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Flaute im Bett, das beliebte Thema

****man Mann
7 Beiträge
Themenersteller 
Flaute im Bett, das beliebte Thema
Hallo Foristi,

erst einmal eine kurze Vorstellungsrunde, da ich erst seit ein paar Wochen angemeldet und noch nicht besonders aktiv hier Im Forum / auf der Page war. Vorab ein Lob, schön aufgebaute und niveauvolle Seite!

Ich bin 32, erfolgsgestresst und suche für die 10jährige Beziehung mit meiner Frau frischen Wind. Nein, kein Paar, eine Sie oder ihn, sondern Anregungen und Tipps, wo ich auch gleich zu meinem "Problem" komme.

Aussendienstbedingt bin ich in der Woche kaum zu Hause und momentan ist es so, dass ich den Spruch "och nö, ich habe keine Lust" nicht mehr hören kann. *roll*

Dabei gebe ich mir ziemliche Mühe ein bischen frischen Wind aufziehen zu lassen und unser Liebesleben ein wenig auf Fordermann zu bringen. Dessous "für ihn", etwas ausgefallenere Ideen etc. stoßen auf wenig Gegenliebe. *snief*

Ich gebe mir zwar Mühe, aber wie in den vorangegenen millionen von Generationen bin auch ich als Mann kein perfekter Frauenversteher. Würde mich freuen, wenn ich von den Damen des Forums mal ein paar Tipps / Ideen bekommen könnte woran es liegt, da ich ein Frauenproblem adaptiert habe: Ich gebe mir die Schuld. *snief2*

Sonst sind auch gerne Anregungen von Herren gewünscht, die selbst solche Erfahrungen gemacht haben und irgendwie den Bogen hinbekommen haben.

Vorab besten Dank und Grüße

Hilkman
@hilkman
Leider, oder besser zum Glück, lässt sich die Lust von Mann und Frau nicht einfach an und wieder aus knipsen. Aus diesem Grunde ist der Versuch mit Dessous oder ausgefallenen Sexideen nicht der Funke der deine Frau entflammt.

Erotische Spielereien sind nur sinnvoll wenn ein Bedürfnis und ein begehren nach Sex vorhanden sind. Sie sind jedoch nicht geeignet das Begehren auszulösen oder gar zu ersetzen.

In eurer Beziehung fehlt jedoch momentan das Begehren und daher mach es für deine Frau keinen Unterschied ob du dich nackt oder in Latex präsentierst.

Worauf die momentane Unlust deiner Frau zurückzuführen ist, könnt ihr nur im gemeinsamen Gespräch heraus finden. Deine Frau ist vielleicht selbst noch nicht mal bewusst, warum sie kein Bedürfnis nach körperlicher Nähe verspurt.
Schuld seid ihr auf jeden Fall beide oder keiner von euch, niemals ist nur ein Partner für die Schieflage der Partnerschaft verantwortlich.

Viele Menschen setzen in einer Beziehung das Begehren des Partners als eine naturgegebene und selbstverständliche Größe voraus, jedoch ist das Begehren an so viele verschieden Faktoren geknüpft, dass einige Tipps meist nicht ausreichen um den anderen vom Sex zu überzeugen.

Ich sehe das Begehren als eine Dynamische Größe an, die vom ganzen Alltag und von der Beziehung selbst beeinflusst wird.

Du schreibst, du seiest in der Woche kaum zu Hause, vielleicht ist die ein Punkt an dem ihr beide angreifen könnt. Verlagere dein Begehren in die Woche um dem Druck des Wochenendes als Zeit der Zweisamkeit zu entfliehen. Versuch die Grenzen euren „eingefahrenen“ Beziehung zu verschieben, indem ihr gegen den festgefahrenen Ablauf eurer Zweisamkeit anschwimmt.
Dieses Neue sollte jedoch zuerst eurer leben und dann eurem Sex zugutekommen.

Ein Mangel an Begehren ist unerfreulich, hat jedoch einen Zweck. Er ist Teil einer Partnerschaft und bietet die Möglichkeit sich mit dieser auseinanderzusetzen und ihre Entwicklung vorranzutreiben, die für diesen Moment ins stocken geraten ist.

