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Wegen Nebenwirkungen weg von hormoneller Verhütung?

**********ons_3 Mann
208 Beiträge
Themenersteller 
Wegen Nebenwirkungen weg von hormoneller Verhütung?
Verhütungsmittel wie die Pille oder Spirale sollen bald mit einer Warnung gekennzeichnet werden. Sie können Depressionen verursachen.

Wer mit Antibabypille, Hormonspirale oder -pflaster verhütet, setzt sich einer Studie zufolge einem erhöhten Risiko aus, an Depressionen zu erkranken. Das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte zieht deshalb nun Konsequenzen – und lässt die Beipackzettel mit einem Warnhinweis versehen. (Quelle: https://www.aerzteblatt.de/n … hormonelle-Verhuetungsmittel)

Wird das zur Rückkehr der natürlichen Verhütung mit Kondomen, Diaphragma oder Hormon-Zykluscomputer bzw. Temperatur-Methode führen?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Über Lustverlust im Zusammenhang mit hormonellen Verhütungsmitteln gibt es schon genügend Artikel.
********iebe Frau
1.125 Beiträge
Also, für mich bieten die künstlichen Hormone viele Vorteile und ich werde somit nicht zurück auf Kondome, als ausschließliche Verhütung greifen.

Ich habe zwei mal die Pille abgesetzt, zwei mal nach ca. 9-12 Monaten wieder verzweifelt auf diese zurück gegriffen. Meine Haut hatte sich auch nach neun Monaten nicht an den Wegfall der Hormone gewöhnt und ich sah immernoch wie in der Pubertät am Rücken und im Gesicht aus. DAS hat schlussendlich zu depressiven Verstimmungen geführt! Ganz zu schweigen davon, dass ich kahle Stellen auf dem Kopf bekam. Ganz ehrlich, einen dritten Versuch, nein danke !!! An die Mimi Gesellschaft, mein Zyklus funktioniere direkt einfwandfrei, dass war kein Problem von, es ist noch nicht wieder eingespielt. Als Alternative um das Akne Problem in den Griff zu bekommen, hätten mir monatelange Medikamenten Einnahmen oder sogar Antibiotikum Einnahmen bevorgestanden. Sorry, dass ist für mich in meinem Fall keine Alternative. Da halte ich die mini Pille für ,,harmloser“ von dem Risiko der Nebenwirkungen bei mir!

Keine Schmerzen während des Ei Sprungs ( weil nicht vorhanden ) , kaum Blutungen und keine unnötige Reizung der Eierstöcke usw. , nach ernsthafter Erkrankung in diesem Organ sind für mich absolute Argumente, dabei zu bleiben.

Für Ladys, die keinerlei Probleme haben, kann ich wiederum nicht verstehen, nicht auf andere Verhütungsmittel zurück zu greifen... gibt ja doch einiges auf dem Markt. Allerdings halte ich irgendwelche Verhütungscomputer, bei regelmäßigen GV für ein Risikospiel. Persönliche Ansicht.
*******ire Frau
8.261 Beiträge
Meine persönliche Erfahrung mit der Mikropille Valette war folgende:

Ich begann die Pille mit 16 Jahren einzunehmen, da ich damals unter starken Menstruationsbeschwerden und Hautunreinheiten litt. Sie wurde mir also nicht vorrangig als Verhütungsmittel verschrieben. Ich nahm die Pille dann bis zu meinem 23. Lebensjahr ein. Zwischendurch hatte ich sie ca. 6 Monate abgesetzt und in der Zeit kein einziges Mal meine Periode bekommen.

Der Grund für die Absetzung der Pille war für mich ein Gefühl des Nicht-ich-selbst-seins. Ich war immer enorm reizbar und nah am Wasser gebaut. Es war normal für mich, morgens mit Kopfweh aufzuwachen. Ich hatte damals einen Moment, in dem ich mir nichts sehnlicher wünschte, als wieder ich selbst zu sein, also setzte ich die Pille ab.
Wie auch @********iebe bekam ich enorme Hautunreinheiten. Meine Periode blieb erneut für über 6 Monate aus und als ich sie dann wieder bekam, kam sie sehr unregelmäßig und mit starken Schmerzen. Zudem quoll ich auf, Fotos von damals schaue ich mir lieber nicht mehr an *augenzu* Nach zwei Jahren "funktionierte" ich dann wieder normal und würde heute nie wieder auf hormonelle Verhütung zurückgreifen.

