Nr. 028 | Raum 2 | 08.11.2025 von 20:15 bis 22:15 Uhr
In diesem zweistündigen Workshop beschäftigen wir uns mit Oberkörperfesselungen, die als Alternativen zum klassischen Takate-Kote (TK) dienen und grundsätzlich suspensiontauglich sind. Der TK, eine der bekanntesten Oberkörperfesselungen im Shibari, ist nicht für alle Personen geeignet – sei es aus körperlichen Gründen, aus Komfortaspekten oder einfach, um mehr Vielfalt in den Möglichkeiten zu haben.
Unser Fokus liegt darauf, dir diese alternativen Oberkörperfesselungen detailliert zu vermitteln: Du lernst deren technische Grundlagen, sicherheitsrelevante Aspekte sowie deren ästhetische und emotionale Wirkung kennen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, diese Fesselungen in diesem Workshop in tatsächlichen Suspensions umzusetzen. Vielmehr erhältst du Werkzeuge, um später – mit der entsprechenden Erfahrung und in einem geeigneten Rahmen – daraus sichere und kreative Suspension-Optionen entwickeln zu können.
Nach dem Workshop wirst du Variationen von suspensiontauglichen Oberkörperfesselungen kennen, die dir Alternativen zum klassischen TK eröffnen und dein Repertoire für Progressionen und Transitionen erweitern.
Bitte mitbringen:
- Einen Satz Seil (Hanf/Jute = 7 bis 10 Seile á 8 Meter)
- Unterlage (Yoga-Matte, Iso-Matte etc.)
- Wissensbegierde und gute Laune
Über WolfRope:
Als WolfRope vor über 10 Jahren zufällig mit Shibari in Berührung kam, zog ihn das feine, nuancenreiche Spiel mit dem Seil sofort in seinen Bann. Die Ästhetik, das Sichtbarmachen der individuellen Schönheit seiner Ukete und vor allem die tiefgehende, nonverbale Kommunikation durch das Seil berühren ihn bis heute. Für ihn ist Fesseln ein Dialog – eine Begegnung auf seelischer Ebene. Dabei muss es nicht immer sanft sein: Auch Schmerz kann, wenn er einvernehmlich gewollt ist, ein intensiver Ausdruck von Emotion sein.
Sein Stil ist das Ergebnis einer langen persönlichen Entwicklung, die stark von unterschiedlichen traditionellen Schulen geprägt wurde. Er verbindet Struktur mit Emotionalität und legt besonderen Wert auf Präsenz, Achtsamkeit und die zwischenmenschliche Dynamik im Moment des Fesselns.
2017 lernte er seine Lebenspartnerin Traumsaengerin kennen. Gemeinsam vertieften sie das Spiel mit Hingabe, Vertrauen und Grenzerfahrungen. Die Intensität ihrer Sessions spiegelt das tiefe gegenseitige Verständnis und Vertrauen wider – bis hin zur vollständigen Hingabe und Kontrollaufgabe in einer Session. In dieser Begegnung entfaltet sich für ihn die Essenz von Kinbaku.
Neben der kontinuierlichen Weiterbildung und dem Studium verschiedener Fesselstile widmet sich WolfRope heute verstärkt der Entwicklung eines eigenen Ausdrucks, der auch seine philosophischen und psychologischen Sichtweisen integriert.
Als leidenschaftlicher Praktiker ist es ihm ebenso ein Anliegen, sein Wissen weiterzugeben. Über die Jahre hat er ein umfassendes Kurs- und Workshopangebot geschaffen, das sowohl Einsteiger*innen als auch Fortgeschrittene anspricht.
Dieser Workshop eignet sich für Teilnehmer, die aus dem Anfängerstadium herausgewachsen sind und schon die ersten Suspensionerfahrungen gesammelt haben. Gleichermaßen eignet sich der Workshop für intermediate und fortgeschrittene Teilnehmer, die bisher schwerpunktmäßig TK-lastige Suspensions gefesselt haben.
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