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Raum für die Liebe: Wie schafft ihr ihn euch?

********raum Paar
Themenersteller 
Raum für die Liebe: Wie schafft ihr ihn euch?
Nachdem hier in der letzten Zeit öfter über das Thema Liebe, Bedürfnisse der Partner etc. das Thema diskutiert wurde, stellt sich mir mehr die *frage*, wie schut es eigentlich mit dem Raum für die Liebe aus?

Ich meine jetzt nicht das wo, sondern den Platz, die Zeit, die kreativen Ideen, die zelebrierten Momemte.

Ich bin auf die Frage gekommen, als wir gestern Abend zusammen essen waren und meine Partnerin darüber sprach, das es schade ist, das das Thema vorlesen, nicht mehr stattfindet.

Wie schaut es da bei Euch aus?

Sind liebgewonnene Dinge, gemeinsame verzauberte Situationen und ähnliches aus Eurem Leben dem "Alltag" gewuchen, oder und wie schafft Ihr den Raum für die Liebe zu erhalten?
**************
Unsere Liebe ist allgegenwärtig und stets präsent, selbst in den profansten Momenten eines jeden Tages.
Kleinste Berührungen, die Hand des Anderes halten, kleine Nachrichten während der Arbeit, die Zweisamkeit bei Feuer und Rotwein in der Natur, etc.pp.. Die Auflistung könnte unendlich sein, aber ganz ehrlich? -Wir brauchten uns darüber noch nie wirklich Gedanken machen....
********raum Paar
Themenersteller 
Die Auflistung könnte unendlich sein

Ich würde mich schon über den einen oder anderen Punkt mehr freuen.

Und ja, zwischendurch dachte ich (m) auch, das ich mir da keine Gedanken zu machen brauche.

Doch anscheinend ist das nicht so.
*****242 Frau
Im Alltag mit Familie und Beruf ist das nicht so einfach.
Da sind es die kleinen Dinge, ein kurzer Spaziergang zu zweit nach Feierabend, ein liebevoll zubereitetes Frühstück, die kurzen Streicheleinheiten zwischendurch....
Und natürlich auch lieb gewonnene Rituale. Gemeinsam am Sonntag Tatort schauen auf dem Sofa aneinander gekuschelt, in der Zeit, wenn das Kind Schwimmtraining hat, auch zusammen zu schwimmen.

All diese kleinen Dinge sind Räume für die Liebe. Dazu kommen dann auch mal größere Sachen.
Wir gehen bewusst einmal im Monat alleine weg, mittlerweile geht auch ein Wochenende ohne Kinder. Im Urlaub hatten wir jetzt getrennte Zimmer, die nicht nebeneinander waren.
Das war tagsüber Familienzeit und sonst Paarzeit. Eine richtig tolle Sache.
********raum Paar
Themenersteller 
Da sind es die kleinen Dinge, ein kurzer Spaziergang zu zweit nach Feierabend, ein liebevoll zubereitetes Frühstück, die kurzen Streicheleinheiten zwischendurch....
Und natürlich auch lieb gewonnene Rituale. Gemeinsam am Sonntag Tatort schauen auf dem Sofa aneinander gekuschelt

Ja, die kleinen Dinge sind ab und zu das "Salz in der Suppe".

Du machst uns neugierig:
Und natürlich auch lieb gewonnene Rituale.

Willst Du uns da ein klein wenig mehr verraten?
****pa Frau
Achtsamkeit und Rituale
meine Partnerin darüber sprach, das es schade ist, das das Thema vorlesen, nicht mehr stattfindet.
Sind liebgewonnene Dinge, gemeinsame verzauberte Situationen und ähnliches aus Eurem Leben dem "Alltag" gewichen [...]

Liebe ist kein außerhalb unseres Tuns vorhandener Zustand. Bleibt sie nur ein Gedanke, ein Wort, dann hat sie keine Realität, ist von niemandem spürbar und erlebbar.
Das Thema Vorlesen findet bei euch nicht mehr statt, weil einer nicht mehr vorliest, der andere nicht mehr zuhört, also beide das nicht mehr tun, was sie einmal liebevoll verband.
Und so ist es auch mit den "liebgewonnenen Dingen" und "verzauberte[n] Situationen" - es gibt sie nur, wenn zwei Menschen etwas für den Liebeszauber tun, indem sie miteinander und füreinander handeln.
Das ist weniger eine Frage des "Wie" (dafür müssen wir uns nur an die Zeit des Verliebtseins erinnern), sondern des "Warum nicht mehr"?
*********_love Frau
Mir ist wichtig, dass der Raum nicht zu einer Alibi-Veranstaltung verkommt.