Heute verhüte ich stattdessen mit der Kupferspirale. Ich bin in einer festen Beziehung und eine Schwangerschaft würde mich nicht stören, daher kommt diese Verhütungsmethode für mich in Frage. Wäre ich Single, würde ich zusätzlich auf Kondome zurück greifen.
Meine Pille bekam ich mit 15 und hab sie 12 Jahre durchgenommen ohne Probleme. Pickel und Konsorten waren wie ausgelöscht.
Dann wechselte der Feauenarzt und der meine nur: Pille sei zu stark und überhaupt sei mal Zeit für eine Pillenpause. Danach habe ich weder meine alte Pille noch irgendeine andere vertragen *snief* und verhüte seitdem hormonfrei.
Schwanger werden war ein wenig problematisch, hatte zwar meinen Zyklus regelmäßig, aber wohl keinen Eisprung. Da wurde nach einem Jahr Beobachrung einmal Hormone verschrieben und zack war ich schwanger, und die darauffolgenden klappten alle beim "ersten Ansatz".
Ich würde Hormone nicht generell verteufeln.
******_wi Paar
8.101 Beiträge
Als Mann mit eingeschränkter Sicht auf die Sache:

Haben wir nicht seit längerer Zeit schon die Bewegung weg von Hormonen? Also für die, die das wollten, wurde das doch schon längst umgesetzt.

Wer heute keine Depression davon hat, braucht jetzt auch nicht umsteigen. Und wenn, ja, dann kann man es ja mal anders angehen.

Außerdem sind wir doch seit dem AIDS-Schock sowieso pro Kondome eingestellt, die früher wesentlich weniger verwendet wurden. Es gibt nicht wenig feste Paare, für die das Kondom auch im gesundheitlichen Vertrauensstatus unverändert ganz normal ist.

Ob aber der Hinweis auf der Packung der Pille die Frauen, die die Einfachheit schätzen gelernt haben und keine negativen Symptome feststellen, zum Umdenken bringt, glaube ich nicht.

Bei Rauchern (okay, da ist es Suchtverhalten) schrecken die Bilder auch weniger als erwartet. Es stört vielmehr, dass man nicht mehr überall rauchen darf und das unbequem ist. Außerdem ist es längst nicht mehr cool.

Wenn man das Vögeln an so vielen Stellen früher erlaubt hätte wie das Rauchen, das wäre was gewesen!
******_wi:
Ob aber der Hinweis auf der Packung der Pille die Frauen, die die Einfachheit schätzen gelernt haben und keine negativen Symptome feststellen, zum Umdenken bringt, glaube ich nicht.

*genau*
ich genieße auch die Vorteile und wüsste nicht, nur weil auf dem Beipackzettel was neues steht, ich dies ändern sollte.
auch ich habe schon einiges ausprobiert und bin letztendlich wieder auf die Pille gekommen. Gefühlsschwankungen habe ich mit und ohne Pille gehabt, wobei sie ohne Pille deutlich vermehrt auftraten.
******wen Frau
15.342 Beiträge
Never change a running system - warum sollte ich jetzt auf etwas verzichten, was mir nachweislich gut tut?
So viel habe ich ausprobiert, aber nichts ist so effektiv wie die gute alte Pille. Keine wehenartigen Koliken mehr, keine Kreislaufschwäche wegen Hb-Abfall, keine Krankschreibungen. Wenn ich an die 10-12 Tage zurückdenke, die ich vor meiner Zeit mit der Pille geblutet habe wie ein Schwein beim Schlachter.... an den nicht vorhandenen Zyklus, der alles unberechenbar gemacht hat... nein, das brauche ich nicht zurück haben, nur weil sich jetzt jemand eine Studie ausgedacht hat. Ich komme damit perfekt klar und werde nichts ändern.
Sie schreibt
So lange man keine Probleme mit der Pille hat, braucht man meiner Meinung nach nicht auf etwas anderes umsteigen.
Wenn ich mir von den anderen Arztneien die Beipackzettel ansehe , was da für Nebenwirkungen sind,dann ist die Pille meiner Meinung nach, das kleinere Übel
**********ons_3:


Wird das zur Rückkehr der natürlichen Verhütung mit Kondomen, Diaphragma oder Hormon-Zykluscomputer bzw. Temperatur-Methode führen?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


Informationen zu Risiken und Nebenwirkungen gibt es ja schon lange, auch wenn Gynäkologen diese gerne herunterspielen. Dass Raucherinnen durch die Pille ein stark erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, hat einigermaßen hohe Wellen geschlagen, aber der Rest wird gerne unter den Teppich gekehrt.

Der weiblichen Psyche haftet ja auch heute noch das Image des unbeständigen, nicht-ganz-ernstzunehmenden an, so dass Beeinträchtigungen der Stimmung oft einfach abgewunken und als obligatorisch hingenommen werden.
Sicherlich gibt es viele Pillennutzerinnen, die eher an sich selbst zweifeln als an den Worten ihres Arztes. Oder die, wie es in vielen Fällen gehandhabt wird, Nebenwirkungen mit weiteren Medikamenten bekämpfen, und Antidepressiva schlucken.

Ich habe in meinem Leben dreimal mit der Pille angefangen, jeweils für ca ein halbes Jahr. Ich erinnere mich, dass meine Libido davon geradezu tot war. Und es hat danach immer etliche Monate gedauert, bis mein Körper wieder normal funktionierte und ich meine Tage bekam.

Hormonelle Verhütung kommt für mich definitiv nicht mehr in Frage!

Es gibt so viele Beziehungen, die daran straucheln oder scheitern, dass die Frauen viel weniger Lust auf Sex haben als die Männer--ich bin sicher, dass in einem großen Teil der Fälle hormonelle Verhütung dafür verantwortlich ist.


In deiner Aufzählung hast du übrigens die Kupferspirale vergessen! Die ist wohl das unkomplizierteste und sicherste homonfreie Verhütungsmittel *g*
*********rerin Frau
682 Beiträge
Ich habe zwischen meinem 18.-32. Lebensjahr mit unterschiedlichen hormonellen Prätaraten verhütet (Pillen und Ring). Da ich zunehmende Nebenwirkungen hatte kommen die heute gar nicht mehr in Frage. Ich kann mir auch keine Spiralen mit Kupfer im Körper vorstellen.

Ein Kondom ist für mich das Mittel der Wahl zur Schwangerschaftsverhütung. Mein Hauptpartner hat schon vor unserem Kennenlernen eine Vasektomie machen lassen. Daher verhüte ich mit ihm nicht.
*********affee:
In deiner Aufzählung hast du übrigens die Kupferspirale vergessen! Die ist wohl das unkomplizierteste und sicherste homonfreie Verhütungsmittel *g*
Das ist exakt die Verhütungsmethode, die ich nach dem Absetzen der Pille für mich gewählt habe.

Die unterschiedlichsten Pillen haben mir das eigene Körpergefühl weggenommen, die Libido war teils auch weg. Es kommt wohl wirklich darauf an, was/welche man verschrieben bekommt und wie man die Chemie verträgt.
Zusammenhänge
Sind nicht immer Wirkzusammenhänge.

Es wurde in einer Studie festgestellt, dass von den erfolgreichen Managern überdurchschnittlich viele ein dickes, protziges Auto fahren. Also gingen die Unternehmensberater los und empfehlen (noch) nicht so erfolgreichen Managern, sich ein dickes, protziges Auto zu zu legen, um so erfolgreich zu werden.