Viel Glück
Brian
hilkman, ein paar tiefere Informationen braucht es da schon, obwohl Brian natürlich komplett konform mit meiner Auffassung geht, dass es nie an einem und immer an beiden liegt. Ich stelle einfach mal ein paar Fragen in den Raum, welche Du nicht beantworten magst, ignorierst Du einfach, okay?

Wieviel Stress hat Deine Frau?
Wie lange geht das schon so?
Habt Ihr jemals darüber geredet, hast Du sie gefragt, was los ist?
Hat sich irgendwas Gravierendes in Eurem Leben verändert?

Ich denke aber zunächst, Du solltest Druckmittel wie Dessous oder andere Andeutungen weglassen, denn der Druck verstärkt erfahrungsgemäß nur die Unlust.
also ich kann nur sagen, dass es bei mir manchmal nicht anders is!hab auch schon mal monate keine lust auf sex gehabt!vielleicht is es bei euch auch so!du musst nicht zwingend schuld sein!bei mir hat sich das auch irgendwann gelegt und ich bin sehr froh das mein freund mich nicht gedrängt hat!viel glück!
*****ane Frau
3.033 Beiträge
ich füge
einfach noch eine Frag hinzu, die dir im ersten Moment sicher unverständlich erscheint, wieviel Lust hast du? Wieviel Begehren?

Mir ist aufgefallen, noch völlig unbewiesen und nur meinem Kopf entspringend, das es oft so ist, das eigentlich beide keine Lust haben.
ich habe es erlebt in Situationen "angebaggert" zu werden, in denen es völlig klar war, das ich nicht "lustvoll" reagieren würde (Kindergeburtag, Krampf in der Wade usw) und das mir mein Abweisen später vorgehalten wurde.
Ich erlebe so ein Verhalten (egal wer da wen anmacht) auch im Bekanntenkreis. Antäuschen, aber eigentlich selber nicht wirklich wollen...
Ich bin mir sicher, das es nicht bewußt gemacht wird, das weiß ich von mir selber.
Ich habe mich selber auch schon dabei ertappt anzumachen, ohne wirklich Lust zu haben.
----------------------

Und dann habe ich etwas für mich Neues entdeckt, ich reagiere auf wirkliche Geilheit meist spontan, mein Körper reagiert für mich, aber auf so eine Art hilflose Bedürftigkeit kann ich nicht reagieren. Das war neu für mich.
Ich denke inzwischen Lust entzündet sich aneinander.
Und Nichtlust ist auch wechselseitig bedingt.

Letztlich denke ich, das Du vielleicht nicht nur in sexueller Hinsicht schauen solltest. Man kann sich auch zu nah sein und dann nimmt man den Anderen kaum noch als eigene Welt wahr.

Ansonsten komme ich auf meinen Uraltsatz zurück, es gibt kein Recht auf irgendetwas, auch nicht in einer Ehe oder in einer Beziehung. Sei selber verantwortlich für Deine Lust. Trage das nicht als Aufgabe an Deinen Partner heran.

Ich darf das sagen, weil in unserer Partnerschaft war ich der Part, der chronisch unterbeschlafen war, das ist kein Männervorrecht. *gg*

Lieben Gruß!
@hilkman
Gleiche Situation, gleicher Leidensweg. Meine "Lösung" (darüber mögen die Meinungen auseinandergehen): irgendwann war ich es satt, zu fragen, zu versuchen, zu animieren (und ich hab - wie du - alle Varianten der Animation versucht) und zu reden.... und hab es eingestellt. Jetzt, nach fast einem Jahr, ist mir Sex so was von egal geworden und ich kann prima damit leben. Selten, aber es kommt vor: sie fragt/will - nur ich will nicht mehr. Wie gesagt: ob man das als "Lösung" bezeichnen kann, ist Ansichtssache - aber ich fühle mich pudelwohl und mein letzter O... ist sicher Monate her.

Trotzdem, versuch es weiter - ich drücke dir meine Daumen - aber mit einem guten Tipp kann ich leider nicht aufwarten.

Gruß,
Acronis.
@Acronis
Jetzt, nach fast einem Jahr, ist mir Sex so was von egal geworden und ich kann prima damit leben. Selten, aber es kommt vor: sie fragt/will - nur ich will nicht mehr.

