Was ist der Reiz an Bondage: Erst knoten, dann Sex?

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13. Jan

Bondage und...
da schon ganz viel tolle Gedanken geschrieben wurde....

sich Zeit nehmen für MEIN gegenüber

Sich selber und den anderen Menschen spüren...

Führen oder geführt werden...

Sich einlassen auf eine Zeit mit der anderen Person..

Vertrauen

das ganz kann mit oder Ohne Sex erfolgen.
Es ist zutiefst das einlassen auf einen anderen Menschen.
Zuindest sind das mittlerweile meine Sichtweisen
die ich auch mit einigen Menschen miterleben darf.
Letztendlich sind alle Personen für Ihre Handlungen zuständig

OHNE intensives Vorgespräch würde ich nicht im Bondage arbeiten.
 
 
13. Jan

Shibari ist wohl die Showtechnik?
Shibari ist eine spezielle Fesselart aus Japan. Überhaupt kommen die verschiedenen Knoten, Seilführungen usw. ja irgendwo her. Fesselungen gibt es überall auf der Welt, wurde an untersc hiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zwecken perfektioniert. Diese Techniken bilden die Basis für Bondage.

In Shows wird gerne Shibari verwendet, ja, weil es in der Regel auch sehr ästhetisch aussieht. *g*

Ab wann spricht man überhaupt vom Begriff Bondage?
In dem Sinne spricht man von Bondage, wenn man eine besstimmte Fesselungs-Technik beherrscht. Ich selber spreche nur dann von Bondage, wenn das Fesseln nicht nur Mittel zu Zweck ist, sondern das Fesseln und die möglicht komplette Bewegungslosigkeit im Vordergrund stehen.

Wer wann was als Bondage bezeichnet, ist aber recht individuell. Eine genaue Grenze kann man da nicht ziehen.

Ist denn schon ein Hände beim Sex fesseln oder nur die Beine irgendwie fixieren Bondage?
Jemanden mal kurz mit Handschellen oder Manchsetten ans Bett zu fesseln, wäre mir persönlich noch zu wenig, es Bondage zu nennen. Wobei es natürlich ein prima Einstieg sein kann und Lust auf mehr machen kann.

Meint Bondage primär Seile als Material? Jemand schrieb von Ketten.
Meistens werden Seile genommen, ja. Aber Bondage kann man auch mit Metallketten machen (die dann z.B. ähnlich wie die Seile um den Körper gelegt werden), mit Bondage-Tape, Frischhaltefolie oder was einem sonst noch so einfällt.

Aber ich möchte verstehen, was ich gesehen habe.
Der Rat mit dem Bondage-Workshop ist gut. Alternativ kannst du hier auch mal in die Bondage-Guppe schauen oder ganz simpel danach googeln. Es gibt sicher einige Erlebnisberichte, die die individuellen Gefühl dabei beschreiben. Ich finde, bei sowas kann man den Reiz dahinter immer am besten nachvollziehen *g*
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
13. Jan

"Bondage" heißt eigentlich erst einmal nichts anderes als "Praktiken zur Fesslung oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit". Sprich: Bondage heißt "Fesseln", oder aber auch "sinnliches Fesseln", in Abgrenzung zu z.B. echten Entführungen, wo Menschen gegen ihren Willen gefesselt werden. Bei Bondage werden sie nicht gegen ihren Willen gefesselt (und wenn, dann eher gespielt).

Was du gesehen hast, ist japanisch orientierte Bondage (=Shibari). Würde jetzt hier zu weit führen, die ganzen Hintergründe dazu breitzutreten. Darum nur zwei Dinge: Shibari eignet sich gut für Performances, weil die Fesselungen sehr ästhetisch sind und es halt ach einfach was hermacht, wenn ein Mensch in die Lüfte gehängt wird. *zwinker* Der zweite Punkt ist aber auch, dass die Art des Fesselns alleine schon sehr viel Nähe erzeugt, da die Seile sehr dicht am Körper lang geführt werden, und es für gewöhnlich auch sehr viel Seil ist, was da verwendet wird. 50 Meter Seil pro Session sind da gar nichts. *nein*

Um die Bewegungsfreiheit einzuschränken, gibt es indes noch unzählige andere Möglichkeiten. Die kann man dann auch alle "Bondage" nennen! Zumindest, wenn es einen sinnlichen Hintergrund oder Effekt hat. Wenn Jugendliche mit Handschellen rumblödeln, mag das zwar auch die Bewegungsfreiheit einschränken, "Bondage" würde ich das aber trotzdem noch nicht nennen wollen. *zwinker* Es hat schon einen Grund, warum Filme, die Bondage zeigen (auch die japanisch orientierten), erst ab 18 sind ...

Grob gesagt kannst du sagen, dass alles Fesselnde, was du ins Liebesspiel einbaust, du auch "Bondage" nennen kannst. Und es dann eben auch eine Kunstform gibt (Shibari), die mit viel Seil viel Sinnlichkeit erzeugt, die man auch "Bondage" nennen kann.