Was wäre denn, wenn Frauen verschiedene Möglichkeiten der Verhütung austesten und bei der Methode bleiben, die ihr am besten entspricht (im Moment - zur Alterszusammensetzung habe ich nichts gelesen, das dürfte in der Original Studie stehen.). Und Frauen mit (schon vorhandenen) Stimmungsschwankungen vermehrt feststellen, dass die erzwungene Regelmäßigkeit des Zyklus die Stimmungsschwankungen verringern kann und die Frau deshalb bei dieser (hormonellen) Methode bleibt?

Für mich steht im Ärzteblatt der wichtigste Satz ganz zuletzt.

"Ob die Verhütungsmittel tatsächlich die Ursache für das höhere Risiko sind oder eventuell auch andere Faktoren eine Rolle spielen, lässt sich aus der im American Journal of Psychiatry (DOI: 10.1176/appi.ajp.2017.17060616) veröffentlichten Studie nicht ablesen. © dpa/aerzteblatt.de"

Also dient die Warnung vor allem der Abwehr von Schadensersatz- oder anderen Ansprüchen. "Wir haben ja darauf hingewiesen!"
******wen Frau
15.342 Beiträge
Tja, mit Kausalität tun sich solche finanzierten Studien schon immer schwer. Hauptsache man hat wieder mal die Verbraucher verunsichert.
Es ist doch egal mit was Frau verhütet. Hauptsache man fühlt sich wohl und jeder kennt sein Körper am besten und weiß, was ihn gut tut und was nicht.
******Ice Frau
485 Beiträge
Jahrelang Pille genommen jetzt nur noch ohne Verhütung
Hallo,
ich bin jetzt seit über einem halben Jahr frei von jeglicher Verhütung.
Zuletzt hatte ich die 3 Monats-spritze mehrere Jahre lang, mit wenigen Unterbrechungen.

Gewundert habe ich mich erst später warum ich depressiv und übergewichtig wurde.

Nur jetzt wo ich nichts mehr nehme fühle ich mich pudelwohl und habe auch ohne Sport mit normaler Ernährung Gewicht verloren. Das sagt doch schon alles.

Die Pille finde ich wesentlich harmloser da ich in den ganzen Jahren nicht diese Probleme hatte, aber ich kann auch nicht behaupten das sie irgendwas verbessert hat, wie z.b. Haut usw. usw. gar nichts von alledem.
Wegen einer Thrombose in der Vergangenheit, darf ich die Pille nicht mehr nehmen.

Allerdings ist das Absetzen der Pille nicht so Ohne also Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen in den ersten Tagen aber dann gehts. Anschließend schlägt es dann um in grenzenlose Geilheit und man kann so richtig mit Spass (mit Kondom) loslegen.

Das Absetzen der 3 Monatsspritze hat bei mir keine Entzugserscheinungen verursacht.
**********tupid Paar
36 Beiträge
Gerade weil jede (Pillen-)betroffene Frau von positiven und/oder negativen Erfahrungen erzählen kann und ich dieses Thema für überaus wichtig erachte, mag ich den Thread ein wenig beleben. *ja*

Wird das zur Rückkehr der natürlichen Verhütung mit Kondomen, Diaphragma oder Hormon-Zykluscomputer bzw. Temperatur-Methode führen?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Lebensjahr 16 - 18: Bellissima (Ex-Belara)
Lebensjahr 18 - 25: Maxim

Ergebnis: manisch-depressive Phasen.

Ich habe im Mai 2017 die Pille erfolgreich für mich abgesetzt und seitdem verhüten mein Freund und ich wieder regulär mit Kondom; während meiner Pillenzeit haben wir - mitunter bedingt durch meine damalige Psyche - manchmal zusätzlich mit Kondom verhütet.

