Das Gras auf der anderen Seite:
Die Psychologie der Untreue...
-->
An diesem Abend tauchen wir gemeinsam ein in einen der emotionalsten, kontroversesten und für viele von uns aufwühlendsten Abgründe der Liebe und der Lust...
In diesem Talk teile ich mit euch meine persönlichen wie professionellen Perspektiven auf das heikle Thema
"Fremdgehen",
"Seitensprünge" bzw.
"Untreue im Allgemeinen und Speziellen"...
Er trägt den Titel:
Das Gras auf der anderen Seite des Hügels...
Die Psychologie der Untreue
Diese Online-Veranstaltung ist Bestandteil des offiziellen JOYclub Sex-Education Programms. Um daran teilzunehmen, brauchst du nicht mehr als einen funktionierenden Browser und ein JOYclub-Basis-Profil. Solltest du diesen Text hier lesen können und verstehen, sind höchstwahrscheinlich alle technischen wie kognitiven Anforderungen erfüllt.
Trigger-Warnung:
Falls du selbst in deinem eigenen Leben gerade akut vom Thema Untreue/Treue betroffen bist, ist dies möglicherweise vielleicht nicht der allerbeste Zeitpunkt, um dir diesen Talk anzuschauen... Um das Phänomen "Untreue" wirklich verständlich zu machen, werde ich die Frage der Schuld radikal bei Seite stellen und immer wieder dazu einladen, uns mit neugieriger Offenheit in das Herz derjenigen Menschen zu begeben, die den Pakt der (körperlichen und/oder emotionalen) Exklusivität einseitig brechen... Das erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Konfrontationsbereitschaft...
Die Perspektiven und Herangehensweisen dieses Talks ist für manche Menschen zu bestimmten Zeitpunkten potenziell schwer verdaulich. Falls du dich im vorausgegangenen Absatz angesprochen fühlst, könnte es vielleicht klug sein, diesen Talk zu einem späteren Zeitpunkt in der JOYclub-Mediathek anzuschauen...
Ich werde diesen Talk ebenso wie alle bisherigen voraussichtlich etwa zwei bis vier Wochen nach diesem Event in dieser Übersicht meiner Sex-Education-Talks verlinken:
Homepage "JOYclub Sex Education" von Volker Schmidt
Worum geht’s in diesem Talk...?!
Je nachdem, welche Studie wir heranziehen, geben in etwa 20-25% der befragten Männer sowie 15-18% der befragten Frauen zu, in ihrem bisherigen Leben mindestens einmal hinter dem Rücken ihres Partner oder ihrer Partnerin Sex mit einem anderen Menschen gehabt zu haben... Da dieses Thema allerdings sehr schambesetzt ist, gehe ich persönlich davon aus, dass die Dunkelziffer mindestens ein kleines bisschen höher liegt...
Das Thema ist also weit verbreitet... Übrigens gilt das nicht nur für monogame (oder vielleicht besser: "scheinmonogame") Beziehungen... So seltsam das manchen auch erscheint: Auch in offenen oder polyamoren Beziehungen haben Menschen heimliche One-Night-Stands oder Affären...
Untreue (unabhängig davon, ob sie körperlicher oder emotionaler Natur war...), ist meiner Erfahrung als Liebes-Coach und -Therapeut darüber hinaus eines der emotional aufwühlendsten und belastendsten Konflikt-Themen, mit denen wir es in unserem Lust- und Liebesleben zu tun bekommen... Hat die Vertrauens-Basis einer Beziehung erst einmal massiven Schaden genommen, ist es selbst mit Hilfe oft ein langer und steiniger Weg, bis diese Risse wieder geschlossen sind und das Fundament wieder eine echte Tragfähigkeit erhält...
"Untreue" allerdings ist kein Monster, das eine Liebesbeziehung aus dem Nichts heraus überfällt... "Untreue" ist meiner Erfahrung nach eine mehr oder weniger zwangsläufige Folge ganz bestimmter Beziehungsmechanismen, Kommunikationsmuster und insbesondere Grundhaltungen uns selbst, dem Leben und der Liebe gegenüber...
