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Aus Krankheit nicht spielen können: Wie geht ihr damit um?

********iebe Paar
stille75:
??
Was sind "Auto-erotische spiele"??
*nachdenk*

Sexspiele in/um/im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen?

scnr
********iebe Paar
Mal im Ernst: ich sehe durchaus Parallelen zu dem Thema, wie man BDSM wieder einführen/verstärken kann, wenn es in der Beziehung eingeschlafen ist. Was der Grund dafür ist - ob Krankheit oder andere - sei mal außen vor gelassen.

Und ja, es gibt schon einiges, das du tun kannst. Braucht halt etwas Engagement von deiner Seite, lieber TE. Umso mehr, als du die nicht vorhandene Energie deiner Partnerin kompensieren musst.
Da schreibt zum Beispiel eine sub, dass sie von sich aus aktiv gewisse Rituale (wieder) aufgenommen hat. Ohne dass ihr Herr etwas dazu tun musste. Sie schaute einfach nur, ob es ihm gefiel, was sie machte. Dem war so, also war Hoffnung vorhanden.
Das Wichtigste war aber: sie tat es, ohne von ihm etwas zu erwarten! (Wenn ich ihr Posting richtig verstanden habe.) Einfach nur: ich mache das - gefällt es ihm? Wenn ja, mache ich es weiter und baue drauf auf. Wenn nein, probiere ich was anderes.

Ich fürchte, wovon du dich verabschieden musst, ist der Gedanke, dass du bespielt wirst. Erst mal. Von ihr jedenfalls.
Aber du kannst eine Rolle als aktiv Dienender einnehmen. Nicht aufdringlich, das wäre kontraproduktiv, und vor allem, stell deine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund! Das ist verdammt schwer, klar. Denn eigentlich geht es dir ja um dich. Aber einen anderen Weg, wie du zu dem kommst, was du dir wünschst, sehe ich nicht.
Salopp ausgedrückt: du wirst sehr viel Füße massieren müssen. Ob du drauf stehst oder nicht, darauf kommt es nicht an. Sieh es als Investition, als Startkapital. Wenn du ihr eh gern dienst, dann ist jetzt der Zeitpunkt dafür gekommen. Nur, jetzt kommt gleichzeitig das Schwerste: du darfst dir dafür keine Belohnung erwarten. Diene um des Dienens willen. Und behalte deine Wünsche bei dir, das ist jetzt einfach so. Auch wenn es Scheiße ist. Geht nicht anders.

Mein Chef war letztes Jahr wegen Burnout 6 Monate im Krankenstand. Er fehlte uns bitter. Aber es war einfach so, und dieses halbe Jahr war die Voraussetzung, dass er überhaupt wieder zurück kam und arbeiten konnte.
Du bist in derselben Lage. Deine Dom ist im Krankenstand, also nicht vorhanden. Das einzige, was du tun kannst, ist ihre “Arbeit“ mitmachen. Und sie gleichzeitig nicht unter Druck setzen, nichts von ihr verlangen. Wenn du willst, dass sie je wieder zurück kommt.

Er von Drachenliebe schrieb
*******mlos Frau
Depression ist etwas nicht mehr bewegen können, obwohl der Wille dazu besteht ...und dieser Widerspruch fesselt den Kranken bis hin zur Unkenntlichkeit , es tut ihm selbst weh, er erleidet seelischen Schmerz ob seines Unvermögens zu agieren...und zieht sich weiter zurück.

Wie damit umgehen...ich konnte nicht damit umgehen, sie ist als therapieresitent entlassen worden und hat ihr Leben beendet .. Druck aufbauen ist kontraproduktiv
*********t6874 Paar
Ich fürchte, wovon du dich verabschieden musst, ist der Gedanke, dass du bespielt wirst.

Richtig. Das sollte ein devoter Partner grundsätzlich überdenken. Ich bin gesund und fit und erwarte von sub, dass er nicht nur konsumieren will, sondern es mir angenehm zu machen hat. Sonst gibt es automatisch Spielunlust bei mir, wenn ich die ganze Arbeit habe und er nur nimmt und nimmt und sich einen redet, die Chose wäre ausgewogen. Das ist ein weit verbreitetes Phänomen.