Der Verzicht auf Sex und damit die Unterdrückung des Begehrens, kann auf die Dauer nicht die Lösung des Problem sein.
Bei dir scheint auch nicht die Aufgabe der Lust, sondern ehr das Umdrehen der Begierde und der damit verbundene Machtgewinn, der Punkt zu sein der dich zu deiner Lösung geführt hat.

Der Part einer Beziehung der weniger begehren empfindet bestimmt in wie weit es zu Intimität in der Beziehung kommt. Dich scheint dieser Machtüberschuss den deine Frau in Bezug auf deine Sexualität hatte, frustriert zu haben und jetzt bestrafst du sie mit der selben Verweigerungshaltung.

Diese Verweigerung sagt aber nichts über dein tatsächliches Begehren aus. Auch die Aussage du kannst sehr gut damit leben, enthält keinerlei Aussage in wie weit du deine Frau noch begehrst.

Eine Beziehung in der sich die beiden Partner gegenseitig mit Sex und Liebesentzug bestrafen, ist für mich sehr arm. Es ist ein wenig wie im Kindergarten wo sich Jungen und Mädchen gegenseitig Bauklötze wegnehmen nur um dem anderen ein auszuwischen.
Anstatt auf Sex und ein befriedigendes Leben mit deiner Frau zu verzichten solltet ihr beide mal zum Profi.

LG
Brian
Das kenne ich doch...
Hallo!

Wie sehr verstehe ich Acronis und gleich meine Frage am Anfang: wie hast Du das geschafft? Ich war schon auf der Suche nach Medikamenten um die sexuelle Lust endlich "abzuschalten", aber die Nebenwirkungen sind doch zu arg.

Natürlich gebe ich Euch allen Recht, dass das keine Dauerlösung ist und das bei länger anhaltender Unlust irgendetwas in der Beziehung schiefgeht und was ihr sonst so geschrieben habt.

Wie auch bei Hilkman und Acronis ist mein Sexleben äußerst frustrierend. Ich bin seit 10 Jahren in einer Beziehung, 7 Jahre davon mit sexueller Unzufriedenheit. Warum ich mir das gebe? Alles andere in der Beziehung ist wunderbar und ich liebe sie sehr, aber Erotik und Sex ist das Problemkind.

Wir haben etwa alle 4-8 Wochen mal Sex, prinzipiell immer von mir ausgehend. Leidenschaft fehlt irgendwie gänzlich. Zwischendrin "holt sie mir einen runter", wenn ich danach frage.

(Gefühlte) tausende Gespräche habe ich mit ihr schon geführt, alles mögliche sonstige probiert, aber nach kurzen positiven Lichtblicken kehrte schnell diese Routine wieder ein - der Mensch und seine Komfortzone eben.

Es ist nicht so, daß sie Sex nicht mag und sie will das auch sehr gerne ändern, aber sie macht es eben nicht. Es ist wohl wie mit allen Dingen die man so im Leben an sich ändern will: es Bedarf grosser Anstrengung und man muss sich jeden Tag auf das neue dazu entschliessen - ist ja kein Problem, wäre da nicht das Leben, Alltag, etc. der ein daran hindert...

Wie ihr lesen könnt, habe ich durchaus Verständnis, dass es nicht so klappt wie sie und ich es gerne hätten. Ich trage sicherlich meinen Teil dazu bei. Bei allem Verständnis in meinem Kopf ist allerdings die wiederkehrende Lust die sich immer wieder steigert und mich sehr frustriert werden läßt. Das führt dazu, dass ich ihr zumindestens in meinem Kopf entsprechend Vorwürfe mache. Und das tut in diesen Zeiten der Beziehung wahrlich nicht gut.

Aus Lust wurde Leid. Ich habe resigniert und (noch) keinen Weg gefunden mit meinem sexuellen Verlangen umzugehen. Mich selbst zu befriedigen ist ja ok, aber sicherlich nicht dauerhaft.

Je mehr ich hier darüber schreibe umso mehr Perspektiven, Hintergründe und auch Gründe könnte ich anführen warum es so ist wie es ist. Zuviele Gedanken und Zeit habe ich schon damit verbracht Ursachen & Lösungen zu finden. Daher höre ich an dieser Stelle auf und schreibe am Besten ein Buch darüber *g*

Ansonsten ist unsere Beziehung perfekt!

