Wie handeln, wenn Partner wegen Lappalien tagelang abhaut?

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Themenersteller
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12. Jan

Wie handeln, wenn Partner wegen Lappalien tagelang abhaut?
Wie verhält man sich psychologisch am Besten, ohne die Achtung vor sich selbst zu verlieren?

Bin mit meinem Partner seit 8J.zusammen. Er ist selbstständig und arbeitet sehr viel (Workoholic). Anfangs war er aufmerksam, nett, zuverlässig. Bei Meinungsverschiedenheiten jedoch, haute er stets aus der Wohnung ab, kam aber nach ein paar Stunden wieder. Meist konnte ich die Streitigkeit dann lösen.

Mit den Jahren wurde er zunehmend respektloser, provokativ, eigensinnig und fuhr bei jeder Kleinigkeit aus der Haut. Kurzum: wir schauen jetzt getrennt Fernsehen, da er stets davor einschlief u. wenn ich umschaltete, wachte er auf und die Fernbedienung oder das Weinglas flog rum. Bei Streitigkeiten (konfliktscheu) haute er nach wie vor ab, blieb zunehmen länger weg und saß dann im Geschäft.

Seit 2. J. fing er an, dort zu übernachten, Obergrenze 10 Tage am Stück (Isomatte oder Stuhl)...Bett gibt es da keins..Jedesmal bin ich irgendwann ins Geschäft, hab das Gespräch gesucht und er kam wieder heim. Bis zum nächsten Streit....manchmal hatte ich das Gefühl er zettelt bewusst Streit an, um abhauen zu können. Das Sexleben ist folglich ungenügend. Z.zt. sitze ich jeden Abend allein da. Wenn ich ins Geschäft komme tut er enorm beschäftigt und fasst sich kurz.

Ausziehen kann ich aus wirtschaftlichen Gründen z.zt.nicht. Augenblicklich nehme ich mir vor, ihn nicht mehr (wie üblich) um ein Gespräch zu bitten und mich auch nicht zu bemühen, dass er wieder heimkommt. Schmoren lassen? Wie lang? Bis zum Sankt Nimmerleinstag?

Um es kurz zu fassen: wie handele ich richtig? Wer von Euch weiß Rat?
 
 
12. Jan

er entwickelt sich rückwärts...
sitzt wie ein Kind schmollend in der Ecke,
bis Mama ihn nach Hause holt.
Er hat ANGST ANGST ANGST.
Seine Selbstliebe schwindet deshalb immer mehr
vermutlich hasst er sich selbst dafür.
Somit schindet auch seine Liebe für andere,
seine Liebe für dich.
Auch das kann irgendwann in Hass umschlagen.
Mir wird jedenfalls kalt,
wenn ich deine Zeilen lese.
Viel viel Leid, sehr sehr traurig.
Da wird einiges in seiner Kindheit schief gelaufen sein.

Und DU ermöglichst ihm diese Regression.
Verhältst dich wie eine Co-Abhängige,
hoffst ihm helfen zu können,
ihn mit deiner Liebe aus seinen Eisschank befreien zu können.
War dein Vater auch so ein Eisschrank?
Aus dem du ihn gerne befreit hättest?
Was nicht geklappt hat?

Du kannst keinen Menschen ändern,
nicht einen Millimeter.
Du kannst nur dich selbst und dein eigenes Verhalten ändern.
Du solltest dich endlich fragen,
warum du das schon so lange mitmachst,
und bereit bist, so lange mitzuleiden.

Da muß auch bei dir viel schief gelaufen sein.
Aus wirtschaftlichen Gründen kannst du nicht gehen?
Warum hast du dich überhaupt in solche Abhängigkeiten begeben?
Warum achtest du so wenig auf dich?
Bei der Beantwortung kann dir vielleicht eine psycholgische Beratungsstelle helfen.
Das wird echte Arbeit.
Eine Beratung hier im Internet ermöglicht dir höchstens,
Euer Leiden noch etwas weiter in die Länge zu ziehen.