Ich würde deiner Femdom, lieber TE, die Femdom Gruppen hier ans Herz legen. Wir Damen stellen auch solche Themen zur Diskussion und erarbeiten gemeinsam Lösungen, wie SM wieder Freude und nicht nur Verpflichtung und Arbeit macht. Es irritiert nämlich auf Dauer und macht die eigene Neigung kaputt, wenn von sub keine Dienstbaren zurück kommt, sondern nur genommen wird.

Dienstbarkeit im Alltag ist einfach ganz wunderbar. Haushaltsarbeiten als Ausgleich zu leisten, damit sie Freiräume bekommt, sich ein Spiel zu überlegen. Für sie zu kochen. Eine Massage ohne Erwartung an Sex und Spiel.

Burnout ist die Folge von Überlastung und zu meinen, es läge an einem Perfektionsbedärfnis, greift nicht weit genug. Meist ist auch privat eine Schieflage zu finden, mehrfache tatsächliche Belastung. Während der Phase des Zusammenbruchs entlastet der Partner meist noch, trotzdem bleibt zb der Haushalt sofort wieder ihr Job, sobald es ihr nur ein kleines bisschen besser geht. Das verlängert den Gesundungsprozess, denn Burnout ist nicht nach wenigen Monaten Geschichte, sondern die Erholung bedarf vieler Jahre mit immer wieder auftretenden Rückschlägen. Da sind viele gewachsene Strukturen, die verändert gehören.

Jeder gesunde Mann kann mindestens dieselben Leistungen erbringen wie eine Frau und auch Job, Kinder und Haushalt alleine übernehmen. Es ist kein Opfer nicht bespielt zu werden, es wäre ein Opfer, wenn Du ihr das für die nächsten Jahre so weit wie möglich und in gleicher Qualität, wie sie es leistete, abnimmst. Um dann sukzessiv eine faire Verteilung der Aufgaben anzustreben. Dazu gehört ganz wesentlich die Planung und Orga.. man glaubt es kaum, wie anstrengend es ist, immer alles im Kopf haben zu müssen, den Partner mit zu verwalten, zu erinnern, anzuweisen, was und wo er im Alltag was tun soll. Von diesen Belastungen befreie sie.

Man merkt das als Frau oft erst, wenn man glaubt, 50% der Unterstützung kommt vom Partner, und dann sagt: "Schatz, wir tauschen ab sofort die 50%." Da merkt der Partner plötzlich, worum er sich über Jahre nie gekümmert hat. Wahrscheinlich gibt es die ersten Wochen seinerseits Verzweiflung, weil er nicht gewohnt war, alles selbst im Kopf zu haben, aber nachdem mein Mann und ich das durchgezogen hatten, ist sein Respekt vor der ganzen Alltagsbelastung enorm gewachsen. Und ich hatte endlich mal etwas freie Zeit und Energie für mich. Seitdem ist sein Leben natürlich arbeitsintensiver geworden. *zwinker*

Schreibt Sie
********iebe Paar
BlueVelvet6874:
Richtig. Das sollte ein devoter Partner grundsätzlich überdenken. Ich bin gesund und fit und erwarte von sub, dass er nicht nur konsumieren will, sondern es mir angenehm zu machen hat. Sonst gibt es automatisch Spielunlust bei mir, wenn ich die ganze Arbeit habe und er nur nimmt und nimmt und sich einen redet, die Chose wäre ausgewogen. Das ist ein weit verbreitetes Phänomen. ...

Das ist sowieso eine Grundsatzfrage, die wir hierforums schon oft diskutiert haben und ganz sicher auch noch werden:
Wie viel darf sub selber wünschen und erwarten? Sollte er (sie) nicht allein dadurch, dass er dienen darf, wunschlos glücklich sein?

Unter normalen Umständen meine ich das nicht. Ich sehe auch subs als Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen. Und mit einem Recht auf Befriedigung derselben. Klar sollen sie ihre jeweiligen Doms nicht ausschließlich als Wunscherfüller sehen, doch gilt dasselbe auch umgekehrt.

(Die 50% der Beziehungs-, Haushalts- und sonstigen Arbeiten, die es oft nicht sind, lasse ich jetzt mal komplett außen vor, das ist ein allgemeines Thema, führt sonst einfach zu weit.)