Liebe Grüße an alle!
Newbie6
Mein lieber Scholli...
werter Newbie 6, aber wenn nicht dein Nick nebst deinem Beitrag zu lesen stände....ich würde glatt behaupten, es selbst verfasst zu haben.
@newbie6
Ansonsten ist unsere Beziehung perfekt!
Willkommen im Club der Hoffnungs-Illusionisten *zwinker*

Ich will dir diese Illusion ja nicht rauben, aber ich denke mal, dass eure Beziehung auch sonst alles andere als perfekt ist. Sonst hättet ihr nämlich Sex. Nicht täglich, aber regelmäßig und vor allem mit beidseitigem Begehren. Das ist nämlich schlicht und ergreifend Bestandteil einer Liebesbeziehung, sonst ist es Freundschaft und nicht mehr.

Ich hatte deine Situation auch jahrelang in meiner 16jährigen Ehe und jede Berührung, jedes Kuscheln, jeder Anblick der nackten Haut weckte meine Lust und es war teilweise unerträglich. Je unerfüllter dieser Wunsch wurde, desto stärker war er - einfach aus der Hoffnung heraus "heute könnte es klappen".

Ich habe diese Lust überwunden - wir haben uns getrennt. Und im Rahmen vieler langen Trennungsgespräche hat sich bei uns herausgestellt, dass dieses "ansonsten lieben wir uns" eine große Illusion war - wir haben uns schon lange nicht mehr geliebt. Wir waren uns vertraut, empfanden durchaus noch Zuneigung zueinander - aber geliebt haben wir uns nicht mehr. Wir lebten beide in der Hoffnung, dass es wieder so würde wie früher und haben die Realität nicht sehen wollen.

Meine Lust ist jetzt wieder auf einem ganz normalen Level, denn diese Erwartungshaltung, die unerfüllte Hoffnung ist weg. Ich mache mich damit nicht mehr selber verrückt.

Das soll jetzt keine Aufforderung zur Trennung sein, aber eine Anregung zum Nachdenken, ob ihr euch wirklich noch liebt oder ob ihr nicht einfach in einem freundschaftlichem Verhältnis miteinander lebt. Zu einer Liebe gehört auch Begehren und Leidenschaft, das habe ich für mich gelernt.

Viele Grüße,
Uwe
@hilkman
Jetzt hätte ich Dich als Threadersteller fast vergessen...

Da ich mich in einer ähnlichen Situation befinde (Außendienst, sehr viele interessante, geschäftliche Kontakte und auch Orte) kann ich dir genau sagen, wie das meine Frau empfunden hat.

Sie war zu Hause bei den Kindern und und hatte das Gefühl, dass ich mein Leben lebe und sie quasi isoliert ist. Wenn ich nach Hause kam, hatte ich was interessantes erlebt und sie nur den Alltag. Versetz dich jetzt bitte in mal in ihre Situation - hättest Du denn noch Lust auf Sex, wenn du so frustriert wärst?

Ganz problematisch wurde es dadurch, dass sie meine Angebote doch auch mal alleine wegzugehen oder einen Urlaub zu machen (es gibt ja auch Menschen, die mal auf die Kinder aufpassen können) nicht angenommen hat, da sie dazu zuwenig Energie hat und sich zu sehr an die Kinder klammert. Das machte dann dieses Problem für uns unlösbar, denn ich bin nicht bereit einen langweiligen 40 Stunden Job anzunehmen. Außerdem wäre es auch dafür zu spät gewesen, denn diese dauernde Frustration hatte bereits dazu beigetragen, die Liebe in ihr abzutöten.

Du hast leider nicht geschrieben, ob deine Frau auch ein interessantes Berufsleben hat oder nicht, daher diese Vermutung...

