht guttut/nicht zu einem passt?
Für mich sind das ziemlich verschiedene Paar Schuhe, wenn ich so in meiner Erinnerung wühle.
Wenn klar ist, dass die "Liebe" unerwidert bleibt? In dieser Situation sind meine Gefühle nie über eine Schwärmerei hinausgegangen, die Nervosität und Herzklopfen bei jeder Begegnung und ein paar schöne Momente mit mir selbst zur Folge hatte. Das "Entschwärmen" dauerte jeweils in etwa so lange, wie ich brauchte, um mir selbst klarzumachen, dass daraus nichts werden würde. Und dass ich das eigentlich auch gar nicht wollte.
Während einer Trennung? Ich habe erst zwei Trennungen aus ernsthaften Beziehungen hinter mir, und in beiden Fällen tat es kaum weh. Im ersten Fall führte die Distanz (es war eine Fernbeziehung) dazu, dass ich mich während Trennungszeit und Wiedersehen in regelmäßigen Abständen ein wenig ent- und wieder neu verliebte. Beim letzten Mal blieb das Wiedersehen und Neuverlieben aus, ich war ein wenig wehmütig, das war alles.
Im zweiten Fall war die Liebe schon längere Zeit vorher am Ende, und ich wusste, wenn wir nicht mehr zusammen wohnen würden, wäre es aus. Genau so kam es, und ich litt nicht darunter.
Wenn ich merke, dass der Mensch nicht zu mir passt? Da kann ich mich an zwei Affären erinnern. Es kam jedesmal zu dem Punkt, an dem mir klar wurde, dass das keine Zukunft hatte, und ich mich in der Folge bewusst distanzierte. Die aktive Beschäftigung mit anderen Männern war dabei auf jeden Fall hilfreich.
Zitat von *********_Sel:
„Liebe ist ewig. Ich habe noch nie verstanden, dass man jemanden, dem man sagte man liebe ihn/sie/es dieses entziehen kann. Denn Liebe ist ein Gefühl, keine Entscheidung.
Das mit der ewigen (gern auch: bedingungslosen) Liebe halte ich für einen Mythos. Mag sein, dass es Lieben gibt, die lebenslang währen. Sie sind aber mit Sicherheit die Minderheit. Erst recht, wenn man auch die Gefühle der ersten Verliebtheit mit einbezieht, die mit größter Regelmäßigkeit nach einiger Zeit schwächer werden und oft einfach ganz verschwinden.Zitat von ****yn:
„Ich weiß, wie Liebe funktioniert, ich weiß, warum ich mich verliebe und was genau ich liebe und finde romantische Schönheit in der Realität, nicht in der Mystik.
Auch ich sehe im Verlieben (mittlerweile) durchaus einen Teil Entscheidung, sich darauf einzulassen und daraus etwas wachsen zu lassen. Und ich bin der Ansicht, dass die daraus entstehende Liebe umso stabiler ist, je weniger Projektion und Mystik sie beinhaltet. Das ist m. E. dann der Fall, wenn bewusste und unbewusste Bedürfnisse gut im Einklang miteinander stehen. Dann kann man auch Romantik und Schmetterlingsgewitter erleben, ohne sich von Gefühlen wider Willen (oder wider besseres Wissen) überwältigt zu sehen. 
