Aber hier haben wir einen speziellen Fall. Da ist es durch die Erkrankung der Dom gerechtfertigt, dass sub alleine dient, ohne etwas zurück zu bekommen. sub bleibt nur die Hoffnung, dass es wieder anders werden wird, ohne sich dessen sicher sein zu können.

Es mag nicht fair sein. Aber es ist das Leben pur, und das ist nun mal nicht fair. Sie von Triskele hat in einem ganz hervorragenden Beitrag auf der ersten Seite aus ihren eigenen Erfahrungen berichtet und meiner Meinung nach auch die Möglichkeiten erschöpfend aufgezählt. Ich erspare es mir, dasselbe zu wiederholen. Mir geht es nur darum zu betonen, dass in DIESEM Fall eine Asymmetrie in der Beziehung gerechtfertigt ist.
sub kann es nehmen (= tun) oder lassen. Ersteres bringt wenigstens die Chance mit sich, dass es wieder besser wird und auch von Dom etwas zurück kommen wird. Im letzteren Fall war es das wohl mit der BDSM-Beziehung. Wenn nicht überhaupt.

Er von Drachenliebe schrieb

Nachtrag: ich überlege schon sie ganze Zeit, woran mich das Thema erinnert, vor allem in der M/f-Konstellation, so wie bei Triskele. Bei Claudia Varrin kann man es lesen, in der “Kunst der weiblichen Unterwerfung“. Auch ihr Dom war schwer krank, und konnte sich nicht um sie kümmern, geschweige denn sie dominieren. Im Gegenteil, er brauchte jemanden, der sich um ihn kümmerte! Sie nahm diese Rolle an und diente ihm eben auf diese Weise und zog daraus ihre Erfüllung, auch wenn es so was von asexuell war. Als es ihm dann wieder besser ging, konnte er seine vorige Dominanz wieder aufnehmen. Lesenswert, auch für F/m!
*********t6874 Paar
Sollte er (sie) nicht allein dadurch, dass er dienen darf, wunschlos glücklich sein?

Von 100% Aufwand bei sub sprach ich nicht. Hier klingt es beim TE allerdings nach 100% Arbeit für sie, er konsumiert nur.

Dann fällt es natürlich extrem auf, wenn sie plötzlich gar nicht mehr kann. Bei einem devoten Mann, der wenigsten aus der eigenen Anstrengung und Dienstbarkeit Befriedigung zieht, der hat dazu einfach eine andere Einstellung. Der mag sicherlich auch die harte Session vermissen, meist ist es in ausgewogenen Beziehungen ganz von alleine so, dass sie sich um Alternativen für ihn bemüht, weil sie weiß, was er gerne und freiwillig für sie tut.

Wäre ich außer Gefecht und mein sub soll länger verzichten, ich würde mich darum kümmern, dass eine dominante Freundin ihn mal ein bisschen bespielt. Meist geht das quit pro quo unter den Damen. Oder er darf mal alleine auf Party und Spaß haben.

Aber das würde ich nicht für jemanden machen, der nur nimmt.

Schreibt Sie
********chaf Mann
JOY-Angels 
Ja, meine geliebte Frau gehört sicherlich zu den Perfektionisten auf diesem Planeten. Lieber etwas länger vorbereiten, damit es am Ende perfekt ist.

Ist hoch wahrscheinlich Teil ihres psychischen Problems. Die Ursache für ein Burn-Out ist häufig Perfektionismus. Dahinter stehend die Angst, sonst nicht zu genügen.

Darum kann ich auch nur empfehlen, nimm ihr da den Druck. Verstecke nicht deine Bedürfnisse, sag ihr ruhig, dass du weiterhin devot fühlst und devot bist, du es ihr gegenüber aber auch ohne "Action" bist, weil du sie als dominant nun einmal empfindest. Einfach, weil sie jene ist, die sie nun einmal ist. *g*

Depressionen sind ziemlich mies mit einem Menschen. Sie sorgen schnell dafür, dass sich der Mensch nichts, rein gar nichts, mehr zutraut. Das Selbstwertgefühl kann da sehr, sehr darunter leiden.
Weswegen es sich lohnt für dich, ihr genau dieses (zurück) zu geben. Ihr das Gefühl zu geben, dass du sie liebst auch jetzt noch, da bei ihr gar nichts geht. Dass deine Lust immer noch da ist, obwohl sie dich so oft zurück gestoßen hat. Und, vor allem: Dass es nicht viel braucht, um sie auch aktuell zu wecken. Dass es keiner Sessions bedarf, sondern es dir jetzt, da sie körperlich eh angeschlagen ist, sehr viel gibt, ihr zu dienen. Auf Augenhöhe (weil sie nicht gesund ist gerade) und ohne Augenhöhe (weil du sie so attraktiv findest und ihr deswegen deine Devotion gerne schenkst).