Liebe Grüße,
Uwe
****iko Mann
11.369 Beiträge
Versetz dich jetzt bitte in mal in ihre Situation - hättest Du denn noch Lust auf Sex, wenn du so frustriert wärst?


oha, diese Situation gibt es ja zu hauf.....Warum ist Frau denn frustriert wegen dem Alltag?
Dieses kann ich leider nicht nachvollziehen und/oder verstehen.
Wenn mich irgendetwas frustruiert---sei es der Alltag und/oder der ungeliebte Beruf den ich nur noch ausübe damit die Familie "lebt" dann bin ich doch in der Lage -wenn auch nur Stundenweise- diesem zu entkommen.....Hobby, Freizeit, Sport, treffen mit anderen evtl Gleichgesinnten um einfach auf andere Gedanken zu kommen..
Zustimmung
Ich schliesse mich da mal NurWiko an. Wieso wird denn so ganz selbstverstaendlich davon ausgegangen, dass der 40- (oder auch 60-)Stunden-Job des Mannes interessant und aufregend ist, waehrend die Hausfrau mit den Kindern bloss gefrustet zu Hause rumsitzt? Was ist daran frustrierend, wenn man im Sommer einfach mal mittags in den Park gehen und in der Sonne sitzen kann, statt in einem langweiligen Meeting? Wer kann denn bei der Arbeit beliebig fernsehen oder CD hoeren oder sich einfach mal hinsetzen und ein Buch oder eine Zeitschrift lesen (da bin ich immer im Rueckstand - dabei habe ich nur Monatszeitschriften). Fuer wen wurde der Begriff "burnout" erfunden?

Zum Thema Lust, ich glaube, ich habe hier irgendwo mal einen Link auf einen Artikel gesehen, worin die These "warum immer erst auf die Lust warten - die kommt schon mit dem Sex" (oder so) vertreten wurde. Leider finde ich den nicht mehr, vielleicht erinnert sich jemand anderes dran und kann den passenden Verweis liefern...

Wenn die Frau nicht nur auf Sex, sondern auch auf andere gemeinsame Unternehmungen wie Urlaub, Kino- oder Restaurantbesuch o.ae. keine Lust mehr hat, gibt es eigentlich nicht mehr allzu viele Moeglichkeiten...
eigentlich sehe ich es weniger als frust/flaute
sondern als burn-out


*idee* für mich können auch beziehungen einen burn-out haben.....


dann bringt es nichts
an den "auswirkungen" zu verhandeln und herumzuprobieren,
sondern es hilft nur, den konflikt an der wurzel anpacken...

die frage stellt sich dann:
welche verhaltensweisen/umwelt/umfeld
haben zum burn-out geführt?

und daran etwas zu ändern ....... mit geduld *ja*

manchmal hilft es,
sich dem alltagstrott "völlig" zu entziehen.....
z.b. etwas völlig neues auszuprobieren - zu erleben......
um diese erkenntnis (des beziehungs-burn-outs) zu bekommen
zu akzeptieren ohne schuldzuweisung
und dann nach einer zeit des innehaltens
der bestandsaufnahme
sich der wünsche bewußt werden.....
vielleicht auch mit professioneller hilfe

manchmal hilft auch eine art rollentausch
die oft diffusen, nicht formulierbaren konfliktpunkte zu sehen

es ist mühsam
es braucht geduld und fingerspitzengefühl
wieder die glut in der asche des beziehungsfeuers finden.... *g*
@segelflieger
Ich gehe von gar nichts aus, das sind keine Theorien und Annahmen, das ist real erlebte Praxis. *zwinker*

So hat es meine Frau empfunden und sie konnte eben nicht kompensieren, weil sie so ist wie sie ist. Ich hätte auch so manches Mal gerne getauscht.

Es geht darum, dass jemand das Gefühl hat im Leben zu kurz zu kommen. Es ist vollkommen egal, ob dies real zu begründen ist (das ist es für mich auch nicht) , wenn sich dieses Gefühl in die Seele eingefressen hat, ist es nicht mehr rauszubekommen. Das Gefühl wird zu Realität.

Wäre sie eher ein aktiver als ein passiver Mensch, dann hätte sie das genau so genießen und mit Sport und Hobbys einen Ausgleich finden können. Ist sie aber nicht. Und ich bin da auch nicht ganz unschuldig dran, weil ich sie mit meiner Dominanz erdrückt habe. Wen ich nach der dritten Nachfrage keine klare Antwort bekomme, dann mach ich es halt, wie ich es für richtig empfinde. Sie braucht jemanden, der mindestens zehnmal nachfragt...