Zu guter Letzt, die Materialien: Fesseln kann man mit allem Möglichen. Seil, Folie, Ketten, Handschellen, Zwangsjacken, Monohandschuhe, Seidentücher, Krawatten, Gurten, Ledermanschetten ... und, und, und.
Es kommt da weniger aufs Material an, sondern auf die Absicht dahinter.
Wenn die Absicht ist, Sinnlichkeit, Erotik oder beides hierdurch erzeugen zu wollen, dann ist es Bondage.
Wenn du damit nur rumspielen willst, dann eher nicht.

*g*
 
 
13. Jan

Für mich persönlich besteht der Reiz nicht im Verschnürt sein, sondern im Verschnürt WERDEN. Darum möchte ich auch nicht schnell eingebunden werden, sondern schön langsam und genüsslich. Allein das Gefühl, wenn das Seil über die Haut gleitet, macht mich total wuschig. Wenn ich spüre, dass es meinem Partner ebenso um den Akt des Fesselns an sich geht und nicht nur um das Endergebnis, turnt mich das umso mehr an.
Wenn ich dann fertig verknotet bin, ist es wie eine Ganzkörperumarmung. Selbst dann, wenn es z.B. nur ne Armflöte ist. Dass ich mich in dem Moment hilflos machen lasse und vollkommen ausliefere, sorgt andererseits nämlich auch dafür, dass ich mich komplett gehalten fühle. Ich kann mich vollkommen fallen lassen und empfinde auch jede Berührung intensiver als sonst.
Das kann dann auch gerne Vorspiel sein, muss aber nicht.
Das langsame (!) wieder Aufgeknotet werden ist dann wie ein Nachspiel. Oder als würde ich langsam aufwachen und aus einer rein aus physischen Empfindungen bestehenden Welt zurück in die Realität geholt.
Ich liebe es einfach.
 
 
13. Jan

die Knoten
und das Seil mag ich wenn sie mich in Stellungen bringen, die ich so nie einnehmen könnte. Sie machen mich zum Objekt und damit ist es trotz aller Zwänge einfach herrlich dargestellt zu werden. Besonders dann, wenn es um mich herum richtig geil zugeht.
 
 
13. Jan

Hi!
Also ich für meinen Teil genieße ihre Hingabe die sie mir dabei entgegenbringt. Dass sie sich freiwillig unterwirft - sex kann dann zwar auch vorkommen, aber darum geht es mir eigentlich nicht.
Ich bin leider noch nicht allzu sehr bewandert in Shibari und Co, will aber mit meiner Sub zusammen demnächst Kurse belegen.
Bondage an sich muss mit Bedacht und Sorgfalt durchgeführt werden... Und es kickt einfach, bzw ist sehr angenehm und schön, sie zu verschüren und dann das Werk an ihr zu genießen.
Wie gesagt, sie gibt sich hin, schenkt mir sehr viel Vertrauen und legt sich komplett in meine Hände quasi. Und das macht es für mich ansprechend, angenehm, erfüllend. So auch für sie, wobei sie natürlich noch andere, eigene, Ansichten und Emotionen dabei/ dazu hat.

Grüße,

Chris
 
 
13. Jan

es müssen ja nicht
immer Frauen sein, die zur Darstellung von Knotentechnik dienen. Das steht beiden Geschlechtern gut, auch wenn es z.B. nur eine "Figur" ist , die am Eingang schön und provozierend steht. Herrlich geschnürt mit einem Tablett vor dem Bauch und vielleicht nur der Gläserablage dient, sonst schön unbeweglich.
 
Themenersteller
 Themenersteller
13. Jan

Ein weites Feld....
Ich sehe an euren Ausführungen, dass Bondage wohl ein weites Feld ist.

Wahrscheinlich muss man eine Affinität dazu haben, um gefühltes Gefallen daran zu haben. Wie übrigens für alles. *zwinker*

Zweifelsohne interessant, aber ich denke es ist nicht meine Affinität.
Muss ja auch nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass in den Vorführungen der weibliche Part stets "eingeknotet" wurde und ich für mich keine Verbindung zum Gedanken herstellen kann "unterwürfig" zu sein. Bin wohl eine gefühlte Anti-Sub. *mrgreen*
Macht ja nix.
Wobei...ist eine eingeknotete Dame zeitgleich eine Sub und der knotende Part ein Dom?

Ich finde es aber toll, dass ihr mich so sachlich "aufgeklärt" habt. *top*
LG
 
 
13. Jan

Vielleicht liegt es auch daran, dass in den Vorführungen der weibliche Part stets "eingeknotet" wurde und ich für mich keine Verbindung zum Gedanken herstellen kann "unterwürfig" zu sein.
[...]
Wobei...ist eine eingeknotete Dame zeitgleich eine Sub und der knotende Part ein Dom?