Die Pille habe ich für meinen Teil bis auf meine depressiven Phasen eigentlich sehr gut vertragen und kann jetzt knapp zwei Jahre später sagen, dass sich für mich durch das Absetzen der Pille nicht viel verändert hat. Meine Haut ist nicht wesentlich besser oder schlechter geworden, das meiste Zusatzgewicht kam vermutlich durch (m)einen ungesunden Lebensstil und Stress, meine Blutung hält in der Regel fünf Tage an, großartige Schmerzen habe und hatte ich (toi toi toi) noch nie wirklich und meinen Eisprung kriege ich ziemlich deutlich mit. Meine Libido ist so ein Thema für sich, da kann ich keine 100%-ige Aussage tätigen. Manchmal existiert sie, manchmal nicht. *lol*

Geplant war ursprünglich, dass wir auf die hormonfreie GyneFix (Kupferkette) umsteigen, da ihre Wirkdauer ungefähr den Zeitraum umspannt, den wir definitiv noch kinderlos verbringen möchten. Da meine Gebärmutter aber nicht die benötigte Wandstärke aufweist (dickste Stelle um die 10 mm, im Durchschnitt sogar nur 7 mm, dankeschön, Körper *lol* ), kann ich mir das getrost abschminken. *roll* Mein Frauenarzt meinte aber ehrlicherweise, dass, solange es mit dem Kondom problemlos bei uns klappt, es doch die klügere Variante ist: keine Eingriffe in den Hormonhaushalt, keine sonstigen operativen Experimente und im Idealfall instant ready, sollte unser Kinderwunsch aufkommen.

Derzeit tracke ich Blutung und Eisprung ganz normal grob in meinem Googlekalender *lol* und damit fahre ich bisher ganz gut. Irgendwann, spätestens wenn mein Freund und ich zusammenziehen, möchte ich auch mit dem Thema NFP bzw. symptothermale Methode anfangen und diese mal testen. *ja* Also meinerseits definitv ein JA zum Thema "Rückkehr zu alten/alternativen Verhütungsmethoden".

(Ob die "Achtung, kann zu Depressionen führen!"-Kennzeichnung wirklich sinnvoll ist, wage ich ein wenig zu bezweifeln. Viel mehr sollte meiner Meinung nach der verschreibende Arzt solche Themen wissen, ansprechen und auf diese eben hinweisen. Denn nur den Beipackzettel zu studieren mit seinen vielen Nebenwirkungen hat bei mir persönlich den gleichen Effekt, wie wenn ich meine Erkältungsanzeichen google und mich selbst mit einer unheilbaren Krankheit diagnostiziere. Ergebis → Panikmache. Da finde ich offene und informative Gespräche mit einem mir sympathischen Arzt wesentlich angenehmer.)
Schon länger keine Pille mehr
Ich habe die Pille (damals Diane, wurde später vom Markt genommen da wohl krebsfördernd) genommen seit meinem 13. Lebensjahr, weil ich meine Menstruation jeden Monat fast 2 Wochen am Stück hatte mit sehr starken Blutungen und damit verbundenen Schmerzen. Mit der Pille war das vorbei und mein teenagergeplagtes Hautbild besserte sich enorm.
Das hatte alles super geklappt, bis meine Pille vom Markt genommen wurde. Dann bekam ich eine andere (den Namen habe ich vergessen, irgendwas mit M. am Anfang...) und die war auch total ok. Als der Nuvaring dann auf den Markt kam, probierte ich diesen aus, da ich eine klassische Pillenschluckvergesserin war *zwinker* Damit kam ich auch wirkich gut zurecht. Mein gut bestückter Partner hatte auch keine Probleme damit.
Nach der Trennung von meinem Partner entschied ich mich erst einmal auf hormonelle Verhütungsmittel zu verzichten. Meine Blutungen waren zu der Zeit weniger schlimm wie zu Teeniezeiten. Nach einer Weile des Singledaseins kam ein neuer Mann in mein Leben und ich begann erneut mit dem Nuvaring. Da war ich 31 und scheinbar fand mein Körper die Idee weniger gut. Sobald ich ihn wieder einige Monate nutzte, ging es mit meiner Libido bergab. Da mein damaliger Partner nicht so wild auf Sex war, war mir/uns das erst gar nicht so bewusst. Mit 34 war ich dann wieder Single und setzte den Ring erneut ab (vielleicht fand mein Körper gerade dieses Hin- und Her doof...?!) und ich hatte erneut mehr Lust auf Sex.
Seitdem habe ich nur einmal eine Mikropille (Valette) ausprobiert, aber das klappte auch Libidotechnisch nicht mehr.