Übrigens hatte ich die letzten Jahre auch Symptome eines Burnouts. Die haben sich seit der Trennung deutlich reduziert, da ich nicht mehr in diesem ständigen Gewissenskonflikt leben muss.

Viele Grüße,
Uwe
*********os_by Mann
1.060 Beiträge
Das Begehren
Ich glaube ein Punkt des Problems ist es, dass Jungs oft die Schuld bei sich suchen, wenn die Partnerin kein sexuelles Interesse (mehr) hat. Ich bin kein guter Liebhaber, ich schaffe es nicht das Begehren meiner Frau zu wecken, ich bin zu langweilig im Bett,...,

Ein großer Teil der Frustration der Jungs kommt aus dieser "Schuldfrage".

Gute Tipps habe ich leider nicht. Zu Seitensprüngen würde ich auch nicht raten, da die Gefahr sich aufgrund kurzfristiger sexueller Befriedigung anderweitig zu verlieben schon gegeben ist. Die Mädels die sich mit verheirateten Männern einlassen können auch so ihre Tücken haben. (Fatal Attraction) Bordellbesuche? Auch nicht der Weisheit letzter Schluss aber doch besser als sexuelle Übergriffe.

Das Buch "Guter Sex trotz Liebe" ist nicht schlecht. Scheiße ist nur, wenn man es alleine liest. WARNUNG!

Ganz auf Sex zu verzichten ist doch ehr ein Trotzverhalten und das find ich auch nicht die dauerhafte Lösung.

Es bleibt ein schwieriges Thema.

LG Er von aficionados
Was ist daran frustrierend, wenn man im Sommer einfach mal mittags in den Park gehen und in der Sonne sitzen kann, statt in einem langweiligen Meeting? Wer kann denn bei der Arbeit beliebig fernsehen oder CD hoeren oder sich einfach mal hinsetzen und ein Buch oder eine Zeitschrift lesen (da bin ich immer im Rueckstand - dabei habe ich nur Monatszeitschriften). Fuer wen wurde der Begriff "burnout" erfunden?


Wenn die Frau nicht nur auf Sex, sondern auch auf andere gemeinsame Unternehmungen wie Urlaub, Kino- oder Restaurantbesuch o.ae. keine Lust mehr hat, gibt es eigentlich nicht mehr allzu viele Moeglichkeiten...

Sie war zu Hause bei den Kindern und und hatte das Gefühl, dass ich mein Leben lebe und sie quasi isoliert ist. Wenn ich nach Hause kam, hatte ich was interessantes erlebt und sie nur den Alltag. Versetz dich jetzt bitte in mal in ihre Situation - hättest Du denn noch Lust auf Sex, wenn du so frustriert wärst?


Die Wendung, die diese Debatte hier nimmt, gefällt mir ganz und gar nicht, wird doch ein Problem, zu dem wir eigentlich kaum eine Information haben, auf die frustrierte, unselbstständige Hausfrau und Mutter reduziert.

Und ich bin extrem verblüfft, wie die Herren hier so zum Betätigungsfeld als Hausfrau und Mutter stehen. Denn Fakt ist doch mal, dass Frau niemals so abgeurteilt würde, wenn jemand auf die Idee käme, sie für ihre Arbeit zu bezahlen. Und woher die Weisheit kommt, Frau hätte ein sonniges Dasein mit lieben Kiddies im Park und Zeitschrift in der Hand, kann ich nur so erklären, dass keiner der hier anwesenden Herren jemals diesen Job gemacht hat.

Mal aus dem Nähkästchen plaudernd, sieht mein Leben als Mutter, Hausfrau und Studentin keineswegs so aus, als ob ich genug Zeit hätte, ein Buch zu lesen. Dies war übrigens ebensowenig der Fall, als ich noch die Kinder zu Hause und kein Studium hatte. Der ganze Tag ist vollgepfropft bis zum Abend, und ja, manchmal bin ich auch lustlos und frustriert, und ja, auch ich hatte Phasen, in denen es mir emotional einfach dreckig ging.

