Wie wir grobes Anpacken möglichst sicher in unser kink-Spiel integrieren. Alle Geschlechter Workshop. 18+. All genders & orientations
Wie wir grobes Anpacken möglichst sicher in unser kink-Spiel integrieren.
In diesem Workshop geht es um die einvernehmliche, grobe physische Behandlung der Sub-Person während einer Session. Dieses roughe Spiel ist eine Kombination aus vielen 'kleineren' Techniken, die miteinander kombiniert werden. Das Setting und die Kombination dringt dabei tief in die Psyche des Subs vor und können dort zu Gefühlen der Überwältigung, des Ausgeliefertseins und der Hingabe führen.
(Hu-)manhandling bedient sich Elementen wie grobem Zupacken, Schubsen, Treten, Ziehen, Pinnen, Hals-, Haar- und Intimgriffen, dem “Zu-Boden-” oder “An-die-Wand-Drücken”, Backpfeifen, Schlägen und mehr. Das Ziel sind einfache und sicher ausgeführter Elemente mit gutem Effekt oder in spannender Kombination. Es können aber auch einzelne Elemente ausgedehnt und einzeln genossen werden und so eine spannende Szene in einer Session bilden.
Die Anzahl an Praktiken ist sehr umfangreich und jede Praktik birgt eigene Risiken. Wer einfach drauf los probiert, riskiert Schäden zu verursachen. Um das zu vermeiden, schauen wir uns mögliche Risiken und Ausführungen im Detail an. So du anschließend entsprechend deines eigenen Risikoprofils entscheiden, welche Praktiken du wie umsetzen möchtest.
Bei diesem Spiel geht es um ein einseitig geführtes Überweltigen durch die dominierende Person (kein Raufen oder Kämpfen). Auch körperlich schwächere Menschen können die dominante Rolle übernehmen und hierbei verstärkt auf Technik setzen. Im Kurs werden wir in kleiner Gruppe individuell nach passenden Lösungen und Spielarten schauen, die auch bei dir und in deiner typischen Spielumgebung passen werden. Außerdem werden wir viel Raum für Übung und Anwendung geben. So kannst du die passende Intenstität und die richtige Ausführung üben und dich in der Anwendung wirklich sicher fühlen.
Aufbau des Workshops
Im Rahmen des Workshops werden wir uns zunächst mit den Grundlagen beschäftigen und auf wichtige Anatomie- und Sicherheitsaspekte eingehen.
Anschließend gehen wir in den praktischen Teil über und schauen uns erstmal ein paar Standardtechniken an. Wir besprechen, auf was hierbei zu achten ist, welche Gefahren sie bergen, aber auch wie wir sie relativ sicher ausführen und kombinieren können. Natürlich probieren wir das dann auch aus und nähern uns Step-für-Step der gezielten Anwendung.
Nach den grundlagen gebe ich Raum für Eure persönlichen Interessen und Fragen und wir picken uns gezielt die Praktiken raus, die euch wirklich interessieren. Backpfeifen, Halsgriffe, Haargriffe, Intimgriffe, Schubsen, Treten, ... you name it. Auch hier gehen wir zunächst auf die typischen Risiken ein und üben dann die richtige Anwendung.
Im letzten Schritt kombinieren wir die Elemente zu kurzen Abfolgen, die ihr dann direkt in Euer Spiel integrieren kann.
Während des gesamten Praktischen teils gehen wir gezielt auf Eure Situation ein. Das kann Eure Situation zuhause sein, körperliche Besonderheiten von dir oder deinem Partnermenschen oder besondere Wünsche und Fantasien.
Es besteht kein Zwang mitzumachen und man kann auch nur zuschauen. Du entschedeit dies.
Das Spiel kann sehr intensiv und körperlich, wie auch mental anstrengend sein. Daher werden wir uns regelmäßig gemeinsam reflektieren und Pausen einbauen, so dass ihr euch erholen und neue Kraft schöpfen könnt.
Inhalte des Workshops
- Einführung ins (Hu-)Manhandling
- Typische Probleme, Gefahren und Risiken
- Grundlagen zur allgemeinen Anatomie
- Vorbereitung des Spiels und wie man Risiken reduziert
- Einige 'typische' Praktiken (Grabschen, Ziehen, Schubsen, Werfen, Pinnen, ...), sowie deren spezifische Risikoprofile, 'sichere' Umsetzungsvarianten, Verhalten von Sub und Dom sowie deren Übung und Anwendung
- Eure Wahl an Wunschpraktiken (wie Haargriffe, Halsgriff, Intimgriffe, Backpfeifen, Polizeigriffe, Körperschläge
- Kombination von Praktiken und Üben von typischen Kombinationen
- Reflektionsrunden mit allen Beteiligten
- Eure Fragen
NICHT Teil des Workshops
Die Kombination mit anderen Praktiken macht Sinn und hier wird auch gezielt darauf hingewiesen, es ist aber nicht Schwerpunkt des Workshops. Auch Spielarten, wie Raufen oder Play Fight - also Spielarten, wo man gegeneinander um Überlegenheit kämpft - sind dem Spiel zwar sehr nahe, sind hier aber ausgeschlossen, da sie ein komplett anderes Risikoprofil bieten.
Voraussetzungen
Grundlegender Konsens, Kommunikation mit der Partnerperson und der selbstschützende Umgang mit den eigenen Traumata werden vorausgesetzt und werden im Workshop nur gestreift. Wir erwarten aber, dass alle Teilnehmenden sich hier sicher fühlen und aufgeklärt und reflektiert teilnehmen können.
Organisatorisch
Der Kurs ist auf 2-Personen-Paare ausgelegt und für ca. 3 h angesetzt. Die Teilnehmerzahl ist auf 5 Paare beschränkt. Wir benötigen mindestens 3 Paare, damit der Kurs stattfinden kann. Jede teilnehmende Person entscheidet selbst wie weit sie mitmachen möchte.
Bitte mitbringen:
- Trinken, Snacks und Traubenzucker
- Ggf. ein Handtuch
- Was ihr für euer persönliches Wohlbefinedn braucht (Medikamente, Aftercare-Decke, Wohlfühl-Knuddeltier...)
- Kommt gesättigt, aber nicht vollgestopft
Der Workshop richtet sich an jene Menschen, die es beim Kink gerne etwas grober mögen oder dies für sich in Betracht ziehen. Somit sind Interessierte, Einsteiger und jene mit ersten Erfahrungen die Kernzielgruppe. Aber auch erfahrene Teilnehmende, die sich gerne nochmals in ihrem Handeln reflektieren und erweitern wollen, werden sich hier richtig fühlen.
Der Workshop ist offen für alle Geschlechter, Orientierungen, Körpertypen und Konstellationen. Einige Griffe erfordern aber besondere Körpermerkmale, wie Schwanz und Eier, lange Haare oder bestimmte Größen- und Kraftverhältnisse. Daher kann nicht garantiert werden, dass ihr Euch bei allen Varianten gleich wohl fühlt.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Bequeme Kleidung wird empfohlen. Schmuck, Piercings, Kleidung mit vielen Schnallen und Details, sowie andere Dinge, an denen man hängen bleiben kann, sollten abgelegt werden.
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