Was versteht ihr unter "richtige SMler/BDSMler"?

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12. Jul

An Grossefrau
Ja das Buch ist eine schon historische Ausgabe von 1954 aus meinem Antiquitäten-Fundus. *mrgreen*
 
 
12. Jul

BlueVelvet6874:
So, inzwischen sind also 80% aller Vanillas richtige BDSMler, weil er ihr mal einen auf den Hintern klatscht (dann ist er Sadist), mit Seidentüchlein ans Bett knotet (was ihn zum Rigger macht) und sie hart fickt (somit ist er auch dominant)... *rotfl*
Grossefrau:
Und nicht die Swingerlein vergessen, die im Club beim Spanking etc.
zuschauen und schlaue Halbweisheiten von sich geben *grins*

Würden diese Menschen ihren Sex im BDSM-Kontext verorten oder sich selbst als BDSM´ler bezeichnen? Nennt mich naiv, aber ich glaube das nicht. Ich habe selbst bei sehr engen Bekannten (offen bekennende Swinger) Unverständnis und Ablehnung hinsichtlich meiner Neigungen erfahren. BDSM umweht immer noch der Hauch des Verruchten, des Bösen, des Dunklen. Die meisten dieser Menschen wollen es zwar anschauen (gaffen) und glauben nach einschlägiger *ironie* Lektüre, mitreden zu können, wollen aber bitte nicht damit in Verbindung gebracht werden.

Für mich macht einen "echten" oder "wahren" BDSM´ler aus, dass er/sie zu seinen/ihren Neigungen steht (öffentlich, halb-öffentlich, hier oder in anderen Foren) und seine Neigungen auch lebt und in dieser Gefühlswelt zu Hause ist. Egal in welcher Richtung (D/s, SM oder Bondage), egal wie zeitintensiv oder tief (Session, EPE, TPE, etc.), wenn diese Gefühlswelt 24/7 in diesem Menschen vorhanden ist, latent oder auch ausgelebt, dann ist es BDSM.
 
 
12. Jul

Hääähhh?
Grossefrau
12. Jul

Eine reine D/S Beziehung ist ohne Schmerz wohl kein BDSM? Grins

Smart 2000 bezieht diese Form des BDSM erst gar nicht erst mit ein

Sorry, dass habe ich nicht verstanden? Erklärst Du - nach Lesen meiner Posts ("BDSM-Elemente Schmerz, Macht und Bondage-DSM") - den Satz bitte nochmal?

Danke

SM-Art *g*
 
 
12. Jul

Nö...
Geh jetzt schlafen.
Gute Nacht *kuschel*
 
 
12. Jul

SMArt2000:
Hääähhh?
Grossefrau
12. Jul

Eine reine D/S Beziehung ist ohne Schmerz wohl kein BDSM? Grins

Smart 2000 bezieht diese Form des BDSM erst gar nicht erst mit ein

Sorry, dass habe ich nicht verstanden? Erklärst Du - nach Lesen meiner Posts ("BDSM-Elemente Schmerz, Macht und Bondage-DSM") - den Satz bitte nochmal?

Danke

SM-Art *g*

Spreu und Weizen....
 
 
12. Jul

Wer definiert BDSM - Jeder selbst oder ein Konzil?
12. Jul
BlueVelvet6874:
So, inzwischen sind also 80% aller Vanillas richtige BDSMler, weil er ihr mal einen auf den Hintern klatscht (dann ist er Sadist), mit Seidentüchlein ans Bett knotet (was ihn zum Rigger macht) und sie hart fickt (somit ist er auch dominant)... *rotfl*
Grossefrau:
Und nicht die Swingerlein vergessen, die im Club beim Spanking etc.
zuschauen und schlaue Halbweisheiten von sich geben *grins*

Würden diese Menschen ihren Sex im BDSM-Kontext verorten oder sich selbst als BDSM´ler bezeichnen? Nennt mich naiv, aber ich glaube das nicht. Ich habe selbst bei sehr engen Bekannten (offen bekennende Swinger) Unverständnis und Ablehnung hinsichtlich meiner Neigungen erfahren. BDSM umweht immer noch der Hauch des Verruchten, des Bösen, des Dunklen. Die meisten dieser Menschen wollen es zwar anschauen (gaffen) und glauben nach einschlägiger *ironie* Lektüre, mitreden zu können, wollen aber bitte nicht damit in Verbindung gebracht werden.

Für mich macht einen "echten" oder "wahren" BDSM´ler aus, dass er/sie zu seinen/ihren Neigungen steht (öffentlich, halb-öffentlich, hier oder in anderen Foren) und seine Neigungen auch lebt und in dieser Gefühlswelt zu Hause ist. Egal in welcher Richtung (D/s, SM oder Bondage), egal wie zeitintensiv oder tief (Session, EPE, TPE, etc.), wenn diese Gefühlswelt 24/7 in diesem Menschen vorhanden ist, latent oder auch ausgelebt, dann ist es BDSM.