Das romantischste Wellnesswochenende kann nichts, wenn man in der Zeit den Kontakt nicht zueinander findet, sich nicht anschauen kann, nicht miteinander in Verbindung tritt.

Im Raum geht es um Begegnung im Sein, nicht im Tun.

Rituale können unterstützen, aber erst das Öffnen schafft Verbindung.

Ein gemeinsamer Spaziergang alleine bewirkt nichts. Manche finden darin ihre Zeit sich zu verbinden, andere latschen emotionslos nebeneinander her.
*********_love Frau
@Ossipa

Das kann man nicht genug betonen. Sehr schön.

Liebe wird spürbar in der Tat, nicht im Wort.
*******icht Mann
Im Raum geht es um Begegnung im Sein, nicht im Tun.

Zustimmung.

Liebe wird spürbar in der Tat, nicht im Wort.

Liebe wird für mich spürbar im Sein, nicht im Tun.
*********_love Frau
Liebe wird für mich spürbar im Sein, nicht im Tun.

Zustimmung für sein.

Tun brauche ich schon auch. Im Sinne von sich für etwas entscheiden. Alles, was nicht das leere Wort ist.

Umgang miteinander ist für mich schon auch Handlung.
*******icht Mann
Die meisten Entscheidungen hatte ich aus der Notwendigkeit oder Bedürfnissen getroffen. Seltenst aus Liebe.

Den Umgang miteinander beziehe ich mehr auf eine Fähigkeit als das Empfinden einer Liebe. Bei vorhandener Liebe im Sinne des Seins, entstehen oft Fähigkeiten. Das ja.

Ich bin ganz bei dir, wenn es nicht darum geht, die Liebe seinem Geliebten gegenüber durch Taten beweisen zu wollen oder zu müssen.
*********_love Frau
Ich bin ganz bei dir, wenn es nicht darum geht, die Liebe seinem Geliebten gegenüber durch Taten beweisen zu wollen oder zu müssen.

Mir geht es um den stimmigen Zustand des nicht beweisen müssens, indem der andere dennoch nicht am ausgestreckten Arm verhungert.

Das, was ich gesund nennen würde.

Es gibt destruktive Konstellationen, da zeichnet einer an der Oberfläche ein Idyll, der andere fühlt anders und wird da hin manipuliert, sich selbst als nicht stimmig zu empfinden, statt die Inszenierung zu hinterfragen.

In so einer Mindfuck-Situation hilft tatsächlich zu schauen, was steht denn hinter dem Wort.

Um es auf die Seinsempfindung herunter zu brechen braucht es schon gereifte, in sich ruhende, sich selbst genügende Liebende.
*******icht Mann
Mir geht es um den stimmigen Zustand des nicht beweisen müssens, indem der andere dennoch nicht am ausgestreckten Arm verhungert.

In dem Fall fehlt dem Verhungernden an Liebe und nicht dem Liebenden.

Meine Liebe ist nicht dafür da, um Nichtliebende zu nähren. Zumal ich einen Nichtliebenden auch nicht liebe.
********raum Paar
Themenersteller 
sonne_licht:
Meine Liebe ist nicht dafür da, um Nichtliebende zu nähren. Zumal ich einen Nichtliebenden auch nicht liebe.

Ich weiß nicht, eigentlich ist es doch so, dass liebgewonnene Dinge an Bedeutung gewinnen, egal aus welchem Grund sie "liebgewonnen" wurden.

Dies macht dann auch die Erinnerungen bedeutender und wichtiger.

An manchen Punkten geht es dann gar nicht darum, dass man dauernd diese Dinge wieder tut oder sie erlebt, sondern das es Anknüpfungspunkte gibt.

Da wird der "Italiener um die Ecke" zum Lieblingsitaliener, weil man dort das erste Mal mit der Partnerin *essen* war.

Da wird das Thema "Vorlesen" zu einem wichtigen Thema, weil es Zeiten gab, in denen Gedichte geschrieben wurden, kleine Geschichten etc..

Und *ja*, natürlich geht es ums tun. Doch damit es wirklich stimmig ist, muss man dazu Lust haben und es wollen.

Wenn ich *blume* mitbringe, dann mache ich das, weil ich es gerne mache und weil ich Ihr eine Freude damit mache.

Für mich ist es wichtig, die Stimmung zu finden, vielleicht sogar sie zu zelibrieren, weil man auf die Art und Weise sich ganz einfach an all die Dinge erinnert.