Es gibt keine Garantie, dass es funktioniert, für nichts davon.
Aber alles davon birgt Chancen, dass sie sich wieder angenommen fühlt.
Und geliebt.
Etwas, das gerade Depressive, nicht immer, aber doch oft genug, dringend brauchen können.
*g*
*******1969 Mann
Themenersteller 
Weiterhin:
...herzlichen Dank Euch allen!

Zur Frage "was sind auto-erotische Spiele?": wenn ich bisher restriktive Fesselungen toll finde, die mir mein/e (Fem)Dom verpasst und mir fehlt das, dann lege ich mir selbst Handfesseln an. Ich stehe auf Knebelungen? Dann stopfe ich mir den Kneble selbst in den Mund...auch ohne Partner.

Wie bereits erwähnt, ist dieser Ersatz aus meiner Sicht nicht mal eine Befriedigung, sondern eher eine Enttäuschung. Und sehr schnell wird einem noch drastischer bewußt, was man eigentlich vermisst.

...

Meine Frau und ich haben am Wochenende ausgiebig entspannt und auch miteinander über BDSM gesprochen. In ihrem Kopf ist dafür aktuell überhaupt kein Platz, wenngleich ihr mein Defizit bewusst ist. Da sie derzeit nicht aktiv spielen kann und will, hat sie vorgeschlagen, ich solle mir von einem sehr guten Freund (ergo: ein Mann) aus der Szene "den Hintern verhauen" lassen. In der Vergangenheit haben wir bereits mit anderen Paaren gespielt und ich wurde einige Male an andere Damen oder Herren "verliehen". Jedoch immer im Beisein meiner Frau und Herrin. Ich bin mir nicht schlüssig, ob ich das kann und will, denn eigentlich will ich mich meiner Frau unterwerfen...

Mir ist bewußt, wie sehr meine Frau mich liebt - vor allem, da ich weiß, daß sie mich nicht ohne weiteres mit jemandem teilen würde.

Noch ein Kommentar zum Thema "Konsum": Ich gebe Euch recht, es gibt zweifellos Subs/Sklaven, die ausschließlich konsumieren und sich bedienen lassen. Dazu zähle ich mich nicht. Bis vor drei oder vier Jahren habe ich nach Sessions "gemäkelt", die Fesseln seien nicht restriktiv genug gewesen, die Züchtigung hätte härter ausfallen können o.ä.. Das hat sich geändert: ich nehme, was ich bekomme, dankbar an. Wir führen keine 24/7-Beziehung, dennoch ist es für mich selbstverständlich, ihr nicht nur aus dem Mantel zu helfen, die Tür aufzuhalten oder ihr initiativ die Füße zu massieren. Wir führen tatsächlich eine Partnerschaft, in der auch ICH weiß, wie die Waschmaschine funktioniert...(ok, die Bügelwäsche bringe ich dann doch lieber zum Bügelservice - die können das besser und schneller).
********iebe Paar
Lieber DevotEr1969,

Autoerotik halte ich in diesem Zusammenhang für ziemlich sinnlos. Du zweifelst ja schon daran, dass es etwas bringt, dich von einem anderen Dom bespielen zu lassen - was soll es dann bringen, wenn du dich selber fesselst usw.? Lachst du, wenn du dich selber kitzelst?

Dann ihr Angebot. Sicherlich lieb gemeint. Aber trotzdem. Du sagst selber, eigentlich willst du sie und mit ihr spielen. Außerdem halte ich es für aufschlussreich, dass sie nicht vorgeschlagen hat, dich an eine andere Dame zu verleihen. Nein, ein Herr sollte es sein! Ist auch dir aufgefallen, nicht wahr. Für mich könnte das zwei Gründe haben: nur ja keine Konkurrenz für sie entstehen zu lassen (was gut für dich ist, weil es zeigt, dass sie dich immer noch für sich will), oder aber es so unattraktiv wie möglich für dich sein zu lassen (was schlecht für dich ist). Oder beides.
Jedenfalls auch nicht die Lösung.