Mittlerweile habe ich den ganzen Hormonkram aufgegeben. Ich spüre meinen Körper besser und intensiver und weiß auf dem Tag genau, wann mein Eisprung ist. (dann lauft, Männer *lach*)

Ich schätze, dass das Hin- und Her nicht gut war, aber ich bin sicher, dass es inzwischen besser ist, wenn ich keine hormonelle Verhütungsmittel nehme. Ich bin übergewichtig, über 40, hatte Verwandte mit Schlaganfall und hatte selber eine Krebserkrankung. Mein Körper wird es mich sicher danken *g*
****ma Frau
220 Beiträge
Ich habe 14 Jahre lang die Pille genommen, dann abgesetzt zur Familiengründung. Mit Pille hab ich mich immer wie ein "Monster" gefühlt. Ich kann das Gefühl nicht genau beschreiben, habe mich aber nie gut gefühlt. Nachdem das mit der Familienplanung nicht geklappt hat in der langjährigen Beziehung und ich nun wieder Single bin, habe ich mit dem Nuva Ring angefangen. Finde ich persönlich eine gute Lösung, da deutlich weniger Hormone. Ich fühle mich damit auch besser als mit der Pille, jedoch auch nicht so wie in der Zeit ganz ohne Hormone.
Für mich als Single kommt eine rein natürliche Form der Verhütung nicht in Frage, denn auch hier aus der Erfahrung heraus..das kann sehr schnell sehr schief gehen und das muss ich nicht nochmal erleben.
In einer festen Partnerschaft würde ich mit meinem Partner darüber reden und wenn möglich auch gerne auf Hormone verzichten.
****XY Frau
2.775 Beiträge
Man sollte sich mal vor Augen halten, was die Pille bewirkt ....

Gerade zur Valette bzw. Maxim (ist ja die gleiche) kann ich auch meine Erfahrung beitragen ...

Jahrelang genommen, die Pille hat es einem sehr bequem gemacht, muss man wirklich sagen, man kann einen Langzeitzyklus machen, sprich man bekommt keine Periode. Ist alles kein Problem und man braucht die Blutungen auch nicht wirklich. Gerade für Frauen die ein Problem mit extremer Blutung haben, ist das schon hilfreich, verstehe ich total.

Aber, dass dieses Präparat das Testosteron extrem absenkt, erklärt ja auch in manchem Fall die Stimmungsschwankung der Psyche. Dieses absenken ist ja gewollt, wegen der Haut und gegen Haarausfall. Aber man macht andere Falltüren evtl. damit auf.

Das sagt einem meistens keiner der Ärzte.

Fakt ist, nach absetzen der Valette/Maxim ging es bei mir erst richtig los. Die Haut drehte so durch und der Haarausfall wurde extrem. Das habe ich probiert und gleich aufgegeben. Dann hat mich eine Endokrinologin darin bestärkt das absetzen wegen meinen Werten nochmals zu wagen und auch durchzuhalten. Habe ich gemacht, dass war Hölle, ich war nach einem guten halben Jahr durch. Heute würde ich diese Pille nicht mehr nehmen. Von der Psyche her gesehen, hat mich das auch sehr belastet.

Ein Hautarzt wollte mir dann zum Gipfel wegen dem Haarausfall noch die Diane 35 andrehen, meine Gyn hat da aber nicht mitgemacht. Diese Pille ist nach wie vor erhältlich, aber nur unter Auflagen, da sie sehr thrombosefördernd ist. Davon hat der Hautarzt aber nichts gesagt. Soviel zur Aufklärung des Patienten.

Man muss ja auch bedenken, irgendwann ist Schluss mit der Pille, spätestens wenn die Wechseljahre anfangen.
Aber spätestens dann werden Hormone evtl. trotzdem wieder zum Thema. Auch da kann es Depression etc. geben. Vergessen auch viele. Dann ist evtl. wieder ein Hormon-Ersatz gefragt.