Warum? Ihr Männer schreitet allmorgendlich, mit Schnittchen und Handy bewaffnet, an Euer ehrbares Tagewerk, wunderbar. Ihr kommt abends nach Hause, der Tag war erfolgreich oder eben auch mal weniger erfolgreich.
Die Couch steht da, Ihr habt ja den ganzen Tag gearbeitet und daher den Anspruch auf einen gemütlichen Feierabend.

Und Frau? Die hat den ganzen Tag gewühlt in Form von Kinderbespaßung, Essen kochen, Wäschewaschen, aufräumen, einkaufen, zumeist hängen an ihr auch noch sämtlich andere Tätigkeiten wie Bank, Kinderarzt, Handwerker- alles eben, was zu Hause anliegt.
Der Unterschied, den hier keiner sehen will oder kann, ist aber wirklich frustrierend:

a) wenig bis gar keine Anerkennung, wer zu Hause ist, hat grundsätzlich nichts zu tun

b) keine Erfolgserlebnisse, der Abwasch und die dreckige Wäsche hören niemals auf, um es mal einfach zu sagen

Und Burn out, liebe Leute, ist nachgewiesenermaßen aus obigen Gründen sehr oft bei Hausfrauen vertreten- bis hin zum kompletten Zusammenbruch.

Sie ist frustriert? Verständlich, ich würde platzen, käme mir mein Mann abends noch mit dem klugen Vorschlag, doch ein Hobby zu suchen, wo der Tag ohnehin schon viel zu kurz ist. Manchmal würden schon ein Strauß Blumen, die Lieblingsschokolade und ein "Du bist Spitze, wie Du das alles hier gelöst bekommst, DANKE!!" anstelle von "Und, WAS HAST DU HEUTE GEMACHT???" ausreichen, um Frau daran zu erinnern, dass sie nicht nur Hausfrau und Mutter, sondern eben auch eine Frau ist. Und DANN käme möglicherweise, was Wunder, auch wieder der Gedanke an Sex in ihr auf.
*********os_by Mann
1.060 Beiträge
@libre
Sorry das sagen zu müssen, aber deine Darstellung ist sehr rückständig und entspricht in vielen Fällen einfach nicht mehr dem aktuellen Engagement der Männer.

Aber ganz egal wie sehr man sich im Haushalt beteiligt, ob man selber Erziehungszeit nimmt, usw. um Abends gemeinsam "Feierabend" zu haben hat das mit der Lustfrage oft gar nichts zu tun.

Du hast recht - es ist auch nur eine (meine) Meinung.

LG Er von aficionados *cool*
@libre
Du hast absolut Recht, ich selbst kann Frauen nur mit einem mitleidigen Lächeln begegnen, die den Beruf der Hausfrau als absolut erfüllend ansehen.

Kann ich doch von mir selbst behaupten, das Phasen ohne wirkliche Perspektive und ohne Herausforderung absolut frustrierend und zermürbend sind.

Die dann vorherschende Niedergeschlagenheit ist bestimmt nicht lustfördend.

LG
Brian
Afi, mich haben die oben erwähnten Darstellungen extrem gestört, denn nicht ich, sondern genau diese Sichtweise ist rückständig.

Klar hast Du recht, dass das nicht der einzige Auslöser der Lustfrage sein muss, aber ich habe mich momentan eben nur auf diese Aussagen bezogen.

Lust wächst mit der Lust, sie setzt aber auch ein gutes Selbstgefühl voraus.
Und jemand, der traurig und frustriert ist, hat eher selten Lust auf Sex, so ist das nun mal.

Und jeder von beiden kann auch einfach mal müde, überspannt und fertig sein, auch über längere Zeit. Und den Partner trotzdem wahnsinnig lieben.
*********os_by Mann
1.060 Beiträge
@libre
Und jeder von beiden kann auch einfach mal müde, überspannt und fertig sein, auch über längere Zeit. Und den Partner trotzdem wahnsinnig lieben.

Das ist ja die Krux

Den Partner zu lieben und trotzdem/deshalb auf Sex zu verzichten.

LG Er von aficionados *cool*
Danke, Brian!!