Im Endeffekt landest du, ganz egal, welche Gründe sie hat, im selben Dilemma wie jede und jeder, dessen Partner/in sich verändert, und zwar weg von der ursprünglich gemeinsamen Neigung: Wie soll es weiter gehen? Vor allem, wenn nicht abzusehen ist, ob und wann die Situation sich wieder bessert.
Wie immer sehe ich da nur diese 3 Möglichkeiten:
1. Du findest dich damit ab und verzichtest;
2. Du holst es dir außerhalb (mit oder ohne ihr Wissen und Wollen);
3. Du trennst dich und suchst neu.

Er von Drachenliebe schrieb
*******1969 Mann
Themenersteller 
Nachtrag...
ALSO...… vielen Dank auch für diesen Beitrag, den ich gerne etwas kommentiere:

Autoerotik halte ich in diesem Zusammenhang für ziemlich sinnlos"
…. das sehe ich ganz genau so. Ich habe an dieser Stelle lediglich die Frage beantwortet, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Ich bin also ganz bei Dir! *gg*

Außerdem halte ich es für aufschlussreich, dass sie nicht vorgeschlagen hat, dich an eine andere Dame zu verleihen. …
Das muss ich etwas relativieren: in der Tat hat sie zunächst 2 Freundinnen und dann einen gemeinsamen, engen Freund vorgeschlagen. Und alle drei haben mich bereits dominiert und ich mache Hingabe nicht zwangläufig vom Geschlecht abhängig. So habe auch ich schon mit anderen Männern gespielt. … Aber Du hast Recht: eigentlich will ich sie. Und sie hat mir außerdem so etwas wie eine "Session Light" vorgeschlagen: wenn es die Situation & Stimmung erlauben, will sie mich fixieren, züchtigen und auffangen. So etwas wie das von M. Grimme beschriebene "Emergency Game"... Ob das eine Option ist, werden wir in Kürze wissen

Ich habe das Glück, eine Frau zu haben, die überhaupt nicht eifersüchtig ist. Die mich aber dennoch ungern teilt - so wäre z.B. eine polyamore Beziehung für sie undenkbar.

1. Du findest dich damit ab und verzichtest;
2. Du holst es dir außerhalb (mit oder ohne ihr Wissen und Wollen);
3. Du trennst dich und suchst neu.


zu 1. das tue ich bereits.
zu 2. das ist noch auszuloten - in keinem Fall würde es ohne ihr Wissen sein
zu 3. das ist aktuell ÜBERHAUPT KEINE Option: derzeit braucht sie meine Unterstützung und ich komme mir sowieso schon mies vor, weil es mir so schwer fällt, meine Bedürfnisse zurückzustellen. Was nach der Therapie ist, kann ich momentan nicht abschätzen. Mir ist jedoch bewußt, daß unerfüllte Sehnsüchte eine Liebe und/oder eine Partnerschaft auffressen können. Hier hilft nur: reden und eine Lösung finden. Egal, wie immer sie auch aussieht.
********iebe Paar
DevotEr1969:
Außerdem halte ich es für aufschlussreich, dass sie nicht vorgeschlagen hat, dich an eine andere Dame zu verleihen. …
Das muss ich etwas relativieren: in der Tat hat sie zunächst 2 Freundinnen und dann einen gemeinsamen, engen Freund vorgeschlagen. Und alle drei haben mich bereits dominiert und ich mache Hingabe nicht zwangläufig vom Geschlecht abhängig. So habe auch ich schon mit anderen Männern gespielt. … Aber Du hast Recht: eigentlich will ich sie.

Genau. Das ist das Ur-Dilemma. Warum du mit dieser Lösung auch nicht wirklich glücklich werden wirst.
Aber gut, mein Einwand ist damit etwas entkräftet, ich ziehe ihn zurück.