Ich bin nicht gegen Hormone, keinesfalls. Aber ich bin für Aufklärung und die ist schlecht. Vernünftige Ansätze und Ärzte die nicht nur Schema F gehen wären mein Traum. Die Psyche und Hormone gehören indirekt aber auch zusammen. Da fehlt es den Ärzten leider oft an Fachwissen.

Depressionen können viele Ursachen haben, die Pille bzw. Hormone können eine Ursache sein, aber es gibt noch genug andere Ursachen. Letztendlich muss man jeden Patienten für sich individuell betrachten.
*********nelle Frau
139 Beiträge
Ich habe lange Zeit die Pille genommen, zuerst Microgynon und später dann die Zoely. Als ich sie irgendwann abgesetzt habe, wurde mir erst wirklich bewusst, wie viel Einfluss die künstlichen Hormone auf mich und mein ganzes Wesen hatten. Ich habe mich gefühlt wie ein völlig anderer Mensch - und zwar einer, der mir deutlich sympathischer ist, als die Frau unter Pilleneinfluss.

Damals bestand ein Kinderwunsch, daher begann ich mit der symptothermalen Methode meinen Zyklus zu verfolgen und war beeindruckt, wie präzise diese Methode funktioniert. Der Kinderwunsch ist mittlerweile hinfällig, aber die Methode praktiziere ich weiterhin.

Außerhalb einer festen Partnerschaft nutze ich selbstverständlich ohnehin Komdome, aber zu wissen, ob ich mir im Fall, dass da was schiefgeht (ist noch nie vorgekommen), über eine mögliche Schwangerschaft Sorgen machen muss, entspannt für mich alles ein wenig.

Für mich kommen hormonelle Verhütungsmethoden also nicht mehr in Frage, ich mag mich jetzt einfach lieber. *g*

Es grüßt die Nacht. *wolf*
*******n94 Paar
10 Beiträge
Sie schreibt ;)
Huhu ihr Lieben!

Ich finde, es ist halt alles von der Person abhängig.
Seitdem ich 16 war, hatte ich die Pille Leona wegen unregelmäßigem Zyklus und Beschwerden. Mit etwa 18 bin ich dann wegen meiner leichten "Sonnenallergie" auf die Bella umgestiegen auf den Rat meiner Gynäkologin.
Hatte auch nie Probleme und die Ärztin hat sich genau meine Werte angeschaut und dann nur Pillen rausgesucht, die Sinn machen.
Mit 20 etwa hatte ich dann einen Wechsel zu Dienovel, weil die Bella aus Twilightgründen zu sehr bevorzugt war und ich damit kein Problem hatte. ;D
Und auch jetzt habe ich immernoch keine Probleme.
Klar, hormonell hat nicht nur Vorteile, aber hey, alles hat Nachteile.

Ein Kondom ist vllt nicht ganz "dicht", auch bei der Spirale kann man schwanger werden (Cousine meiner Mutter ist ein Bsp. dafür).
Ich selbst arbeite auch im medizinischen Bereich und z.B. bei einigen (nicht allen! ) führt die Spirale zu permanenter Reizung und die haben öfter mal ein paar andere Bakterien mit in sich (muss nicht auffallen oder jucken oder sonst was). Aber teils kann der Körper auch so reagieren, dass er sagt, er kämpft mit entarteten Zellen.
Ist nicht unbedingt selten.
Von daher finde ich, dass wenn man klar kommt, das gut ist.