Ein Aufbruch ist ein Risiko
aber so, wie du schreibst,
vollkommen unausweichlich,
damit ihr Beide (getrennt) wieder ins reale Leben findet.
Wären Menschen alle so mutlos,
würden wir noch heute Ziegelsteine in Ägypten treten.
Mit jedem Tag werden deine Kräfte weniger werden.
Und am Ende wirst du krank werden, sehr krank
und dann nur noch sagen können:
ich war zu schwach, um mir zu helfen.

Sprich mit einer Freundin,
falls du überhaupt eine hast.
Ich kann mir keine Freundin vorstellen,
die sich das mit anschaut
und dich nicht schon vor Jaaahren an die Hand genommen hätte,
Dich da rauszuholen.
Ruf deine Eltern an,
falls du noch welche hast.
Nimm deinen ganzen Mut
und all deinen Galuben und dein Vertrauen zusammen
Du kannst Das,
NIEMAND hat so ein Leben verdient.
Steh auf, nimm dein Bett und geh.
Danke44x
 
 
12. Jan

(kurze Antwort: Schau nach einem Paartherapeuten, das klingt nach viel ganz unterschiedlicher Kommunikation, unterschiedlicher Wahrnehmung von Verletztsein und dem Umgang mit Konflikten. Seid euch das wert.)

...

Ich habe jetzt schon ein paar Absätze geschrieben und immer wieder gelöscht, weil da Worte, Geschriebenes zu dünn ist - ich glaube das Thema ist zu nah an mir dran. Ich kenne das Konfliktverhalten. Ich kenne beide Seiten.

Fühl dich gedrückt, es gibt noch andere mit eurer Herausforderung.

Vielleicht kannst du ihn in solchen Situationen als trotzigen kleinen Jungen sehen, der einfach lieb gehabt werden will. Was immer das für ihn heißt... (zB. Körperliches oder seine Seite verstehen oder etwas Aktives zusammen machen, den Konflikt verschieben, eine gemeinsame Geste des Vertragens, ...)

@spiel_lust: Das ist natürlich auch eine Möglichkeit - für mich ein bisschen zu Stakkatohaft der Schreibstil, aber viel Wahres an Inhalt.
 
 
12. Jan

Auch mein Rat: Paartherapie

Ggf. reicht es auch, wenn man ein anderes Pärchen kennt mit dem man gemeinsam über sowas sprechen kann....
 
 
12. Jan

als ich die Geschichte las...
liefen die Finger einfach über die Tasten,
wie betäubt
daher Stakato.
 
 
12. Jan

rat weiß ich keinen...
was sind die Lapalien ( Nichtigkeiten ) die ihn bewegen

ich stell mir grad vor...ich geh , zieh mich zurück und überlasse dem den ich für den Verursacher halte das
" Feld " ..nehme total unkonfortable Lebensumstände in Kauf, bring mich in eine scheiß Mitleids - situation nur um der Konfrontation aus dem Weg zu gehen..

ich würde mich mal erkundigen was ihm das bringt, was er bezweckt; erreichen will?

kann ich mir nicht vorstellen.
 
 
12. Jan

in einem bin ich mir ziemlich sicher...
aus dieser Coabhängigkeit
kommt ihr niemals zusammen heile raus,
nur jeder für sich.
Eure Abhängigkeiten sitzen so tief,
sonst würdet ihr nicht so viel Leid auf euch nehmen.
Die Rückfallgefahr in dieses Verhaltensmuster ist so gigantisch
dass du froh sein kannst,
wenn du überhaupt wieder rauskommst.

Und auch er hat nur eine Chance ohne Dich.

Vielleicht liege ich viollkommen daneben,
kann sein.
Dann vergiss alles gelesene.
Aber das sind meine Gedanken,
die dein Bericht bei mir ausgelöst haben.
 
 
12. Jan

Hast Du eine Idee oder hat er jemals gesagt, warum er abhaut?
 