An diesem Abend lade ich euch dazu ein, die Sache mit der "Untreue" aus meiner Perspektive heraus zu erforschen und zu ergründen...
Ich stelle mich mit euch gemeinsam den
Fragen:
Was genau ist eigentlich "Untreue"...? Wo beginnt sie, und wie nimmt sie ihren Verlauf...?
Warum gehen manche Menschen fremd - und andere Menschen nicht...?
Welche Auswirkungen hat reale oder vermutete "Untreue" auf eine Beziehung...?
und
Was können wir aktiv und bewusst tun, um unsere aktuelle Liebesbeziehung vor "Untreue" zu schützen...?
Wie funktioniert so ein Sex-Education-Livestream...?!
Nach deiner Anmeldung wirst du automatisch für diesen Life-Talk freigeschaltet. Im Anschluss wird dir auf dieser Seite ein kleines Fenster angezeigt, das dir sagt: "noch ... x Tage (bzw. Stunden) bis zur Veranstaltung".
Sobald der Livestream gestartet ist, kannst du die Veranstaltung über einen Button in diesem Fensterchen betreten. Solltest du später kommen, ist das kein Problem. Der Zutritt ist bis zum Ende der Veranstaltung geöffnet.
Während des Lifestreams kannst du mich sehen und hören. Du selbst bist weder für mich noch für eine:n der andere:n Teilnehmer:innen sicht- oder hörbar. Rechts im Fenster findest du einen Chat,über den es möglich ist, mit anderen Zuschauer:innen in Kontakt zu gehen, Fragen zu stellen oder Impulse zu geben.
Um den Fluss meiner Argumentationen und Empfehlungen nicht zu unterbrechen, werde ich während meines Talks nur selten in diesen Chat schauen. Im Anschluss an meinen Talk gibt es Zeit und Raum für eure Fragen.
Du kannst den Livestream jederzeit zwischendurch verlassen und später wieder betreten. Sollte ein technisches Problem auftreten, reicht es oft bereits, die Seite mittels der F5-Taste neu zu laden. In seltenen Fällen (frage bitte nicht mich, woran das liegt!) kann es notwendig sein, den Browser zu schließen, erneut zu starten und den Stream über den Beitreten-Button noch einmal zu betreten.
Ein paar kleine Teaser zum Thema:
https://liebe-auf-augenhoehe.de/beziehung-oder-partnerschaft/
https://liebe-auf-augenhoehe.de/fremdgehen/
https://liebe-auf-augenhoehe.de/fremdgehen-2/
https://liebe-auf-augenhoehe.de/treue-2-0/
Ich freue mich auf einen intensiven und vielleicht sogar inspirierenden Abend mit euch...!
💜💙💚💛🧡
Dieser Livestream ist Teil unserer Summer Edition im Juli und August. Dich erwartet ein Sommerblumenstrauß an bunten Themen von Lustgewinn über Untreue bis männlicher Orgasmus. Mit Volker Schmidt, Neue Lust leben, Lisa Opel & Mareen Leykauf sowie The Hellwigs, Sexual-Coaching, senSe-reflEXion, LustOcademy & Wolff Men Coaching und Moshe Weizman.
Kommentare
Insbesondere danke ich @****54, @****ody, @****ee, @*******o_F, @***es, @**********hen70, @*********in365 und @***si für die Offenheit, die Neugier und den Tiefgang, die ihr hier reinbringt...!
Ich möchte eine weitere Perspektive einbringen, die ich persönlich hier für überaus wichtig halte, auch wenn sie eventuell unromantisch oder auch ein wenig spröde klingen mag...
Meiner Erfahrung nach ist ein glückliches Lust- und Liebesleben leider nicht nur das Ergebnis von offener Kommunikation, Mitgefühl und gegenseitigem Wohlwollen... Sondern nicht zuletzt eine Frage des Glücks...