Für mich ist das so wie eine Schatztruhe, in die man besondere Dinge packt und sie immer wieder rausholen kann, sich daran erinnert, sich daran *freu*.
********l_81 Mann
Es gibt genug sich liebende Menschen die ein Zeit und Raumfenster dafür finden. Das kann ein gemeinsamer Platz an der Sonne sein oder aber auch für den Rest seines Lebens mit seiner Herzdame am selben Ort leben wo keiner etwas von einander weiß. So geschehen in einem kleinen Ort in Nordhessen....*zwinker**herz2*

Und wie schafft ihr euch Raum für die Liebe?
****i84 Frau
Wir sind nun schon 9 Jahre ein Paar und haben immer mal Zeit fuer uns, manchmal geplant oder auch spontan. Kids sind groesser und sammeln selbst erste Erfahrungen *freu2*

Es sind viele kleine Aufmerksamkeiten, die uns immer wieder zeigen das wir uns auch fuereinander interessieren. Selbst in Hektischen Zeiten findet man momente. Top 1 bei uns aktuell Freitagabend aneinander gekuschelt auf der Couch einschlafen *haumichwech*
********raum Paar
Themenersteller 
@pinki84
Selbst in Hektischen Zeiten findet man momente. Top 1 bei uns aktuell Freitagabend aneinander gekuschelt auf der Couch einschlafen
.

Ja diese Momente sind Besonders und doch wichtig. Gemeinsam einschlafen, aneinander gekuschelt.

Der Partnerin nachdem man selbst aufgewacht ist, zuschauen wenn sie noch schläft und sie küssen wenn sie aufwacht.

Und doch braucht es auch die anderen Momente, gemeinsam Essen im Kerzenschein, im Sommer am Strand den Mond anhimmeln, angekuschelt ...
****ei Mann
Wenn man nicht sehr aufpaßt....
In unserer Gesellschaft muss man schon aktiv darauf achten, sich die Zeit für ein entspanntes Zusammensein zu nehmen.

Das perverse daran: Sobald man diese Zeit zu knapp in seinen fast vollen Terminkalender einträgt, wird es eben auch zu einem "Termin" unter vielen!

Also benötigt man eigentlich ganz schlicht viel Frei(!)zeit, um dann innerhalb dieser Freizeit diese wertvolle gemeinsame Zeit zu finden...

Aber wer gönnt sich schon Freizeit? Es sind doch alle mit ihrem Job beschäftigt, weil sie Schulden haben. Oder mit Fernsehen. Oder mit ihrer Chatsucht über Handy oder sonstwie...
Unsere "Freizeitindustrie" findet genügend Wege, um uns zu beschäftigen *g*
********s_63 Frau
JOY-Angels 
Raum für die Liebe: Wie schafft ihr in euch?
Nun, auf jeden Fall NICHT...in dem ich mich von der „Freizeitindustrie“ abhängig mache oder mich als auschliessliche Arbeitsmaschiene selbst missbrauche...jeder erwachsene und reife Mensch setzt seine eigenen Prioritäten...er ist seines Glückes Schmied..

Wem „Liebe“ zu sich und zu einem geliebten Menschen WICHTIG ist..der findet Raum und intensive Zeit für Zweisamkeit...ganz einfach in dem er sie sich nimmt.. *top*
********raum Paar
Themenersteller 
https://www.joyclub.de/profile/4191256.amolei.html
Das perverse daran: Sobald man diese Zeit zu knapp in seinen fast vollen Terminkalender einträgt, wird es eben auch zu einem "Termin" unter vielen!

Also benötigt man eigentlich ganz schlicht viel Frei(!)zeit, um dann innerhalb dieser Freizeit diese wertvolle gemeinsame Zeit zu finden...

Das Thema sich Zeit nehmen, bzw. sich Zeit nehmen können, wird immer wichtiger. Viele von uns brauchen schon einiges an Zeit auf dem Weg zur Arbeit und zurück, andere sind länger als die "Mindest" Arbeitszeit am Arbeiten und dann noch die vielen "sonstigen" Dinge, die unsere Zeit in Anspruch nehmen.

Da genug Zeit füreinander zu finden, bzw. die Zeit die man hat richtig gut zu nutzen erscheint mir nicht immer leicht.

https://www.joyclub.de/profile/1876489.supermaus_63.html
Wem „Liebe“ zu sich und zu einem geliebten Menschen WICHTIG ist..der findet Raum und intensive Zeit für Zweisamkeit...ganz einfach in dem er sie sich nimmt.. *top*

Das hört sich so leicht an, Mann nimmt sich die Zeit, bzw. Frau.

Nur bleiben dann manchmal einige andere Dinge auf der Strecke.