Bondage kann auch gut ohne Machtgefälle funktionieren. Es gibt einige sogenannte Rope-Bunnys, die sich gerne fesseln lassen, aber keinerlei Devotion im BDSM-Sinne in sich tragen. Bei den Bondage-Sessions mit meinem guten Freund wird auch kein Machtgefälle hergestellt. Er ist nicht mein Dom.
Es geht mehr darum, für einen Moment "schwach" sein zu dürfen, mich fallen zu lassen, beschützt zu werden. Als würde er mich für eine Weile in den Arm nehmen.
 
 
13. Jan

man darf
Lust verspüren, ohne Sklave sein zu müssen. Es gibt da ein weites Feld der Gefühle
 
 
13. Jan

@LadyLuna77
Anti-Sub trifft es ganz gut. Das bin ich ebenfalls. Es gefällt mir, Kontrolle abzugeben, aber ich bin alles andere als devot. Ich ERLAUBE meinem Partner, gewisse Dinge mit mir zu tun. Aber sobald mir etwas nicht mehr behagt oder ich etwas nicht will, mache ich das deutlich und erwarte, dass er sofort damit aufhört.
 
 
14. Jan

Mein Mann hat über meine Affinität zum BDSM zu den Seilen gefunden. Wir hatten uns schon damit arrangiert, zu verschiedene Vorlieben zu haben. Das Fesseln hat uns eine neue Möglichkeit gegeben, miteinander körperlich in Kontakt zu treten. Ganz innig, voller Vertrauen und ohne Scheu. Regulären Sex haben wir nicht dabei. Trotzdem ist es irgendwie Sex. *nachdenk*

Er ist übrigens nicht mein Dom, er ist mein Rigger.
 
 
14. Jan

Am besten erklärt es für mich schwarzschaf: Bondage als Selbstzweck und Bondage als Zweck für "anderes".
Wobei der Selbstzweck meistens das Seilbondage darstellt, wiederum meistens in der japanischen Version (shibari), beides aber nicht ausschließlich. Das ist nicht mein Metier, ich kenne es eher von anderen (meine frühere Partnerin beschäftigte sich sehr damit, zuerst als Bunny, dann als Riggerin).

Bondage im Sinne von Bewegungseinschränkung, um die Partnerin für Disziplinierung, Bestrafung, Schmerzen, Erregung und Sex hilflos zu machen, das ist meines. Hier verwende ich auch Seile, aber eher selten. Meistens sind es Baumwolltücher oder Ledermanschetten in Verbindung mit Ketten. Und ja, praktisch immer führt es zu Sex, und das ist auch so beabsichtigt. Ich könnte sagen: es gibt Sex ohne Bondage (selten), aber es gibt keine Bondage ohne Sex. Für mich und bei mir.

Wobei...ist eine eingeknotete Dame zeitgleich eine Sub und der knotende Part ein Dom?

Nicht zwangsläufig. Wenn Bondage zum Zweck für anderes aus dem Bereich des BDSM, dann schon. Wenn Bondage als Selbstzweck, dann möglicherweise. Möglich aber auch nicht. So wie es Doms gibt, die zugleich Masochisten sind.

Ich finde allerdings schon, dass es vergleichbar ist, weil es Gemeinsamkeiten gibt. Wie einige hier beschreiben:
Dass ich mich in dem Moment hilflos machen lasse und vollkommen ausliefere, sorgt andererseits nämlich auch dafür, dass ich mich komplett gehalten fühle. Ich kann mich vollkommen fallen lassen und empfinde auch jede Berührung intensiver als sonst.
Es geht mehr darum, für einen Moment "schwach" sein zu dürfen, mich fallen zu lassen, beschützt zu werden. Als würde er mich für eine Weile in den Arm nehmen.
usw. - das ist auch bei vielen subs so. Trotzdem ist es nicht dasselbe. Aber ähnlich.

Er von Drachenliebe schrieb
 
 
15. Jan

Shibari-Shooting
Für mich eine erotische Kunst. Grobe Seile auf nackter Haut ergeben wunderbare, die Fantasie anregende Bilder. Das Fesseln an sich ist wie ein Bild malen. Anstatt Leinwand und Farbe sind es Körper, Seile sowie Licht und Schatten. Das Fesseln an und für sich ist ein schon fast meditativer Prozess, der vom Rigger einiges an Konzentration und abverlangt. Das Shooting danach ist nicht weiger anspruchsvoll. Man kann ja nicht einfach dem gefesselten Model sagen, es soll sich mal anders hinstellen. Die schönen Bilder sind dann die bleibenden Erinnerungen an ein vergängliches Werk.
 
 
15. Jan

es ist schön
dass es auch Menschen gibt die die ausgestrahlte Erotik auch mit Kunst verbindet
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