Wir können reden, so lange wir wollen oder können, und nicht selten ist genau dies der Schlüssel zu neuem Glück... Aber... Wenn wichtige Grundwerte oder Lebensziele zweier Menschen nicht übereinstimmen, dann kommt es unabhängig von aller Anziehung oder gefühlter Alternativlosigkeit irgendwann zwangsläufig zum traurigen Phänomen der "strukturellen Inkompatibilität"...
Wenn ein Partner sich ein Kind wünscht, die oder der andere allerdings mit den bereits vorhandenen schwer überfordert ist...
Wenn eine Partnerin konstruktive Umgangsformen mit Konflikten kennt und leben will, der oder die andere dagegen der Auffassung ist, Streit gehöre schließlich dazu und Eifersucht oder Wutausbrüche wären sichere Anzeichen von Liebe...
Wenn einer oder eine von zweien sich nach Wahrhaftigkeit und Tiefgang sehnt, während der oder die andere nach unkompliziertem Vergnügen strebt...
Wenn eine oder einer im eigenen Leben Eros und Lust bewusst zelebrieren möchte, für den oder die andere allerdings das gesamte Thema "Sex" mit Angst oder Druck verbunden ist...
Wenn einer oder eine die Liebe gerne monogam leben möchte, die oder der andere aber offen oder polyamor...
...
...
...
Dann wird es meiner Erfahrung nach selbst mit der besten therapeutischen Begleitung der Welt schwierig werden, diese Lücke durch einfühlsame und offene Gespräche zu überbrücken...
Wenn sich nicht nur unsere Perspektiven und Herangehensweisen widersprechen, sondern lebensentscheidende Grundwerte und Ziele, dann wird es meiner Auffassung nach schwer, einen gemeinsamen Weg zu finden, der nicht nur erträglich ist, sondern beide Seiten wirklich glücklich macht...
Aus diesem Grunde lege ich so viel Wert auf Aufrichtigkeit und Bewusstheit zu Beginn gemeinsamer Liebesgeschichten... Meiner Erfahrung nach nämlich wird alles, was wir in dieser Anfangsphase einer Beziehung unterdrücken, verheimlichen oder kaschieren, nicht auf ewig verdrängt oder verborgen bleiben, sondern sich eines Tages mit Macht aus den Schatten erheben und unignorierbar und unübersehbar werden...
Zu erkennen, dass ein Mensch, zu dem wir uns hingezogen fühlen, zu unserem eigenen Liebes- oder Lebensentwurf inkompatibel ist, tut weh...
Immer...
Allerdings wird der Schmerz, den dies auslöst, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr intensiver, heftiger und unerträglicher werden...
In diesem Talk ging es um die Psychologie des Fremdgehens...
Aber dies war ja nicht mein erster Talk im Rahmen der JOYclub SexEducation…
Möglicherweise vielleicht könnten auch die Inhalte des einen oder anderen Talks aus den letzten Jahren in den Fragen, die hier gerade aufkommen, interessant oder sogar hilfreich sein...
Ich persönlich denke hier beispielsweise an:
AUGENHÖHE - Die Kunst des Verhandelns in der Liebe
Raus aus der Streit-Falle - Vom partnerschaftlichen Umgang mit Konflikten
und
CRUSHED - Verdammt, verliebt...! Was nun...? (Im Duett mit Britta Theurer / @********bunt)
Dir und deiner Partnerin, @****54, wünsche ich von Herzen, dass es weder Grundwerte noch Lebensziele sind, die euch im Wege stehen, sondern lediglich eure bisherigen Perspektiven und Herangehensweisen im Umgang mit euren Gefühlen, Sehnsüchten und prägenden Erfahrungen...
💜💙💚💛🧡
Ich habe in meiner Ehe immer nach Lösungen gesucht und sie seltenst gefunden, weil ich die andere Seite gar nicht richtig aufgenommen und verstanden habe.