 
12. Jan

Liebe Te,
ich kann dir nur einen Rat geben:
Denke an dich. Tu dir selbst etwas gutes. Geh raus, triff dich mit Freunden, mach Dinge die dir Spaß machen. Fange (wieder) an zu leben.

Wie spiel_lust schon schrieb, "Du kannst dein Gegenüber nicht verändern. Nur dein eigenes Verhalten.".

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut.
 
 
12. Jan

Hallo,
Ich hatte vor etwa 18 Jahren so eine komische On-Off-Kiste. Er hatte die Diagnose Narzisstische Persönlichkeitsstörung. Ist auch einfach wegen Lappalien untergetaucht, nachdem er aggressiv wurde. Hat allerdings nur gepöbelt oder ist stumm aufgestanden und gegangen.

Hatte keinen Sinn. Hab' Schluss gemacht.

Zuerst war er ein geheimnisvoller Traummann. So die ersten drei Monate.

Frag dich,was dich an ihm fasziniert. Was dich damals bleiben ließ. Vielleicht war es die Hoffnung die erste tolle Zeit zurück zu bekommen?

Schau bei dir, was dich hält.

Solche Menschen destabilisieren ihren Partner. Machen ihn verrückt. Du weißt irgendwann nicht mehr, was Sache ist. Ausreden, von wegen Geld, halten dich. Doch tatsächlich ist es was anderes. *zwinker*

Schreibt Sie
Danke10x
 
 
12. Jan

Ich sag ja immer "wer nicht will, der hat schon" - ich gehe einem Menschen gerne entgegen, aber ich laufe ihm nicht hinterher.

Gerade bei so einem Verhalten ist das Maß irgendwann voll und man sollte nicht immer diejenige sein, die den Kontakt wieder sucht. Er weiß wo und wie er dich findet und kann Kontakt mit dir aufnehmen - wenn er denn will. Wenn er sich nicht meldet, will er wohl auch nicht. Wenn ihm wirklich etwas an dir liegt, muss er den Mut finden und auf dich zugehen - egal wie scheiße er sich dir gegenüber verhalten hat. Nur so findet ihr einen Ansatzpunkt ein klärendes Gespräch zu führen.

Überleg für dich, was du (noch) für ihn empfindest, wie sehr du unter diesem Verhalten leidest und was du möchtest.
 
 
13. Jan

Lass ihn ziehen....
... wenn er schmollt und weg ist, dann ist es eben so

....du bist weder die Nanny noch die immer verzeihende Mutter


...schau wie Du es finanziell geregelt bekommst, Pack Deine Koffer und geh

...Respektlosigkeit, Gläser die an die Wand fliegen ....hallo????
Willst Du warten bis er Dich verletzt?

...mir haben damals auch alle von einer Scheidung abgeraten - ich habe viel zu lange gezögert - ich habe mir viel zu lange eingeredet dass es finanziell nicht geht

....und was ist passiert? ES GING DOCH!!!!!!

Grüssle

Stahlwittchen
Danke14x
 
 
13. Jan

Als ich die Eröffnung dieses Threads gelesen habe, war ich zu Beginn gefesselt. Ich weiß aber auch, dass jede Geschichte zwei Seiten hat und er wird genauso seinen Grund haben sich von Dir entfernen zu wollen, wie Du Deinen Grund hast, dies jahrelang mitgemacht zu haben. Die Schuld wieso das so verfahren und unbefriedigend ist, liegt in meinen Augen eindeutig bei Euch BEIDEN!

Wenn mir Jemand nicht gut tut und das in diesem Ausmaß, dann gehe ich! Kein Leidensdruck hat unendlich zu sein. Dennoch habe ich das Gefühl, dass Du anscheinend nicht gehen willst, weil Du finanziell von ihm abhängig bist. Er hat die Firma und Du kannst es Dir leisten zuhause zu bleiben. Wie sagt man so schön, man solle die Hand die einen füttert nicht unbedingt beißen.