Afi: Verzicht zu formulieren, bedeutet doch aber auch, es als Verzicht zu empfinden.
Das Problem ist doch, wenn man nicht darauf verzichtet, sondern eben einfach nicht möchte. Wir kennen das doch alle, aber meine Erfahrung besagt, dass der Zustand umso länger anhält und sich verfestigt, je mehr vom anderen versucht wird, ihn zu ändern, also Druck aufgebaut wird.
Wie schon gesagt, der Thread droht ein wenig abzugleiten, allerdings lassen die Worte des TE die Vermutung einer solchen Konstellation aufkommen.

Aber den Konflikt Berufstätig - Hausfrau sehe ich nicht in der Art der Tätigkeit selber. Ob ich jetzt jeden Tag neue Reports in meinem Job verfassen oder dreckige Wäsche waschen muss kommt ziemlich aufs Gleiche raus - morgen ist das wieder das Gleiche zu tun.

Der Konflikt liegt meiner Meinung nach an den Sozialkontakten und der Abwechslung. Eine Hausfrau und Mutter hat einfach ein kleineres soziales Umfeld, weniger neue Erlebnisse und viel mehr Routine. Ich lerne jeden Tag neue Leute kennen, sie hat "nur" die Kinder, Nachbarn und die Mütter anderer Kinder. Wie ich schon geschrieben habe, es ist ein isoliertere Welt - ganz besonders im dörflichen Umfeld. Und dafür beneide ich sie ganz und gar nicht...

Wenn ich jetzt einen normalen Bürojob hätte und jeden Tag die gleichen zwanzig Leute sehen würde, dann wäre dieses Gefühl des zu-kurz-kommens sicherlich wesentlich geringer gewesen.

Viele Grüße,
Uwe

P.S.: Eine Beziehung, bei der jahrelang die Leidenschaft und Sexualität eine absolut untergeordnete Rolle spielt, ist für mich keine Liebesbeziehung mehr. Das ist Freundschaft oder eine Zweckgemeinschaft, mehr nicht. Da denke ich inzwischen radikal.
*****ane Frau
3.033 Beiträge
Aber den Konflikt Berufstätig - Hausfrau sehe ich nicht in der Art der Tätigkeit selber. Ob ich jetzt jeden Tag neue Reports in meinem Job verfassen oder dreckige Wäsche waschen muss kommt ziemlich aufs Gleiche raus - morgen ist das wieder das Gleiche zu tun.

ich schon!
*ggg*
Du kannst Dir eine Pause genehmigen, fünf Minuten für Dich, ich kann keine fünf Minuten telefonieren.
Du bist emotional etwas abgerückt von dem was Du tust, ich bin sozial völlig eingbunden, jede Kinderkrankheit, jede Streiterei der Kinder alles trifft mich, weil - ich liebe meine Kinder. Ich kann nie kündigen. *g*
Es ist immer dasgleiche an Hausarbeit und doch bist Du niemals auf das gefasst was als nächstes kommt, während Du mit einem im Tragetuch die Wäsche aufhängst hat das andere alle Duschgelee in die Wanne gschüttet...

Du hast Kinder viel körpernah, das Bedürfnis nach körperlicher Nähe jedenfalls ist nicht mehr so groß.

Mein größtes Bedürfnis ist ehrlich geasgt nicht das nach mehr Partnerschaft, sondern das nach einer Woche mit mir ganz allein- Stille, Einsamkeit, Leere!
Und ich weiß das viele Frauen das so empfinden und wenn mich mein mann dann bedrängen würde, weil er Lust hat, dann könnte es passieren, das er sich für mich unbewußt neben die Kinder einreiht, in die Schlange derer, die "was wollen". Während man sich schon schrecklich leergepumt fühlt.
Morigane, ja, genau das ist es. Man fühlt sich wie ein Kuh, die an jedem Bein vier Stricke hat, und an jedem Strick zieht jemand.

Einfach mal ein paar Minuten NUR für sich selbst, in der absoluten Gewissheit "Jetzt will keiner was von mir" sind purer Luxus. Und selbst dann brennt noch im Hinterkopf, was alles noch nicht gemacht wurde.

Da ist der Sex manchmal eben das Letzte, wozu man sich aufrafft, ist man doch froh, mal mit sich selbst schlafen zu dürfen. Klar wird das besser, wenn die Kinder größer werden, aber Feierabend und Wochenende stehen deshalb trotzdem bloß im Kalender.

Apropos: Samstag ist Cleaning Day...
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