Oft sind es aber die besonderen Momente, der Blick in die Augen der einen die Zeit vergessen läßt, der einen an die Anfänge zurück erinnert, an die vielen besonderen Momente und das *herz* richtig warm werden läßt.
*******icht Mann
Das hört sich so leicht an, Mann nimmt sich die Zeit, bzw. Frau.

Nur bleiben dann manchmal einige andere Dinge auf der Strecke.

Es bleiben immer die Dinge auf der Strecke, die einem nicht so wichtig sind.

Da hat jeder seine eigene Prioritäten.
*********_love Frau
Wer im Alltag nicht in der Lage ist, in Kontakt zu bleiben, dem hilft auch kein besonderer Moment.

Wie soll das funktionieren? Sonntag 14.00-16.00 Uhr soll ich mich romantisch und geil fühlen?

Das ist doch Blödsinn.

Wenn Sonntag 14.00-16.00 der erlösende Moment ist, dass endlich Zeit ist Auszuleben, was sich im alltäglichen Kontakt aufgebaut hat, ja das geht.

Die ganze Woche in der Distanz sein und dann auf Kommando Nähe erzeugen müssen finde ich nicht romantisch sondern stressig.

Lieber weniger Teelichtherzen basteln, dafür rund um den Tag mal einen Blick aufeinander riskieren, ein offenes Ohr und ein freundliches Wort füreinander haben.
*********_love Frau
Bin ganz bei @supermaus_63 und @sonne_licht. Das was untergeht, ist nicht wichtig.

Diese Erkenntnis ist nicht immer schön aber nun einmal Fakt.

Natürlich keine Option in Beziehungen, in denen die Langstrecke wichtiger ist als die Menschen...

In Beziehungen, in denen das umgekehrt ist, regulieren sich solche Themen natürlich.
********raum Paar
Themenersteller 
https://www.joyclub.de/profile/4152283.greeneyes_love.html

Wer im Alltag nicht in der Lage ist, in Kontakt zu bleiben, dem hilft auch kein besonderer Moment.

Wie schaffst Du es, im Alltag in Kontakt zu bleiben?

Eine Zeit lang, war es für mich der Moment, wenn ich Morgens früher wach war, die Kaffeemaschine einzuschalten, damit sie, sobald sie wach wurde erst einmal ihren *kaffee* trinken konnte.

Das war für mich so ein Moment. Das hat mit mich geil zu fühlen nur bedingt was zu tun, vielleicht ein klein wenig mit mich romantisch zu fühlen und Ihr einen kleinen Gefallen zu tun.

Und *nein* ich empfinde das nicht als Blödsinn.
*********_love Frau
@MedusasTraum

Ich wähle mal ein anderes Beispiel.

Schwierige Mutter-Tochter Beziehung. Kollegin empfahl einen Mutter-Tochter Tag im Monat. Hat nicht geholfen. Ach ...

Soll das Kind sich jetzt alle Themen, die es umtreibt auf ne Agenda schreiben, um sie beim Mutter-Tochter-„Meeting“ durchzukauen? Am Ende noch nett zum „öffne Dich mal“ aufgefordert?

An allen anderen Tagen aber kommt das Kind aus der Schule und es interessiert null, was es erlebt und auf dem Herzen hat? Es stört gerade beim Putzen, beim Bügeln, beim Fingernägel machen, beim Telefonieren und ganz besonders beim „ich liebe meine Tochter“ auf Facebook posten.

Selbst berufstätige Eltern schaffen es, sich mindestens einmal am Tag in Ruhe zu einem gemeinsamen Essen an einen Tisch zu setzen, wo man sich in lockerer Atmosphäre begegnen und austauschen kann.

Solche kleinen Rituale sind so viel wichtiger als über Tage und Wochen aneinander vorbei zu laufen und dann zu glauben, ein „Event“ könnte es heraus reißen.

Es braucht kein Event. Es braucht Interesse.

Meine Eltern haben ein Unternehmen geführt. Die hatten richtig lange Tage. Es gab ohne Ausnahme das gemeinsame Abendbrot mit der Familie und ohne Ausnahme bis heute trinken die beiden vor dem Zubettgehen miteinander ein Glas Wein oder Bier, resümieren den Tag. Jeden Tag, bis heute, gibt es ein gemeinsames Frühstück, um den kommenden gemeinsam zu starten.

Das kann was.

In Kontakt sein ist Interesse haben.

Ich arbeite selbst viel und in meinen Partnerschaften hat das nie die Lust auf Sex beeinflusst.

Dann war der „unter der Woche Sex“ vielleicht kein denkwürdiges Ereignis, aber deshalb nicht weniger schön oder innig.

Das Leben ist nicht Superlativ oder nichts, sondern der Bereich dazwischen.
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