Und sie hat mir außerdem so etwas wie eine "Session Light" vorgeschlagen: wenn es die Situation & Stimmung erlauben, will sie mich fixieren, züchtigen und auffangen. So etwas wie das von M. Grimme beschriebene "Emergency Game"... Ob das eine Option ist, werden wir in Kürze wissen

Einen Versuch wäre es wert, wobei ich dieses Spiel von Grimme im Detail nicht kenne. Aber wenn es ihr Vorschlag ist, warum nicht? Ein Spiel light ist besser als gar keines ...

Ich habe das Glück, eine Frau zu haben, die überhaupt nicht eifersüchtig ist. Die mich aber dennoch ungern teilt - so wäre z.B. eine polyamore Beziehung für sie undenkbar.

Nun ja, aber offenbar hat sie es ja schon. Dich geteilt.
Vielleicht wäre auch eine Option, dass ihr wieder mit euren Freunden gemeinsam spielt, die dich bereits früher dominiert haben, aber auch sie. Nur ist ihr Anteil halt relativ gering, so dass sie auf keinen Fall überfordert ist.

1. Du findest dich damit ab und verzichtest;
2. Du holst es dir außerhalb (mit oder ohne ihr Wissen und Wollen);
3. Du trennst dich und suchst neu.


zu 1. das tue ich bereits.
zu 2. das ist noch auszuloten - in keinem Fall würde es ohne ihr Wissen sein
zu 3. das ist aktuell ÜBERHAUPT KEINE Option: derzeit braucht sie meine Unterstützung und ich komme mir sowieso schon mies vor, weil es mir so schwer fällt, meine Bedürfnisse zurückzustellen. Was nach der Therapie ist, kann ich momentan nicht abschätzen. Mir ist jedoch bewußt, daß unerfüllte Sehnsüchte eine Liebe und/oder eine Partnerschaft auffressen können. Hier hilft nur: reden und eine Lösung finden. Egal, wie immer sie auch aussieht.

Ich weiß, ich habe es auch nur der Vollzähligkeit halber aufgezählt. Letztlich arbeitet ihr ja gerade an 2., da 1. für dich zu wenig ist, und 3. nicht in Frage kommt. Sehr schön. Das scheint mir auch das Praktikabelste und Partnerschaftlichste zu sein. Lass uns wissen, was dabei herausgekommen ist!

Er von Drachenliebe schrieb

PS. Wie sieht es eigentlich mit dem Vorschlag aus, dass du ihr einseitig dienst? Also nichts von ihr erwartest, aber du führst bestimmte Tätigkeiten und Rituale aus, die eure BDSM-Beziehung am Leben erhalten?
*******1969 Mann
Themenersteller 
EMERGENCY GAME oder "Session Light"
Wie bereits mitgeteilt, ist es meiner Frau/Herrin nicht entgangen, daß mir etwas fehlt. So entstand die Idee, eine "Session Light" bzw. ein (von Matthias Grimme in seinem SM-Kochbuch so genanntes) "Emergency Game" umzusetzen. Sämtliche für uns sonst üblichen Rituale, die bei einer "normalen" (das sieht bei jedem ja anders aus...) Session das Machtgefälle erzeugen, fielen weg. Keine Kerzen, kein entsprechendes Outfit, keine "Überraschung" bzgl. der Spielinhalte. ... Meine Frau und ich besprachen ein paar Stunden zuvor den Ablauf und vor allem meine Erwartungen - wichtig war es, ihr möglichst viele Entscheidungen und Vorbereitungen abzunehmen.

Gestern Abend war es dann soweit: ich stellte den Strafbock im Schlafzimmer auf, entkleidete mich und legte Hand- und Fußfesseln an. Zuvor hatte ich außerdem Seile und Schlagwerkzeuge bereitgelegt. Bevor ich mir eine Augenbinde anlegte, standen meine Frau und ich uns gegenüber, küssten und streichelten uns. Anschließend erhielt ich noch einen Knebel, wurde dann zum Bock geführt, gestreichelt und dann fixiert. Dann folgte die Züchtigung mittels Paddle, Reitpeitsche und Rohrstock.

Anschließend entfernte sie sämtliche Restriktivitäten, wir kuschelten auf dem Bett liegend miteinander und hatten abschließend (auch für meine Frau sehr erregenden!) Sex.