Es ist völlig ok, das für Dich das von Dir Beschriebene FÜR DICH wahres BDSM ist.
Dennoch bleibt es dabei, das die beschriebenen - und offenbar bei niemanden hier bestrittenen Elemente Schmerz, Macht und Bondage (als Teil der Begriffsbildung BDSM schwerlich weg zu diskutieren) - Kern des Konstruktes BDSM bilden.
Der "Härtegrad" dient immer gerne zur Unterscheidung sog. "wahrer, bekennder Jünger" und der vermeintlichen Trittbrettfahrer.
Soweit sich Menschen mit eher softer Praxis nicht dazugehörig fühlen wollen, irritiert mich immer wieder deren dann dennoch stattfindende verbale Ausgrenzung. Einer solchen bedarf es dann doch eigentlich gar nicht, da sie sich erst gar nicht so sehen, oder?!

Umso interessanter die Frage,.warum Menschen, welche sich selbst von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen, zur verbalen Ausgrenzung ähnlich Praktizierender neigen.
Verena Kasts Buch-Klassiker "Abschied von der Opferrolle" könnte hier Aufschluss geben .... muss es aber nicht. s

Links nur für Mitglieder

Abschliessend noch eine Frage zum Aspekt "Selbstbild" (vgl. oben) :
ist jemand, der 5 Bier und 6-8 Jägermeister jeden Tag trinkt, KEIN Alkoholiker, weil er sich nicht als solcher sieht? Doch wohl kaum, oder?!
(Vergleiche hinken oft ... der auch?)

SM-Art *g*
 
 
12. Jul

Letztlich ist es doch so, "Anders, ist nicht falsch!".

Lieber Gruß

R*
 
 
13. Jul

und der vermeintlichen Trittbrettfahrer.

Drüben bei den Swingern läuft gerade ein identisches Thema. Dort besteht das gleiche Problem wie unter SMlern. Es kommen immer mehr Leute dazu, die nur gaffen und unter sich bleiben wollen, aber die Athmosphäre "genießen".

Des einen Freud ist des anderen Leid.

Auch Swinger reagieren darauf und bleiben weg, wo nur Gaffer sind, die nicht dazugehören. Nicht dazugehören, weil sie nicht mitmachen, nur Tanzen wollen, die Gepflogenheiten ignorieren... damit macht man eine Szene halt auch kaputt. Das wiederum ist ursächlich ein Problem der Veranstalter, die mehr Geld wittern und jeden reinlassen und Fehlverhalten nicht mit sofortigen Hausverbot belegen.

Dann muss auch nicht geweint werden, gibt's nix zu schauen. Und erst Recht nicht, weil man nicht dazugehört, weil man nicht dazugehört.

SMler sind nicht dafür da, sich angrabschen und dumme Fragen gefallen lassen zu müssen. *zwinker*

Schreibt Sie
 
 
13. Jul

Wohl wahr
BlueVelvet6874:
und der vermeintlichen Trittbrettfahrer.

Drüben bei den Swingern läuft gerade ein identisches Thema. Dort besteht das gleiche Problem wie unter SMlern. Es kommen immer mehr Leute dazu, die nur gaffen und unter sich bleiben wollen, aber die Athmosphäre "genießen".

...

SMler sind nicht dafür da, sich angrabschen und dumme Fragen gefallen lassen zu müssen. *zwinker*

Schreibt Sie

... und Swinger sind auch nicht dafür da, sich ungefragt angrabschen zu lassen und unbeteiligten Zaungästen einen Live-Porno zu bieten.

Im Sinne der Fragestellung hier, unterscheiden wir aber auch bei dieser Betrachtungsweise in beiden Fällen nicht zwischen 'richtigen ...' und 'falschen ...', sondern die Angrabscher, Dazwischenquatscher und Nur-Zuschauer sind in unseren Augen einfach 'keine ...'.

LG, Fix & Foxy
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
13. Jul

Ich sehe ehrlich gesagt kein Problem damit, nur zusehen zu wollen. Ich würde nicht überall mitmachen wollen, wenn die Situation nicht passt und ich mit keinem der Anwesenden richtig gut warm werde. Dann sehe ich eben nur zu.

Und ich bin auch sehr sicher, sollte ich mal einen Swingerclub besuchen, würde ich die ersten Male auch nicht mitmachen, sondern mich an die Atmosphäre gewöhnen und einfach nur zusehen. Ich persönlich weiß nicht, was am reinen Zusehen schlimm sein soll, solange man etwas auf Abstand bleibt, nicht ungefragt grabscht und seinen Mund hält.
 