Das Problem welches ich hiermit habe ist, dass es anscheinend das einzige Thema ist, was Deine Beiträge inhaltlich erfüllen. Für mich wird über den Ehemann hergezogenen, vielleicht ist er einfach nur genauso gefrustet wie Du? Es muss in meinen Augen schon fünf nach zwölf sein, wenn er Tage am Stück, lieber im Büro auf einer unbequemen Isomatte schläft, als in sein Zuhause zurückkehren zu wollen. Nach so vielen Jahren von Unzufriedenheit, die ja wohl pro Jahr immer schlimmer werden zu scheint, hätte ich meine Koffer gepackt und wäre gegangen. Kein finanzieller Status auf dieser Welt wäre es mir wert, innerlich zu verhungern und menschlich und gefühlsmäßig zu vereinsamen.

Ich habe nirgendwo gelesen, dass Du ihn noch liebst und dass er Dir wichtig ist und Du diese Beziehung unbedingt retten willst. Wenn ich hier falsch liege verzeih mir, doch lese ich hier nur über zwei Menschen, die schon längst getrennte Wege hätten gehen sollen und über eine Frau, die eventuell viel ausgeglichener wäre, wenn sie selbst einer Tätigkeit nachgehen würde die sie erfüllt. Dann wären die Wünsche an den Mann, all dies erfüllen zu müssen, weit nicht mehr so groß.

Man kann wochenlang über ein und dasselbe Thema schreiben und sich im Kreis drehen oder man wagt eine längst fällige Entscheidung zu treffen, egal was sie sein sollte. Wenn Dein Mann eventuelles Fremdgehen nicht akzeptieren wird, würde ich auch mit besagtem Feuer nicht spielen und vorsichtig sein. Du hast geschrieben, Du kannst es Dir nicht leisten zu gehen. Kannst Du es Dir leisten, ggf. aufgefordert werden zu gehen?

Morgen ist der erste Tag von dem Rest Deines Lebens und 2018 ist noch ganz frisch und neu. Mach was draus!
Danke16x
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
13. Jan

Also, erst einmal: Wenn er wegen irgend etwas abhaut, ist es für ihn mit Sicherheit keine Lappalie. Warum es für ihn keine ist, das wäre schon einmal wichtig zu erfahren für dich! Vielleicht lernst du ihn so dann auch noch einmal ganz anders kennen, wenn du ihn in diesem Punkt ernst nimmst.

Zum Zweiten, ich kann auch nur zum Paartherapeuten raten. Um mal aufzudröseln, warum er abhaut. Vielleicht kann er es dir nicht sagen, aber ihm! So ein Profi kitzelt manchmal Dinge raus, von denen du nicht einmal wusstest, dass sie wichtig sein könnten. *zwinker*
Gilt freilich dann auch für dich. Vielleicht erzählst du ihm (und damit deinem neben dir sitzenden Partner) dann plötzlich Dinge, die dein Partner von dir noch gar nicht wusste ...

Es ist nicht zuletzt auch sinnvoll, um eventuelle psychische Störungen wirkungsvoll ausschließen zu können. Denn dieses "abhauen" kann alles Mögliche bedeuten. Von der oben angesprochenen narzisstischen Persönlichkeitsstörung, über Depressionen bis hin zum Autismus ist da echt alles möglich.

Wenn du nur ihn verstehen möchtest, wird es anstrengend.
Das funktioniert nur, wenn er auch dich verstehen möchte!
Darum der Tipp mit der Paartherapie. Da geht es genau darum: Dass beide lernen, sich gegenseitig zu verstehen.

*g*
 
 
13. Jan

TE...das Thema ist noch da...
. Ausziehen kann ich aus wirtschaftlichen Gründen z.zt.nicht. Augenblicklich nehme ich mir vor, ihn nicht mehr (wie üblich) um ein Gespräch zu bitten und mich auch nicht zu bemühen, dass er wieder heimkommt. Schmoren lassen? Wie lang? Bis zum Sankt Nimmerleinstag?


Wirtschaftliche Gründe kann man ändern...das nennt man Ausrede für sich selber.
Job suchen und TUN.
Solange Abstand halten und gut.
Deine Problematik, TE, kennen wir ja schon...
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