Homosexualität & BDSM: Wie ist bei euch die Rollenverteilung

  1. 1
  2. 2
133326
 
 
7. Feb

Ich werf mal meine 5 Cent dazu.

Seit nun mehr über einem halben Jahr lebe ich meine BDSM-Fantasien mit einem weiblichen Partner aus.
Anfangs war ich noch mehr in der Unsicherheit gefangen, einfach aufgrund mangelnder Erfahrung. Je länger jedoch das Verhältnis andauerte, desto sicherer wurde ich - und desto experimentierfreudiger obendrein.

Dann kamen die ersten Zweifel, vor allem als ich eine etwas dominantere Seite ausprobieren wollte. Ich stellte mir immer öfter die Fragen, welches Verhalten ich zeigen darf, ohne zu "männlich" zu wirken. Ich machte mir Sorgen, dass mein weibliches Auftreten durch zu dominantes Verhalten "vermännlicht" werden würde - was mir mittlerweile total absurd vorkommt.

Ich habe jedoch nie meine Partnerin plötzlich als "männlich" wahrgenommen, wenn wir in unser Spiel vertieft gewesen sind und sie wieder die dominante Seite angenommen hat. Das hätte das ganze vermutlich schlicht unmöglich gemacht.

So nach und nach - und nach einigen Gesprächen - bin ich zu der Einsicht gelangt, dass Dominanz nicht zwangsläufig mit Maskulinität gleichzusetzen ist. Außerdem habe ich mit der dominanten Seite so gut wie abgeschlossen, da ich gemerkt habe, dass mir die devote Rolle wesentlich mehr zusagt.

Insgesamt habe ich jedoch keine Probleme - abgesehen von meiner eigenen Wahrnehmung - im Ausleben von BDSM im gleichgeschlechtlichen Kontext gemacht. Auch nicht in Bezug auf meinen trans*identitären Hintergrund. Ich muss aber hinzufügen, dass ich noch keine Möglichkeit hatte, meine Erlebnisse auf Clubbesuche auszuweiten. Vermutlich sieht meine Erfahrung danach nochmal etwas anders aus.
 
 
7. Feb

LunaEisblume:

Dann kamen die ersten Zweifel, vor allem als ich eine etwas dominantere Seite ausprobieren wollte. Ich stellte mir immer öfter die Fragen, welches Verhalten ich zeigen darf, ohne zu "männlich" zu wirken. Ich machte mir Sorgen, dass mein weibliches Auftreten durch zu dominantes Verhalten "vermännlicht" werden würde - was mir mittlerweile total absurd vorkommt.

Danke. Diese Wahrnehmung, dass dominantes Verhalten männlich gelesen/wahrgenommen wird, habe ich auch kennengelernt. Gerade trans* Frauen haben, die von der männlichen Rolle (verbunden mit "stark", "Führungsqualität", "kräftig") in die weibliche Rolle wechseln, wird Dominanz nicht zugetraut.

Das erinnert mich an zahlreiche Diskussionen mit männlichen "Doms" , die Frauen als naturdevot bezeichnen. Weibliche Dominanz ist zwar alltäglich, aber sie wird oftmals nicht wahrgenommen. Abgesehen von professionellen dominas... Ach, dabei ist D/S unabhängig vom Geschlecht.

Vermännlicht fühlen... Das passierte mir nur mit einer eigentlich heterosexuellen Spielpartnerin, die forsierte Penetration als fixen Bestandteil von D/S betrachtete.
 
 
7. Feb

Vermännlicht fühlen... Das passierte mir nur mit einer eigentlich heterosexuellen Spielpartnerin, die forsierte Penetration als fixen Bestandteil von D/S betrachtete.

Das ist für mich weniger ein Problem. Mein Penis gehört eben auch zu meinem Körper dazu, wie alles andere eben auch. Zumal sich eine Frau für mich nicht zwangsläufig durch das biologische Geschlecht definiert. Wenn da keine Vagina ist schließt das dennoch nicht aus, dass die Person weiblich ist. Aber ich denke, das ist dann eher eine Sache, die jeder etwas anders empfindet.
 
 
7. Feb

LunaEisblume:
Vermännlicht fühlen... Das passierte mir nur mit einer eigentlich heterosexuellen Spielpartnerin, die forsierte Penetration als fixen Bestandteil von D/S betrachtete.

Das ist für mich weniger ein Problem. Mein Penis gehört eben auch zu meinem Körper dazu, wie alles andere eben auch. Zumal sich eine Frau für mich nicht zwangsläufig durch das biologische Geschlecht definiert. Wenn da keine Vagina ist schließt das dennoch nicht aus, dass die Person weiblich ist. Aber ich denke, das ist dann eher eine Sache, die jeder etwas anders empfindet.

Bin da ganz deiner Meinung. Genitalien und Geschlecht sind zwei Paar Schuhe

Die Penetration war nur technisch nicht möglich, da ich aufgrund der Hormone selbst damals (vor der OP) einfach nicht konnte. Für sie war es wichtig, für mich nicht möglich... Tja.
 
 
9. Feb

Manchmal glaube ich auch, dass ich lesbisch bin, weil "das Weibliche" in mir sich nach Vereinigung mit einer lesbischen Frau sehnt.
 
 
13. Feb

Da kann ich LunaEisblume gut verstehen, geht mir recht ähnlich.
Das dominante verbinde ich da auch mehr als männlich. Andererseits liebe ich besonders dominante Frauen und empfinde das überhaupt nicht männlich. Sollte man selber die dominante Rolle ausfüllen, empfindet man das für sich selber eben eher männlich oder "befürchtet" dass das männliche zu stark in den Vordergrund kommen könnte, worin man sich als Transfrau ziemlich unwohl fühlt. Mir geht es jedenfalls so.
Andererseits hatte ich schon immer eine devote Ausrichtung, von daher liegt mir die dominante Seite ohnehin nicht.
 