 
13. Jul

Fix_Foxy2012:
Im Sinne der Fragestellung hier, unterscheiden wir aber auch bei dieser Betrachtungsweise in beiden Fällen nicht zwischen 'richtigen ...' und 'falschen ...', sondern die Angrabscher, Dazwischenquatscher und Nur-Zuschauer sind in unseren Augen einfach 'keine ...'.

Wenn Ihr euch für eine BDSM Play-Party 5 Paare selbst aussuchen könntet, nach welchen Kreterin geht Ihr dann vor?

Jeder zieht seine Grenzen oder katalogisiert, wie Sie dann im Einzelnen benannt werden ist doch letztendlich egal *nachdenk*
 
 
13. Jul

Wer keine Zuschauer möchte im Swingerclub muss sich in geschlossene Räume zurückziehen..
Ansonsten gehört das Zuschauen zu einem Swingerclub dazu.

Ungefragt anfassen ist manchmal sogar erwünscht. Wenn es nicht gefällt reicht einfaches Nein in der Regel aus.

Im SM Club sieht es anders wenn gespielt wird.
Da sollten Zuschauer Abstand halten oder die Peitsche fühlen *gr*

Aber das ist hier ja nicht das Thema.
 
 
13. Jul

@ EP
Meine persönliche Meinung:
Der emotionale Bezug zueinander ist im BDSM ein anderer.
Die Zuordnung über Sexpraktiken finde ich hingegen recht ungenau.

Nehmen wir zum Beispiel Bondage: Ich bin einem Mann begegnet, der wollte Bondage in Konsensdemokratie. Also während des Fessels die nächsten Schritte besprechen/ ausdiskutieren. Nach seiner Meinung existiert im Bondage überhaupt kein Machtgefälle. Mir fiel es schwer, dies mit meinen Gefühlswelten im BDSM in Zusammenhang zu bringen. Ich habe das Gespräch dann auf Bondage im Tantra gelenkt. Im Tantra gibt es auch das Führen & Geführt-Werden, doch in der spirituellen Weltanschauung gibt es kein Machtgefälle. Wenn ich Tantra praktiziere habe auch ich eine gänzlich andere innere Einstellung. Womöglich meinte er ja das? Tantra war aber auch nicht seins. Er lehnte Führung & Geführt-Werden grundsätzlich ab.
Am Ende unserer Gespräche zog ich für mich den Schluss, dass er ein Vanilla mit einem Faible für Bondage ist. Ja, dass sein Kick nun Mal darin besteht, Gleichberechtigung in Situationen zu zelebrieren, in denen ein Mensch in seinen Handlungsoptionen besonders stark eingeschränkt ist. - Also das absolute Gegenteil von dem, was ich im BDSM suche. Aber ich kann nachvollziehen, dass er sich selbst als BDSMler bezeichnet, wo doch Bondage Bestandteil dieses Akronyms ist.

Und so geht es mir mit vielen Sex-Praktiken.
Lieber habe ich Vanilla-Sex mit einem Mann, der meine Gefühlswelten teilen kann als BDSM-Praktiken mit einem Vanilla. Letzteres fühlt sich für mich total schaal/ unecht an. Im Prinzip geht es diesen Vanillas doch immer um die Negierung einer BDSM-Symbolik: Befehle erteilen - ohne Führungsverantwortung. Oder Frauen schlagen - ohne Schmerzen zu bereiten. Das ist so als würde ein Satanist behaupten, er wäre ein guter Katholik. Schließlich trage auch er ein Kreuz und halte Messen ab. (alles verkehrt herum)

Ungeachtet dessen gibt es auch BDSMler mit denen ich nicht auf einer Wellenlänge liege. Dann fällt das sich gegenseitige Aufschaukeln in immer höhere Sphären der Erotik natürlich auch flach. Der Unterschied ist aber, dass ich in so einem Fall schon das Gefühl habe, dass mein Gegenüber echt ist. Echt, aber unpassend.
 
 
13. Jul

@ Galinthias
Sehr schön geschrieben, da bringst du es auf den Punkt. Die Gefühle im Hintergrund stehen im Vordergrund *g*
 
 
13. Jul

Schon klar
Kailyn:
Ich sehe ehrlich gesagt kein Problem damit, nur zusehen zu wollen. Ich würde nicht überall mitmachen wollen,...

Das ist ja normal. Geht uns genau so. Auch wir sehen gern mal zu und haben gelegentlich auch gern selbst Zuschauer.

Wir meinten diejenigen, die grundsätzlich nur zum Perversen-Gaffen dabei sind und mit dem Thema der Veranstaltung und mit dem, was andere dort ausleben, selbst gar nichts am Hut haben. Auf die könnten wir gut verzichten. Sie sind in der Regel nach unserem Empfinden keine Bereicherung eines solchen Abends, auch nicht außerhalb der Spielflächen.

LG, Fix & Foxy
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