(...) nur dass ich statt Sex meiner Freundin diene, mich von ihr kommandieren, bestrafen, fesseln oder benutzen lasse.
Manchmal ist Sprache ein echtes Arschloch. Weil sie manchmal mehr verrät, als man denkt ...
In diesem Fall ist das letzte Wort das Entscheidende. So, wie es formuliert ist, ist klar: Du erlaubst es ihr, gnädigerweise, dich zu benutzen, aber bitte nur beim Sex, sonst bitte nicht, weil du ja sonst voll auf Kuscheln und Augenhöhe stehst.
So, wie es da formuliert ist, bist eigentlich du der Dom.
Du lässt dich bedienen. Indem sie dich kommandieren, bestrafen (für was eigentlich?), fesseln und benutzen soll. Diese Dienste soll sie liefern, beim Sex bitte, sonst willst du sie nicht.
Wie findest du BDSM-Kontakte? Ganz einfach: Indem du neugierig bist! Und zwar neugierig darauf, worauf
sie denn so steht! Neugierig darauf,
ihre Vorlieben kennen zu lernen! Um da dann festzustellen, oh, das regt dich an, das macht dich spitz, damit kannst du auch etwas anfangen, und dich
dann ihr anzubieten. Indem du ihr sagen kannst: "Das, was du magst, das ist auch meins, ich tue genau das gerne für dich".
Auf Stammtischen geht so etwas am Einfachsten. Da redet man zwar auch viel über alles Mögliche andere, aber eben auch immer wieder über BDSM. Gut zuhören ist da schon ne coole Sache, denn dominante Damen erzählen gerne mal, wie sie sich das mit ihrer Dominanz so vorstellen.
Wenn du dies nicht möchtest, ist in Ordnung. Dann eben hier. Also: Profile durchstöbern, genau (!) lesen und sehen, ob wer hier dabei ist, die das, was du magst, selbst mag. Und sie unter anderem (nicht nur) deswegen dann anzuschreiben. Gemeinsame Leidenschaften sind dann schon einmal eine gute Grundlage.
Die Richtung ist dabei aber wirklich wichtig: Dass es dir erst einmal darum geht,
ihre Vorlieben kennen zu lernen.
Wenn es da eine Schnittmenge gibt, ergeben sich deine dann früher oder später sowieso.