Zu sehr bin ich in den Verteidigungsmodus gegangen, wollte ihn verstehen und konnte es nicht.
Das war übrigens umgekehrt genauso.
Jeder meinte, sich rechtfertigen zu müssen.
Ich sage heute noch, dass wir eine tolle Ehe führten, dass wir tolle Gespräche hatten.
Aber nach der Trennung vor 17 Jahren kam ein Umdenkprozess in Gang.
Heute halte ich das, was im Raum steht, erstmal aus. Mein Partner ebenso.
Wir sagen, was uns beschäftigt, bedrückt, belastet.
Das kann schon mal unangenehme Gefühle bei mir auslösen und doch bleiben wir ruhig und lassen den Anderen reden.
Wir geben uns Raum, uns zu zeigen, wir fragen nach und manchmal lassen wir das Gesagte einfach stehen, auch, wenn wir uns im Unrecht fühlen und glauben, uns rechtfertigen zu müssen.
Sollte ein Austausch gerade nicht möglich sein, nehmen wir uns die Zeit, alleine darüber nachzudenken. Spätestens am nächsten Tag wird das Thema ungefragt wieder auf den Tisch gebracht.
Das klappt erstaunlich gut, denn jeder von uns fühlt sich gesehen, wird nicht gewertet und die Gefühle eskalieren nicht sondern beruhigen sich nach z.B. einer Nacht, sodass wir eine ruhige Basis haben, das Gesagte neu aufzuarbeiten.
Ich bin sehr emotional, fühle mich manchmal angegriffen und kann dann locker, ohne nachzudenken, losschießen.
Das verkneife ich mir mittlerweile.
Ich lasse die Worte stehen, sie werden mich natürlich weiter beschäftigen, aber so habe ich meinem Partner (oder Familie, Kollegen) Raum gegeben, seine Sicht darzulegen. Wertfrei.
Bei mir ploppt auch mal ein angesprochenes Thema auf, welches mich triggert.
Ich erkenne mein Muster. In den Verteidigungsmodus zu gehen, ist für mich äußerst ungünstig.
In dem Moment runterzuschlucken ist nicht immer einfach, dennoch enorm wichtig für mich. So eskaliere ich nicht und kann später viel objektiver auf die Sache schauen.
Mich in dieser Situation jedoch zu einer Lösung zu drängen, ist absolut kontraproduktiv.
Zeit und Raum geben, das funktioniert bei uns.
Das mit den Vorwurf-Rechtfertigungsdynamiken kann ich gut nachvollziehen und kenn das auch selbst.
Daher finde ich die Vorschläge von @*******o_F sehr wertvoll.
Aber gut zu lesen, dass ihr euch da in der Aufarbeitung begleiten lasst. Ich glaube das kann oft echt hilfreich sein.
Danken, @*******o_F , wir sind ja schon drin in der Aufarbeitung und mit professioneller Unterstützung. Ich stelle nur immer wieder fest, wie schwer mir das fällt.
Ob ich es in diesem Leben noch schaffe, nicht lösungsorientiert drauflos zu denken, weiß ich nicht. Im allgemeinen fällt es mir aber in wissenschaftlicher Demut leicht anzuerkennen, dass ich noch keine Lösung habe.
Nur das Schuldgefühl macht das sehr unangenehm - obwohl ich Schuld für ein wenig hilfreiches Konzept halte. Den Anlass habe ich ja gesetzt
Denke nicht an Lösungen, also verabschiede Dich von dem Gedanken, etwas lösen zu müssen. Das Gespräch sollte komplett erwartungsfrei von Deiner Seite sein.
Hier ist es schon heiß hergegangen, ...
... du kommst etwas spät! Das Thema wurde bereits geschlossen.
Aber alles halb so wild, schau doch stattdessen in die verwandten Themenvorschläge. Oder starte einfach selbst ein neues Thema.