Mein persönliches FAZIT: 1. für meine Frau war es machbar, weil ihr viele Dinge abgenommen wurden und weil sie mich wirklich sehr liebt. 2. ich stehe (UNTER ANDEREM) auf restriktive Fesselungen und Schmerz; ich liebe es, ausgeliefert zu sein - und das habe ich tatsächlich auch bekommen! 3. die Dauer ist NATÜRLICH kürzer als eine normale Session. 4. Nein, es ist nicht mit einer "normalen" Session vergleichbar, weil einfach viele Elemente fehlen. Der Rausch war nicht so tief wie sonst und dementsprechend schnell konnte ich aus dem Subspace auch wieder auftauchen. Doch in Summe hat es mir etwas gegeben, meine Sehnsucht gestillt und ... es war schön! Wir werden es in jedem Fall wieder tun! *gg*
******Cut Frau
Wie geht "man" mit einer Krankheit in Zeiten um, in denen man nicht spielen kann ist eine schwierige Frage, da jeder Mensch anders gepolt ist und somit zwei Menschen mit der gleichen Erkrankung noch nicht mal ähnlich ticken müssen.

Ich bin jemand, der sich gern zurück zieht, wenn es mir sehr schlecht geht. Ich will dann eine Zeit lang weder darüber sprechen noch an meine Erkrankung erinnert werden. Ich muss mich anfangs erstmal sortieren und das geht im Regelfall am besten ohne Anforderungen von außen und allein mit mir selbst. Auch noch so lieb gemeinte Ratschläge erreichen mich dann nicht, sondern sorgen eher dafür das ich Kontakte abbreche, um mich nicht auch noch schuldig wegen meinem Unwillen zu fühlen.
Auch der Gedanke an BDSM war bei mir in dieser Phase außen vor. Ich existierte zwar weiter im Alltag, nahm auch das Leben um mich herum wahr bzw. erfüllte das, was erfüllt werden musste, empfand mich aber wie im luftleeren Raum. Vieles erschien mir auch auf einmal so unsinnig und oberflächlich, weil ich einen existenzielleren Kampf führen musste und dazu braucht man in solchen Zeiten alle gebündelte Kraft.Sich daraus zu befreien, kann je nach Erkrankung auch sehr lange dauern, was viel Geduld und Liebe vom Gegenüber erfordert. Manche Beziehungen zerbrechen auch daran.

Wenn man eine ernsthafte psychische oder physische, evtl. lebensbedrohliche Erkrankung hat, geht das Leben, das man davor kannte, manchmal einen ganz neuen Gang. Der Gedanke "davor," vielleicht nicht ohne BDSM leben zu können, es zu brauchen um gänzlich glücklich zu sein, verliert eine Zeit lang an Bedeutung, kehrte bei mir aber zurück als ich mit meinem Thema im (halbwegs) Reinen war. Nur musste ich halt erst meine Trauer und meine schlimmsten Ängst allein erkunden, mir klar darüber werden, wie mein Leben nun aussehen sollte. Ich musste sozusagen wieder meinen eigenen neuen Lebensrhytmus finden.

Auch jetzt bin ich nicht gesund, werde es wohl auch nicht mehr, aber dennoch habe ich meine Lebenslust und meine Leidenschaft für meine Neigung wieder entdeckt. Die Krankheit ist wieder in den Hintergrund geraten, hat den größten Schrecken verloren. Zumindest für den Moment. Ob das nun so bleibt, weiß ich nicht. Aber ich lasse mich vom Gedanken daran momentan nicht mehr so vereinnahmen. Genieße sogar mehr als früher die Schläge meines Mistkerls, bin also masochistischer geworden. Davor war mein Kick eher seine Lust, wenn er Rohrstock, Gerte oder Peitsche zur Hand nahm. Ich mochte es, weil ich sah, wie es ihn erregte. Heute macht es auch mich auf eine ganz spezielle Art "geil". Nicht so, das ich unbedingt einen körperlichen Orgasmus brauche, eher so das es nun meinen Kopf und meinen Körper auf unerklärliche Weise befriedigt.

Ich wünsche euch beiden jedenfalls, das ihr wieder aus diesem Loch herausfindet. Es geht wirklich, selbst wenn es in manchen Zeiten unmöglich erscheinen mag.

Cut
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