Man muss sich ja nicht immer gedrängt fühlen die Pille zu nehmen oder Spritze oder was auch immer.
Man sollte das für sich entscheiden und daran denken, dass jeder anders gestickt ist und drauf reagiert und man kann dann immernoch wechseln oder nach Alternativen schauen.
Ich hatte bis jetzt eine super Gyn, die immer total gut beraten hat und einigen Pillen wegen Gefahren generell nicht verschrieben hat. Man muss halt nur reden und seine Bedenken äußern und zur Not fragt man noch in der Apotheke nach oder bei einem anderen Gynäkologen.
Gerade heute gibt es sehr viele Wege und auch Wege um Depressionen zu vermeiden.
Gibt ja schließlich auch Pillen, die sind wegen depressiven Schüben bekannt, aber sorgen für eine reine Haut..
Also immer Pro und Contra im Auge haben. *zwinker*
Jedes Medikament hat seine Nebenwirkungen und diese äußern sich bei jedem anders. Deshalb so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Ich bevorzuge ganz altmodisch das Kondom und bei abgeschlossenen Kinderwunsch eine Sterilisation.
*****r84 Mann
1.204 Beiträge
Frauen sollten selbst entscheiden, ob sie die Hormone nehmen wollen, ein Mann sollte das nicht von Frau erwarten
*******lie Frau
17 Beiträge
Ich bin nun nach fast 17 Jahren Pilleneinnahme ohne Pause fast ein halbes Jahr Hormonfrei und fühle mich so wohl in meinem Körper wie noch niemals zuvor.

Auch ich bekam eine lange Liste an Nebenwirkungen von der Antibabypille. Es wurde so schlimm, dass ich die Reißleine ziehen musste. Und heute nach ein paar Monaten sage ich, es war die beste Entscheidung.

Ja ich habe nun wieder Pickel, teilweise schlimmer als mit 15!
Ja ich habe etwas mehr Haarausfall derzeit.
Ja ich bin sensibler wenn ich meine Tage habe.
Ja ich spüre nun meinen Einsprung!

Aber all das nehme ich gerne in den kauf.

Derzeit verhüten wir mit Gummi, gefällt mir allerdings überhaupt nicht. Da mein Zyklus nun schon relativ gleichmäßig ist, werden wir wohl bald auf Verhütungscomputer umsteigen.
*****221 Frau
8 Beiträge
Ich habe die Pille mit 15/16 bekommen. Meine Frauenärztin befand das für notwendig „Kriegst du schäääne Haut!“( und das pauschale Verbot jemals wieder Süßes zu essen 🤨). Ich weiß nicht mehr welche das war. Da ich gerade frisch einen Freund hatte, fand ich das mit der Pille erst mal gut. Nachdem die Ärztin sich aber immer nur für meine Haut interessiert hatte , fand ein Wechsel statt und der gab mir dann auch eine andere Pille, Monostep. Später wurde es Valette.
Ich hatte keine Ahnung, wie sich die Pille ausgewirkt hat, bis ich sie vor 3,5 Jahren abgesetzt hatte. Es hat 2-3 Monate gedauert bis ich häufiger die Rückmeldung bekam, dass ich viel besser gelaunt wäre als früher. Mein Mann sagt klar, seit die Pille weg ist, habe ich spürbar Lust auf Sex und wesentlich häufiger (zu seiner Freude 😁). Mit Pickeln habe ich wieder etwas mehr zu kämpfen, aber damit kann ich leben.
Mein Zyklus hat 2 Jahre gebraucht, um sich einzupendeln. Inzwischen kann ich fast auf den Tag genau sagen, wann die Periode losgeht. Nur die Uhrzeit schwankt noch :p
Schmerzen sind am ersten Tag am schlimmsten, nach 4 Tagen ist die Periode schon in den letzten Zügen. Mit der Pille hat sich das gern auf 5-7 Tage ausgedehnt.
Heute kann ich sagen, dass die Pille dauerhaft eine depressive Grundstimmung bei mir verursacht hat. Ich dachte immer ich wäre einfach so! Aber das stimmt gar nicht. [Nachtrag] Erst nach dem Absetzen konnte ich auch erfolgreich etwas Gewicht reduzieren. Vorher ging die Zahl nur nach oben [/Nachtrag]

Es zeigen sich inzwischen aber auch negative Dinge, bei denen ich erst jetzt dahinter komme. PMS ist den meisten ja ein Begriff. Seit die Pille weg ist, spüre ich das sehr viel deutlicher. Leider aber nicht nur das. Ich habe den Verdacht sogar unter PMDS zu leiden, was aber erst noch abgeklärt werden muss. Die Symptome sind heftig und ich hoffe ich finde eine Lösung ohne wieder hormonell eingreifen zu müssen.
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