 
13. Feb

Ich kann es nicht verstehen.
Wieso tut man sich das an ? durch keine Op der welt durch keine Hormone der Welt wird man eine Frau! man kann sich was abschneiden und weibliche hormone nehmen aber man wird keine Frau. Für mich sieht das null weiblich aus eher seltsam. Meiner Meinung nach sollte man lieber lernen mit dem zu leben was man ist und was man hat. Jemand der klein ist der kann auch keine 2M groß werden jemand der keine Arme hat dem kann man auch keinen wirklichen ersatz bieten und einem Mann kann man niemals zu einer Frau machen.
 
 
13. Feb

Danke Sonic.
Menschen wie du sind der Grund, weshalb ich meine sexuellen und nonsexuellen Interessen lieber im bescheidenen Freundeskreis auslebe, da mir das Risiko auf so ignorante Personen wie du zu stoßen doch zu hoch ist.

Ich frage mich bei deinem Beitrag eine Sache: Hast du dich jemals mit dem Thema Transsexualität auseinandergesetzt? Warum man sich das antut ist ganz einfach: weil die Alternative (sehr oft) Suizid heißt - oder geschlossene Anstalt. Weil man sich selbst und sein Umfeld zunehmend beschädigt. Bis man irgendwann nicht mehr mit der eigenen Person klarkommt.

Transsexualität ist zudem keine Sache, die man sich einfach so aussucht. Man „entscheidet“ sich nicht spontan dazu, jetzt einfach eine Frau (oder ein Mann) zu sein.

Und nebenbei bemerkt: man ist Frau, wenn man sich so fühlt und sich als solche identifiziert. Nicht wenn man Kinder bekommen kann. So sprichst du auch sehr vielen Menschen, die als weiblich geboren wurden das Recht aus Frau zu sein. Genauso gibt es Frauen mit Penissen - oder Männer mit Vaginas. Sogar im genetischen Code gibt es eine unglaubliche Varianz.

Es ist nicht ganz so schwarz und weiss, wie du es dir hier vorstellst.
 
 
13. Feb

Edit:
„Sonic“ sollte hier „onix“ heißen.
Danke Autokorrektur.
 
 
14. Feb

onix89:
Ich kann es nicht verstehen.
Wieso tut man sich das an ? durch keine Op der welt durch keine Hormone der Welt wird man eine Frau! man kann sich was abschneiden und weibliche hormone nehmen aber man wird keine Frau. Für mich sieht das null weiblich aus eher seltsam. Meiner Meinung nach sollte man lieber lernen mit dem zu leben was man ist und was man hat. Jemand der klein ist der kann auch keine 2M groß werden jemand der keine Arme hat dem kann man auch keinen wirklichen ersatz bieten und einem Mann kann man niemals zu einer Frau machen.

Hallo Oxid,

Schön, dass du mir erklärst, was für dich Frau sein bedeutet. Mir ist dein Schönheitsideal übrigens herzlich egal. Ich konnte mein Geschlecht genauso wenig aussuchen wie du. Die OP machte übrigens wirklich keine Frau aus mir. Ich war schon vor der OP eine Frau - lediglich mit Penis. Der Grund für die OP war: meine Genitalien an mein Geschlecht anzupassen....

Was du über "man sollte lernen mit dem zu leben, was man ist" sagst stimmt haargenau: ich lebe damit, dass ich ne Frau bin. Der Körper lernt mit Hormonbehandlung und OP mehr dem inneren Zustand, der unveränderlich ist, überein zu stimmen.

Glaube mir, trans sein sucht man sich nicht aus. Hätte es nen weg gegeben, ohne Amputation meines Penis, ohne Entfernung meiner Hoden, ohne den ganzen Spott und verachtenden Kommentaren, wie deinen zu leben, indem ich sage "Ui, ich bin ein mann".... Ich hätte es getan.

Ignoranz ist übrigens keine männliche Eigenschaft... Du solltest lernen damit zu leben, dass es Menschen gibt, die deinem Ideal von Geschlecht und Schönheit nicht entsprechen.

Liebe Grüße,
Nina
 
 
14. Feb

Hi Pandorina
Stay cool, and don´t feed the *troll*
  1. 1
  2. 2
  • Bikini-Kette
    Bikini-Kette
    Vervollständigen Sie Ihr Strandoutfit! Silberfarbene Kette mit Perlenverzierung.
    Preis: 12,95 EUR
  • Hals-Bikinikette Blackpearly
    Hals-Bikinikette Blackpearly
    Elastische, dreireihige Perlenkette für den Hals - durch eine weitere Kette verbunden mit…
    Preis: 14,95 EUR
  • Intimsticker Venushügel
    Intimsticker Venushügel
    Intimsticker zum Aufbringen auf den Venushügel. Pink, mit Strassteinchen besetzt.
    Preis: 8,95 EUR

Interessante Gruppen zum Thema

  • Bi Freunde Ost
    Bi Freunde Ost
    Wir freuen uns über tolle Mitglieder, die Bi oder Bi-interessiert sind, lesbisch, schwul, Transgender usw.
  • BDSM-Bi /Schwul /Lesbisch
    BDSM-Bi /Schwul /Lesbisch
    In der Gruppe soll es um BDSM in der bi- und homoerotischen Szene gehen, um die besonderen Ausprägungen, Eigen
  • Schwul und Bi
    Schwul und Bi
    Der Club für ALLE männerliebenden Männer und Jungs!!!